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  1. #1
    Avatar von dancer1970
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    Welchen Brenner für Ölheizung?

    Hallo,
    hier im Forum scheinen wirklich Experten zu sein, wie ich den Eindruck habe. Ich hoffe, dass ich hier ein paar Antworten für mein Problem bekommen kann.

    Bei uns macht sich inzwischen ein wenig Verzweiflung breit, denn unsere Ölheizung läuft nicht wie sie soll und braucht gigantisch viel Öl und ich suche nun nach einer Lösung das Problem wieder in den Griff zu bekommen.
    Wir wohnen zu viert in einem Einfamilienhaus mit ca. 180m² Bj. 1971, das Dach wurde 2004 isoliert, der Rest im Originalzustand.

    Zur Geschichte:
    - 2007 das Haus mit ABCDE Heizunganlage gekauft (CTC Saint Roch Monopol Classic Kessel 26 kW Bj. 2003)
    - September 2009 geht der Brenner Monoflam 27 kaputt (Magnetventil)
    - Da Ersatzteilbeschaffung schwierig und teuer wird auf anraten des Heizungsbauers ein gebrauchter überholter Giersch Brenner 25kW eingebaut
    - März 2010 Heizung fällt aus, total verrusst und Düse muss gewechselt werden
    - Mai 2010 Schornsterinfeger stellt Abgastemperatur von über 350°C und sehr viel Russ fest
    - Ein anderer Heizungsbauer kommt, um die Anlage korrekt einzustellen. Das gelingt nur bedingt, da der Brenner viel zu groß dimensioniert ist und rät mir einen MAN Raketenbrenner einbauen zu lassen.

    Da ich schon enormes Geld für Heizöl gelassen habe (ca. 2500l für den Winter, im Vorjahr 1500l) und schon wieder ein neuer Brenner überhaupt nicht geplant war, möchte ich nun eine günstige und vor allem richtige Lösung finden.

    Mir wurde inzwischen ein MAN/MHG RE 1.22 H Brenner incl. diverser Ersatzteile recht günstig angeboten.

    Wie finde ich heraus, ob der Brenner nun wirklich passt?
    Irgendwie erzählt mir jeder was anderes? Um mich gänzlich zu verwirren finde ich hier vielleicht noch mehr Meinungen.

    Anbei ein paar Bilder.

    Danke Stefan
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  2. Welchen Brenner für Ölheizung?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Kann zwar nichts zur eigentlichen Frage beisteuern, aber dein Heizölverbrauch scheint mir absolut im Rahmen bei deinen Gegebenheiten, 180m2 ungedämmt im Originalzustand, da hätte ich sogar mit mehr gerechnet.
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  4. #3

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    hat zwar jetzt nichts mit dem brenner zu tun, aber ich finde 2500l heizöl nicht soviel..
    das haus ist nicht wesentlich gedämmt, bis aufs dach und ich nehme an die fenster sind auch noch die aus den 70ern...

    zum vergleich: mein häuschen (1975) hat von der wärmeübertragungsfläche nicht ganz so schlechte werte (wände gedämmt, wenn auch nur mit 5 cm, geschoßdecke auch nicht schlecht gedämmt) und meine mieter haben im jahr 2800 liter verbraten, bei einer wohnfläche von 120 m²

    ich glaube auch bei einem neuen brenner würde es nicht einschlagend weniger werden (ok, die anlage ist von 1993 )
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  5. #4
    Themenstarter
    Avatar von dancer1970
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    Hallo,
    der Heizölverbrauch mag ja in Ordnung sein, aber 1000l mehr wie im Vorjahr ist schon recht dolle, auch wenn der Winter vielleicht etwas kälter war.
    Sicher wäre eine bessere Dämmung angebracht, ist aber ein anderes Thema!

    Nichts desto trotz sind Abgastemperaturen von über 300 Grad C und eine ständige Russschicht im Brennraum nicht akzeptabel...

    oder seh ich das falsch?

    Stefan
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  6. #5
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    Für den Ausfall oder das Umkippen des Brenners kanns ne Menge Ursachen geben. Wenn die Düse getauscht wurde kanns am Öl gelegen haben.

    Die Brennraumtiefe ist nicht sonderlich üppig. Beim MHG Brenner in den Unterlagen prüfen ob sie ausreichend ist. Bei kurzen Brennräumen bevorzuge ich ein Keramikflammrohr.

    Wenn die Leistungsangaben stimmen dürfte der 1.22 einigermasen passen.
    Problem ist dass ansonsten einige relativ teure Bauteile fällig werden.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  7. #6
    Themenstarter
    Avatar von dancer1970
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    Hallo danke für die Antwort.
    Wie unterscheide ich denn gutes von schlechtem Öl? Wir haben bislang immer den gleichen Lieferanten.

    Kann die Düse denn nicht aufgrund einer fehlerhaften Einstellung kaputt gehen?

    Welche teuren Bauteile wären denn fällig?

    Stefan
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  8. #7

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    Zitat Zitat von dancer1970 Beitrag anzeigen
    Hallo,
    der Heizölverbrauch mag ja in Ordnung sein, aber 1000l mehr wie im Vorjahr ist schon recht dolle, auch wenn der Winter vielleicht etwas kälter war.
    Warte nur mal ab, da werden sich noch einige Leute wundern wenn demnächst die Abrechnungen in´s Haus flattern. Das letzte Jahr war schon nicht ganz ohne, aber dieser Winter war extrem lang. Da haben selbst optimierte Anlagen mal locker 20-30% mehr "verbraucht". Grund dafür waren weniger die Spitzentemperaturen, sondern die lang anhaltende Kälte.

    Da sind 2.500 Liter für 180m2 "Altbau" und falsch dimensionierte Heizung keine Seltenheit.

    Die Brennraumtiefe ist schon kritisch. Die Abgastemperatur ist natürlich der Hammer. Da wird´s dann mit Brenner Marke "08/15" kritisch.

    Ich würde mal testen, ob man nicht mit deutlich weniger Leistung auskommt. Dann wäre zu prüfen, ob die verbaute Düse überhaupt für diesen kurzen Brennraum geeignet ist (Stichwort: Sprühcharakteristik) .

    Und natürlich schrubben, schrubben und nochmals schrubben.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
    Themenstarter
    Avatar von dancer1970
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    Hallo und danke.
    Gut, der Verbrauch darf in diesem Winter höher sein, verstanden!
    Es kann mir aber keiner sagen, dass der entstandene Russ im Kessel normal ist und förderlich für einen niedrigen Heizölverbrauch ist.

    Was meinst du mit:
    "Da wird´s dann mit Brenner Marke "08/15" kritisch"

    Ist ein MAN Raketenbrenner 0815? Oder vielleicht der Giersch Gelbbrenner 25kW, der jetzt grad drauf ist?
    Was ist denn von dem Monoflamm 27 zu halten, der ursprünglich drauf war.

    Was ist an dem Kessel denn so eigenartig, dass mir niemand so recht sagen kann, welcher Brenner nun am besten dafür geeignet ist. Ich werde doch nicht den einzigen auf dieser Welt haben, oder doch?
    Woher weiss man denn in anderen Fällen, was am besten passt. Oder baut jeder nur das drauf, was er gerade im Sortiment hat?

    Ob die verbaute Düse geeignet ist, müßte doch ein Heizungsbauer wissen, oder? Der eine hat extra diese Düse draufgebaut und der andere hat diese später auch als richtig empfunden und nicht gewechselt.
    Geht das denn nur mit try and error?
    Und wenn, müßte man doch sehr schnell feststellen können, ob es funktioniert oder nicht.
    Irgendwie enttäuscht mich das....?

    Gruß Stefan
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  10. #9
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    Kessel mit kurzem Brennraum sind meistens kritisch und manchmal empfindlich.

    *Theoretisch* sollten alle Brenner mit dem passenden Leistungsspektrum problemlos funktionieren.

    *Praktisch* siehts dann meistens ganz anders aus.
    Jeder Brenner hat so seine eigenen Macken und Besonderheiten und je nach Kessel und Umfeld (z.B. starke Kaminzugschwankungen etc.) kann einen so manche Kombination schon an den Rand des Wahnsinns treiben.
    Zudem rentiert sich z.B. bei *einem* Brenner im Kundenstamm keine Ersatzteilvorhaltung.

    Je nach Bauform des Brenners brauchts bei Leistungsanpassungen (auch Typenschilder sind manchmal *nur* Großwetterlagenansage) dann wieder Teile, bei anderen ists über eine relativ große Bandbreite einstellbar.

    Dazu kommt noch die Erfahrung des Kundendienstmonteurs mit dem Brenner ... *Seine* Brenner kennt er meistens im Schlaf.
    Fremdbrenner eben nicht ... und auch die Macken oder Fallstricke wollen erst *erfahren* werden ... das kann alles gut gehen - man kann aber auch dabei einfach auf die Schnauze fallen ...

    Darum geht *schnell und einfach* bei dem Thema regelmäßig in die Hose.

    Deswegen wollen immer alle in der Theorie leben, denn die dämliche Praxis hat srets noch einige zusätzliche Fallstricke in Peto die *theoretisch* gar nicht sein dürften ... aber

    Gruß
    Achim Kaiser
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Kessel mit kurzem Brennraum sind meistens kritisch und manchmal empfindlich.

    *Theoretisch* sollten alle Brenner mit dem passenden Leistungsspektrum problemlos funktionieren.

    *Praktisch* siehts dann meistens ganz anders aus.
    So hatte ich das auch gemeint.

    Ein Blick in´s Datenblatt verrät viel.....aber es kann die Praxis nicht ersetzen. Deswegen ist es ja so wichtig, dass nicht nur am Brenner geschraubt, sondern ständig gemessen wird. Da erlebt man die tollsten Effekte und kann manchmal nur den Kopf schütteln.

    Den Giersch Brenner kenne ich nicht gut genug um zu sagen, ob der mit der kurzen Brennkammer klar kommt. Die Rußmenge deutet wohl eher darauf hin, dass dies nicht der Fall ist. Es kann sich aber auch um eine vermurkste Einstellung handeln, oder um die o.g. Düse.
    Denkbar wäre ja, dass der Brenner bei der kurzen Brennkammer eine andere Düse benötigt als "Standard".

    Um das jetzt zu bewerten bräuchte man mehr Details. Brennertyp, Düsenbestückung, Öldruck und am besten ein Schorni- bzw. Messprotokoll.

    Gruß
    Ralf
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  12. #11
    Themenstarter
    Avatar von dancer1970
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    Hallo und danke. Jetzt verstehe ich die Problematik.
    Ich dummer Laie glaube natürlich die Angaben auf den Typenschildern und hatte gemeint, dass mit Hilfe dieser Angaben und ein paar anderer für mich messbarer Daten einfach die passenden Bauteile zusammenstellen kann.
    Was ich brauche ist also ein pfiffiger Heizungschrauber, der am besten auch mal über den Tellerand seiner eigenen Produkte schaut, seinen Job ernst nimmt.

    Ich werde jetzt den MAN Brenner nehmen, der wurde mir ja auch von dem jetzigen Heizungsbauer empfohlen und hoffe, dass das nun klappt.

    Danke an alle

    Stefan
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  13. #12
    Avatar von Schmitt
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    mfG. Schmitt
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    Ich hab da so meine Zweifel.

    Ist das wirklich ein CTC Kessel?

    Auf den Bildern ist zu erkennen, dass die Farbe des Kesselmantels weis ist.

    CTC hat schon immer die Farbe grün.

    Die Abbildung der Brennkammer sowie die Farbe weis kommt mir mir vor, als wäre es ein De Dietrich Kessel.

    Beide Kessel haben, zur Senkung der Abgastemperatur im Abgasweg des Kessels sogenannte Turbulatoren eingelegt, die die Abgastemperatur senken.

    Nachstehend Auszug aus den CTC Unterlagen.

    6. Turbulatoren
    Die Aufgabe der Turbulatoren ist für Turbulenz in den Heizgasen zu sorgen, so dass mehr Wärmeenergie an das Kesselwasser übertragen wird. Sämtliche Kesselgrößen sind ab Werk mit Standardturbulatoren ausgerüstet die für jede Größe optimal abgestimmt sind. Die Turbulatoren sind von vorne zugänglich.


    Deshalb zuerst überprüfen (anhand der Techn. Unterlagen, oder Rückfrage bei Hersteller) ob für diese Kesselausführung Turbulatoren erforderlich sind.

    mfG. Schmitt

    PS.Lasse mich aber gern eines besseren belehren.
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13
    Themenstarter
    Avatar von dancer1970
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    tja, was soll ich sagen?
    vorn auf dem Kessel sind in Metall gegossen die Buchstaben CTC zu lesen (siehe auch erstes Bild).
    Auf dem Typenschild steht das, was ich oben geschrieben habe.

    Vielleicht ist die Verkleidung weiss, weil dieser im Zusammenarbeit mit xxxxteilen verbaut wurde?

    Danke Stefan
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  16. #14
    Avatar von Shai Hulud
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    Kann eventuell auch ohne dauernde Nennung des Herstellers über diese Heizungsanlage diskutiert werden? Nicht ohne Grund ist der Herstellername hier gesperrt und der erste Beitrag wurde editiert.
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