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  1. #1

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    eigensichere Lüftungsanlage contra Unterdruckwächter

    Hallo zusammen,

    zum Thema "Gleichzeitiger Betrieb KWL und Kaiminofen" gibt es ja im Netz und auch hier im Forum ausreichend Informationen. Trotzdem bleibt für mich aktuell eine Frage über:

    Ersetzt eine eigensichere Lüftungsanlage den Unterdruckwächter?

    Hintergrund ist der gewünschte Betrieb von KWL und raumluftabhängigen Kaminofen mit externer Zuluftleitung in/auf Bodenplatte.

    Der Schorni hat es schon abgesegnet, auch ohne Druckwächter. Nun will ich natürlich kein Risiko bezüglich CO-Vergiftung eingehen, sodass bis zum letzten Wochenende der Einbau eines Unterdruckwächters geplant war.

    Nach Rücksprache mit meinem Heizungs- und Lüftungs-Vertrauten meinte dieser, die von ihm verbauten Zehnder-Lüftungsanlagen seien eigensicher, soll heißen, sie erkennen den Ausfall eines Ventils (egal ob Zu- oder Abluft) und schalten sich automatisch aus.

    Somit sehe ich die Gefahr eines zu hohen Unterdrucks und das Eindringen von Abgasen in den Wohnraum als gebannt.

    Oder lieg ich da falsch?
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  2. eigensichere Lüftungsanlage contra Unterdruckwächter

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  3. #2
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    Wenn das :
    raumluftabhängigen Kaminofen
    mit Bauartzulassung gegeben ist dann brauchts keinen Druckwächter.

    Bei festen Brennstoffen ist eher der Rauch und Qualm das Problen, weniger die CO-Bildung.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  4. #3
    Themenstarter

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    Natürlich wähle ich nur einen Ofen der auch eine Bauartzulassung hat.

    Er ist aber eben nicht als raumluftunabhängiger Kaminofen zugelassen.

    D.h. die Dichtheit ist halt nur bis 4 Pa gewährleistet und nicht bis 8 Pa wie bei den RLU.
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  5. #4
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    In dem Fall ersetzt eine eigensichere Lüftungsanlage nicht den Druckwächter, denn die Lüftmengen könnnen ja - warum auch immer - nicht korrekt einreguliert sein, so dass der Ausfall eines Ventilators für eine Fehlfunktion der KWL noch nicht mal gegeben sein muss.

    Bei nicht raumluftunabhängigen Kaminöfen immer Druckwächter.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  6. #5
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    Es stellt sich also die Frage, wie die Eigensicherung der Lüftungsanlage funktioniert.

    Ich hab grad in einer Veröffentlichung (Seiten 6+7) folgendes Prinzip gelesen:

    "Zur Kombination mit Feuerstätten eignen sich auch Lüftungsanlagen mit "eigensicherer Bauart". Bei diesen Geräten erfolgt laufend eine automatische Systemkalibrierung. Die Druckverhältnisse im System werden laufend durch Ausbalancierung der Volumenströme (Änderung der Zu- und Abluftmengen) an die Sollwerte angepasst. Ist dies nicht möglich so wird das Lüftungsgerät abgechaltet."

    Das würd ja heißen, das dort ein Druckwächter integriert ist und somit kein zusätzliches Gerät notwendig ist.
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  7. #6
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    Das ist nur eine *geräteinterne* Überwachung ob das Lüftungsgerät überhaupt funktioniert.

    Das sagt nichts über die Druckverhätnisse im Aufstellraum der Feuerstätte aus.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  8. #7
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    So, nun haben wir es fürs erste gelöst. Es wird ein Dibt-zugelassener Kaminofen. Der kommt zwar erst im Herbst auf den Markt, aber das passt uns ganz gut. Großen Dank an Achim

    Nun stellt sich noch abschließend die Frage, wie wir die Zuluftleitung von Außen installieren. Der Kaminofen wird ca. 1 m vor der Außenwand stehen.

    Wir bauen ohne Keller und mit einer statisch bewehrten Bodenplatte (35 cm stark). Entweder es wird ein Flachkanal auf der Bodenplatte oder ein KG-Rohr in der Bodenplatte. Klar ist, dass Zuluftrohr muss innerhalb der Gebäudehülle gedämmt werden um Kondensat zu vermeiden. Da der Schornstein ja auf die Bodenplatte gestellt wird, müsste man bei Installation auf der Bodenplatte mit der Zuluftleitung drumherum.

    Welche Variante (auf/in Bodenplatte) ist sinnvoller?


    Bei beiden haben wir das Problem unter Geländeniveau rauszukommen. Wie kann ich das optisch und technisch sauber lösen?
    - Extra einen Kellerlichtschacht setzen wäre wohl etwas übertrieben, oder gibt es die auch in Superklein-Format?
    - Vielleicht mit 90° nach oben bis über Gelände und dann mit wieder 90° abwinkeln gegen Regenwasser? Sieht bestimmt furchtbar aus, da dort auch ein Teil der Terrasse sein wird.
    - Oder einfach die Zuluftleitung ca. 5m vom Haus entfernt in der Nähe der Grundstücksgrenze enden lassen?
    - Oder geht es innerhalb der Wärmedämmebene nach oben zu führen und dann über Gelände aus dem Außenmauerwerk (2-schaliger Wandaufbau) zu kommen (ergibt 3 x 90°-Bögen)?

    Hat schon jemand praktische Ideen für die "Außengestaltung" entwickelt?

    Rücksprache mit unseren Architekten kann leider frühestens Mittwoch erfolgen.
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  10. #8

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    Zitat Zitat von rueckseil Beitrag anzeigen
    Es wird ein Dibt-zugelassener Kaminofen. Der kommt zwar erst im Herbst auf den Markt, aber das passt uns ganz gut.
    Da die Frage bei mir auch noch offen ist: für welches Gerät hast Du Dich entschieden?

    Zitat Zitat von rueckseil Beitrag anzeigen
    Nun stellt sich noch abschließend die Frage, wie wir die Zuluftleitung von Außen installieren. Der Kaminofen wird ca. 1 m vor der Außenwand stehen.
    Was spricht denn gegen einen Luft-Abgas-Schornstein wie z.B. Schiedel ABSOLUT?
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  11. #9
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    Zitat Zitat von Bautz Beitrag anzeigen
    Da die Frage bei mir auch noch offen ist: für welches Gerät hast Du Dich entschieden?
    Da wir einen drehbaren und zudem raumluftunabhängigen Kaminofen wollen, ist die Auswahl ziemlich begrenzt.

    Wir haben uns gegen den bereits käuflichen "Wodtke Club9" und zugunsten des "Spartherm a3" entschieden.

    Zitat Zitat von Bautz Beitrag anzeigen
    Was spricht denn gegen einen Luft-Abgas-Schornstein wie z.B. Schiedel ABSOLUT?
    Schorni und Ofenbauer haben uns aus Kostengründen und aufgrund eines besonders beim Anbrennen besseren Zuges zur direkten, separaten Zuluftleitung geraten.

    Hat jemand noch etwas zu meinen anderen Fragen beizutragen, wäre prima.
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