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  1. #1

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    Bodenplatte - Folie vergessen

    Hallo Bauteam,
    heute habe ich erfahren, dass unsere Folie in der Bodenplatte vergessen wurde. Unser Bauleiter hat mich darauf hingewiesen. Jetzt möchte er auf dem Rohfußboden eine Bitumenschweißbahn setzten. Können wir damit leben - können Spätfolgen auftreten? Oder müssen wir das Haus abreißen?

    Ein am Boden zerstörter Bauherr ;(

    Steve
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  2. Bodenplatte - Folie vergessen

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  3. #2

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    Hallo Steve!

    IN die Bodenplatte wird keine Folie eingebaut.... ;-)

    Unter die Bodenplatte sollte eine Sauberkeitsschicht aus Beton oder eine Folie. Die Folie sorgt dafür, dass dem Beton das Wasser nicht zu schnell entzogen wird und verhindert eine Vermischung von Beton und Untergrund.

    Dann muss auf die Bodenplatte noch eine Isolierung gegen aufsteigende Feuchtigkeit.. Ist diese wenigsten unter den Wänden vorhanden?

    Thomas
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  4. #3
    Themenstarter

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    Folie

    Ja eine Delta "sowieso" Folie ist zwischen Bodenplatte und erster Steinreihe, dann noch oben eine Schicht Folie.

    Gruß Steve
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  5. #4
    MAB
    Gast

    Schweißbahn ist OK

    Eine Schweißbahn ist ohnehin erforderlich. Am besten eine G 200 S4. Nach DIN 18195 müssen Bodenplatten ohnehin immer gegen aufsteigende Feuchte abgedichtet werden.

    Sonst wie oben.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Sauberkeitsschicht

    Ok, also wegen der Feuchtigkeit von unten muss ich mir keine Sorgen machen. Was ist mit der fehlenden Sauberkeitsschicht. Kann mir jetzt die Bodenplatte absacken, weil das Wasser zu früh aus der Bodenplatte gelaufen ist ( sorry für die laienhaften Ausdrücke). Dafür ist doch die Folie. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie erst Magerbeton gegossen haben und dann die Folie drauf gelegt haben.

    Gruß Steve
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  7. #6
    MAB
    Gast

    Was ist denn da?

    Was ist denn überhaupt drunter? Verdichteter Kies oder Sand? Lehm? Dämmung?

    Das Grundproblem beim gießen ohne Sauberkeitsschicht ist nicht nur das auslaufende Wasser, sondern auch die Lagesicherheit des Bewehrungsstahls. Wenn beim Verlegen der Matten so ein zarter Bauworsch drauf rumlatscht, denn ist die untere Bewehrung schon ich China verkauft
    Aber Betondeckung ist dann keine mehr da...
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  8. #7
    Themenstarter

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    Folie

    Ok,
    erst mal Danke für die Antworten, nach einem ruhigem Gespräch mit meinem Bauleiter hat sich nur ein Missverständis aufgeklärt.

    Gruß Stephan
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  9. #8
    Profi Benutzer Avatar von Markus Gräfe
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    Tschuldigung, wenn ich mich in diesen Thread einmische...

    MAB schrieb:

    "Eine Schweißbahn ist ohnehin erforderlich. Am besten eine G 200 S4. Nach DIN 18195 müssen Bodenplatten ohnehin immer gegen aufsteigende Feuchte abgedichtet werden."

    Wenn ich mich recht erinnere, kam bei mir erst Kies als Sauberkeitsschicht, dann Folie, dann die Bodenplatte (mit Bewehrung - leider konnte ich nicht kontrollieren, wie das ausgeführt wurde). Soweit o.k. Horizontalsperre beim Mauerwerk wurde auch berücksichtigt. Ansonsten kam im Keller wieder eine (dünne) Folie (PE?) und darauf der Estrich. Also nix von Schweißbahn... ist daß DIN konform? Keller ist kein Wohnraum aber trocken soll's scho sein...

    Gruß, Markus
    Geändert von Markus Gräfe (22.10.2002 um 12:47 Uhr)
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  10. #9

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    Bodenplatte - Folie vergessen

    Hallo,

    Kies kann keine Sauberkeitsschicht sein.
    Eine Sauberkeitsschicht ist wie der Name schon sagt, dazu da um die Bewährung sauber zu verlegen, und um die mindestbetondeckung zu gewährleisten. Auf Kies ist das nicht gewährleistet, jeder trampelt darauf herum, alles wird locker, das kann nicht gehen.
    Die Folie ist meistens eine PE Folie, die soll verhindern, dass das im Beton befindliche Wasser das zum abbinden des Betons benötigt wird in das Erdreich versickern kann.
    Dann gibt es noch die Möglichkeit, Noppenfolie zu benutzen. Einige machen das, um sich die Noppenfolie zu sparen. Ich persönlich halte aber nichts davon.
    Wir machen das grundsätzlich immer so, Sauberkeitsschicht aus Magerbeton, darauf eine PE Folie, dann Abstandhalter und Bewährung.
    Beim Mauern kommt unter die erste Schicht Schweißbahn, die auf beiden Seiten ca. 10 cm übersteht, damit später der Dachdecker dort seine Bahnen anschließen kann.
    Wir legen aber auf die erste Schicht noch mal eine Lage Besandete Pappe. Sollte später, wenn der Bauherr schon im Haus wohnt, der Keller durch irgend ein Ereignis überschwemmt werden, verhindert diese zweite Lage Pappe, dass das Wasser die Wand hochsteigen kann.

    Hat man die Folie vergessen, und der Beton hat nach dem abbinden keine Risse, hat man noch mal glück gehabt.

    TAMKAT
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  11. #10
    Profi Benutzer Avatar von Markus Gräfe
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    hmmmm....ich zitire dann mal aus der Baubeschreibung meines BT: "Unter der Bodenplatte wird eine kapillarbrechende Sauberkeitsschicht (max. 10 cm) aus Kies oder Schotter eingebracht und durch eine Trennfolie abgedeckt." Und so wurde es auch ausgeführt. Allerdings weiß ich wie gesagt nicht, wie die Bewehrung befestigt wurde.

    Was mir hier auch nicht einleuchtet, ist daß der Dachdecker seine Folie dort anschließen soll??? Noch befinden wir uns im Keller. Horizontalsperre nach der ersten Steinreihe leuchtet ein und wurde auch so ausgeführt.

    Dennoch bleibt die Frage offen, wie das mit der Schweißbahn ist. muß die jetzt auch in meinem Fall rein oder reicht die Trennfolie zwischen Bodenplatte und Estrich. Ist auch hier die DIN 18195 maßgeblich (iss ja schließlich kein Wohnraum aber wie gesagt: trocken muß es bleiben.

    Gruß, Markus
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  12. #11
    MAB
    Gast

    Knackus punktus...

    wie der Franzose soi treffend spanisch parliert. Genau da ist nämlich der Knackpunkt. Natürlich gilt auch hier die DIN 18195, ABER:
    wenn der Raum eben nicht zum dauernden Aufenthalt von Personen gedacht ist, UND eine kapillarbrechende Schicht von mind. 150 mm (k> 10^-4 m/s²) vorhanden ist, UND eine wasserdichte Betonkonstruktion (nicht zu verwechseln mit "weißer Wanne"!) vorhanden ist, DANN UND NUR DANN (oha, 6 Sylvester Mathetik hinterlassen ihre Spuren ) kann auf die Abdichtung verzichtet werden.

    Aber weiß man, wie der Keller später mal genutzt wird?
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  13. #12
    Profi Benutzer Avatar von Markus Gräfe
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    Hallo Martin,

    stimmt, wie der Keller mal genutzt wird, weiß man nicht...Die kapillarbrechende Schicht ist (lt. Baubeschreibung zumindest) nur 10 cm. Wie beurteilst Du dies? Ansonsten wurde wegen der Bodenbeschaffenheit auf Streifenfundamente verzichtet und eine Bodenplatte aus WU-Beton gegossen (25cm). Sollte dann ausreichend sein, oder?

    Gruß, Markus
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  14. #13
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    o)

    Wie mir dieser Hochbaupolier aus dem Herzen spricht ... RECHT SO TAMKAT ... das unterschreib ich (!)
    -
    NUR ist das leider die Ausnahme bzw. ich bin mal so frei und frech und behaupte wenn´s daran schon happert wird der Rest des Hauses eh von Sachverständigen abgenommen

    MfG
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Profi Benutzer Avatar von Markus Gräfe
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    hmmmm, dann kannst Du mir sicher auch die Sache mit dem Anschluß der Folie erklären, die der Dachdecker im Keller anschließen soll, Josef? Ich hab's immer noch nicht drin....

    Gruß, Markus
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  17. #15
    MAB
    Gast

    Streiche "Noppenfolie"

    Alo Noppenfolie hat wohl auch Josef überlesen, oder?

    Also die lassen wir mal schön weg. Wir reden aber von zwei verschiedenen Aspekten.

    bei fehlender Folie resp. Sauberkeitsschicht ist im Nachhinein die erforderliche Lage der Bewehrung nicht ohne weiteres festzustellen. Damit sind auch langzeitschäden nicht zuverlässiig vorausschaubar. Ist für mein rechtsempfinden schon grund genug, alles geld zurückzuhalten, was evtl. für eine Sanirrung erforderlich ist. Ansonsten muß eben der Unternehmer beweisen, daß überlall die Lage der einzelenen Bewehrungsebeben gesichert ist.

    Und hier wieder Intermezzo:

    Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder ^64

    Für die Dichtigkeit ist das aber eher nachgeordnet. Besandete "Pape" macht es ur schlimmer, da gehört schon eine nach DIN 18195 oder - Flachdachrichtlinie - zugelassene bzw. genormte Bahn hin. Ob Kunststoff oder Bitumen ist egal.

    Aber warum damit rechnen, daß der Keller nicht genutzt wird? Warum die 40 DM/m² sparen? Um nachher 300 Kinder-Schoko-Taler (Inflation nicht vergessen) zu investieren, nur um eine Kellerbar überhaupt möglich zu machen?
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