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Welches Holz für den Dachstuhl?

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  1. #1

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    Welches Holz für den Dachstuhl?

    Guten Morgen,

    heute ist unsere Bau- und Leistungsbeschreibung gekommen. Bei Durchsicht ist aufgefallen, dass der Dachstuhl aus salzimprägnierten Nadelhölzern Güteklasse II gefertigt werden soll.

    Bei einigen Bauträgern sind Begriffe wie kammergetrocknet, Leimbinder bzw. keilverzinkt gefallen.

    Wir wollen nicht am falschen Ende sparen und fragen daher lieber im Vorfeld nach den passenden Hölzern...

    Danke.
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  2. Welches Holz für den Dachstuhl?

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    güteklasse II gibts seit 100 jahren nicht mehr.
    "salzimprägnierung" .. ?? so ein dünnfug!
    von wem kommt das?

    signifikant für den bauerren dürfte erstmal etwa diese unterscheidung sein:

    • vogeltrittholz
    • schnittholz
    • schnittholz (kammer)getrocknet
    • schnittholz getrocknet und egalisiert
    • güteüberwachtes ...
    • kvh nisi
    • kvh sichtbar
    • bs (brettschichtholz, vulgo "leimbinder")
    • bs mit besonderen eigenschaften


    dann noch unterschieden in holzarten, festigkeiten ...
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  4. #3
    Avatar von Alex1301
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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    güteklasse II gibts seit 100 jahren nicht mehr.
    "salzimprägnierung" .. ?? so ein dünnfug!
    von wem kommt das?

    dann noch unterschieden in holzarten, festigkeiten ...
    Das haben wir auch von 3 GÜs bekommen:

    GÜ 1: Der Dachstuhl wird als zimmermannsmäßig abgebundener, imprägnierter Holzpfettendachstuhl aus heimischen Nadenholz ausgeführt. usw....

    GÜ 2: Das Haus erhält einen Pfettendachstuhl, Bauholz der Güteklasse II, Schnitklasse S, der gegen Pilz- und Insektenbefall umweltfreundlich imprägniert ist. Die sichtbaren Sparren und Pfetten sind gehobelt und lasiert, Sparren- und Pfettenköpfe abgeschrägt.

    GÜ 3: Der Dachstuhl wird in zimmermannsmäßiger Ausführung abgebunden. Er wird gegen tierischen und pflanzlichen Befall behandelt. Ausführung in Güteklasse II, Sortierklasse S 10, Schnittklasse A-B.
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  5. #4
    Avatar von greentux
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    Ich kann da "wintergeschlagenes Holz" beisteuern Ausschreibungen laufen noch. Mal sehen, wer was liefern möchte.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von greentux Beitrag anzeigen
    Ich kann da "wintergeschlagenes Holz" beisteuern Ausschreibungen laufen noch. Mal sehen, wer was liefern möchte.
    Mal im Schwarzwald nachfragen, die kennen sowas noch!!
    Unsere Altvorderen wussten noch, dass offensichtlich der Zeitpunkt des Holzeinschlags auch Einfluss auf die Holzqualität hat...
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  7. #6
    Avatar von greentux
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    Ja, so ist ja auch mein Planer drauf. Damals gabts eben nicht so viele DINs, sondern man hat noch Erfahrung gehabt. Das Holz bekomme ich hier auch (wer weiß woher), 2 Angebote sind schon da.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    ...
    • vogeltrittholz
      ...
    Laienfrage: Ist das jenes welches man nur an Siemens Lufthaken aufs Dach heben darf?


    Nur so als Info, ich hab da bei nem Angebot z.B. stehen
    - Kantholz, Schnittklasse A/B, Sortierklasse S10 nach DIN4074, abbinden, liefern....
    - Kantholz im Tauchverfahren nach DIN68800 gegen Pilz- und Insektenbefall imprägnieren
    - Kantholz in der Trockenkammer technisch auf 15% +/- 3% Holzfeuchtigkeit trocknen

    => Jetzt muss er mir nur noch sagen wie stark die einzelnen Trümmer sind, oder ob er mir die in praktischen m³-Blöcken liefert
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  9. #8

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    Also meiner Information nach, soll im Dachstuhlbereich mindestens KVH NSI S10 verarbeitet werden. KVH deshalb, sinnvolle Ausnutzung des Holzes, getrocknet auf 15% +/- 5% um Verwindung des Holzes weitesgehend zu verhindern. Schwundrisse sind auch deutlich geringer. Und natürlich die Maßhaltigkeit.
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  10. #9
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    Auf den Plänen müßte stehen xx% Holzfeuchtigkeit, da in den Nachweisen per Programm eine angenommene max. Holzfeuchtigkeit ausgewiesen wird.
    Und eigentlich müßte das sowie auf den Plänen stehen.
    Das wäre dann in die LVs zu übernehmen, wäre.

    Neue Norm kommt idR 18% ansonsten steht oft 20% drauf. -> wie bekommt man das hin.
    a) ignorieren
    b) Stämme vorm Einschnitt lange genug lagern
    c) Holz technisch trocknen
    d) Holz aus dem Baumarkt, da liegt es lange genug in der warmen Halle rum
    e) Kunstholz wie Brettschichtholz, Duobalken, ...
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  11. #10
    Avatar von alex2008
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    die Sägewerke im Südwesten kutschen ihr Holz zwar durchaus einige km durch die Gegend aber so weit?
    Und die auf Mondphasenholz, wintereinschlag, Höhenholz spezialisierten kleinen Sägewerke schon gar nicht. Haben genügend Abnehmer im näheren Umkreis.
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  12. #11
    Avatar von greentux
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    Nein, aber es gibt auch hier Bäume und Sägewerke und auch die kennen das zum Glück (noch).
    Man glaubt es kaum
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  13. #12
    Avatar von Anfauglir
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    Attribute wie Winterfällung, Flößen, Mondphasenfällung, demBaumgutenachtliedchensing bringen alle nichts, wenn das Holz nicht wärend der gesamten Zeit von Pflanzung bis zur Anlieferung ordentlich behandelt wurde.

    Irgendeine Krüppelfichte wird durch Winterfällung nicht besser, genausowenig entsteht dem Bauherren bei gut gewachsenem, ordentlich eingeschnittenen und getrockneten Bauholz aus Sommerfällung ein Nachteil.

    Dahinter steht, ohne dass ich die durchaus vorhandenen positiven Effekte mancher Forstmethoden kleinreden will, Marketing.
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  14. #13
    Avatar von greentux
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    Als diese Erfahrungen mit dem Holz gesammelt wurden, war Marketing sicherlich noch kein Thema.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Anfauglir
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    Mit Sicherheit nicht.

    Bis Ende des 19.Jh. wurden oft im ländlichen Raum die Balken vom Bauherren noch selbst hergestellt. Gemeinsam mit dem Zimmerer wurden im Wald die stehenden Bäume konkreten Bauteilen zugeordnet, im Winter gefällt (da war halt gerade Zeit) und mit Axt und Breitbeil, z.T. auch mit Schottsäge in Form gebracht. Ich habe beides bei Museumsfesten gemacht. Man entwickelt dabei eine ganz andere Beziehung zum Baustoff.

    Heute läuft es alles ein bisschen anders. Wenn wirklich qualitativ sehr hochwertige Hölzer angeboten werden trägt sicher auch die Winterfällung zu dieser Qualität bei.

    Aber oft genug läuft es doch so: Wir pappen nen Bio\Öko-Aufkleber auf´s Produkt, Kunde freut sich, Kasse klingelt. Ob es einen technischen Vorteil gibt, bzw. ob ein solcher überhaupt zum Tragen kommt, dem Kunden also für sein Geld mehr als nur gutes Gewissen bietet, halte ich für fraglich.

    Wenn ich dann noch sehe, was alles als S10 durchgewunken wird, ist mir der Fällzeitpunkt völlig egal.

    Ich habe sehr viel Altholz verwendet, das hat wenigstens schon Erfahrung.
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  17. #15
    Avatar von greentux
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    Das ist ja prima, wie Du von Dir auf die Allgemeinheit schließt. Ich muß Dich leider enttäuschen. Unser Hausbau hat was von Museumsfest. Viele Sachen werden eben "anders" gemacht, obwohl das "anders" eigentlich gar nicht "anders" ist
    Heute baut man leider "anders". Es muß alles in 6 Monaten zum Einzug fertig sein (inkl. Planung, die dann halt kaum stattfindet).
    Wenns Dich interessiert, findest Du einen Link zum Planungsbüro auf meiner Blogseite. Da ist auch bischen was zur Philosophie hinterlegt.
    Klar machen wir trotzdem Ausschreibungen, aber nicht in Bezug auf Ökoaufkleber. Die Zimmermänner sind alle bekannt, das Holz ist bekannt, ich kann Deinen Argumenten in meinem Fall wirklich nicht folgen.
    Wenn man will, geht das alles. Kostet aber Zeit und Geld.
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