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  1. #1

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    Fragen zum Ablauf Solarenergie sowie allgemein

    Hallo alle

    ich hab nochmal kurz ein paar Fragen zum Thema Solarenergie, deen Antworten mir noch einen genaueren Überblick verschaffen würden.

    Alles steckt noch in der Planung und die Frage, ob es sich lohnt, ist ebenso vorhanden.

    Zuerst eine allgemeine Frage. Gehen wir von einer 4 KW-Anlage aus. Das bedeutet doch, dass die Anlage bei idealen 1000 W/m² 4KW pro Stunde liefert, richtig? Also angenommen, es scheint am Tag exakt 3 h lang die Sonne mit 1000 W/m² würden (unbeachtet dem Wirkungsgrad des Wechselrichters) 12 KWh an diesem Tag in's Netz eingespeist werden. Ist das richtig?

    Was ist zu empfehlen: Selbstkauf und Selbstmontage (elektrotechnische und bautechnische Erfahrungen vorhanden) oder Komplett-Auftrag an eine Installationsfirma?
    Ersteres macht natürlich mehr Arbeit, aber man könnte Solarzellen + Wechselrichter selbst bestellen (eventuell mit Rat und Hilfe von Leuten in einem entsprechenden Forum), letzteres würde Zusatzkosten für Arbeitsleistung und Gewinn der Firma mitsich bringen.

    Was ist vorher zu beachten? Muss vorher schon ein Antrag auf Netzeinspeisung gestellt werden, oder wird der Energieversorger allgemein zustimmen? (Anlage wird voraussichtlich 4-8 KW haben)

    Wie läuft das ab? Wird ein zusätzlicher Zähler neben dem normalen Stromzähler montiert und dann mit dem normalen Verbrauchszähler abgelesen und dann mit den Energiekosten verrechnet?
    Kann man also alles selbst aufbauen, die Kabel bis vor den (noch nicht vorhandenen) Zähler legen? Den Rest übernimmt dann sicher ein Techniker der Energieversorgung.

    Wie sieht es aus mit Erweiterbarkeit? Wenn der Wechselrichter noch Spielraum hat, also noch nicht ausgelastet ist, wie leicht kann man zusätzliche Solarpanels nachrüsten? Gibt es irgendwo Anwendungsbeispiele im Netz, wie die Panels angeschlossen werden?
    Ich habe mal für eine Firma Panels auf ein Dach installiert, allerdings hab ich nicht sehen können, wie die dann angeschlossen werden. Wir haben nur Stränge installiert, ich glaube, die hatten unbelastet immer 460 Volt und verschwanden dann in Richtung Wechselrichter. Leider weiss ich da nicht, was für und wieviele Anschlüsse vorhanden sind, deswegen wäre ein Beispiel im Netz irgendwie hilfreich.

    Gefördert wird Solarstrom noch (ich bin in Thüringen), soweit ich weiss. Den Antrag stellt man selbst oder macht das der Energieversorger?


    Soweit erst mal die paar Fragen, für ein paar hilfreiche Antworten bin ich dankbar
    Ich hab schon oft gegoogled, aber Antworten auf meine Fragen hab ich bisher nicht gefunden.

    Schöne Grüße,
    Nik
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  2. Fragen zum Ablauf Solarenergie sowie allgemein

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Gleich vorweg, Du solltest Dir einen Eli mit in´s Boot holen. Den brauchst Du später sowieso. (Zählermeldung etc.)

    Zitat Zitat von NikWing Beitrag anzeigen
    Alles steckt noch in der Planung und die Frage, ob es sich lohnt, ist ebenso vorhanden.
    Planung ist gut, genaue Planung ist besser.

    Zitat Zitat von NikWing Beitrag anzeigen
    Zuerst eine allgemeine Frage. Gehen wir von einer 4 KW-Anlage aus. Das bedeutet doch, dass die Anlage bei idealen 1000 W/m² 4KW pro Stunde liefert, richtig? Also angenommen, es scheint am Tag exakt 3 h lang die Sonne mit 1000 W/m² würden (unbeachtet dem Wirkungsgrad des Wechselrichters) 12 KWh an diesem Tag in's Netz eingespeist werden. Ist das richtig?
    Im Prinzip richtig. In der Praxis werden die Zahlen aber ganz anders aussehen, und daran ist nicht nur der Wirkungsgrad des WR schuld.

    Wichtig ist natürlich die Ausrichtung der Module, und dann auch deren Verschaltung. Dazu muss man den WR kennen, die Module, und dann die techn. Daten mal genauer anschauen. Dann sieht man auch, wieviele Module am besten wie verschaltet werden.

    Auf den Webseiten der Hersteller finden sich tools mit denen man spielen kann.

    Zitat Zitat von NikWing Beitrag anzeigen
    Was ist zu empfehlen: Selbstkauf und Selbstmontage (elektrotechnische und bautechnische Erfahrungen vorhanden) oder Komplett-Auftrag an eine Installationsfirma?
    Ersteres macht natürlich mehr Arbeit, aber man könnte Solarzellen + Wechselrichter selbst bestellen (eventuell mit Rat und Hilfe von Leuten in einem entsprechenden Forum), letzteres würde Zusatzkosten für Arbeitsleistung und Gewinn der Firma mitsich bringen.
    Erfahrung in der Planung und Aufbau von PV Anlagen kann man sich nicht in ein paar Beiträgen in einem Forum aneignen. Zudem geht es bei einer PV Anlage um viel Geld, da sollte man sehr genau wissen was man macht. Fehler können schnell richtig teuer werden.

    Zitat Zitat von NikWing Beitrag anzeigen
    Was ist vorher zu beachten? Muss vorher schon ein Antrag auf Netzeinspeisung gestellt werden, oder wird der Energieversorger allgemein zustimmen? (Anlage wird voraussichtlich 4-8 KW haben)
    Anfrage beim Versorger ist sinnvoll, aber bei so kleinen Anlagen gibt´s kaum Probleme. Für die Inbetriebnahme (Einspeisung) brauchst Du dann sowieso die oben bereits genannte Unterschrift eines Fachbetriebs.

    Zitat Zitat von NikWing Beitrag anzeigen
    Wie läuft das ab? Wird ein zusätzlicher Zähler neben dem normalen Stromzähler montiert und dann mit dem normalen Verbrauchszähler abgelesen und dann mit den Energiekosten verrechnet?
    Kann man also alles selbst aufbauen, die Kabel bis vor den (noch nicht vorhandenen) Zähler legen? Den Rest übernimmt dann sicher ein Techniker der Energieversorgung.
    Wie der Zähler verschaltet wird, hängt von der Planung ab. Soll nur eingespeist werden, oder ist auch Eigenverbrauch geplant? Gerade nach den letzten und aktuellen Änderungen kann der Eigenverbrauch sinnvoll sein.

    Anschluß Zähler etc. übernimmt der o.g. Eli. Der Versorger kümmert sich darum nicht. Der möchte nur die Formulare, natürlich unterschrieben.

    Zitat Zitat von NikWing Beitrag anzeigen
    Wie sieht es aus mit Erweiterbarkeit? Wenn der Wechselrichter noch Spielraum hat, also noch nicht ausgelastet ist, wie leicht kann man zusätzliche Solarpanels nachrüsten?
    Man kann nachrüsten, aber man sollte einen WR nicht zu üppig dimensionieren. Das kommt auch darauf an, wieviele strings wie angebunden werden. Details siehe techn. Daten.

    Zitat Zitat von NikWing Beitrag anzeigen
    Gefördert wird Solarstrom noch (ich bin in Thüringen), soweit ich weiss. Den Antrag stellt man selbst oder macht das der Energieversorger?
    Was wird wie gefördert?
    PV Anlagen werden über die Einspeisevergütung gefördert. Dazu machst Du einen Vertrag mit Deinem Versorger, der dann jede eingespeiste kWh vergütet.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    Hi Ralf

    danke für die ganzen Antworten!
    Ich hab mich auch inzwischen weiter umgesehen, was das technische betrifft.
    Elektriker wäre nicht unbedingt das Problem, mein Vater is dahingehend eine Fachkraft.

    Ich hatte erst mit Dünnschicht-Panels geplant, da diese auch gut mit flach einfallendem Licht zurechtkommen sollen. Das wird sich bei der momentanen Fläche aber nicht richtig lohnen.
    Mit verschiedenen Rechnern komme ich auf etwa 2680 KWh/a bei kristallinen Zellen. (25 m² Fläche, Flachdach 15° Neigung, Ausrichtung West-Südwest bzw gäbe es nochmal so ein Dach auf der anderen Seite)

    Jetzt habe ich mir verschiedene Panels angesehen und ebenso viele unterschiedliche Preise pro Panel gefunden, aber nirgends einen Rechner, der eine Reihe möglicher Panels auflistet usw.

    Hast Du einen Link parat, unter dem man eine Auswahl an Panels findet und deren aktuelle Preise sieht? Ebenso fand ich nur Händler, die eine Mindestabnahmemenge von 30 KW haben ...

    Ebenso hab ich mir den neuen SMA Sunny Boy 4000-TL-20 angesehen, der wegen BluTooth interessant ist, ich nehme an, ich kann dadurch einfach die aktuellen Ertragszahlen auslesen und darstellen, das Manual war dahingehend aber informationsarm. Jedenfalls hat der Wechselrichter Anschlüsse für 4 Strings, ist aber nur als "ausverkauft" zu finden ... lol

    Das ist momentan mein aktueller Stand, ich seh mich weiter um
    In den vergangenen Monaten hab ich bisher leider keine Informationen finden können, die mir tatsächlich weiterhelfen. (vorallem, was Preise usw betrifft, oder welche Panels halt genau infrage kommen würden. da gibt's ja viele, die sich nur um 5 Watt unterscheiden, z.B. Sanyo HIP-220, 225, 230. Da frag ich mich noch immer, was das soll )
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  5. #4
    Themenstarter

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    mist, kann den oberen Beitrag nicht mehr editieren ...
    den letzten Teil schreib ich also nochmal:

    Das ist momentan mein aktueller Stand, ich seh mich weiter um
    In den vergangenen Monaten hab ich bisher leider keine Informationen finden können, die mir tatsächlich weiterhelfen.
    vorallem, was Preise usw betrifft, oder welche Panels halt genau infrage kommen würden.
    da gibt's ja viele, die sich nur um 5 Watt unterscheiden, z.B. Sanyo HIP-220, 225, 230. Da frag ich mich noch immer, was das soll
    Oder anderes Beispiel:
    Kyocera KD210GH-2P: gefundener Preis: 649 EUR
    Kyocera KD205GH-2P: gefundener Preis: 1079 EUR
    angeblicher Wirkungsgrad 16% (kommt der hin? ich hab bisher mit 13% gerechnet)
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  6. #5

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    Zitat Zitat von NikWing Beitrag anzeigen
    Hi Ralf

    danke für die ganzen Antworten!
    Ich hab mich auch inzwischen weiter umgesehen, was das technische betrifft.
    Elektriker wäre nicht unbedingt das Problem, mein Vater is dahingehend eine Fachkraft.
    Du brauchst aber jemanden der den Zählerantrag etc. unterschreiben darf.

    Derjenige sollte auch Ahnung von PV haben, denn eine ordentliche Planung ist entscheidend ob die Anlage später auch die prognostizierten Erträge einfährt. Immerhin sollte so eine Anlage unter allen Bedingungen (Winter, Sommer, Wärme, Kälte) den bestmöglichen Ertrag liefern und nicht nur zu den optimalen Zeiten.

    Zitat Zitat von NikWing Beitrag anzeigen
    Ich hatte erst mit Dünnschicht-Panels geplant, da diese auch gut mit flach einfallendem Licht zurechtkommen sollen. Das wird sich bei der momentanen Fläche aber nicht richtig lohnen.
    Mit verschiedenen Rechnern komme ich auf etwa 2680 KWh/a bei kristallinen Zellen. (25 m² Fläche, Flachdach 15° Neigung, Ausrichtung West-Südwest bzw gäbe es nochmal so ein Dach auf der anderen Seite)
    Dünnschicht sind kostengünstig, liefern aber weniger Leistung als beispielsweise monokristalline Zellen. Achtung, nicht alle Montagesysteme sind für Dünnschicht geeignet, das relativiert den Preisvorteil ei nwenig.
    Das mit dem flach einfallenden Licht bzw. diffusem Licht ist so eine Sache, die ständig für Diskussionen sorgt.
    Ich sag´s mal so, selbst wenn diese Module unter den genannten Bedingungen etwas Mehrertrag liefern sollten, so macht sich dies über den Jahresverlauf kaum bemerkbar, wenn zu den solar-starken Zeiten ein nachgewiesener Minderertrag berücksichtigt werden muss.

    Zitat Zitat von NikWing Beitrag anzeigen
    Hast Du einen Link parat, unter dem man eine Auswahl an Panels findet und deren aktuelle Preise sieht? Ebenso fand ich nur Händler, die eine Mindestabnahmemenge von 30 KW haben ...
    Nein, so einen link habe ich nicht. Das mit den 30kW ist logisch, denn bei Kleinmengen gibt es halt nicht die Super-Sonderpreise.

    Zitat Zitat von NikWing Beitrag anzeigen
    Ebenso hab ich mir den neuen SMA Sunny Boy 4000-TL-20 angesehen, der wegen BluTooth interessant ist, ich nehme an, ich kann dadurch einfach die aktuellen Ertragszahlen auslesen und darstellen, das Manual war dahingehend aber informationsarm. Jedenfalls hat der Wechselrichter Anschlüsse für 4 Strings, ist aber nur als "ausverkauft" zu finden ... lol
    Der hat zwar 4 Anschlüsse, aber auch nur 2 Tracker. d.h. je 2 strings hängen parallel. Bei einer Kleinanlage braucht man aber die 4 Anschlüsse normalerweise nicht.

    Zitat Zitat von NikWing Beitrag anzeigen
    Das ist momentan mein aktueller Stand, ich seh mich weiter um
    In den vergangenen Monaten hab ich bisher leider keine Informationen finden können, die mir tatsächlich weiterhelfen. (vorallem, was Preise usw betrifft, oder welche Panels halt genau infrage kommen würden. da gibt's ja viele, die sich nur um 5 Watt unterscheiden, z.B. Sanyo HIP-220, 225, 230. Da frag ich mich noch immer, was das soll )
    Die Preise ergeben sich aus mehreren Faktoren. Ein Händler der beispielsweise das Modell x in Mengen kauft, wird dafür auch bessere Preise machen können. Dann kann es schon mal sein, dass leistungsstärkere Module manchmal billiger sind als leistungsschwächere.

    Zu den von Dir genannten Herstellern kann ich nicht viel sagen. Kenne ich zwar vom Namen her, habe ich aber noch nicht näher untersucht.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Zitat Zitat von NikWing Beitrag anzeigen
    da gibt's ja viele, die sich nur um 5 Watt unterscheiden, z.B. Sanyo HIP-220, 225, 230. Da frag ich mich noch immer, was das soll
    Hängt von der aktuellen Waferqualität ab, die Module werden gebaut und dann wird mittels Flasher die Leistung gemessen.
    Danach werden sie sortiert.

    Wer sich das alles selber zusammensuchen/aufbauen will sollte die Photon lesen, da gibt's dann Tests oder Listen mit KW/€ undsoweiter......

    Ertrag hängt ab von Aufbau, Modulart, Ausrichtung, Neigung, Lokale Sonneneinstrahlung(In D irgendwas zwischen 800-1100 KWh pro inst. KWp(kristalline Zellen)).

    Eigenverbrauch geplant? Warum dann einphasige SMA WR?

    Grüsse
    Jonny
    (PS also wir lassen uns die Anlagen vom Hersteller planen und konfektionieren und sind immer sehr gut damit gefahren.)
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