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  1. #1

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    Terasse trocken legen

    Hallo Bauexperten,
    ich brauche dringend Rat und hoffe Ihr könnt mir helfen.

    Bei mir liegt folgende Situation vor:
    Ich habe vor ca. 2 Jahren ein Haus gekauft (Baujahr 1993). Zwischen Haus und Garten habe ich eine 3,75 breite nicht unterkellerte Terasse auf der Wetterseite. Die Terasse ist gepflastert und hat auf dem Pflaster ein Gefälle von knapp 4mm pro Meter. Unter dem Pflaster liegt eine Sandschicht. Als nächstes kommt eine Teerbahn (wie z. B. auf Garagendächern). Diese Teerbahn ist vermutlich auf eine Betondecke gebrannt. Auf den 3,75 habe ich ein Gefälle von 2,5 cm auf der Teerbahn gemessen. D. h. das Gefälle auf der Teerbahn ist gerinfügig höher als das auf der Pflasterung. Beide Gefälle laufen Richtung Garten und somit weg vom Haus.

    Das Problem:
    Die Terasse ist komplett umrandet. D. h. an den Längsseiten (ca. 9m) ist das Haus und eine Begrenzungsmauer (Höhe ca. 1m) zum Garten, an den restlichen beiden Seiten eine Garagenwand und wieder eine Begrenzungsmauer. Das Problem ist, dass die Bauherren für keine (funktionierende) Drainage gesorgt haben. Der Sand unter der Pflasterung ist immer feucht/nass. Alle die Terasse umrandenden Mauern waren feucht und mit Moos besiedelt.

    Ein weitere Punkt ist, dass die Teerbahn nur wenige Zentimeter am Hausklinker hochezogen wurde. Ein Teil des feuchten Sandes kommt somit an den ungeschützten Klinker. Ich vermute hier findet eine permanente Zufuhr an Feuchtigkeit statt. Im darunter liegenden Keller, habe ich auch an dieser Ecke drei Stellen, wo man sehen kann, dass das Mauerwerk feucht ist.

    Lösung Teil 1:
    Im ersten Schritt habe ich die Pflastersteine, die direkt an das Mauerwerk kamen, entfernt und die dadurch entstandene Lücke mit Kies aufgefüllt. Die Sandschicht unter den Steinen habe ich nicht entfernt. Der Grund dafür ist, dass ich Angst habe, dass bei starkem Regen dort sonst wieder Sand hin gespült werden könnte und sich die momentan noch absolut ebene Pflasterung senken könnte. Da das Gefälle Richtung Garten geht und durch die Mauer begrenzt wird, habe ich mit einem 20mm Bohrer Löcher in die Mauer gebohrt, damit dort das Wasser ablaufen kann. Damit die Bohrlöcher nicht mit Sand verstopfen, habe ich provisorisch Stahlwolle davor getan. Durch die Bohrlöcher fließt auch Wasser ab und vermutlich unterstützt durch den Kies, sind die Mauern auch deutlich trockener geworden. Mit dem Ergebnis bin ich aber immer noch nicht zufrieden.

    Daher nun meine Fragen:
    1) Wie kann ich mit möglichst geringem finanziellen Aufwand einen funktionierenden Abfluss Richtung Garten realisieren?

    2) Wie dichte ich die Hauswand vernünftig gegen den feuchten Sand/Kies ab?

    Hoffe jemand liest meinen Roman und kann mir hilfreiche Tipps geben. Sollte an meiner Beschreibung etwas unverständlich sein, bitte schreiben. Foto´s habe ich gemacht. Da sie aber über 2 MB gross sind, auch nach der Bearbeitung durch 7zip, kann ich diese nicht hochladen.
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  2. Terasse trocken legen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Themenstarter

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    Hallo,
    ich denke die Bilder erhöhen das Verständnis für das Problem bei meiner Terasse


    Terasse Überblick
    http://www.bauexpertenforum.de/attac...1&d=1271854439

    Hauswand
    http://www.bauexpertenforum.de/attac...1&d=1271854601

    Begrenzungsmauer mit Löchern http://www.bauexpertenforum.de/attac...1&d=1271854601
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  4. #3
    Avatar von meisterLars
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    Sand raus, dafür als Pflasterbettung Splitt 2/5 rein. Als Fugenmaterial Splitt 1/3. Und schon sollte sämtliches anfallende Wasser über die Betonplatte in Richtung Garten abfließen. Ob sich das auf Dauer mit der Mauer verträgt, sei dahingestellt. Im Zweifelsfall muß noch eine Drainage am Pflasterende an der Mauer eingebaut werden. Ob und wie das möglich ist, kann ich von hier aus nicht beurteilen.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo meisterLars,
    Danke für die Info.

    Muss der Sand unter der gesamten Pflasterung entfernen werden? Das wär schon ein grosser Aufwand. Dazu müssen die Pflastersteine der gesamten Terasse aufgenommen werden, Sand raus, Splitt 2/5 rein und anschliessend neu pflastern. Kann der Splitt die Teerbahn beschädigen? Oder reicht es nur unter der letzten Reihe, wo jetzt anstelle der Pflastersteine Kies liegt den Sand durch Splitt 2/5 zu ersetzen?

    Fugenmaterial kann ich keins erkennen. Für mich sieht es so aus, als ob die Steine direkt aneinanderliegen. Kann das sein?

    Da die Mauer vermutlich schon seit Jahren permanent mit anstehender Feuchtigkeit belastet wurde, kann es eigentlich nur besser werden.

    Hab mir überlegt, evtl. Metall- oder Kunststoffröhrchen mit einem Perlator-Sieb (vom Wasserhahn) zum Schutz vor Verstopfung in die Löcher der Wand zu schieben. Macht das Sinn?
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  6. #5
    gast3
    Gast
    Trigan - nichts für ungut, aber ich sehe hier 2 Möglichkeiten:

    1. du kannst dir mit Anleitung etwas zusammenbasteln (was nie dauerhaft funktionieren wird und hier eigentlich auch nicht hingehört - ist aber ein anderes Thema)

    2. du lässt das mal jemanden VOR ORT beurteilen (und bekommst letztendlich eine bessere und wohl vor allem auch günstigere Lösung)
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  7. #6
    wasweissich
    Gast
    das ist das ergebnis von betonplatte unter terrasse.........
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  8. #7
    Themenstarter

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    @Helge von Seggern
    nichts für ungut aber Sinn und Zweck eines Forums ist es doch, dass einem andere Forumsteilnehmer ihr Fachwissen oder die gemachten Erfahrungen mitteilen, damit man für sich selbst eine gute Lösung findet.

    Handwerker hatte ich auch schon zwei vor Ort. Nur wie will ich beurteilen, ob deren Vorschläge sinnvoll sind oder sie mir nur anbieten, worauf sie sich selbst spezialisiert haben, wenn ich selbst keine Ahnung habe.

    Desweiteren will ich mit meinen Vorschlägen auch zeigen, dass ich mich mit dem Problem beschäftigt habe und nach Lösungen suche. Wenn meine Ideen nichts taugen und mir einer das begründen kann, bin ich auch zufrieden. Dann hab ich mir die Arbeit und Zeit schon gespart.

    @wasweissich
    ich kenne Deine Meinung zu dem Thema und teile sie mit Dir. Nur das nützt mir hier nichts, da es nicht meine Entscheidung war, eine Betonplatte zu giessen da es sich hier um ein gebrauchtes Haus handelt.

    Für weitere Anregungen bin ich dankbar
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  9. #8
    Avatar von susannede
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    Abstellen kann man das nur, wenn das Wasser rausgeführt wird.
    Daher auch meine Meinung: konsequent alles raus.
    Da das Gefälle nicht gerade berauschend ist (3,75 m mit 2,5 cm Gesamtgefälle), würde ich
    a) Dichtbahn auf Schadstellen überprüfen/ausbessern
    b) Geotextilvlies auflegen
    c) Drainfolie (z.B. MS Delta) auslegen, ggf an den Wänden hochschlagen (später bündig abschneiden)
    d) Pflaster in Splitt verlegen - siehe Lars.

    1) Wie kann ich mit möglichst geringem finanziellen Aufwand einen funktionierenden Abfluss Richtung Garten realisieren?
    Fast kein Gefälle vorhanden = geringer finanzieller Aufwand nicht möglich.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Hallo susannede,
    Danke für die Info.
    Kannst Du mir kurz erklären, welche Aufgabe das Geotextilvlies in meinem Fall haben soll?
    So weit ich weiß, ist Splitt recht scharfkantig. Kann dadurch die Drainfolie beschädigt werden?
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  11. #10

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    ihr habt wohl alle die grundregeln vergessen?
    die badewanne ist am rand hochzuführen!
    d.h. deine abdichtung muss min. 15cm über ok belag an der wand hoch.
    dann haste auch weniger probleme mit Regen- Spritzwasser, Schneeanhäufungen etc.
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11
    Avatar von susannede
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    welche Aufgabe das Geotextilvlies in meinem Fall haben soll?
    Trennung "Teerbahn" zu MS Drainung.
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  14. #12
    Themenstarter

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    Der Begriff Badewanne beschreibt die vorliegende Situation leider sehr gut. Ein Dachdecker wollte auf den Klinker eine Teerbahn draufbrennen und diese mit der Teerbahn auf der Betondecke verbinden. Zum Abschluss sollte dann noch ein (Alu)-Profil auf den Klinker geschraubt werden, dass das Ende der Teerbahn aufnimmt. Hört sich für mich erstmal vernünftig an, sieht aber nicht toll aus.

    Wie würdet Ihr den Klinker abdichten?

    Könnte man die Pflastersteine direkt auf die Drainfolie legen? Ein leichtes Gefälle wär ja aufgrund der Betondecke schon gegeben.
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