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  1. #1
    planfix
    Gast

    Zukunft Kachelofen?

    Bei einem Umbau- und Sanierungsprojekt hatte ich die Tage den Kaminkehrer zu Feuerschau eines bestehenden Kachelofens hinzugezogen.
    Im Laufe des Gespräches wurde den Bauherren / Hauseigentümern mitgeteilt, daß dieser Ofen so bis 2011 betrieben werden darf, aber dann müssen Messungen zu den Emissionen durchgeführt werden und es wird wohl dann der Einsatz eines Partikelfilters für Ruß und Feinstaub notwendig werden.
    hier habe ich jetzt mehr dazu gefunden
    In diesem Sinne sollte man auf jeden Fall aufpassen, was man in einen Neubau einsetzt. Die Betreiber von alten Anlagen, können ja Kosten und Nutzen vielleicht abwägen, aber bei einem Neubau, wo der Einsatz eines Kachelofens schnell mal einen 5-stelligen Preis erreicht, sollten zumindest darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass dies vielleicht noch nicht die letzte Investition ist.
    Mit ist aufgefallen, dass Kachelofenbauer die Bauherren nicht unbedingt davon in Kenntnis setzen. Also bitte direkt nachfragen!
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  2. Zukunft Kachelofen?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Allerdings ist schon eine zentrale Aussage in jenem Artikel falsch:
    2004 übertrafen erstmals die Emissionen aus Haushaltsheizungen die des Straßenverkehrs.
    Das muß selbstverständlich heißen:
    2004 übertrafen erstmals die Emissionen aus Haushaltsheizungen wieder die des Straßenverkehrs.
    Denn das hatten wir alles schonmal!
    Nämlich in der Zeit vor dem großen Öl- und vor allem Gasheizungs-Boom.
    Und in Neufünfland ist das noch gar nicht so lange her...

    Da waren insbesondere die Städte schwarz vom Ruß der holz- und kohlegefeuerten Heizungsanlagen.

    Aber dank der regenerativen CO2-Spinner kommen wir langsam dahin zurück (man riecht es inzwischen bereits auch vielerorts).
    Insofern sind dort schärfere Maßnahmen und eine Kontrolle durchaus sehr wünschenwert!
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  4. #3
    Avatar von Lukas
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    Das wird lustig, wenn der schwarze Mann dann alle zwei Wochen zum selbstverständlich kostenpflichtigen Holzfeuchtemessen kommt.
    Feine Sache. Erst werden die Leute mit Ökogeschwätz zur Verbrennung "nachwachsender Rohstoffe" gedrängt und dann kräftig gemolken.

    Gruß Lukas,

    der langsam keine Alternative zur Auswanderung sieht
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Insofern sind dort schärfere Maßnahmen und eine Kontrolle durchaus sehr wünschenwert!
    Zustimmung.

    Ich möchte gar nicht wissen was in so manchem Blecheimer "verheizt" wird, die Rußwolken sprechen Bände. Wir sind wieder so weit, dass im Winter der Schnee grau und schwarz wird.

    An sich müsste man jedem Holzheizer zuerst einmal einen Kurs verpassen, damit er lernt wie man einen Holzofen richtig betreibt. Aber heute kann sich jeder so ein Ding in´s WZ stellen, und dann wird geschürt, dass es nur so kracht.

    Effizienz? Fehlanzeige
    Schadstoffe? Wen interessiert das denn

    Da wird Holz sinnlos verheizt, aber Hauptsache ökologisch und CO2 neutral.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Lukas Beitrag anzeigen
    der langsam keine Alternative zur Auswanderung sieht
    Nimm mich mit...

    Ich habe einen Grundofen mauern lassen. Zur Abnahme war der zuständige Schorni da.
    Seine Meinung: Es wäre alles halb so wild, wenn die Leute beim Heizen Vernunft walten ließen, d.h. keine Illustrierten, Milchtüten, benutzte Windeln, Knochen, Essensreste usw. rein, sondern einfach nur getrocknetes Holz.
    Beweisen könne er denen aber nix, deshalb müssten halt Filter her.
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  7. #6
    Avatar von Lukas
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    Ich nehm alle mit. Der Letzte darf aber nicht vergessen das Licht aus zu machen.
    Das wär ein Spaß. Alle weg und die Regierung hat kein Volk mehr.

    Bei den Filtern drängt sich mir der Gedanke an die nichtvorhandenen Nachrüstmöglichkeiten für die meisten Autos auf. Von der technischen Seite hab ich keine Ahnung, kann mir aber vorstellen, daß da die nächste Überraschung lauern könnte. Auch über irgendeinen Zwang nur zertifizierte Brennstoffe verfeuern zu dürfen würde ich mich nicht wundern. Dann sind selbst die mit eigenem Wald im Aus oder zahlen für ne staatliche Kontrolle wieder extra.
    In der Richtung ist man ja sehr phantasievoll.

    Gruß Lukas
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  8. #7

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    Sag bitte Bescheid, wenn Du ein Zielland gefunden hast, wo man es (trotz allen Gutmenschen-Wahnsinns) so angenehm hat wie in Deutschland UND das legal Einwanderer in nennenswerter Anzahl aufnimmt.
    Dann komm ich vielleicht auch mit.
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  9. #8
    Avatar von Lukas
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    Gutmenschen nehm ich nicht mit, weil ich ja dann gleich bleiben könnte. Die dürfen ruhig bleiben. Etwas muß wohl doch zum Regiertwerden bleiben, sonst folgt auch noch die Politik.
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  10. #9

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    Es wäre aber auch äußerst clever wenn wir es andersrum machen und die Telefondesinfizierer schon mal vorschicken.

    Gruß,
    Erdferkel
    Geändert von Erdferkel (09.06.2010 um 14:12 Uhr) Grund: Schreipfuhler
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  11. #10

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    Da wüßte ich andere.
    Zumindest liegt die Bakteriendichte auf vermeintlich sauberen Telefonhörern (wie auch auf PC-Tastaturen) weit höher als auf siffigen Toilettenbrillen!
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  12. #11

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    Unglücklich Vorsicht Halbwahrheiten

    Leider stehen in diesem Thread einige Halbwahrheiten, die so einfach nicht richtig sind.

    Fakt ist: Seit dem 22.03.2010 gilt die neue BundesImissionsSchutzVerordnung. In dieser sind einzuhaltende Grenzwerte z.B. in Bezug auf Feinstaub und Wirkungsgrad enthalten. Seit dem Inkrafttreten der BImSchV dürfen nur noch Öfen installiert und in Betrieb genommen werden, die diese erfüllen.

    In Bezug auf Bestandsöfen gibt es langfristige Regelungen. Bis zum 31.12.2013 müssen die Schornsteinfeger diese Öfen kontrollieren und feststellen ob die Grenzwerte eingehalten werden. Werden Sie nicht eingehalten hat der Betreiber die Möglichkeit mit technischen Hilfsmitteln (z.B. Filter) die Grenzwerte einzuhalten.

    Wird nichts installiert muss das Alter des Ofens herausgefunden werden. Ist ein Ofen vor 1975 installiert worden und hält die Grenzwerte nicht ein, so wird er am 31.12.2014 stillgelegt! Bis zum 31.12.1984 installiert - Stilllegung am 31.12.2017. Bis zum 31.12.1994 installiert - Stilllegung am 31.12.2020. Nach dem 31.12.1994 installiert - Stilllegung am 31.12.2024.

    Weiterhin wird der Schornsteinfeger regelmäßig – das heißt alle fünf Jahre – während der Feuerstättenschau die technische Seite der Anlage in Augenschein um festzustellen, ob sie noch betriebs- und brandsicher ist.
    Auch soll der Schornsteinfeger prüfen, ob die Qualität des Brennstoffes in
    Ordnung ist. Zudem soll er dem Eigentümer beratend zur Seite stehen.

    Auch das Zitat: "2004 übertrafen erstmals die Emissionen aus Haushaltsheizungen die des Straßenverkehrs." ist nicht korrekt, da der Vergleich nicht mit den gesamten Emissionen des Straßenverkehrs angestellt wurde, sondern nur mit den Diesel-Fahrzeugen. Trotzdem ist natürlich sinnvoll strengere Grenzwerte festzulegen, die für die meisten Markenöfen allerdings kein Problem darstellen.

    Die meisten Ofenbauer haben sich sehr intensiv mit dieser Materie befaßt, müssen den Endkunden aber nicht mehr großartig darüber informieren, da die zu verwendenden Öfen eh einen Bestandsschutz haben und nicht mit Filter o.ä. nachgerüstet werden müssen.

    Also sich ordentlich beraten lassen und das gemütliche Feuer genießen!!!

    Gruß

    Der Feuerteufel
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  13. #12
    planfix
    Gast
    da die zu verwendenden Öfen eh einen Bestandsschutz haben und nicht mit Filter o.ä. nachgerüstet werden müssen.
    über diese aussage informiere dich bitte noch mal!

    ich habe von der bezirkskaminkehrermeisterin genau das gegenteil gehört, bin aber nicht so wahnsinnig schlau in bezug auf holzfeuer, weil ich sowieso total von wärmepumpen überzeugt bin, da diese vollautomatisch funktionieren und ich mich damit schon länger nicht mehr befasst habe, hat mich die aussage ja so überrascht.

    hier noch ein Link:
    zur diskussion


    Werden Sie nicht eingehalten hat der Betreiber die Möglichkeit mit technischen Hilfsmitteln (z.B. Filter) die Grenzwerte einzuhalten.
    ich geh mal davon aus, die gibts nicht geschenkt und dürfen dann auch noch gereinigt werden.

    fürs gemütliche feuerchen kann man ja auch eine kerze anbrennen, aber dann verlieren die kaminkehrer bald ganz ihre arbeit und müssen sich als energieberater verkaufen.
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  14. #13

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    Toller Bestandsschutz, wenn ich evtl. (bei Nichteinhaltung der Grenzwerte) einen bis Anfang 2010 installierten Ofen nach weniger als 14 Jahren verschrotten muß...
    Da sollte man also schon auf die Umstände im Einzelfall achten.

    Zu erwähnen vergessen hast Du übrigens die Regelung, daß über 50 Jahre alte Öfen von der Einhaltung der Grenzwerte befreit sind.
    Kritisch sind also nur die mittelalten.

    Im Übrigen würde ich nicht darauf bauen, daß diese Regelung dauerhaft so Bestand hat.
    Wenn sich der Holzqualm erstmal wieder so richtig Bahn bricht, ist schnell mal ne nachträgliche Verschärfung beschlossen...


    Was den Vergleich angeht:
    Da nur Diesel-Fahrzeuge nennenswerte Mengen Feinstaub ausstoßen (um den es hier vorrängig geht), ist der Bezug schon nicht so falsch.
    Das sind in Ermangelung belastbarer Zahlen sowieso alles nur mehr oder weniger gute Hochrechnungen.
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  16. #14

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    Hallo planfix,

    da ich die Novellierung der neuen BImSchV schon seit 2006 sehr intensiv mitverfolgt habe und dieses Thema selber in Meistervorbereitungskursen unterrichte, habe ich mich quasi schon vorab über meine erwähnte Aussage informiert und kann diese definitiv so stehen lassen.

    Hier noch ein Link mit zahlreichen Erläuterungen zum Thema: http://www.bmu.de/files/pdfs/allgeme...imschv_faq.pdf

    Klar kostet ein Filter Geld und muß gereinigt werden. In den meisten Fällen wird es wahrscheinlich Sinn machen, einen neuen, efizenten Ofen zu kaufen.

    Hallo Julius,

    die meisten Markenöfen ab ca. € 1500,- und aufwärts erfüllen bereits seit Anfang 2000 die nun geforderten Grenzwerte! Wenn sich jemand im Baumarkt Anfang 2010 für billiges Geld einen Ofen kauft, der diese Werte nicht einhält ist er mit der Übergangsfrist bis 2025 noch gut bedient. Wahrscheinlich gibt der Ofen eh vorher den Geist auf.

    Ca. 80% des Feinstaubaustosses von Kaminen und Kaminöfen werden von Geräten erzeugt die älter als 20 Jahre sind! Da macht es durchaus Sinn diese Geräte nach und nach aus dem Verkehr zu ziehen und durch neue, sauberere Geräte zu ersetzen.

    Es gibt natürlich, wie eigentlich immer in Deutschland einige Außnahmen, so sind korrekter Weise Öfen die nachweislich vor 1950 installiert wurden quasi "denkmalgeschützt". In der Regel werden solche Öfen auch nicht mehr täglich befeuert. Ausgenommen sind leider auch die offenen Kamine, diese dürfen weiterhin gelegentlich (nach dem letzten Richter: max. 2 x 5 Stunden in der Woche) betrieben werden. Auch für Öfen die in einem Haus als Alleinheizung dienen gibt es eine Ausnahme.

    Sicherlich gilt die neue BImSchV nicht für die Ewigkeit. Die vorherige stammte aus dem Jahre 1988, so dass theoretisch im Jahr 2038 die nächste fällig wäre. Aber selbst wenn diese Rhytmus kürzer wird, so geht die Entwicklung eh täglich weiter. Es gibt bereits funktionierende System als Partikelabscheider für Neuanlage, um die eh schon erfüllten Grenzwerte noch einmal deutlich zu unterschreiten.

    Die schwierigste Faktor am Ofen ist nun einmal der Betreiber. Vielleicht wird irgendwann einmal ein (heute schon existierende) automatische Ofenbrandsteuerung Pflicht. Das alles ist Kaffeesatzleserei und hilft nicht wirklich weiter. Vielleicht darf man in 10 Jahren nur noch Elektro-Autos fahren (ist nicht ganz ernst gemeint) trotzdem kaufe ich mir heute noch ein Auto mit Verbrennermotor.
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  17. #15
    Avatar von Lukas
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    Hi Feuerteufel,

    in Deinem Link steht was von Typenprüfung. Ist das das Aus für den klassischen Ofensetzer und den handwerklich gebauten klassischen Ofen?
    Wie darf man sich solche Filter vorstellen und wie beeinflussen sie den Zug?

    Gruß Lukas
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