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Hausfinanzierung

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  1. #1

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    Hausfinanzierung

    Hallo zusammen,

    wir (meine Freundin und ich) stehen vor der Frage, ob wir uns nen Hausbau leisten können. Haben uns mal beraten lassen um ein Gefühl für die ungefähren Kosten, die mtl. Belastung und die Rückzahldauer zu bekommen.

    Rausgekommen wäre zumindest für die ersten Jahre eine Rate von ca. 1.000 €. Da an Nettoeinkommen nach Abzug der PKV nur gut 2.000 € da sind, habe ich schon etwas Sorge. Meine Freundin verdient zwar auch, aber damit wollten wir im Rückzahlungsplan nicht fest rechnen (Kind/Elternziet/Teilzeit?), sondern eher als Entlastung für den täglichen Bedarf (Lebensmittel...) sehen.

    Im Detail wurden die Kosten wie folgt veranschlagt:

    Grundstück inkl. Kauf-/Baunebenkosten und Reserve: 55.000 (das Grundstück dass wir im Auge hätten, würde "nur" 33.500 kosten, ich weiß nicht ob man da 21.000 Nebenkosten rechnen muss)
    Haus schlüsselfertig mit Keller, ohne Malerarbeiten innen, aber mit Fliesen, 125 qm: ca. 180.000

    Also 235.000 insgesamt.

    EK: 60.000, davon 30.000 als Bausparguthaben (3 Verträge mit einer Summe von insg. 180.000) und 30.000 frei

    Schulden haben wir (noch) keine.

    Der Finanzierungsvorschlag sähe jetz Folgendes vor:

    Wegen der derzeit günstigen Zinsen und der Hohen Belastung in der Tilgungsphase sind die Bausparer ungeeignet. Also das Bausparguthaben aus den Verträgen rausnehmen (durch "Teilung") und als normales EK einsetzen, um so die zu finanziernde Summe auf 175.000 zu verringern.

    Dann 3 Darlehen aufnehmen:
    KfW, Programm Effizienz70: 50.000, 10 Jahre Zinsbindung, Restschuld ca. 38.000
    KfW, Programm Wohneigentum:70.000, 15 Jahre Zinsbindung, Restschuld ca. 51.000
    Annuitätendarlehen Bank: 55.000, 15 Jahre Zinsbindung, Restschuld ca. 43.000

    Das wäre insg. eine Rate von ca. 770,-

    Damit man nach 10 bzw. 15 Jahren das Risiko bei der Anschlussfinanzierung vermeiden kann, sollen zusätzlich zwei Bausparer angespart werden (die "geteilten" von oben). Die sollen nach 10 bzw. 15 Jahren zuteilungsreif sein.

    Einmal 38.000,- (entspricht der Restschuld von KfW E70 nach 10 Jahren) und einmal 60.000,-

    Damit wäre man dann bei der Rate von guten 1.000,- in den ersten 10 Jahren.

    Nach alldem bestünde nach 15 Jahren immer noch eine Restschuld von ca 34.000,- die entweder durch Sondertilgungen (Bank 1) erledigt werden kann oder anschlussfinanziert werden müsste. Wenn man die Sondertilgungen schaffen würde, wäre man nach 21 Jahren durch.

    Derzeit wohne ich mietfrei und stecke 850,- monatlich in die Bausparverträge, von denen ich jetzt nichts habe Im Gegenteil habe ich mir gute Zinsen entgehen lassen
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  2. Hausfinanzierung

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  3. #2

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    Also wir haben jetzt unseren BSV aufgelöst und machen alles über KFW (Programm 153, 20 Jahre Laufzeit) und Annuitätendarlehen (20 Jahre Zinsbindung, 4,10 %).
    Ganz nach dem Motto: Keep it simple.

    Für das KfW Darlehen werden wir evtl. noch einen BSV abschliessen, da die Restschuld nach Zinsbindung noch ca. 30 Tsd. EUR beträgt.
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  4. #3

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    Ich würde mir auch das Geld fürs Ansparen der Bausparverträge sparen und es lieber in die Tilgung (sondertilgung oder höhere tilgungsrate) stecken. Insgesamt finde ich es aber ganz schön knapp, solange Ihr ohne das Einkommen Deiner Freundin rechnet.
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  5. #4

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    Glaube leider nicht, dass Ihr Wunsch zum Eigenheim derzeit
    realistisch ist.
    Auch glaube ich nicht, dass eine seriöse Bank, diese unsichere
    Baufinanzierung vollzieht.

    Anders würde es aussehen wenn Sie beide unter 40 Jahre alt sind
    und in den Stand der Ehe eintreten würde.
    Dann würden Sie als junges Ehepaar gelten und in den entsprechend-
    denden Förderungsgenus, als junges Ehepaar der div. Landesmittel
    kommen.
    Darüber wird Sie aber leider kaum ein/e Banker/rin informieren, da
    diese daran nichts verdienen und zudem noch mehr Arbeit haben.

    Sollten Sie sich mit dem Gedanken eines jungen Ehepaares vertraut
    machen können, so lassen Sie sich, auch vor evtl. Eheschließung,
    bei dem Wohnungsbau –Förderung samt der Stadt / Gemeinde/ Kreis
    in der Sie evtl. bauen möchten, kostenlos beraten.

    Gruß HPS
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  6. #5

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    Hallo,

    mich würden die

    Haus schlüsselfertig mit Keller, ohne Malerarbeiten innen, aber mit Fliesen, 125 qm: ca. 180.000
    stutzig machen. Soll alles gefliest werden? Wir haben 130m² und die Summe deckt nicht ganz das Haus ab. Ohne Keller/Ohne Fliesen/Ohne Kellertreppengeländer/Ohne Verspachteln und Verschleifen/Ohne Streichen/Ohne Küche/Ohne Außenanlagen. Ich bin auch mal davon ausgegangen, dass man damit hinkommt. Das konnte ich aber nach den ersten Gesprächen wieder vergessen.
    Auch haben wir nicht gerade einen Prunkbau. Einfache Gebäudegeometrie, und der einzige "Luxus" ist vielleicht ein Bidet/Fliegengitter in den Rollläden/Staubsaugeranlage und eine Luftwärmepumpe mit Fussbodenheizung.
    Sind die 180000€ schon ein Angebot oder noch euer Vorstellungen, welche aus Internetpreisen entstanden ist. (das ist nicht böse gemeint, denn bei uns war es am Anfang so)

    Gruß Heiko
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  7. #6

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    Grundstück inkl. Kauf-/Baunebenkosten und Reserve: 55.000 (das Grundstück dass wir im Auge hätten, würde "nur" 33.500 kosten, ich weiß nicht ob man da 21.000 Nebenkosten rechnen muss)
    Das kommt darauf an, wo Euer Grundstück liegt... z.Bsp. hinteres Teilgrundstück (Hammergrundstück?) - da müssten ja dann die Medien von der Straße bis zum Haus verlegt werden... Wasser, Abwasser usw. evtl. auch eine "Baustellenausfahrt" geschaffen werden, Grunderwerbssteuer, Grundbuchamt, Makler? (wg. Kaufnebenkosten) usw. - Da finde ich das eigentlich nicht zu viel!

    Mir hat gerade gestern eine Hausbaufirma 37 TEU für so ein Grundstück an NK "zugerufen" ....
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  9. #7
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    Danke für die Meinungen,

    Maklerkosten gibts nicht, die Zufahrt ist problemlos möglich.

    Der Hauspreis versteht sich ohne Außenanlagen, mit Fliesen nur im Gang und HWR, ohne Fußbodenheizung. Es ist kein Internetpreis, sondern eine unverbindliche Vorab-Angabe eines Generalübernehmers. Ein Angebot kann es erst geben wenn ein Grundstück feststeht. Solange ich aber nicht weiß obs finanziell überhaupt geht, macht der Grundstückskauf auch nicht viel Sinn. Man dreht sich ein wenig im Kreis

    Natürlich ist auch kein "Prunkbau" geplant, im Gegenteil, so schlicht wie möglich, keine Erker oder sonstige Besonderheiten. Wenn die Rate zu hoch ist, wäre vllt eine längere Laufzeit sinnvoll?
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  10. #8

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    ..... Wenn die Rate zu hoch ist, wäre vllt eine längere Laufzeit sinnvoll?
    "länger" ist relativ. Je nachdem wie alt Du bist, würde ich schauen, dass Du die Finanzierung in 20-30 Jahren erledigt hast. Je länger die Sache läuft, um so mehr Zinsen darfst Du Zahlen, und irgendwann kommen auch die ersten Reparaturen, und wie sich die Zinsen entwickeln kann auch niemand vorhersagen.

    Im schlimmsten Fall stehst Du in 10 Jahren ohne eine Chance auf eine Anschlußfinanzierung da, und hast gleichzeitig so gut wie nichts getilgt. Dann brennt die Hütte erst richtig (natürlich bildlich gemeint).

    Gruß
    Ralf
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