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Schalungsstopfen undicht

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  1. #1

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    Schalungsstopfen undicht

    Hallo Zusammen,

    Bei meinem 11 Jahre alten Einfamilienhaus habe ich nach starkem anhaltendem Regen an zwei Stellen Undichtigkeiten entdeckt. Der Keller ist aus WU-Beton hergestellt. Die Bodenplatte ist immer unter dem Grundwasserspiegel. Anscheinend sind nun die Schalungsstopfen der Hohlrohre (Schalungsabstandshalter) undicht. Bei normalem Grundwasserspiegel dürften (bin mir nicht ganz sicher) die Stopfen über dem Grundwasserspiegel sein.

    Wie dichtet man sowas ab?
    Wer kann so was machen (Bauunternehmen, Firma zur Kellertrockenlegung, etc.)?
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  2. Schalungsstopfen undicht

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    zuerst nen Flup (innenstopfen) rein
    und dann erst kommt der Mauerstärkenstöpsel rein ... dann klappts auch mit der Dichtigkeit vorgesetzt es ist noch die richtige Mauerstärke verwendet worden.
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Vor elf jahren (teilw. heute noch) werden kunststoffmauerstärken eingebaut. Das problem ist meistens das die undichtigkeit nicht im Rohr ist sondern außen ist.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Danke für Eure Beiträge!

    Aber woher weiß ich, welche Mauerstärken verwendet wurden und welche Stopfen nun die richtigen sind?

    Werden die Stopfen auf der Innen- und Aussenseite eingebaut und dichten beide gleich gut? Sanierung ist ja ohne großen Aufwand nur von Innen möglich.

    Ich denke, dass die Undichtigkeit auf der Innenseite der Mauerstärke liegt, da man eine ca. 21 mm große Kreisrunde Öffnung erahnen kann. Auf diesem Kreis liegt auch die Stelle, an der das Wasser austritt.

    Was meint ihr darüber?
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  6. #5

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    Es gibt einen ganzen Zoo von Ausführungen. Anhand eines Fotos der Schalung inkl. Spannrohr vor Ausgießen oder besser noch so eines Dings vor Einbau sollte man es identifizieren können. Wenn nicht vorhanden, helfen vielleicht auch Fotos in eingebautem Zustand.

    21 mm klingt natürlich stark nach Innendurchmesser des Spannrohrs. Aber auch dann liegt es vielleicht nur bedingt am Stopfen. Die meisten Plastikkonstruktionen bestehen aus einem Rohr und zwei aufgesetzten Koni. Der Stopfen hat meistens drei Rippen, von denen eine im Rohr, eine im Konus und eine irgendwo dazwischen ist. Das Wasser kann also durch's Rohr oder außen rum ums Rohr (Umläufigkeit) und dann durch den Spalt zwischen Rohr und Konus kommen.

    Wenn es durch's Rohr kommt, ist mit Josephs Innenstopfen schon viel geholfen. Wichtig wär vielleicht noch, das Rohr vorher mit einer Flaschenreinigerbürste sauberzumachen, zumindest bei meinem Keller ist noch jede Menge Zementleim innen im Rohr.

    Wenn es um's Rohr läuft und durch den Spalt zwischen Rohr und innerem Konus reinkommt, braucht es einen neuen Stopfen und vielleicht geeigneten Kleber. Dann ist aber die Gefahr, daß es dann einfach um den inneren Konus außen rumläuft (insbesondere bei normalen, d.h. nicht-WU, Mauerstopfen zu erwarten). Abhilfe sollte dann Verpressen bringen oder Abspachteln mit einer Dichtschlämme, die für inversen Wasserdruck geeignet ist.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Habe jetzt ein Unternehmen für Bautenschutz eingeschaltet. Deren Lösung ist das verpressen auf einer Fläche von 1,5 m² um die undichte Stelle. Das ganze wird dadurch nicht ganz billig.

    Vielleicht sollte doch erst mal der Stopfen ausgetauscht werden. Aber ich weis nicht, wie ich das angehen soll.
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  8. #7
    Avatar von sk8goat
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    Die von Josef genannte Methode is natürlilch fachlich so ziemlich das beste was man machen kann. Aber 1. ist die nur geeignet für Faserzementrohre und 2. wird der Quellmörtel von außen eingespritzt, was bei dir nicht mehr möglich sein dürfte, da außen wahrscheinlich schon verfüllt ist.

    Ich hatte mal ein ganz ähnliches Problem.
    Das Problem ist wenn man nur noch von innen rankommt, dass man auch mit viel Übung den Quellmörtel nur schlecht von innen nach außen bekkommt und dann noch den Gummi-Innenstopfen dahinter zu bekommen ist praktisch unmöglich.
    Wir haben es dann so gelöst:
    1 Dose Brunnenschaum für Pistole auf Pistole mit langen Rüssel.
    Reihenfolge:
    1. Mauerstärke mit Bürste reinigen und anfeuchten
    2. Einen kleinen Spritzer Brunnenschaum in die äußersten 5 cm des Rohrs
    3. Gummi-Rillenstopfen bis 10cm einschlagen
    4. wieder Brunnenchaum in die Mitte des Rohrs
    5. wieder einen Gummi-Rillenstopfen bis 10cm an die Innenseite einschlagen
    6. wieder Brunnenschaum in das inners Ende des Rohrs
    7. Innenkappe drauf

    Das würde ich erst mal machen.
    Falls es nicht dauerhaft dicht sein sollte, dann liegt es wie von Yilmaz vermutet an der Außenseite des Rohrs und dann kann man immernoch verpressen.

    Am besten du pulst mal bei einer Mauerstärke die Innenkappe weg und stelltst dann hier Fotos ein, dann können wir mal Fotoraten machen welche Stopfen dafür passen.
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  10. #8

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    Ich würde es erstmal mit der Variante “Josef” versuchen.
    Sollte sich dann wirklich herausstellen das die Undichtigkeit außerhalb des Rohres ist kann man das Rohr ausbohren (ca. 2/3 der Wandstärke), einen Injektionspacker in der Bohrung verspannen und den Hohlraum mit PU-Schaum (kein Bauschaum) und mehrmals mit PU-Harz verpressen.
    So spart man sich die halbe Wand zu durchlöchern.#
    Fragen Sie mal Ihren HBS Betrieb nach dieser Variante.


    Grüße aus Schönebeck
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  11. #9
    Avatar von sk8goat
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    Nochmals: Die Methode 'Josef' funktioniert nur von Außen und nur wenn Außen noch nicht angefüllt ist und nur bei Faserzementrohren.

    Ich vermute aber Kunststoffrohre. Wer so dusselig ist und bei einer Weißen Wanne das fachgerechte Verschließen der Mauerstärken vergisst, der nimmt wohl auch KS-Mauerstärken.
    Wer so umsichtig ist und für eine Weiße Wanne Mauerstärken aus faserzement nimmt, der ist normalerweise auch so umsichtig und denkt ans verschließen dieser.
    Daher meine Vermutung.

    Eigentlich müsste man den Bauunternehmer der WW in Haftung nehmen und zur Nachbesserung auffordern.
    Ich persönlich hätte da allerdings meine Zweifel ob derjenige der es vorher verbockt hat dann hinterher alles richtig machen soll.(kann)
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