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Flächenkollektor mit integr. Regenwasserversickerung

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  1. #1

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    Frage Flächenkollektor mit integr. Regenwasserversickerung

    Hallo!

    Wir planen einen Neubau auf einem Grundstück mit der Anforderung das Regenwasser zu versickern.
    Nun möchten wir gerne unabhängig von Gas heizen und ich sehe aufgrund der
    vorliegenden Fläche eine Erdwärmeheizung mit Flächenkollektor als geeignet.

    Da die Flächenheizung durch Regenwasser ihre Energie erhält, kam mir die Idee, dass man doch das Regenwasser, was eh zu versickern ist, über die Flächenkollektoren leiten könnte.

    Hat jemand dazu Erfahrung, eine Meinung bzw. kennt Systeme?


    Ich habe auf die Schnelle sogar einen Hersteller gefunden, der das kombiniert hat:
    http://www.enregis.de/auftritt/daten...nkollektor.pdf


    Problematisch könnte es allerdings mit der Versickerung sein, da wohl Lehmschichten vorhanden sind.


    Habt ihr Fragen bzw. Meinungen zu dieser Idee?


    Danke sehr!

    Rene
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  2. Flächenkollektor mit integr. Regenwasserversickerung

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  3. #2

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    ... wenn der Boden eh dauerfeucht ist weil es bindig darunter ist, bringt das System keine Vorteile.

    Das System erhält seine Energie nicht aus dem Regenwasser, das angestaute Regenwasser hält den Boden feucht, der soll dann eine bessere Wärmeleitfähigkeit haben.

    Fazit: Naja.
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  4. #3
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    Hallo!

    Der Boden ist nach ca. 70cm wohl aus Lehm.
    Das heißt die Versickerung ist schwierig und man braucht wahrscheinlich eine größere Fläche dafür.
    Daher wäre es vielleicht trotz geringerer Effizienzsteigerung sinnvoll die beiden Anlagen zu kombinieren, da ich wahrscheinlich eh verpflichtet wäre eine Versickerungsanlage zu bauen.
    Vielleicht kann man auf diese Art und Weise Kosten sparen?

    Was denkt ihr?
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  5. #4

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    Wie soll bitteschön eine Versickerungsanlage bei solch einem Boden überhaupt funktionieren???
    Das wird dann eher eine Gartenüberschwemmungsanlage...

    Leider konnen derartige Auflagen auch bei dafür völlig ungeeignetem Gelände immer mehr vor.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Die Bodenverhältnisse sind zumindest in 300m Entfernung so (lt. Bekannten, die da wohnen), daher meine Annahme, dass es hier nicht anders sein wird.

    Ich meine, der Boden nimmt ja sonst offensichtlich das normale Regenwasser auch auf, so dass eine Versickerung halt "nur" über eine größere Fläche geschehen muss - so stelle ich mir das zumindest in der Praxis vor.
    Aber da werde ich mal besser den AVZ bzw. die Nachbarn befragen.
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  7. #6

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    Wolltet Ihr nicht auf einem nicht unwesentlichen Teil des Grundstücks ein Gebäude errichten...?
    Und damit diesen versiegeln.
    Was zu einem erheblichen Mehranfall an Niederschlagswasser auf dem verbleibenden Grundstücksteil führt!
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Wolltet Ihr nicht auf einem nicht unwesentlichen Teil des Grundstücks ein Gebäude errichten...?
    Und damit diesen versiegeln.
    Was zu einem erheblichen Mehranfall an Niederschlagswasser auf dem verbleibenden Grundstücksteil führt!
    das stimmt natürlich auch wieder.

    Der AZV fordert vor Baubeginn ein hydrologisches Gutachten. Ich nehme mal an, wenn es der Boden nicht hergibt, dass dann eine Versickerung entfällt.
    Alles andere wäre unsinnig - oder sehr teuer?
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  9. #8
    Themenstarter

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    Icon1 Antwort des AZV

    Nach Rücksprache mit dem AZV, muss das Gutachten darüber Auskunft geben, ob versickert werden kann.
    Wenn dies nicht geht, dann muss verzögert (gedrosselt) in den Kanal eingeleitet werden.

    Kennt jemand Anlagen, welche die Versickerung bei bindigen Böden bzw. die gedrosselte Einleitung ermöglichen? (Je nachdem was das Gutachten bringt)

    Da wir eh Regenwasser sammeln wollen, kann man das sicher gut mit der Puffereigenschaft der Anlage verbinden.

    Hat jemand Tipps, wo ich mich informieren kann?

    Danke!

    René
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  11. #9

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    Hallo Renele77,

    zuerst brauchst Du ein Negativbescheid vom AZV (Parthe?), dass Du nicht in den Kanal einleiten darfst / kannst falls kein Kanal vorhanden. Dann brauchst Du dieses hydrologische Gutachten, für dieses Gutachten brauchst Du einen 2m² (Grundfläche) großen Schurf (Loch) an der Stelle wo die Rigole o.ä. hin soll und Wasser für den Schurf. Dann wird Dir Dein Baugrundgutachter (hydrologisches Gutachten) das Wasser einlassen und die Zeit messen in der es versickert ist. Aus diesem Wert errechnet er den kf für den anstehenden Boden und gibt eine Empfehlung für die Ausführung der Entwässerung (diese beim Gutachten unbedingt mit beauftragen, ggf. auch für vorgeklärte häusliche Abwasser, falls kein Kanal da ist).
    Eine gedrosselte Einleitung ist immer so eine Sache, würde ich nur machen wenn es keine Alternative dazu gibt.

    Du kannst Dich bei Deinem Planer informieren, der muss so etwas wissen.


    mfg Rokklith
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  12. #10

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    ... Die untere Wasserbehörde kannst Du anrufen, die wissen auf jeden Fall was sie nicht genehmigen, z.B.: eine Sickerpackung um die Zisterne (Stand 2004)
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