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  1. #1

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    Anhydritestrich im Keller?

    Hallo Forum,

    ich habe folgenden Sachverhalt:
    Beim Estrich für unser Haus wurde für alle Etagen (Keller, EG und OG) Anhydritestrich verwendet. Die Fussbodenheizung ist aber nur im EG und OG vorhanden. Der Keller ist ein reiner Nutzkeller. Nun wurde uns im Kellerabgang gestern noch die Schweißbahn verlegt und da sagt der Schweißbahnenverleger zu mir (ist ein Estrichleger um die Ecke der nicht den Estrich verlegt hat) das dies doch kein Zementestrich sei sondern ein Anhydritestrich. Das hatte ich dann bestätigt und er drehte sich um und sagte, dass er das garnicht zugelassen hätte, ich das selber wissen müsse und es wird schon gut gehen.
    So. Tolle Aussage.
    Dass ich nicht glücklich bin mit dem Anhydritestrich im Keller ist mir auch klar geworden nachdem gelert habe, dass dieser auf Gipsbasis besteht.
    Auf die Frage ob es zulässig ist, Anhydritestrich im Keller zu verbauen sagte er, dass man es nicht macht. Nur mit einem Wasserundurchlässigen Keller. Was ist dass den für ne Aussage? Ich hoffe schon, dass mein Keller nicht eines Tages unter Wasser steht.
    Er konnte aber nichts dazu sagen, ob es zulässig ist oder nicht.
    Also habe ich meinen Bauleiter angerufen und der sagte, dass dies kein reiner Anhydritestrich sei sondern dass der anders beschaffen wäre. Nach dem Technischen Datenblatt, welches ich bekommen habe ist es aber laut meinem Fliesenleger ein reiner Anhydritestich. Also entweder Datenblatt oder Aussage Bauleiter falsch.

    Nun die Frage: Darf man Anhydritestrich im Nutzkeller ohne Fussbodenheizung verbauen oder nicht und gibt es so einen "anderen Anhydritestrich"?

    Vielen Dank für eure Hilfe.

    Gruß Heiko
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  2. Anhydritestrich im Keller?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Datenblatt >>>> Hersteller >>>> Hersteller anrufen.

    Anhydritestriche sind lange nicht mehr so empfindlich wie noch vor ein paar Jahren, den macht es nicht mal mehr was aus wenn die ein paar Tage unter Wasser stehen.

    Auf die Frage ob es zulässig ist, Anhydritestrich im Keller zu verbauen sagte er, dass man es nicht macht. Nur mit einem Wasserundurchlässigen Keller
    Hmm, was hat denn der gute Mann mit der Abdichtungsbahn gemacht? NUR den Boden geschwärzt? Was soll dem Estrich schon passieren?
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  4. #3

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    Wenn die Regeln der Technik (Abdichtungsmaßnahmen) eingehalten werden, kein Problem. Bei Wasserschäden ist, wenn vorhanden, sowieso die Dämmung zu trocknen. Zudem gibt es Versicherungen, die solche Schäden abdecken.

    Nicht immer alles schlecht machen lassen, da spricht der Neid des anderen! Typisch Deutsch......
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  5. #4

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    die solche Schäden abdecken
    by the way, selbst ein stinknormaler FE50 Anhydritestrich macht einen kniehohen Wasserschaden mit geflutetem Keller locker mit.
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  6. #5

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    Bei mir ist im Keller ebenfalls Anhydritestrich verlegt. Vor ein paar Jahren.
    Kurz nach Einzug Wasserschaden durch Leitungsbruch! Panik kam auf.

    Das Wasser stand komplett in der Dämmung bis zur Unterkante des Estrichs.
    Trocknungsfirma kam, und der Keller wurde fachgerecht getrocknet.

    Verschiedene Messungen ergaben später die vollständige Trocknung.

    Ein Schaden ist nicht entstanden. Der Estrichleger meinte auch, wie weiter oben schon erwähnt, dass die neuen Estriche wesentlich unempfindlicher sind als angenommen.

    Im Übrigen, ich würde immer wieder diese Art von Estrich nehmen. Kann ich nur empfehlen!
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  7. #6

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    Ich stehe vor genau dem gleichen Problem, bei mir wurde auch so der Estrich verlegt und letzte Woche kam das Wasser, da die Telekomsubfirma geschlampt hat und den Durchbruch nicht richtig abgedichtet hatte.

    Mein Gutachter sagt jetzt auch, dass ein solcher Estrich nicht zulässig sei sondern einer auf Betonbasis zu verlegen sei. Trocken könnten man ihn vielleicht wieder bekommen, aber ob er unten rum noch okay sei könnte man natürlcih schwer feststellen..
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  8. #7

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    Mein Gutachter sagt jetzt auch, dass ein solcher Estrich nicht zulässig sei sondern einer auf Betonbasis zu verlegen sei. Trocken könnten man ihn vielleicht wieder bekommen, aber ob er unten rum noch okay sei könnte man natürlcih schwer feststellen..
    Pauschale Aussage mit Hang zum "Quatschfaktor", siehe Beitrag 5. Anhydrit ist zwar nicht reaktiv, aber wird nicht durch kurzzeitige Wasserbelastung zerstört. Zulässig ist er.
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8
    Avatar von Berni
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    Anhydritestriche dürfen in Kellern eingebaut werden, wenn eine entsprende Abdichtung auf der Bodenplatte vorhanden ist.
    Wenn sie mal unter Wasser standen, können sie auch wieder getrocknet werden. Sie dürfen während sie feucht (nass) sind nur nicht belastet werden, da sie in diesem Zustand einem z.T. erheblichen Festigkeitsverlust unterliegen.
    Nach völliger Austrocknung können sogar höhere Festigkeitswerte als vorher vorliegen.

    Aber bei dampfdichten und starren Belägen können in der Haftzugzone schon Probleme auftreten.
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  11. #9

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    Normen und Fortbildungen sind sehr teuer. Ein Gutachter, der eben auf Basis seines Wissens arbeitet......

    Am Besten keinen allgemeinen Baugutachter beauftragen, es gibt Fachgutachter (Estriche, Bodenbeläge, Fußbodenkostruktionen) + auf die öffentliche und vereidigte Bestellung achten.
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