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  1. #1

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    Blitz- und Überspannungsschutz von PV-Anlagen

    Hallo zusammen,

    aus gegebenem Anlass habe ich mal ein bischen gestöbert und folgendes Dokument bzgl. PV gefunden:
    http://www.voltimum.de/files/de/othe...itzsch.pdf.pdf

    Eindeutig zu erkennen ist hier, dass von keinem separaten Erder die Rede ist.

    Nun habe ich mir mal eine kürzlich installierte Anlage angesehen. Der Monteur hat dort einen Staberder gesetzt und den Montagerahmen über diesen geerdet. Eine Verbindung zur Haupterdungsschine (früher PAS) wurde nicht ausgeführt (laut Installateur "...will man sich den Blitz ja nicht in's Haus holen...").


    Wie kann es eigentlich sein, dass es gerade bei den PV-Anlagen solch unterschiedliche Varianten in der Ausführung gibt? Weil zur Zeit jeder die Anlagen montiert???

    Wie machen es die Fachleute hier aus dem Forum?

    Gruß
    Stefan
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  2. Blitz- und Überspannungsschutz von PV-Anlagen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Die Anbindung an den Potenzialausgleich hat nichts mit Blitzschutz zu tun. Hat das Gebäude keinen Blitzschutz, dann genügt es, wenn die Module inkl. Montagerahmen an den PA angebunden werden.

    Man sollte nicht glauben, dass man mit einem Staberder und ein und paar Metern Leitung einen Blitzschutz bauen kann. Das Argument mit dem Blitz den man sich in´s Haus holt, zieht auch nicht. Schlägt der Blitz ein, dann geht er durch, egal ob mit oder ohne so eine 6mm2 PA Anbindung.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Wenn separater Erder (was durchaus sinnvoll sein kann), dann ihn möglichst weit unten mit dem der HES verbinden.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Die Anbindung an den Potenzialausgleich hat nichts mit Blitzschutz zu tun. Hat das Gebäude keinen Blitzschutz, dann genügt es, wenn die Module inkl. Montagerahmen an den PA angebunden werden.
    Ralf:
    Die Aussage mit dem Blitz kam vom Installateur, nicht von mir (siehe oben)!
    Der sep. Erder dient aber sehr wohl als "Blitzableiter"!!!

    Mir kam es spanisch vor, dass er keine Verbindung zur HES ausgeführt hat.
    Denn diese Verbindung vom Staberder zur HES (möglichst bodennah) ist ja eigentlich vorgeschrieben (z.B. auch bei Antennen-Anlagen mit sep. Erder).

    Julius:
    Ja, genau so habe ich es auch gemeint mit meinem Start-Beitrag. Erder ist nicht unbedingt erforderlich aber OK, wenn mit Erder, dann Verbindung zur HES (Vorschrift).

    Ich werde den Installateur mal darauf ansprechen!
    DANKE Euch beiden!

    Gruß
    Stefan
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    PA des Modulrahmens/ Gestänge hat nichts mit Blitzschutz zu tun!
    Ist ein solcher gewünscht oder gefordert dann mittels Fangstangen!

    Grüsse
    Jonny
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo Jonny,

    sorry, Du hast natürlich recht (Ralf, Du natürlich auch). Das hat nichts mit dem "Blitzschutz" zu tun!!! Den Begriff sollte man hier nicht verwenden.

    Ich hatte den Erdungsleiter bei Antennenanlagen im Hinterkopf -> "blitzstromtragfähiger Erdungsleiter". Dieser Begriff wird ja auch für den Erdungsleiter einer Antennenanlage verwendet -> siehe http://www.dehn.de/de/newsletter/3_05/3_05_top3.pdf

    1) Wieso ist für die Antennenanlagen eigentlich ein Erdungsleiter mit 16mm² Cu vorgeschrieben, für PV-Anlagen aber nur 6mm² Cu??? Kennt jemand die Hintergründe?
    Manchmal ragen die PV-Anlagen auch schon leicht über die Dachkanten hinaus.

    2) Aber dass der Installateur den Erder nicht mit der HES verbunden hat (wie Julius es auch beschrieben hat) ist nicht korrekt, oder? (sieh Startbeitrag)

    3) Julius: "Wenn separater Erder (was durchaus sinnvoll sein kann)..", wann ist der sep. Erder nach Deiner Meinung sinnvoll?

    Danke für die Beteiligung!

    Gruß
    Stefan
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Zitat Zitat von StefanWert Beitrag anzeigen
    Manchmal ragen die PV-Anlagen auch schon leicht über die Dachkanten hinaus.
    der Blitzschutzpotentialausgleich an Antennenmasten kommt auch noch aus der Zeit als ein Antennemast auch mal 7,5m über's dach hinausragte (zu meiner Lehrzeit noch oft verbaut, 9m Mast mit 2 extra Antennen für ORF und den üblic hen für UHF, VHF und UKW )
    Hier kann man schon von einem erhöhten Einschlagsrisiko ausgehen.

    zum rest,

    ist eine PA-Anlage vorhanden sollten alle PAs miteinander verbunden werden.

    extra PA per Staberder halte ich z.B. für sinnvoll wenn die Anlage auf einem Nebengebäude ohne PA ist.

    Grüsse
    Jonny
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  9. #8
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Jonny Beitrag anzeigen
    der Blitzschutzpotentialausgleich an Antennenmasten
    Genau, hier ist nämlich von "blitzstromtragfähigem Erder" die Sprache.

    Die Erklärung bzgl. der Antennenanlagen hört sich plausibel an.
    -> Blitzschutzpotentialausgleich wegen hohen Masten

    Zitat Zitat von Jonny Beitrag anzeigen
    ist eine PA-Anlage vorhanden sollten alle PAs miteinander verbunden werden.
    Es handelt sich um ein TT-Netz. PA-Schiene ist im Heizraum vorhanden und wäre leicht zu erreichen.

    Zitat Zitat von Jonny Beitrag anzeigen
    extra PA per Staberder halte ich z.B. für sinnvoll wenn die Anlage auf einem Nebengebäude ohne PA ist.
    Ist sie in diesem Fall nicht. Ist auf Hausdach. Erdungsstab ist ca. 2 Meter vom Haus entfernt eingeschlagen. Werde den Installateur mal wegen Verbindung zu PA-Schiene ansprechen!

    Jonny: Aber doch auch die Nebengebäuede sollten/müssen in den PA mit einbezogen werden, oder? Oder meinst WEIT entfernte Gebäude?

    Gruß
    Stefan
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Jonny Beitrag anzeigen
    extra PA per Staberder halte ich z.B. für sinnvoll wenn die Anlage auf einem Nebengebäude ohne PA ist.

    Grüsse
    Jonny
    Hallo Jonny,

    nun eine PV-Anlage ist aber sicherlich "teurer" zum Vergleich zu damals errichteten "normalen privaten" Funkanlagen.

    Ich rate einfach mal, das eine gute Funkanlage früher etwas zwischen 3000-10.000 DM gekostet haben mag, und heutige "private" PV-Anlagen auf EFH-Hausdächern so bei gut 10.000-50.000 Euro liegen.


    Auf die Investition bezogen dürfte so eine PV-Anlage wohl aber meißtens (Blitz)-Schutzbedürftiger sein, als es früher bei einer Anennen/-Funkanlage war.

    Somit dürfte beim Gefährdungspotential für "teure" PV-Anlagen, vorallem in erhöhten Risikobereichen (Alleinstehendes Haus im weiterem Umfeld, Berglage etc.) wohl eine höhere Anlagen-Sicherheit zugesprochen bekommen.

    Ist es dann wirtschaftlich oder sicherheitstechnisch zu empfehlen, auch ein PV-Generator auch mit Blitzfangstäben, nem 2. Kreuzerder, verbunden mit der Haupterdungsschine, und den Wechselrichtern zuliebe weiteren Überspannungssicherungen zu versehen?
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  11. #10

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    Idee

    Nö.
    Stattdessen das Ding gut versichern! Kommt billiger und ist auf Dauer wirkungsvoller, weil es auch gegen Überspannungen aus dem Netz oder den Feldern bei Einschlägen in der Nähe schützt. Ebenso gegen Strum, Hagelschlag, Brand und Diebstahl...
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  12. #11
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    Zitat Zitat von StefanWert Beitrag anzeigen
    Nun habe ich mir mal eine kürzlich installierte Anlage angesehen. Der Monteur hat dort einen Staberder gesetzt und den Montagerahmen über diesen geerdet. Eine Verbindung zur Haupterdungsschine (früher PAS) wurde nicht ausgeführt
    Hallo,

    sorry, wenn ich das Thema nochmals "auffrische".

    Ich war mal wieder an der Anlage. Mein Bekannter hat auf mein Drängen hin beim Monteur nachgefragt: Die Anlage sei so ordnungsgemäß installiert. Eine Verbindung der Montagerahmen mit der PAS ist nicht notwendig, da er einen Staberder gesetzt hat.

    Wie würdet ihr in diesem Fall vorgehen?

    Gruß
    Stefan
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  13. #12

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    Die Modulhersteller oder deren Vertrieb hier in DE haben da wohl auch noch ein Mitspracherecht.
    Wenn das in deren Montageanleitung so gefordert wurde, aus welchem Grund auch immmer, muß das dann wohl der Errichter so ausführen.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von StefanWert Beitrag anzeigen
    Mein Bekannter hat auf mein Drängen hin beim Monteur nachgefragt: Die Anlage sei so ordnungsgemäß installiert. Eine Verbindung der Montagerahmen mit der PAS ist nicht notwendig, da er einen Staberder gesetzt hat.
    Wenn der Monteur im Installateurverzeichnis eingetragen ist, muss nach den Vertragsbedingungen seines EVU ein VDE-Auswahlabo haben. Die Praxis sieht aus Kostengründen anders aus. Die meisten Installateure handeln bezüglich der Normenreihen EN 60728 und 60305 nach der Devise "Das haben wir immer schon immer so gemacht". Und nur so ist es zu erklären, dass viel mehr normwidrige Erdungsdrähte aus 16 mm² Cu-Draht in mehrdrähtiger Ausfürung, als normgerechte Einzelmassivdrähte verbaut werden.

    Ersatzweise hilft auch ein Blick in den DEHN Blitzplaner. Getrennte Erdungspukte sind normwidrig, alle Erdungspunkte -auch solche einer Blitzschutzanlage- sind zur Vermeidung von Potenzialdifferenzen grundsätzlich miteinander blitzstromtragfähig zu verbinden. Eine Vermaschung der Erder ist somit Pflicht, eine Vermaschung beim PA (zweiseitiger Erdungspunkt) hingegen wegen des Schleifenverbots explizit unzulässig. Bei Erdern die galvanisch abbaubar sind müssen Funkenstrecken ingebaut werden.

    Die Anforderungen an Erder sind im DEHN-Kapitel 9.5 dargestellt. Die meisten nachgerüsteten Tiefenerder haben Alibi-Funktion. Entwedet sind sie nicht 2,5 Meter lang, oder sie wurden nicht bis 0,5 Meter unter Grund eingetrieben und der Anschluss mit Denso-Binde isoliert. Eben dies ist im DEHN-Blitzplaner nur beim Banderder dargestellt, gilt aber auch für einen 2,5 m oder zwei 1,5 m lange Tiefenerder. Im Gegensatz zu Kleiske ist diese Anforderung aus den Grafiken bei DEHN nicht erkennbar.

    http://www.kleiske.de/vde%200855/vde0855_310108.pdf

    http://www.elektrofachkraft.de/fachw...berspannungen/
    http://www.obo-bettermann.com/downlo...ege/de1201.pdf
    http://etz.de/files/e00134zfe_phoenix.pdf
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Upps, hier gibt es keine Möglichkeit nachträglich Tippfehler zu berichtigen?
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  17. #15

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    Doch, aber nur innerhalb von 5 min nach Erstellen des Beitrags.
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