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  1. #1

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    Kombination: Kamin und Lüftungsanlage?

    Hallo Leute,

    wir haben vor in unserem neuen Haus eine WP mit integrierter Lüftungsanlage einzusetzen. Die Anlage ist mittlerweile auch durchgeplant. Nun wollen wir im Wohn- Essbereich zusätzlich einen Durchsicht Kamin einbauen lassen. Hierbei geht es uns mehr um die optik und um das schöne Gefühl im kalten Winter vor dem warmen Kamin zu liegen. Der Kamin ist aber nicht primär als Zusatzheizung gedacht.
    Lässt sich beides denn problemlos kombinieren, bzgl. Luftfeuchtigkeit, Unterdruck, etc. Hat jmd Erfahrung hiermit gemacht und kann mir ein paar Tipps geben worauf ich achten muss? bzw. ist hier ein Kaminbauer oder Heizi der mir hierzu ein paar Hinweise geben kann. Klar werde ich dies auch den jeweiligen Fachmann bei der Beratung fragen, ich gehe aber immer lieber vrobereitet in solche Gespräche.

    Danke schön!

    Grüsse aus dem schönsten Bundesland der Welt.

    Malocher
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  2. Kombination: Kamin und Lüftungsanlage?

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Malocher Beitrag anzeigen
    Hallo Leute,

    wir haben vor in unserem neuen Haus eine WP mit integrierter Lüftungsanlage einzusetzen. Die Anlage ist mittlerweile auch durchgeplant.
    Das riecht nach THZ, LWZ oder gar LWA......achte darauf, dass dieses Teil nach Heizlast dimensioniert wird, und zwar OHNE Heizstab. Heizlastermittlung nach EN12831, und dann den Wärmeerzeuger planen.

    Zitat Zitat von Malocher Beitrag anzeigen
    Lässt sich beides denn problemlos kombinieren, bzgl. Luftfeuchtigkeit, Unterdruck, etc.
    Ja, das lässt sich kombinieren, vorzugsweise raumluftunabhängig.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Ralf,

    ja mit LWZ (403) liegst du richtig. Die Anlage ist sehr gut geplant (Verlegeabstand FBH, Heizlastbedarf, alles sehr gut ausgetüftelt).

    Was meinst du mit vorzugsweise Raumluftunabhängig? Braucht man hier nicht einen Unterdruck Controller und muss noch andere Gegebenheiten beachten?

    Danke für die Hilfe.

    Gruss
    Malocher
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Malocher Beitrag anzeigen
    Hallo Ralf,

    ja mit LWZ (403) liegst du richtig. Die Anlage ist sehr gut geplant (Verlegeabstand FBH, Heizlastbedarf, alles sehr gut ausgetüftelt).
    Dann erzähle uns noch ein bischen über das Haus, denn die LWZ wird gerne schöngerechnet. Kann sein, dass sie für Dein Haus passt.......es kann aber auch sein, dass sie nur mit Heizstab passend gemacht wird.

    Zitat Zitat von Malocher Beitrag anzeigen
    Was meinst du mit vorzugsweise Raumluftunabhängig? Braucht man hier nicht einen Unterdruck Controller und muss noch andere Gegebenheiten beachten?
    Wenn der Ofen raumluftunabhängig arbeitet, braucht´s das nicht.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hi Ralf,

    zu unserem Haus: Wohnfläche 175 qm. EG: Parkett, offen Gestaltet mit Kamin in Trennwand. OG: Schlafen, Kinder und Bad (Parkett, bis auf Bad). Verlegeabstand der FBH wurde vor den Fenstern und in den Bädern verringert. Fenster sind 3fach verglast. Mauerstein ist der Bisotherm. Wärmedämmputz aussen drauf.
    Geplant wurde mit der grösseren Variante der LWZ (also der 403).
    Kamin soll eigentlich nur für die Optik her, aber in Zeiten wo es -4 oder mehr Grade unter Null sind, kann man damit auch das EG beheizen, da dieses komplett offen ist. Der Kamin arbeitet mit Lufterwärmung (nicht durch Strahlungswärme; kein Hypocaust). Heizeinsatz Schmid.

    Auf was sollte man denn noch speziell achten bei der LWZ und bei Kamin mit Lüftung? Meinste anhand der Daten, das die Anlage ohne Heizstab läuft?
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  7. #6
    Avatar von coroner
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    ...

    Hallo
    Wenn der Ofen raumluftunabhängig arbeitet, braucht´s das nicht.
    Das ist leider so nicht richtig. Es gibt besonders zertifizierte Öfen, aber
    selbst bei denen sag ich nur "Schorni is the law!" und wenn der sagt
    er will nen USA... bekommt er nen USA.

    Was den Rest angeht:
    Wir sind in der gleichen Situation, Kaminwunsch, Tunnel/Durchsicht, Anspruch
    nur wegen "kuschelfaktor" - Luxusheizer... kein techn. Heizanspruch.
    Problem war bei uns die Heizleistung in komb. mit der Gebäudehülle.
    Ein 11KW Ofen auf ca. 70qm eines Eff55 Hauses das insgesamt bei 360qm ne Heizlast von unter 12KW hat... ähem... da wollten wir unserem Kaminbauer
    nicht mehr ganz glaube, dass wir das mit "einen Scheit weniger auflegen"
    hinbekommen und uns die Räume nicht extrem überheizen.

    Wir entschieden uns jetzt für einen gemauerten Grundofen mit Doppeltür
    und einer wasserführung mittels so Brula "Aqua-irgendwas" Wasserplatten.
    Nach zähe Verhandlungen wurde das sogar noch billiger als die Geschichte
    mit dem standard Tunnel-Heizeinsatz.

    Verbrennungsluft von aussen ist klar, Schornsteindurchmesser von Anfang
    an mit dem Ofenbauer abstimmen - sonst hab ich keine Tips mehr.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Malocher Beitrag anzeigen
    Hi Ralf,

    zu unserem Haus: Wohnfläche 175 qm. ..........Mauerstein ist der Bisotherm. Wärmedämmputz aussen drauf.
    Geplant wurde mit der grösseren Variante der LWZ (also der 403).
    Heizlast nach EN12831?

    Die 403 liefert bei -7/35 gerade noch 4kW, und was über die WRG noch nutzbar gemacht werden kann, muss vorher auch erst einmal in den Raum geliefert werden.

    Meine Glaskugel sagt: Ohne jetzt die Heizlast zu kennen, wird die Sache im kalten Winter nur funktionieren wenn der Heizstab zuheizt oder intensiv der Kaminofen genutzt wird.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
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    Hallo Ralf,

    du machst mir etwas Angst... Beziehst du dich bei deiner Vorhersage auf den wirklich "kalten" Winter wie in etwa in diesem Jahr der Fall oder auf einen normalen deutschen Winter. Wo kann man denn jetzt noch optimieren um ohne den Heizstab auszukommen? Verlegeabstand oder ähnliches àndern?
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  11. #9

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    Zitat Zitat von Malocher Beitrag anzeigen
    Hallo Ralf,

    du machst mir etwas Angst... Beziehst du dich bei deiner Vorhersage auf den wirklich "kalten" Winter wie in etwa in diesem Jahr der Fall oder auf einen normalen deutschen Winter. Wo kann man denn jetzt noch optimieren um ohne den Heizstab auszukommen? Verlegeabstand oder ähnliches àndern?
    Ich wollte Dir keine Angst machen, ich halte mich nur an Zahlen (sollte Dir aus Deinem Job auch bekannt vorkommen ).

    Die Leistung einer LWP sinkt mit fallenden Außentemperaturen. Diese geringere Leistung macht sich zuerst nicht so stark bemerkbar, weil ja das Gebäude eine entsprechende (träge) Masse hat. Mehrere kalte Tage hintereinander führen jedoch dazu, dass diese fehlende Leistung ausgeglichen werden muss, sonst wird´s kalt in der Bude.

    In Deinem Fall müsste diese zusätzliche Leistung durch den Kaminofen oder Heizstab erbracht werden.

    Deswegen "plant" man so, dass zuerst die Heizlast ermittelt wird. Diese Linie zeichnet man in das Leistungskurven-Diagramm der LWP ein. Dann sieht man schnell, unter welchen Bedingungen die LWP ohne zusätzliche Wärmeerzeuger die Heizlast abdecken kann.

    Durch Optimierung des VA bei der FBH kann man die VL Temp. noch ein bischen senken, aber das reisst es nicht raus.

    Gruß
    Ralf
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  12. #10
    Avatar von OldBo
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    Der gemeinsame Betrieb von Feuerstätten und Lüftungsanlagen wird in der DIN 1946 Teil 6 beschrieben und sollte immer beachtet werden.

    Gruß

    Bruno Bosy
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