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grundlegende Fragen -- Neuling

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  1. #1

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    Frage grundlegende Fragen -- Neuling

    Liebe Bauexperten,

    wir heizen ein altes Bauernhaus mit Scheitholz, und zwar über einen wasserführenden Kamin (Tekon CK) im Wohnzimmer und einen Pakü Heizungsherd in der Küche. Die Zentralheizung ist unzureichend und deutlich erneuerungsbedürftig. Dazu habe ich noch eine ganze Menge Fragen, z.B. zum Pufferspeicher.

    Mir wurde vom Fachmann ein Kombispeicher von 1000l empfohlen.

    Nun lese ich bei euch, dass Kombispeicher wohl doch nicht das gelbe vom Ei sind, Speichergrößen von 3000 Litern sind für Einfamilienhäuser im Gespräch (Platz wäre bei uns kein Problem) usw. Bei der Lektüre der Herstellerangaben schwirrt mir der Kopf. Beratungen durch Handwerker klingen mir zu oft nach "ham wer immer so gemacht".

    Welche Grundüberlegungen sollte ich anstellen? Ein Pufferspeicher oder zwei oder...? Brauchwassererwärmung per Wasserblase oder per Wärmetauscher? Wie "kommunizieren" eigentlich mehrere Speicher untereinander? Werden die gleichmäßig geladen oder der zweite erst wenn der erste voll ist? Und wie läuft das beim Entnehmen der Wärme? Ich könnte entweder im kalten und von den Heizklesseln ca. 15m entfernten Keller beliebig viele und fast beliebig große Speicher hinstellen oder ca. zweieinhalb 1000-Liter-Speicher direkt hinter den Kesseln unterm Treppenhaus, fast mittig im EG des zu heizenden Gebäudevolumens.

    Ach ja, ein paar Technische Daten: ca. 250m² Wohnfläche auf EG und DG, tw. unterkellert, Vollziegelmauerwerk, Fenster werden nach und nach modernisiert, Kellerdecken (so vorhanden), obere Geschossdecken und Wände zu unbeheizten Innenräumen (Stall, Dachboden) werden diesen Sommer gedämmt. Heizen wollen wir letztendlich per Fußbodenheizung. Solare Heizungsunterstützung ist angedacht, evtl. erst in einer späteren Ausbaustufe, zus. mit Dachdämmung.

    Sorry, wenn das jetzt alles etwas durcheinander klingt, aber so gehts mir in meinem Kopp. Eine beantwortet geglaubte Frage wirft zwei neue auf.

    Beste Grüße -- Thomas
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  2. grundlegende Fragen -- Neuling

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  3. #2

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    Also, zuerst mal Heizlast abschätzen.
    Dann Wärmeerzeuger dimensionieren.
    Darauf basierend die Pufferspeicher.
    Danach eine passende Hydraulik planen.
    Dann natürlich die Heizflächen nicht vergessen.

    Ist doch gar nicht so kompliziert.

    Ach ja, die WW-Erzeugung nicht vergessen.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Ralf, das ist ja schon fast ein Plan! Kann es sein, dass der eine oder andere Teufel noch im Detail steckt?
    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Also, zuerst mal Heizlast abschätzen.
    Das finde ich nicht ganz so einfach, da die Dämmung auch erst noch im Entstehen ist und da noch allerlei Entscheidungen anstehen. Wir haben seit Herbst deutlich mehr als 25 rm trockenes Buchenholz verheizt. Aufs Jahr würde ich den Bedarf beim gegenwärtigen Stand auf mindestens 35 rm schätzen, also lt. Wikipedia 70.000 kWh. Das muss weniger werden. Ist die Annahme abwegig, dass ich das durch die genannten Maßnahmen (Fenster, Türen, Dämmung) um ein Drittel reduzieren kann?
    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Dann Wärmeerzeuger dimensionieren.
    Ja, OK, aber dies ist kein Neubau, wo von Grund auf alles neu gemacht werden soll. Zwei Wärmeerzeuger haben wir ja schon, und deren Leistung sollte (a) ausreichen (oder?) und (b) variabel genug sein, wenn wir im Winter beide kräftig stochen oder im Sommer nur auf dem Heizungsherd ein Süppchen kochen und danach ein laues Bad nehmen.
    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Darauf basierend die Pufferspeicher.
    Darauf vor allem bezog sich meine Frage: Angenommen, die beiden vorigen Punkte wären geklärt, wie ergibt sich dann daraus die Größe und Zusammensetzung der Pufferspeicher? Wie spielen die zusammen, wenn es mehrere sind?
    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Danach eine passende Hydraulik planen.
    Dann natürlich die Heizflächen nicht vergessen.

    Ist doch gar nicht so kompliziert.
    Nicht wahr? Was genau verstehen wir unter "Heizflächen"? Die Flächen, die letztlich die Wärme an die Räume abgeben sollen, nehme ich an?
    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Ach ja, die WW-Erzeugung nicht vergessen.
    Hab ich ja auch nicht vergessen, ich fragte ja schon: Wasserblase oder Wärmetauscher?

    Danke erstmal + beste Grüße -- Thomas
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  5. #4

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    Zitat Zitat von blackface Beitrag anzeigen
    Hallo Ralf, das ist ja schon fast ein Plan! Kann es sein, dass der eine oder andere Teufel noch im Detail steckt?


    Zitat Zitat von blackface Beitrag anzeigen
    Das finde ich nicht ganz so einfach, da die Dämmung auch erst noch im Entstehen ist und da noch allerlei Entscheidungen anstehen. Wir haben seit Herbst deutlich mehr als 25 rm trockenes Buchenholz verheizt. Aufs Jahr würde ich den Bedarf beim gegenwärtigen Stand auf mindestens 35 rm schätzen, also lt. Wikipedia 70.000 kWh. Das muss weniger werden. Ist die Annahme abwegig, dass ich das durch die genannten Maßnahmen (Fenster, Türen, Dämmung) um ein Drittel reduzieren kann?
    70.000kWh p.a. ist schon eine Hausnummer. Da spielt sicherlich auch die Verbrennung mit schlechtem Wirkungsgrad eine Rolle. Dazu dann noch die Gebäudehülle, vermutlich auch hohe Raumtemperaturen, und schon isses passiert. Bei Holzheizern findet man immer wieder völlig überhitze Räume vor, das kostet natürlich Energie.
    Mit pauschalen Aussagen wie "Ein Drittel einsparen" bin ich immer vorsichtig. In Deinem Fall sollte aber eine ordentliche Einsparung möglich sein.

    Zitat Zitat von blackface Beitrag anzeigen
    Ja, OK, aber dies ist kein Neubau, wo von Grund auf alles neu gemacht werden soll. Zwei Wärmeerzeuger haben wir ja schon, und deren Leistung sollte (a) ausreichen (oder?) und (b) variabel genug sein, wenn wir im Winter beide kräftig stochen oder im Sommer nur auf dem Heizungsherd ein Süppchen kochen und danach ein laues Bad nehmen.
    Keine Ahnung ob die vorhandene Heizleistung ausreicht, aber die Erfahrung zeigt, dass früher immer überdimensioniert wurde.

    Zitat Zitat von blackface Beitrag anzeigen
    Darauf vor allem bezog sich meine Frage: Angenommen, die beiden vorigen Punkte wären geklärt, wie ergibt sich dann daraus die Größe und Zusammensetzung der Pufferspeicher? Wie spielen die zusammen, wenn es mehrere sind?
    Die Puffergröße ergibt sich aus der Leistung der Wärmeerzeuger und der Energiemenge die gespeichert werden soll. Als groben Richtwert kann man mal 100Liter/kW ansetzen. Genaueres kann man sagen wenn bekannt ist, welche Energiemenge eingelagert werden soll. So ein "Ofen" gibt ja auch Wärme an den Raum ab, und der sollte ja nicht überhitzen.

    Es gibt mehrere Möglichkeiten wie man die Puffer verschalten kann. Wie gesagt, da muss man ein geeignetes Konzept erstellen, und das geht aus der Ferne nicht.

    Zitat Zitat von blackface Beitrag anzeigen
    Nicht wahr? Was genau verstehen wir unter "Heizflächen"? Die Flächen, die letztlich die Wärme an die Räume abgeben sollen, nehme ich an?
    Hab ich ja auch nicht vergessen, ich fragte ja schon: Wasserblase oder Wärmetauscher?
    Mit den Heizflächen meinte ich tatsächlich die Flächen die die Wärme an den Raum abgeben. Ob hattest Du auch was von FBH geschrieben.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    vermutlich auch hohe Raumtemperaturen,
    Ha! ... schön wärs gewesen, im letzten Winter. Zugluft hat das verhindert. Wie gesagt, wir arbeiten dran.
    Es gibt mehrere Möglichkeiten wie man die Puffer verschalten kann. Wie gesagt, da muss man ein geeignetes Konzept erstellen, und das geht aus der Ferne nicht.
    Ist schon klar. Energieberater (Architekt) kommt nächste Woche, ich denke, dass dabei irgendwann mal ein Konzept rauskommt. Trotzdem bin ich halt jetzt schon neugierig, welche Möglichkeiten der Verschaltung es gibt, ich kann es mir noch nicht so recht vorstellen.

    Beste Grüße -- Thomas
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