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Bau- und Leistungsbeschreibung: Gewerk herausnehmen

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  1. #1

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    Bau- und Leistungsbeschreibung: Gewerk herausnehmen

    Liebe Bauexperten,

    ich bin neu hier im Forum und konnte zu meiner Frage bislang keine eindeutigen Informationen finden, daher versuche ich es auf diesem Weg.

    Das Problem:

    Wir haben einen Bauvertrag mit recht ausführlicher Baubeschreibung unterzeichnet, die wir auch von einem Fachmann haben prüfen lassen. Nun möchten wir ein Gewerk (Bodenbeläge) in Eigenleistung erbringen, da wir nach der Bemusterung mit den von der Baufirma angebotenen Material (Parkett) nicht zufrieden sind und wir nur die Möglichkeit haben, das Gewerk komplett herauszunehmen (die Option wir beschaffen Material, Baufirma verlegt gibt es leider nicht). Die Möglichkeit, ein Gewerk per Eigenleistung zu erbringen, ist im Vertrag explizit festgeschrieben.

    In der Leistungsbeschreibung steht zum Abschnitt Bodenbeläge: Im EG wird ein Parkettbelag Typ ... Marke ... je qm 60 € verlegt. In den beiden Obergeschossen wird ein Teppichbelag der Marke ... je qm 25 € verlegt.

    Im Rahmen der Nachverhandlungen zur Leistungsbeschreibung - wir haben beim Kaufpreis selbst nicht gehandelt - hat der Vertrag folgenden Zusatz bekommen:
    Folgende Zusatzausstattungen sind im Auftrag enthalten: Sie erhalten preisgleich im 1. und 2. OG Parkett Typ ... je qm 60€.

    Soweit so gut. Wir sind nun davon ausgegangen, dass wir, wenn das Gewerk herausgenommen wird, die vertraglich vereinbarten Materialkosten plus die Kosten für die Verlegearbeiten (die nicht genau beziffert sind) erstattet bekommen. Mündlich wurde das in diversen Gesprächen auch immer so bestätigt. Als wir nun das Angebot über die Erstattungsleistungen bekommen haben, kam die böse Überraschung: Die Baufirma will nur die im ursprünglichen Vertragstext festgelegten Leistungen, nicht aber die nachträglich vereinbarte höherwertige Ausstattung erstatten, weil, Zitat: "die Vertragszusage ohne Zusatzkostenberechnung galt und somit ein nicht berechneter Betrag nicht nochmals als Zusatzbetrag bei Leistungsentfall vergütet werden kann". Außerdem werden ausschließlich die Materialkosten zugrunde gelegt, die Kosten für den Arbeitsaufwand sind nicht berücksichtigt.

    Alles in allem ergibt sich zu der von uns kalkulierten Summe eine Diskrepanz von rund 6.000 €, was aus unserer Sicht nicht akzeptabel ist.

    Wir fragen uns nun: Können wir auf der Basis der Leistungsbeschreibung unsere Forderung durchsetzen? Ist es üblich, dass die Arbeitsleistung ebenfalls erstattet wird? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Welche Möglichkeiten haben noch, zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen?

    Vielen Dank schon mal für alle Hinweise, die uns möglicherweise weiterhelfen können!
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  2. Bau- und Leistungsbeschreibung: Gewerk herausnehmen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Gast
    Gast
    meiner Ansicht nach ein Irrtum, da der Unternehmen den entgangenen Gewinn ja schließlich einbehält.
    Wenn dem Unternehmer Stück für Stück zum Selbstkostenpreis abgeknabbert wird wäre es ein schlechter Unternehmer.
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  4. #3

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    ...wir wissen nicht wie du auf die Differenz von 6000.-- Euro kommst..

    Dass er nur die 60 und die 25 Euro erstattet ist möglicherweise schon in Ordnung da er das Material vermutlich mit Rabatt bezieht und euch den Rabatt statt Verlegelohn durchreicht....
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  5. #4
    Avatar von Lukas
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    Zitat Zitat von jere Beitrag anzeigen
    Liebe Bauexperten,

    ich bin neu hier im Forum und konnte zu meiner Frage bislang keine eindeutigen Informationen finden
    Schade eigentlich, nun aber unerheblich, weil zu spät. Das Forum ist voll mit solchen "Fällen".


    @ Werner und bernix
    Zitat Zitat von jere Beitrag anzeigen
    Wir haben einen Bauvertrag ......................................... unterzeichnet
    Das ist das Entscheidende! Da ist die Kalkulation egal. Jetzt ist der Vertrag im Sack und nun wirds teuer. Ist doch nicht neu.

    Gruß Lukas
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  6. #5

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    keine Frage Lukas ( der Vertrag ist unterschrieben und das Forum ist voll...)
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  7. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Lukas Beitrag anzeigen
    Schade eigentlich, nun aber unerheblich, weil zu spät. Das Forum ist voll mit solchen "Fällen".
    Ich konnte trotzdem keine einschlägigen Antworten finden. Über Links zu passenden Diskussionen freue ich mich natürlich!


    Zitat Zitat von Lukas Beitrag anzeigen
    Das ist das Entscheidende! Da ist die Kalkulation egal. Jetzt ist der Vertrag im Sack und nun wirds teuer. Ist doch nicht neu.
    Ich wage einzuwenden, dass auch in eingehend geprüften (auch durch einen unabhängigen Experten) Verträgen nicht alle Eventualitäten zweifelsfrei festgelegt sind und es zu unterschiedlichen Interpretationen der Vertragspartner kommen kann. Für einen solchen Fall suche ich nach Lösungsmöglichkeiten.
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  8. #7
    wasweissich
    Gast
    bei dieser rechnerei könnte es sich fast lohnen , einen vertrag mit erweiterter gewerkerausnehmklausel zu unterschreiben , dann alle gewerke geschickt herausrechnen , und am ende zahlt der BU 50k€ .........
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8
    Avatar von Lukas
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    Dann brauchste nen, im wahrsten Sinne des Wortes, Rechtsverdreher.
    Ich wünsche dann schon mal viel Spaß bei der weiteren Zusammenarbeit.

    Gruß Lukas
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  11. #9
    Avatar von Lukas
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