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  1. #1

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    Pauschalierung - wie macht`s ihr?

    Archi schlägt pauschalierten Preis vor, Rohbauer ist einverstanden, gibt jedoch keinen Nachlass deswegen.

    Was ist nun besser? Pauschalierten Preis vereinbaren oder Preis nach Aufmaß?

    Ich fang mal mit einem Argument an:

    Beim pauschalierten Preis erlebe ich später keine unangenehme Überraschung.

    Erfahrungen? Argumente?

    Danke!

    Walter
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  2. Pauschalierung - wie macht`s ihr?

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  3. #2
    Baufuchs
    Gast

    Warum

    sollte der BU wegen Pauschalpreis einen Nachlass geben?

    Dafür, dass er nun das Mengenrisiko trägt?

    Grundsätzlich:
    Wenn der Architekt die auszuführenden Leistungen exakt beschrieben hat und diese Beschreibung Vertragsgrundlage wird, spricht aus Sicht des Bauherren eigentlich nichts gegen einen Pauschalpreis.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Danke Baufuchs!

    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen
    Warum sollte der BU wegen Pauschalpreis einen Nachlass geben?

    Dafür, dass er nun das Mengenrisiko trägt?
    Das klingt logisch! Unsere Archi meinte, bei der Pauschalierung würde der Handwerker das ihm lästige Messen/Rechnen/Schreiben sparen - so ähnlich drückte sie sich aus.


    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen

    Grundsätzlich:
    Wenn der Architekt die auszuführenden Leistungen exakt beschrieben hat und diese Beschreibung Vertragsgrundlage wird, spricht aus Sicht des Bauherren eigentlich nichts gegen einen Pauschalpreis.
    Denn dass unser Archi sehr genau beschrieben hat, weiß sie selber und ich auch (von anderen Handwerkern, mit denen sie früher zusammengearbeitet hatte).

    Nochmals dankeschön!
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  5. #4
    Baufuchs
    Gast
    Unsere Archi meinte, bei der Pauschalierung würde der Handwerker das ihm lästige Messen/Rechnen/Schreiben sparen - so ähnlich drückte sie sich aus.
    Na ja, dann zieh dem/der Archi mal was ab, denn der/die muss beim Pauschalvertrag kein Aufmaß prüfen.
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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    Alle bisherigen Argumente sind richtig. Weitere:
    • Pauschalieren schafft (meist) Sicherheit
    • Pauschalieren heisst immer: einer verliert, einer gewinnt! Mal mehr, mal weniger!
    • Pauschalieren mindert Aufwand der Abrechnung, beim BU und beim Architekten
    • der Gesetzgeber sieht deshalb aber keine Minderung beim Honorar vor
    • der Gesetzgeber sieht aber auch kein Mehrhonorar vor, wenn der BU seine Abrechnung "hinrotzt"
    • mit Pauschalen kann man so lange einvernehmlich abrechnen, bis es eine Änderung gibt, die der BU als eingreifend einschätzt.
    • Wenn das dann doch auftritt (im EFH-Bau bei guter Leistung des Architekten eher selten) dann hat man sich mit der Pauschalierung aber einer nachvollziehbaren Abrechnungsbasis beraubt.
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  7. #6

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    Kommt auch drauf an, wie der Kollege die Massen ansetzt. Ich setze im LV (fast) immer nach oben mit im Mittel 5 % aufgerundete Massen an. Also nicht 28,43 m², sondern 30. Da hätte ich dann schon gern 2 - 3 % Nachlaß. Der Rest ist als Risikozuschlag vielleicht nicht mehr zu holen.
    Der BU sollte die Massen aber selber nachrechnen, denn sonst kann er, wenn der Architekt einen Fehler gemacht hat (irren ist menschlich ) Nachschlag holen.
    Dann aber entfällt die "Ersparnis" der nicht erfolgten Massenberechnung.
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  8. #7
    Avatar von Lukas
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Ich setze im LV (fast) immer nach oben mit im Mittel 5 % aufgerundete Massen an. Also nicht 28,43 m², sondern 30. Da hätte ich dann schon gern 2 - 3 % Nachlaß.
    Warum auch einfach, wenns umständlich geht.

    Gruß Lukas
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  9. #8
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    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich:
    Wenn der Architekt die auszuführenden Leistungen exakt beschrieben hat und diese Beschreibung Vertragsgrundlage wird, spricht aus Sicht des Bauherren eigentlich nichts gegen einen Pauschalpreis.
    dann spricht aber auch nichts gegen den einheitspreisvertrag.
    im gegenteil! wenn dann auch noch exakt kontrolliert wird und auch minderleistungen festgehalten werden, kann es eigentlich nur positiv für den bauherren ausgehen (ist zumindest meine erfahrung).
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  10. #9
    Avatar von Hansal
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    Wenn Dein Archi seine Arbeit ordentlich gemacht hat, gibt es keinen Grund für Dich zu pauschalieren.

    Du bezahlst nur was Du bekommst. Ist die Ausschreibung oder die Mengenermittlung mangelhaft nimmst Du den Archi in die Haftung.

    Grüße
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  11. #10

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    Ist die Ausschreibung oder die Mengenermittlung mangelhaft nimmst Du den Archi in die Haftung.
    Wie darf man das verstehen????

    Werden z.B. 35 m³ ermittelt, es werden aber 37 m³ verbaut soll der A. die Differenz zahlen????

    Thomas
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  12. #11
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    sowiesokosten.

    da wird der hansal wohl auf granit beißen.
    aber vielleicht ein guter ansatz. wir bekommen dann hoffentlich auch 2m² vergütet, wenn weniger verbaut wird.. >g<
    so wird man reich...
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  13. #12
    Avatar von Hansal
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    Zitat Zitat von Ingo Nielson Beitrag anzeigen
    sowiesokosten.

    da wird der hansal wohl auf granit beißen.
    aber vielleicht ein guter ansatz. wir bekommen dann hoffentlich auch 2m² vergütet, wenn weniger verbaut wird.. >g<
    so wird man reich...
    Wer spricht denn von Ungenauigkeiten. Diese heben sich im grßen und ganzen gegeneinander auf.
    Wenn dem Bauherrn grobe Fehler ein Schaden entsteht,
    sieht es anders aus.
    Oder wie sieht es denn aus, wenn Preise nicht mehr im Wettbewerb eingeholt werden können? Richtig sowieso aber in der Regel als Nachtrag teurer als im Wettbewerb.

    Grüße
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Hansal Beitrag anzeigen
    Oder wie sieht es denn aus, wenn Preise nicht mehr im Wettbewerb eingeholt werden können? Richtig sowieso aber in der Regel als Nachtrag teurer als im Wettbewerb.
    Na, dann sag uns mal, wie denn der Schaden rechtssicher ermittelt werden soll.
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  16. #14
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    Wieso muss ich dann blos 90% der Neubauten pauschal abwickeln ?

    Pläne zur Massenüberprüfung vor Vertragsabschluss und so lange es keine Änderungen gibt gilt der vereinbarte Preis und mich interessiert nicht die Bohne ob ich da tatsächlich 5 m Rohr mehr oder weniger brauche.

    Mich interessiert auch nicht ob ein Heizkörper während der Bauausführung 50 cm rechts oder links verschoben wird ...

    Schlussendlich ists auch uninteressant ob an der Schlussrechnung 250 Euro mehr oder weniger rauskommt wenn ich den Zeitaufwand des Aufmaßes und der Rechnungserstellung dagegen stelle, denn der Zeitaufwand kostet mich regelmäßig deutlich mehr als was sich an der Rechnungssumme ändert.

    Gibts größere Änderungen - warum auch immer - dann gibts eben nen Nachtrag ... so what ?

    Ich kann da ganz gut mit leben.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  17. #15
    Avatar von Hansal
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Na, dann sag uns mal, wie denn der Schaden rechtssicher ermittelt werden soll.
    Ist schwer ich weiß.
    OK

    Aber warum Pauschalieren.
    Das aus meiner Sicht nur eine Erleichterung für den Architekten.
    In der Regel werden die Mengen doch um 3-5% nach oben gerundet.
    Mach ich jedenfalls so.
    Was soll denn nun teurer werden?

    Grüße
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