Ergebnis 1 bis 5 von 5

Befestigung der kabel mit normalen Nägeln

Diskutiere Befestigung der kabel mit normalen Nägeln im Forum Elektro 1 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    04.2010
    Ort
    München
    Beruf
    Designer
    Beiträge
    28

    Befestigung der kabel mit normalen Nägeln

    Hallo,

    wir haben eine Haus in Holzständerbauweise gebaut und der Rohbau ist gerade fertig. Es gibt eine installationsebene, die für die Verkabelung vorgesehen ist. Nun habe ich gesehen, dass der Elektriker dabei ist alle Leitungen (ohne Lehrrohre - ich kenne die unterschiedlichen Philosophien darüber) seitlich an die Abstandsriegel der I-Ebene zu befestigen, und zwar mit ganz stink normalen Nägeln, die er dann ggf. ein bissel krumm haut.
    Ebenso verfährt er an den Deckenbalken etc. Wo mehrere Letungen nebeneinander liegen, wird z. B. in der Decke einfach ein langer Nagel horizontal eingehauen und die Leitungen dort abgelegt. Damit nichts wieder rausrutscht wir dann einfach ein kleiner wieder im 90Grad-Winkel dagegen gesetzt.

    Mir ist klar, dass es mit normalen Nägeln schneller geht, aber ich bin unsicher. Ist das jetzt ok so, oder soll ich da Rabatz machen und den Elektriker auferlegen, er muss entsprechende Befestigungsklammern nehmen, weil es unter die Kategorie "Pfusch" fällt. Wenn man Vorsichtig ist, dann wird die Leitungen sicher nicht verletzt dabei, aber sicherer wären doch die entsprechenden Befestigungsklammern (die ja auch genagelt werden), oder?

    Danke für informative Tipps und Meinungen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Befestigung der kabel mit normalen Nägeln

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Avatar von Vossi
    Registriert seit
    11.2008
    Ort
    Wolfenbüttel
    Beruf
    Wohnraumgestalter
    Benutzertitelzusatz
    Freigeist und Erfinder
    Beiträge
    1,413
    Hallo.
    Du hast Dir Deine Fragen doch selbst schon beantwortet. Sicherlich ist das in teilen gängige Praxis, aber sicherlich steht irgendwo geschrieben, wie man mit Verkabelungen und deren Befestigungen umzugehen hat. Also weiss mal den Kabelguru darauf hin. Oder seinen Chef...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Wieland
    Gast
    In Ireland zum Beispiel werden alle Elektroleitungen in Holzständerwänden auf Grund
    der Brandgefahr in Metalleerrohren verlegt.

    Vielleicht ist das in Deutschland alles unkomplizierter.

    Ich kann mich jedoch erinnern,dass bei Ubaumassnahmen an Altbauten in Holzständer-
    Wänden in Deutschland auch alle Kabel in Metallrohren verlegt waren.

    Sicherlich auch nur wegen der Brandgefahr.

    Also mal ganz schnell die DIN suchen. Verlegung von Elektrischen Leitungen in Holz-
    ständerwänden!!!!!!!

    Gruß

    Michael
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    03.2004
    Ort
    Franken
    Beruf
    Kabelaffe
    Benutzertitelzusatz
    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Beiträge
    23,213
    Meister Wieland erstaunt mich immer wieder mit seinen unorthodoxen Ansichten zu mau(r)erfremden Themen...

    Also, es ist so:
    Der Umstand, daß schutzisolierte Leitungen (z.B. die gängige Feuchtraummantelleitung "NYM") in D direkt auf Holz verlegt werden dürfen, in anderen Ländern aber anders installiert wird (z.B. mit - nicht schutzisolierten - Einzeladern in Metallrohr), ist ne traditionell-philosophische Frage. So wie z.B. kontinentaleuropäische Normungsgremien mehr "Angst" vor Stromstärke haben, amerikanische und britische hingegen vor Spannung.


    Prinzipiell kann die geschilderte Verlegung also in Ordnung sein.

    Absolut unzulässig ist hingegen die Verwendung von "nackten" Nägeln, egal, ob gerade, krummgeschlagen oder in Form von Hakennägeln!!!
    Die Leitungen dürfen NUR mit Isolierstoffschellen, Metallschellen mit Isolierstoffeinlage oder mit (Isolierstoff-)Haltebügeln befestigt werden.

    Das Entfernen der schon vorhandenen Nägel genügt nicht.
    Es muß auch überprüft werden, ob nicht die Mäntel schon Schaden genommen haben.

    Ich würde mir sehr ernsthaft überlegen, einen Installateur, der grundlegende Regeln der Leitungsverlgung derart grob mißachtet, direkt von der Baustelle zu verweisen.
    Gerade im Holzhaus ist das kritisch, weil man später mit überschaubarem Aufwand kaum mehr Reparaturen vornehmen kann.

    Das "Lehrrohr" nannte man früher übrigens schlicht Rohrstock.
    Es könnte bei besagtem Eli nützliche Dienste im Rahmen der Nachhilfe tun...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Wieland
    Gast
    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Meister Wieland erstaunt mich immer wieder mit seinen unorthodoxen Ansichten zu mau(r)erfremden Themen...

    Also, es ist so:
    Der Umstand, daß schutzisolierte Leitungen (z.B. die gängige Feuchtraummantelleitung "NYM") in D direkt auf Holz verlegt werden dürfen, in anderen Ländern aber anders installiert wird (z.B. mit - nicht schutzisolierten - Einzeladern in Metallrohr), ist ne traditionell-philosophische Frage. So wie z.B. kontinentaleuropäische Normungsgremien mehr "Angst" vor Stromstärke haben, amerikanische und britische hingegen vor Spannung.


    Prinzipiell kann die geschilderte Verlegung also in Ordnung sein.

    Absolut unzulässig ist hingegen die Verwendung von "nackten" Nägeln, egal, ob gerade, krummgeschlagen oder in Form von Hakennägeln!!!
    Die Leitungen dürfen NUR mit Isolierstoffschellen, Metallschellen mit Isolierstoffeinlage oder mit (Isolierstoff-)Haltebügeln befestigt werden.

    Das Entfernen der schon vorhandenen Nägel genügt nicht.
    Es muß auch überprüft werden, ob nicht die Mäntel schon Schaden genommen haben.

    Ich würde mir sehr ernsthaft überlegen, einen Installateur, der grundlegende Regeln der Leitungsverlgung derart grob mißachtet, direkt von der Baustelle zu verweisen.
    Gerade im Holzhaus ist das kritisch, weil man später mit überschaubarem Aufwand kaum mehr Reparaturen vornehmen kann.

    Das "Lehrrohr" nannte man früher übrigens schlicht Rohrstock.
    Es könnte bei besagtem Eli nützliche Dienste im Rahmen der Nachhilfe tun...
    Danke Julius mal endlich Klarheit in der Sache!

    Ich konnte die Frage ja nicht pauschal beantworten,weshalb ich empfohlen
    habe nach der entsprechenden DIN zu suchen.

    Aber gewundert, was die Kollegen vor knapp 100Jahren in die Holzständer-
    Wände installiert haben, hat mich das schon.

    Danke dass du dich um die Sache gekümmert hast.

    Verschärfte Anerkennug!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Wieland
    Gast
    [QUOTE=Wieland;464482]Danke Julius mal endlich Klarheit in der Sache!

    Ich konnte die Frage ja nicht pauschal beantworten,weshalb ich empfohlen
    habe nach der entsprechenden DIN zu suchen.

    Aber gewundert, was die Kollegen vor knapp 100Jahren in die Holzständer-
    Wände installiert haben, hat mich das schon.

    Danke dass du dich um die Sache gekümmert hast.

    Verschärfte Anerkennug!

    Und noch etwas Julius, vor den Irerischen Duschen mit Ihren Starkstromdurchlauf-
    erhitzern,hatte ich auch Angst!

    Grüsse

    Michael
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  9. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    04.2010
    Ort
    München
    Beruf
    Designer
    Beiträge
    28
    Danke, dann weiss ich ja, was ich morgen zu tun habe....
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #8

    Registriert seit
    09.2009
    Ort
    Osthessen
    Beruf
    Kommunikationselektroniker
    Beiträge
    562
    Der "Spezialist" kommt aber nicht aus Polen, oder?

    Da ist mir neulich doch eine grün-gelbe Ader mit blanken Kupferende entgegen gefallen. Ich hatte jedoch vorher gesehen, dass diese direkt am Sicherungsautomaten angeschlossen war.

    Aber der polnische "Elektriker" meinte nur seelenruhig "Wo ist das Problem? Das Kupfer ist das gleiche und die Isolierung auch. Ist doch nur die Farbe..."
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen