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Architekt erweist sich als extrem unzuverlässig - was tun?

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  1. #1

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    Architekt erweist sich als extrem unzuverlässig - was tun?

    Ich habe vor einiger Zeit einen Thread eröffnet, da ging es um die Sanierung meines Daches. Mir wurde damals Nahe gelegt, dass ich mir einen Planer suchen soll, der eine Ausschreibung macht und das Projekt begleitet um Fusch zu vermeiden. Nach vielem Hin- und Her habe ich diesen Tipp dann beherzigt und mich auf die Suche gemacht. Angefangen habe ich folgendermaßen:

    1. Ich bin zur Verbraucherzentrale Rheinland Pfalz und habe mir dort eine kostenlose Energieberatung geholt. Der Energieberater empfahl mir eine kostenpflichtige Vor-Ort-Beratung für 300€ und da bis zu diesem Zeitpunkt alles sehr interessant klang, willigte ich ein. Er gab mir eine Telefonnummer von einer Kollegin, die das den ganzen Tag machen würde und sich sehr gut auskennt. Ich rief bei der Dame an und machte einen Termin. Sie kam vorbei, nahm alles auf, machte Photos und eine Woche später vereinbarten wir einen Termin in ihrem Büro. Dabei viel mir dann auf, dass auf dem Firmenschild der Name des Energieberaters der Verbraucherzentrale Rheinland Pfalz stand. Aber das nur nebenbei. Die Dame übergab und besprach mit mir die Auswertungen und empfahl mir das Gebäude zu einem Energieeffizienzhaus 100 zu sanieren. Klang alles ganz toll und ich war überzeugt, ich sei auf dem richtigen Weg. Ich sagte ihr dann, dass ich das gerne so machen würde und wollte ihr Haus als Planerbüro beauftragen. Da kam dann schon der erste Dämpfer. Sie sagte mir, dass sie sowas nicht machen und das ich mir irgendwo einen Architekten suchen muss, wenn ich einen haben will. Naja, bei 7 Angestellten Architekten oder Bauingenieuren schon sehr verwunderlich.


    2. Die Suche nach Handwerkern: Ich fing also an mir Handwerker und Angebote zu holen, aber schon da merkte ich, dass durch die Bank weg Unzuverlässigkeit und Unseriösität an erster Stelle stand. Dann entschied ich mich, mir einen Architekten zu suchen, der das Projekt übernimmt. Wie ich mir schon denken konnte, passt es einem Architekten überhaupt nicht in den Kram, den Energieplan eines anderen Architekten umzusetzen. Verständlicherweise hat er eigene Ideen und Vorstellungen. Aber er willigte ein. Das war im Oktober 2009.

    3. Die Suche nach Handwerkern mit Architekten: Es kamen nun ein paar andere Handwerker die sich das Haus anschauten. Die meisten habe ich nur auf der Straße gesehen, beim Begutachten des Hauses. Drei verschiedene Heizungsbauer waren im Haus. Das passierte alles in den nächsten 3-4 Monaten. Nach Aussage des Architekten können wir im März/April mit dem Bau beginnen. Seit dem höre ich immer seltener von ihm. Wenn er sagt, dass er sich in der nächsten Woche meldet, dann gehen mal fünf Wochen rum ohne das er sich meldet. Ich dachte schon, er wäre verstorben, deswegen rief ich bei ihm an. Nein, er hatte nur Streß. Er wollte sich wieder die nächste Woche melden, ewig kam nichts bis eine E-Mail am 27.03. reinkam mit der Meldung, dass die Handwerker bereit stehen, er allerdings noch eine Woche im Urlaub ist. In seiner Abwesenheit wollte sich sein Finanzpartner melden. Tat er natürlich nicht. Nach seinem Urlaub meldete sich mein Architekt wieder nicht, bis ich ihn anschrieb. Sein Partner hätte wohl keine Zeit und wir vereinbarten einen Banktermin zwecks Finanzierung. Der Berater der Bank allerdings empfahl mir, zu meiner Hausbank zu gehen, da das für mich von Vorteil wäre. Gut, dass wollte ich dann auch tun. Mein Architekt sagte mir, er würde mir morgen die Unterlagen in den Briefkasten werfen, die ich für den Banktermin bräuchte. Das sollte der 30.April sein. Ich war dann bei meiner Bank ohne die Unterlagen. Ich hab den Architekten am 09.05. per E-Mail aufgefordert mir die Unterlagen zukommen zu lassen. Bisher keine Reaktion.

    4. Ich habe keine Lust mehr: Ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr. Mir geht das alles auf die Nerven. Ich würde am liebsten dem Architekten den Auftrag entziehen. Ich würde am liebsten den ganzen KfW-Krämpel sein lassen und wieder zurück zu meinem eigentlichem Problem. Ich will ein neues Dach. Der Rest bleibt erst mal so wie es ist.

    5. Wie gehe ich jetzt vor? Was bin ich dem Architekten schuldig? Er hat nichts von dem, was er je zugesagt hat eingehalten. Hat er trotzdem ein Recht was einzufordern? Gibt es für Unzuverlässigkeit ein Honorar?
    Wie kriege ich meine Unterlagen zurück? Er hat alle Baupläne und die Unterlagen von der Energieberatung.

    Ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen und mir einen Tipp geben, wie ich weiter vorzugehen habe. Wäre jedenfalls sehr dankbar.

    Viele Grüße
    Ceres
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  2. Architekt erweist sich als extrem unzuverlässig - was tun?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    die schilderung ist von belletristisch durchwachsener qualität - viele vermutungen
    stimmen nicht - es fehlt der rote faden - klar ist immer, der gärtner wars - nur
    an einer stelle kommt a bisserl spannung auf .. aber die wesentlichen infos fehlen:
    ob oder welche ziele klar und beweisbar vereinbart wurden .. genau
    das wird dir vielleicht in letzter konsequenz auf die füsse fallen. anderserseits ..
    keine vereinbarung -> kein ziel -> keine leistung -> kein honorar.
    vielleicht
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  4. #3
    Themenstarter

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    Welche Vermutungen stimmen denn nicht?

    Ziele die mit dem Architekten vereinbart wurden: Gebäude aus dem Jahr 1957 in ein Energieeffizienzhaus 100 sanieren. Das beinhaltet Dachneueindeckung mit Isolierung, Fassadendämmung, Heizungserneuerung (Pellet), Haustüraustausch durch Firmen. Kellerdecke und obere Geschossdecke dämmen in Eigenleistung. Kosten dürfen 75.000€ nicht überschreiten. Alles wurde mündlich vereinbart.
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  5. #4
    MoRüBe
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    ist das überhaupt nen Architekt?...

    ... oder ein verkappter GU??? Denn wenn ich das lese:

    Zitat:

    In seiner Abwesenheit wollte sich sein Finanzpartner melden. Tat er natürlich nicht. Nach seinem Urlaub meldete sich mein Architekt wieder nicht, bis ich ihn anschrieb. Sein Partner hätte wohl keine Zeit und wir vereinbarten einen Banktermin zwecks Finanzierung

    ist das

    1. nicht das Hauptaufgabengebiet eines Architekten, und
    2. sehr merkwürdig

    ...
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Ceres Beitrag anzeigen
    Alles wurde mündlich vereinbart.
    Das war vermutlich der zweitgrößte Fehler. Der größte war (Mutmassung, weils oben aus dem Text nicht recht herauskommt) dass du vermutlich den erstbesten Architekten genommen hast, und nicht mit mehreren geredet, bevor du dich für einen entschieden hast.

    Versuch doch die Variante "Ende mit Schrecken", mach nochmal einen Termin mit ihm, schreib all die Punkte, die deiner Meinung nach schief gelaufen sind, vorher zusammen, geh das mit ihm durch, und entscheidet am Schluss miteinander, wie man nun fortfahren sollte.
    Evtl. ein Gesprächsprotokoll machen und von beiden unterschreiben lassen, damit du wenigstens mal irgendwas schriftliches hast, auf dass du dich im Ernstfall berufen kannst.

    Ansonsten:
    - Was ist denn mit (evtl schon vorhandenen) Werkverträgen mit den Handwerkern? Hat die auch dieser Architekt direkt beauftragt, oder hast du da schon irgendwelche Unterschriften geleistet?
    - Gibts ausser dieser mündlichen 75.000€ - Vereinbarung irgendwas schriftliches über die Bausumme?
    - Warum macht eigentlich der Architekt nen Banktermin (ich interpretier das einfach mal so)? Auch wenn man den Archi mitnimmt, man geht doch normalerweise immer erstmal zur Hausbank, nicht?

    Mit Verlaub, mir scheint das alles ein wenig zu blauäugig abzulaufen
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  7. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von MoRüBe Beitrag anzeigen
    ... oder ein verkappter GU??? Denn wenn ich das lese:

    Zitat:

    In seiner Abwesenheit wollte sich sein Finanzpartner melden. Tat er natürlich nicht. Nach seinem Urlaub meldete sich mein Architekt wieder nicht, bis ich ihn anschrieb. Sein Partner hätte wohl keine Zeit und wir vereinbarten einen Banktermin zwecks Finanzierung

    ist das

    1. nicht das Hauptaufgabengebiet eines Architekten, und
    2. sehr merkwürdig

    ...
    Keine Ahnung. Ich würde da nur gerne irgendwie rauskommen, ohne großen Ärger und ich will endlich mein Dach gemacht bekommen.
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    erinnerst du dich?

    "Ich bin zur Verbraucherzentrale .. und habe mir dort eine
    kostenlose Energieberatung geholt" ..

    was dich das wirklich gekostet hat, steht dann in deinem folgenden text und
    klingt nach dem anfang vom ende ..
    toll .. 300 euro. zuschuss. und? was hat´s gebracht? eben!


    "passt es einem Architekten überhaupt nicht in den Kram, den Energieplan eines
    anderen Architekten umzusetzen"

    es ist ***eigentlich*** kein problem, auf einer vorlaufenden planung
    aufzusetzen, wenn die passt. wie gut die in deinem fall ist, wissen wir nicht - aber
    ich kenne energieberatungsberichte ..
    ob deiner von einem "anderen Architekten" ist? e. bafa- oder kfw-nummer
    bekommt fast jeder - der verfasserstatus ist kein kriterium für die baupraktische
    relevanz des berichts.


    "Ich fing also an mir Handwerker und Angebote zu holen.."
    Die Suche nach Handwerkern mit Architekten: Es kamen nun ein paar
    andere Handwerker die sich das Haus anschauten"

    das ist ja gruselig. eines schlimmer, als das andere.
    entweder mit hispeed oder mit lospeed in die katastrophe
    richtig wäre planen+ausschreiben und anschliessend überwachen. das
    muss halt jemand machen, der davon ahnung hat.
    natürlich ist das ein haufen arbeit .. das löst honorare aus.


    mit letzterem sind wir bei dem punkt, der in allen gleichgelagerten themen
    in letzter konsequenz immer wieder kommen muss:
    klären, was geleistet werden sollte, geleistet wurde - und eine
    angemessene lösung finden.
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  9. #8
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    Zitat Zitat von Headhunter2 Beitrag anzeigen
    Das war vermutlich der zweitgrößte Fehler. Der größte war (Mutmassung, weils oben aus dem Text nicht recht herauskommt) dass du vermutlich den erstbesten Architekten genommen hast, und nicht mit mehreren geredet, bevor du dich für einen entschieden hast.

    Versuch doch die Variante "Ende mit Schrecken", mach nochmal einen Termin mit ihm, schreib all die Punkte, die deiner Meinung nach schief gelaufen sind, vorher zusammen, geh das mit ihm durch, und entscheidet am Schluss miteinander, wie man nun fortfahren sollte.
    Evtl. ein Gesprächsprotokoll machen und von beiden unterschreiben lassen, damit du wenigstens mal irgendwas schriftliches hast, auf dass du dich im Ernstfall berufen kannst.

    Ansonsten:
    - Was ist denn mit (evtl schon vorhandenen) Werkverträgen mit den Handwerkern? Hat die auch dieser Architekt direkt beauftragt, oder hast du da schon irgendwelche Unterschriften geleistet?
    - Gibts ausser dieser mündlichen 75.000€ - Vereinbarung irgendwas schriftliches über die Bausumme?
    - Warum macht eigentlich der Architekt nen Banktermin (ich interpretier das einfach mal so)? Auch wenn man den Archi mitnimmt, man geht doch normalerweise immer erstmal zur Hausbank, nicht?

    Mit Verlaub, mir scheint das alles ein wenig zu blauäugig abzulaufen
    Die Sache mit den Handwerkern hat alles der Architekt geregelt, ich hab bisher keinen Vertrag unterschrieben. Das wollte der Archi schon vor Wochen erledigt haben. Wir haben vereinbart, dass die Bausumme 75.000€ nicht überschreiten darf, bisher sind wir inklusive aller Leistungen auf ca. 50.000€ gekommen. Das war die letzte Zahl die er genannt hat.
    Der Architekt hat den Banktermin gemacht, weil da angeblich irgendwelche Kompetenzen sitzen, die Erfahrungen mit KfW-Sachen haben und wissen, was es noch für Zuschüsse abzustauben gibt. Wahrscheinlich kassiert er aber ne fette Provision, wenn ich mit einer bestimmten Bank kooperiere.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    erinnerst du dich?

    "Ich bin zur Verbraucherzentrale .. und habe mir dort eine
    kostenlose Energieberatung geholt" ..

    was dich das wirklich gekostet hat, steht dann in deinem folgenden text und
    klingt nach dem anfang vom ende ..
    toll .. 300 euro. zuschuss. und? was hat´s gebracht? eben!


    "passt es einem Architekten überhaupt nicht in den Kram, den Energieplan eines
    anderen Architekten umzusetzen"

    es ist ***eigentlich*** kein problem, auf einer vorlaufenden planung
    aufzusetzen, wenn die passt. wie gut die in deinem fall ist, wissen wir nicht - aber
    ich kenne energieberatungsberichte ..
    ob deiner von einem "anderen Architekten" ist? e. bafa- oder kfw-nummer
    bekommt fast jeder - der verfasserstatus ist kein kriterium für die baupraktische
    relevanz des berichts.


    "Ich fing also an mir Handwerker und Angebote zu holen.."
    Die Suche nach Handwerkern mit Architekten: Es kamen nun ein paar
    andere Handwerker die sich das Haus anschauten"

    das ist ja gruselig. eines schlimmer, als das andere.
    entweder mit hispeed oder mit lospeed in die katastrophe
    richtig wäre planen+ausschreiben und anschliessend überwachen. das
    muss halt jemand machen, der davon ahnung hat.
    natürlich ist das ein haufen arbeit .. das löst honorare aus.


    mit letzterem sind wir bei dem punkt, der in allen gleichgelagerten themen
    in letzter konsequenz immer wieder kommen muss:
    klären, was geleistet werden sollte, geleistet wurde - und eine
    angemessene lösung finden.
    Da ich keine Ahnung habe, habe ich die Aufgabe in die Hand eines Architekten gegeben. Woher soll ich wissen, ob er Ahnung hat? Merkt man doch immer erst, wenn es zu spät ist.
    Zu der Sache mit der Energieberatung für 300€. Sie ist fehlerhaft und schlecht entworfen. Deswegen passt sie meinem Architekten nicht. Nicht berücksichtigt wurden die Rollädenkästen, die hohl und ungedämmt sind. Außerdem sind Fehler bei der Kellerdeckenisolierung in ihrem Plan. Für eine nachträgliche Bearbeitung wollte sie aber noch mal 100€.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Ceres Beitrag anzeigen
    .....Für eine nachträgliche Bearbeitung wollte sie aber noch mal 100€.
    Ja und? Wo ist das Problem?

    Wir lesen hier ja nur eine Seite der Medaille, mich würden auch brennend die Argumente des Architekten (oder was immer der auch ist) interessieren.

    Zitat Zitat von Headhunter2
    Mit Verlaub, mir scheint das alles ein wenig zu blauäugig abzulaufen.
    Zustimmung. Ich werde aus der ganzen Aktion noch nicht richtig schlau.

    Mal so nebenbei gefragt, sind die "Kosten" des Architekten schon vereinbart? Ich habe irgendwie den Eindruck, der hat keine Lust auf diesen "Großauftrag". Vielleicht wäre es doch besser wenn man getrennte Wege geht, aber der bisherige Aufwand wird sicherlich nicht kostenfrei über die Bühne gehen.

    Gruß
    Ralf
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  12. #11
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Ja und? Wo ist das Problem?

    Wir lesen hier ja nur eine Seite der Medaille, mich würden auch brennend die Argumente des Architekten (oder was immer der auch ist) interessieren.



    Zustimmung. Ich werde aus der ganzen Aktion noch nicht richtig schlau.

    Mal so nebenbei gefragt, sind die "Kosten" des Architekten schon vereinbart? Ich habe irgendwie den Eindruck, der hat keine Lust auf diesen "Großauftrag". Vielleicht wäre es doch besser wenn man getrennte Wege geht, aber der bisherige Aufwand wird sicherlich nicht kostenfrei über die Bühne gehen.

    Gruß
    Ralf
    Also ich weiß nicht, wie das in der Baubranche ist. Jedenfalls ist es in meiner Branche so, dass ich meinen Kunden keine weitere Kosten aufbrumme, wenn der Fehler bei mir lag. Die Dame war in meinem Haus, konnte sich alles ansehen und ihr sind zwei Dinge nicht aufgefallen. Das hat sie erstens zugegeben und zweitens meinem Architekten bestätigt, dass das übersehen wurde. Für eine neue Aufstellung muss sie die Gebühren aber noch mal verlangen.

    Die Seite des Architekten? Was soll der erzählen? Der wird im Grunde genommen alles bestätigen, was ich hier schreibe. Schließlich habe ich die meisten Aussagen von ihm per E-Mail bekommen. Was ein Glück. Was kann ich als Kunde mir denn zu Schulden kommen lassen? Mein Fehler war vermutlich, dass ich zu geduldig war und mir alles hab gefallen lassen.
    Ansonsten war da ein Auftrag, der bisher nicht ausgeführt wurde. In meiner Branche würde ich da für kein Geld bekommen und wenn er von mir für die bisher erbrachte lächerliche Leistung Geld bekommen will, wird er da mit harten Mitteln kämpfen müssen.
    Haben Sie schon mal ein halbes Auto gekauft? Sorry, aber wieso hacken Sie hier auf mich ein? Ich fühle mich eigentlich in der Opferrolle und irgendwie wird nur dieser Nichtsnutz in Schutz genommen.
    Sein Honorar richtet sich nach irgendwelchen Architektenvorgaben und sind in den 50.000€ bereits enthalten. Die genaue Summe kenne ich nicht, nein! Wieder mal dumm von mir.
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  13. #12

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    sorry, aber ich versteh hier auch nur Bahnhof...
    Offenbar sind kfw-Mittel entweder schon beantragt...oder auch nicht ?? Jedenfalls wohl noch nicht bewilligt. Offensichtlich steht also die Finanzierung noch nicht.
    Wissen Sie eigentlich, dass die Baumaßnahmen erst nach der Bewilligung von kfw-Mitteln oder anderen Fördergeldern beginnen dürfen? Ich kann allein deshalb schon nicht glauben, dass der Architekt "die Handwerkerverträge schon vor Wochen gemacht haben wollte"

    Warum haben Sie eigentlich keinen schriftlichen Vertrag mit dem Architekten?
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Ceres Beitrag anzeigen
    Also ich weiß nicht, wie das in der Baubranche ist. Jedenfalls ist es in meiner Branche so, dass ich meinen Kunden keine weitere Kosten aufbrumme, wenn der Fehler bei mir lag. Die Dame war in meinem Haus, konnte sich alles ansehen und ihr sind zwei Dinge nicht aufgefallen. Das hat sie erstens zugegeben und zweitens meinem Architekten bestätigt, dass das übersehen wurde. Für eine neue Aufstellung muss sie die Gebühren aber noch mal verlangen.
    Das Problem war vermutlich, zu erwarten, dass man für 300,- € eine taugliche Energieberatung bekommt, auch noch inkl. Vor-Ort Besichtigung und einem ausführlichen Bericht.

    Falls die gelieferte Leistung (Beratung) mangelhaft war, sprich vom beauftragten Umfang oder sonst vom Auftrag abweicht, dann kann sie natürlich dafür kein Geld verlangen, zumindest nicht den vollen Betrag.
    Jetzt stellt sich die Frage, was war wie vereinbart?

    Zitat Zitat von Ceres Beitrag anzeigen
    Die Seite des Architekten? Was soll der erzählen? Der wird im Grunde genommen alles bestätigen, was ich hier schreibe. Schließlich habe ich die meisten Aussagen von ihm per E-Mail bekommen. Was ein Glück. Was kann ich als Kunde mir denn zu Schulden kommen lassen? Mein Fehler war vermutlich, dass ich zu geduldig war und mir alles hab gefallen lassen.
    Ansonsten war da ein Auftrag, der bisher nicht ausgeführt wurde.
    Auch hier die Frage, was war wie vereinbart? Vielleicht bestehen ja unterschiedliche Ansichten über den "Auftrag", und nach seiner Meinung läuft alles normal.

    Zitat Zitat von Ceres Beitrag anzeigen
    In meiner Branche würde ich da für kein Geld bekommen und wenn er von mir für die bisher erbrachte lächerliche Leistung Geld bekommen will, wird er da mit harten Mitteln kämpfen müssen.
    s.o. was war wie beauftragt?

    Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass die bisher erbrachte Leitung, auch wenn sie in Deinen Augen mangelhaft ist, zu entsprechenden Kosten führt und diese wären auch zu zahlen. Bandagen hin oder her.

    Zitat Zitat von Ceres Beitrag anzeigen
    Haben Sie schon mal ein halbes Auto gekauft?
    Ich nicht, aber es gibt Leute die kaufen auch halbe Autos.

    Zitat Zitat von Ceres Beitrag anzeigen
    Sorry, aber wieso hacken Sie hier auf mich ein? Ich fühle mich eigentlich in der Opferrolle und irgendwie wird nur dieser Nichtsnutz in Schutz genommen.
    Ich hacke auf niemanden ein, aber der zweite Satz spricht Bände.

    Zitat Zitat von Ceres Beitrag anzeigen
    Sein Honorar richtet sich nach irgendwelchen Architektenvorgaben und sind in den 50.000€ bereits enthalten. Die genaue Summe kenne ich nicht, nein! Wieder mal dumm von mir.
    Richtig.

    Wer zahlt die 50T€ wenn beispielsweise die Finanzierung nicht zustande kommt? Wer bezahlt dann den Architekten?

    Und noch einmal, ich hacke auf niemanden ein. Jede Medaille hat jedoch 2 Seiten, und manchmal ist es hilfreich wenn man beide Seiten betrachtet.

    Aber weiter im Text.

    Du willst den Architekten loswerden, also kündige den Auftrag. Er wird Dir dann eine Rechnung schicken die zur Zahlung fällig wird. Die einzelnen Positionen wird er sicherlich auch belegen können. Dagegen kannst Du natürlich vorgehen, und irgendwann wird wohl ein Richter entscheiden müssen.

    Oder aber Ihr redet endlich mal Klartext miteinander, so dass jede Partei weiß in welche Richtung der Zug fährt.

    Gruß
    Ralf
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Pirellitx31 Beitrag anzeigen
    sorry, aber ich versteh hier auch nur Bahnhof...
    Offenbar sind kfw-Mittel entweder schon beantragt...oder auch nicht ?? Jedenfalls wohl noch nicht bewilligt. Offensichtlich steht also die Finanzierung noch nicht.
    Wissen Sie eigentlich, dass die Baumaßnahmen erst nach der Bewilligung von kfw-Mitteln oder anderen Fördergeldern beginnen dürfen? Ich kann allein deshalb schon nicht glauben, dass der Architekt "die Handwerkerverträge schon vor Wochen gemacht haben wollte"

    Warum haben Sie eigentlich keinen schriftlichen Vertrag mit dem Architekten?
    Die KfW-Mittel sind noch nicht beantragt, weil alle Angebote die bisher erstellt wurden beim Architekten liegen. Und ohne die Angebote kann ich kein Antrag stellen.
    Warum er die Verträge bereits vor Wochen machen wollte, kann ich nicht sagen.
    Ich weiß nur, dass die Angebote mittlerweile Monate alt sind und bei einem weiß ich sogar, dass es im Dezember 2009 abgelaufen ist. Da stand eine Frist drin. Keine Ahnung ob die KfW sowas noch als Angebot aktzeptiert.
    Das mit dem schriftlichen Vertrag ist eine gute Frage. Unwissenheit und Naivität meinerseits vermute ich mal.
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  17. #15
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Das Problem war vermutlich, zu erwarten, dass man für 300,- € eine taugliche Energieberatung bekommt, auch noch inkl. Vor-Ort Besichtigung und einem ausführlichen Bericht.

    Falls die gelieferte Leistung (Beratung) mangelhaft war, sprich vom beauftragten Umfang oder sonst vom Auftrag abweicht, dann kann sie natürlich dafür kein Geld verlangen, zumindest nicht den vollen Betrag.
    Jetzt stellt sich die Frage, was war wie vereinbart?


    Auch hier die Frage, was war wie vereinbart? Vielleicht bestehen ja unterschiedliche Ansichten über den "Auftrag", und nach seiner Meinung läuft alles normal.



    s.o. was war wie beauftragt?

    Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass die bisher erbrachte Leitung, auch wenn sie in Deinen Augen mangelhaft ist, zu entsprechenden Kosten führt und diese wären auch zu zahlen. Bandagen hin oder her.



    Ich nicht, aber es gibt Leute die kaufen auch halbe Autos.



    Ich hacke auf niemanden ein, aber der zweite Satz spricht Bände.



    Richtig.

    Wer zahlt die 50T€ wenn beispielsweise die Finanzierung nicht zustande kommt? Wer bezahlt dann den Architekten?

    Und noch einmal, ich hacke auf niemanden ein. Jede Medaille hat jedoch 2 Seiten, und manchmal ist es hilfreich wenn man beide Seiten betrachtet.

    Aber weiter im Text.

    Du willst den Architekten loswerden, also kündige den Auftrag. Er wird Dir dann eine Rechnung schicken die zur Zahlung fällig wird. Die einzelnen Positionen wird er sicherlich auch belegen können. Dagegen kannst Du natürlich vorgehen, und irgendwann wird wohl ein Richter entscheiden müssen.

    Oder aber Ihr redet endlich mal Klartext miteinander, so dass jede Partei weiß in welche Richtung der Zug fährt.

    Gruß
    Ralf
    Also die Energieberatung kostet 600€, nicht 300€. Sie kostet mich 300€, unser Vater Staat gibt noch mal 300€ dazu. Also hat die Dame 600€ bekommen. Die hatte 40Minuten An- und Abfahrt und war ca. 1 Stunde bei mir. Also runden wir das mal auf 2 Stunden auf. Die eigentliche Energieauswertung von dem Gebäude wurde per Software gemacht. Beim zweiten Termin hat sie mir gezeigt, was man wo eingibt und was für ein Energieeffiezienshaus dabei rauskommt. Das war total simpel und einfach, wenn man das paar Mal gemacht hat, ist die Daten in 10 Minuten im PC. Mit Papierkram runden wir noch mal auf eine Stunde auf. Das Nachgespräch dauerte eine halbe Stunde. Da sie von meinem Architekten noch paar Mal angerufen wurde, auch hier auf eine Stunde aufgerundet. Somit kommen wir hier großzügig gerechnet auf 4 Stunden. Macht 150€ Stundenlohn. Jetzt wissen sie, warum die Dame nichts anderes macht und die Baubetreuung ablehnt. Sie hat die Lizenz zum Geld verdienen. Aber ich schweife zu sehr ab.

    Ich werde mich wohl zu zweiterem entscheiden und versuchen einen Termin bei ihm zu bekommen um Klartext zu reden. Ich habe bisher nicht erwähnt, dass inzwischen die KfW-Zinsen gestiegen sind und ich dadurch eine Mehrbelastung habe, die ich nicht gehabt hätte, wäre alles plangemäß gelaufen.
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