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  1. #1

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    Frage Heizung eines Passivhauses nur über KWL

    Wir planen den Bau eines EFH als Niedrigenergie- oder Passivhaus. Es müßte theoretisch möglich sein, das Haus allein mit KWL zu heizen und die dafür erforderliche Wärme durch Wärmerückgewinnung und ggf. Zusatzerwärmung des Luftstroms mit einer Wärmepumpe oder Brennwerttherme zu beschaffen.
    Von den Baukosten her gesehen, wäre das eine sehr interessante Methode: Man bräuchte keine Fußbodenheizung.

    Bei dieser Heizungsmethode ergibt sich allerdings ein Regelungsproblem:
    In die Wärmebedarfskalkulation geht auch die Zahl der Personen ein, die sich im Haus aufhalten, weil auch sie Wärme abgeben. Je mehr Personen sich im Haus aufhalten, desto weniger Wärme muß mit dem einströmenden Luftstrom zugeführt werden; also muß die Zusatzerwärmung und/oder der Luftstrom reduziert werden. Andererseits: Mehr Personen brauchen mehr Sauerstoff und atmen mehr Kohlendioxyd aus, der Luftdurchsatz der KWL müßte also erhöht werden.

    Kennt jemand eine Lösung für diese in Widerspruch zueinander stehenden Forderungen? Hat jemand Erfahrung mit der Beheizung von EFH allein über KWL?
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  2. Heizung eines Passivhauses nur über KWL

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  3. #2

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    Zitat Zitat von hhelend Beitrag anzeigen
    Von den Baukosten her gesehen, wäre das eine sehr interessante Methode: Man bräuchte keine Fußbodenheizung.

    ...ist ne Rechenaufgabe: Kosten des Passivhauses zzgl kalkulierter Heizkosten vs gutgedämmtes NE-Haus zzgl kalkulierter Heizkosten

    Bei dieser Heizungsmethode ergibt sich allerdings ein Regelungsproblem:
    (...) Mehr Personen brauchen mehr Sauerstoff und atmen mehr Kohlendioxyd aus, der Luftdurchsatz der KWL müßte also erhöht werden.

    Stimmt, aber nur wenn die Mindestluftwechselrate gerade so den Bedarf decken würde und über Tage keine Tür oder Fenster geöffnet würde
    Das Atemvolumen pro Person liegt etwa bei 10m³Luft(der pro Atemzug nur ein Viertel des Sauerstoffgehaltes entzogen wird) , ein durchschnittliches Haus hat etwa 600m³ Volumen innen, ...
    ...
    stellt sich also die Frage: Wieviel hundert Leute müssen in dem Haus untergebracht werden um die KWL bei Mindestluftwechselrate an die Grenze zu bringen....
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  4. #3
    Avatar von fmw6502
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    Zitat Zitat von hhelend Beitrag anzeigen
    Wir planen den Bau eines EFH als Niedrigenergie- oder Passivhaus. Es müßte theoretisch möglich sein, das Haus allein mit KWL zu heizen
    Achtung viele Leute sind mit doch-nicht-PH schnell an oder über die Grenze von Luftheizungen gekommen.

    Inzwischen bauen anscheinend immer mehr BH in PHs normale FBHs o.ä. ein. Dann ist auch leicht eine Einzelraumregelung möglich. Wenn aber die Menschenmassen gemeinsam von einem Raum in den nächsten geht, kann auch eine geregelte Heizung an ihre Grenzen kommen.

    Gruß
    Frank Martin
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von hhelend Beitrag anzeigen
    .. das Haus allein mit KWL zu heizen ..
    das ist käse. im weiteren schreibst du dann von wp o.a. .. das ist richtiger.
    aber mach dich frei vom gedanken das geht mit kwl und noch ein bisschen ..
    selbst bei einem ultra-passivhaus brauchst du e. mini-wp mit knapp 2kw ..
    davon die hälfte zur beheizung.
    zum vergleich: 2 bewohner und a bissl maschinelle abwärme: 0,2 kw
    es gibt aber sog. (!) ph, die so mies gebaut sind, dass sie sich über e.
    konventionelle hzg. (bspw. 6 oder 8 kw wp) freuen würden ..
    wenn das alles geklärt ist, kann man lufthzg., deren einsatzgebiete und
    grenzen, nachdenken.
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  6. #5
    Avatar von OldBo
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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
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    Hier sieht man es wieder. Die Raumlufttechnik ist immer noch das Stiefkind in der Ausbildung der Anlagenmechaniker SHK
    Gruß

    Bruno Bosy
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  8. #6
    Gast392682
    Gast
    ich bin auch nur Laie und kann wiedergeben, was bei uns funktioniert:

    PH (sagen wir 200 m2 Wohnfläche) mit KWL. Dazu eine WP (2KW), Fenster nach O, N, W. Soll nach PHPP voll ausreichen. Ohne WP würde es im Winter nicht reichen.

    Die Luftwechselrate bei den KWL ist ja variabel (von "runtergefahren" über "normal" bis zu "party modus") und wird wohl 200 m3/h durchpusten. Soviel CO2 muessen Du und Deine Gäste erstmal prodizieren. Von den 500, 600, 700 l (!), die Du in 1 Stunde atmest sind ja nur wenige % CO2 dabei (ich meine mich zu erinnern, dass die Luft normal 0.3% CO2 enthält und man 4% ausatmet). Also reden wir hier von Dimensionen Unterscheid (wenn ich jetzt nicht komplett falsch liege). Da habe ich schon bedeutend schlechtete Luft geatmet.

    Also: ohne WP gehts nicht. und: mit O2 wirst Du keine Problem bekommen.

    Die Bemerkung mit der Fussbodenheizung verstehe ich nicht.
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  9. #7
    Avatar von alex2008
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    mit einer reinen Wärmeverteilung über die Frischluftzufuhr bringt man eben nur ca. 10W/m2 Wärme in die Bude.
    Mehr ginge, aber dann wäre der Luftwechsel zu erhöhen und dann bläst ein Wind in der Bude oder man erhöht die Lufttemp. der Zuluft, dann kann es aber Staubverschwellungen geben und die WP würde mit den nötigen VL-Temperaturen die dann notwendig wären beim COP gewaltig absacken.
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