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Grundstück privat finanzieren

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  1. #1

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    Grundstück privat finanzieren

    Hallo,

    wir planen, ein Haus auf dem Grundstück von Freunden meiner Eltern zu bauen. Das Grundstück ist bereits geteilt und erschlossen und es werden für uns etwa 500 qm sein.

    Nun haben uns die Eigentümer angeboten, den Kaufpreis des Grundstückes nicht in einem Betrag sondern in monatlichen Raten an sie abzubezahlen, was den Vorteil hätte, dass wir die EUR 90.000,-- hierfür nicht über eine Bank finanzieren müssten.

    Das lässt sich doch sicher notariell vereinbaren, oder?

    Aber meine eigentliche Frage ist nun, wie denn die Bank, die das Haus finanziert, das Grundtück bewertet. Sieht sie es als Eigenkapital an? Werden die zu bezahlenden Raten dann von unseren Gehältern abgezogen, als hätten wir einen Kredit aufgenommen oder interessiert das die Bank dann nicht?

    Wäre schön, wenn Ihr mir das beantworten könntet, danke vorab!
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  2. Grundstück privat finanzieren

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Fluggeraetcp Beitrag anzeigen
    Aber meine eigentliche Frage ist nun, wie denn die Bank, die das Haus finanziert, das Grundtück bewertet. Sieht sie es als Eigenkapital an? Werden die zu bezahlenden Raten dann von unseren Gehältern abgezogen, als hätten wir einen Kredit aufgenommen oder interessiert das die Bank dann nicht?

    Wäre schön, wenn Ihr mir das beantworten könntet, danke vorab!
    Natürlich gehören die monatlichen Raten (an die Bekannten) zu Deinen Kosten. Sie schränken Dein budget ein.

    Die Frage ist, ob Deine Bekannten auch eine Sicherheit möchten, also beispielsweise in´s Grundbuch eingetragen werden möchten. Wenn ja, dann könnte das zu Problemen mit der Bank führen, weil diese an sich an erster Rangstelle eingetragen werden möchte.

    Die Frage ist also, was für eine Vereinbarung wird mit den Bekannten getroffen. Geben die das "Darlehen" zinsfrei? mit welcher Laufzeit (Raten) rechnen die?

    Hintergrund, bei einer kurzen Laufzeit belasten die hohen Raten Deine monatliche Liquidität. Das kann dazu führen, dass die Bank nicht mehr die benötigte Kreditsumme bewilligt, einfach weil Du die gesamte monatliche Belastung nicht mehr tragen kannst.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Als Eigenkapital wird das Grundstück auf keinen Fall von der Bank gewertet!!!

    Das Grundstück wird als Vermögen aufgeführt und dem wird der private Kredit - denn das ist es dann ja wohl - gegenüber gestellt.

    Ansonsten treten evtl. die Problem auf, die R.B. schon angesprochen hat.
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  5. #4
    Avatar von steinlaus
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    Zitat Zitat von ecobauer Beitrag anzeigen
    Als Eigenkapital wird das Grundstück auf keinen Fall von der Bank gewertet!!!

    Das Grundstück wird als Vermögen aufgeführt und dem wird der private Kredit - denn das ist es dann ja wohl - gegenüber gestellt.

    Ansonsten treten evtl. die Problem auf, die R.B. schon angesprochen hat.
    Vorsichtig widerspreche ich mal, was die Berücksichtigung als Vermögen angeht ... sofern mit der Ratenzahlung ein Eigentumsvorbehlt einhergeht.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von steinlaus Beitrag anzeigen
    Vorsichtig widerspreche ich mal, was die Berücksichtigung als Vermögen angeht ... sofern mit der Ratenzahlung ein Eigentumsvorbehlt einhergeht.
    O.k., Vorsicht akzeptiert.
    Hat aber mit Eigentumsvorbehalt nix zu tun. Grundstücksgeschäfte werden in deutschen Landen grundsätzlich notariell abgewickelt und im Grundbuch eingetragen. Und mit der Eintragung wird der namentlich benannte auch Eigentümer, ob bezahlt oder nicht, spielt da keine Rolle.
    Anders ist es im Sachenrecht, da geht das Eigentum tatsächlich erst mit Zahlung der letzten Rate auf den Käufer über, sofern Eigentumsvorbehalt vereinbart war.
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  7. #6
    Avatar von steinlaus
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    Zitat Zitat von ecobauer Beitrag anzeigen
    O.k., Vorsicht akzeptiert.
    Hat aber mit Eigentumsvorbehalt nix zu tun. Grundstücksgeschäfte werden in deutschen Landen grundsätzlich notariell abgewickelt und im Grundbuch eingetragen. Und mit der Eintragung wird der namentlich benannte auch Eigentümer, ob bezahlt oder nicht, spielt da keine Rolle.
    Anders ist es im Sachenrecht, da geht das Eigentum tatsächlich erst mit Zahlung der letzten Rate auf den Käufer über, sofern Eigentumsvorbehalt vereinbart war.
    Oh. Dann ziehe ich mich mal auf meine Signatur zurück --- ist kein Eigentumsvorbehalt, sondern die Auflassungsvormerkung.

    Wird denn ein Grundstück unter dieser Prämisse als Vermögen anerkannt?
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  8. #7

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    Die Auflassungsvormerkung ist lediglich der Platzhalter für die spätere Eintragung des Eigentümers! Wenn der aber auf das Grundstück bauen würde, ohne als Eigentümer eingetragen zu sein, stünde das Haus auf fremden Grund und wäre nicht mehr ihm....
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  9. #8
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    Welchen Betrag setzt denn die Bank als "Rate" an? Den monatlich zu bezahlenden Betrag, den wir im Notarvertrag festlegen oder errechnet eine Bank eine "fiktive" Rate? Die Frage scheint komisch zu sein, aber wenn wir die Eigentumswohnung, in der wir momentan wohnen vermieten, akzeptiert die Bank auch nicht die Miete, die wir tatsächlich bekommen, sondern errechnet eine fiktive Miete, die deutlich niedriger ist...
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  11. #9
    Avatar von greentux
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    Normalerweise setzt sie die Rate an, die Du zahlst. Bei der Miete mag das anders sein, da der Mieter auch mal kündigen kann und Du dann keine Einnahmen hast.
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  12. #10

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    Zitat Zitat von greentux Beitrag anzeigen
    Normalerweise setzt sie die Rate an, die Du zahlst.
    Nicht nur normalerweise, wenn die Rate sogar notariell vereinbart ist, wird
    diese angesetzt.

    Zitat Zitat von greentux Beitrag anzeigen
    Bei der Miete mag das anders sein, da der Mieter auch mal kündigen kann und Du dann keine Einnahmen hast.
    Das ist eher unüblich.Die Banken haben, sofern es regional tätige Institute sind, Erfahrungswerte über die Vermietbarkeit von Wohnraum. Zusätzlich wird soweit als möglich der spezielle Fall zugrunde gelegt, um die dauerhaftigkeit der Mieteinnahmen abschätzen zu können.Daraus ergibt sich dann die anzusetzende Einnahme aus der Kaltmiete.
    Alles andere ist Risikominimierung auf Kosten des Kunden, die nicht zu rechtfertigen ist.
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