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Expertenmeinung zu Betonzerkleinerung

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  1. #1

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    Frage Expertenmeinung zu Betonzerkleinerung

    Hallo,

    ich habe mich in diesem Forum registriert weil ich unbedingt Meinungen von Fachleuten über Beton brauche.

    Ich studiere Maschinenbau und stehe vor einer Projektarbeit. Wir dürfen hierfür sogar selber Themen vorschlagen. Nun ich kam dabei auf folgende Idee, und wollt von euch wissen, ob das klappen könnte:

    Im Haus neben an wird bei mir gerade saniert. Dabei werden mit elektro-pneumatischen Abriss- und Meißelhämmern Betonwände, Mauerwerk und Betonbruchstücke zerkleinert. Früh um 7 ist das echt der beste Wecker dens gibt

    Ein Elektro-pneumatischer Abrisshammer arbeitet mit ca. 20-35Hz Schlagfrequenz, die Einzelschlagenergie liegt bei ca. 20 Joule. Das macht einen heiden Krach.

    Ortswechsel:
    Als ich mal beim Friseur war, verwendete meine Friseurin eine Haarschneidemaschine die ungewöhnlich leise war. Es stellte sich heraus, dass es eine Haarschneidemaschine war, die mit dem Schwinganker-Prinzip arbeite. Ein elektro-magnetischer Antrieb, der mit der Netzfrequenz von 50Hz mechanische Schwingungen erzeugt.
    So arbeiten auch die neuen Zahnbürsten: Sonic-Care von braun. Schwinganker-Antrieb allerdings mit bis zu 400Hz. Diese Dinger sind leiser als normale mechanische Zahnbürsten und auch noch effektiver.

    Zurück zum Abrisshammer:
    Was wäre, wenn ich solch einen Schwinganker-Motor in einen Abrisshammer hängen würde. Also nicht dieses kleine Dinger aus der Zahnbürste mit 6V. Nein...so einen richtigen Hammer-Motor. Mit Frequenzumrichter auf 100-400Hz einer Stromstärke von 10A und 230V.

    Man könnte rein theoretisch eine Schlagenergie pro Minute jenseits von gut und böse erzeugen.

    Aber was sagt da der Beton dazu? Lächelt der nur müde bei ganz kleinen Amplituden und hohen Frequenzen, oder würde der Hochfrequenz-Abrisshammer die Betonbrocken zerbröseln, wie ein ein Ultraschallzertrümmer die Nierensteine? Geht die Rechnung auf: kleine Erregeramplituden erzeugen kleine Eigenschwingungen des Betonteiles, welche weniger Schallenergie emittieren?

    viele Grüße,
    Eric2006
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  2. Expertenmeinung zu Betonzerkleinerung

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Eric2006 Beitrag anzeigen
    Man könnte rein theoretisch eine Schlagenergie pro Minute jenseits von gut und böse erzeugen.
    Blöde Gegenfrage: Welcher Mitteleuropäer soll dieses Ding dauerhaft in den Händen halten können? Hast Du schonmal mit einem pneumatischen Hammer gearbeitet und den Rückstoß erlebt? Wann da 3,5 Joule in den Beton krachen muss man dem schon sehr ordentlich was entgegen setzen

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  4. #3
    Themenstarter

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    Man könnte über einen Massenausgleich und Tilgern in den Griffelementen die Schwingungsübertragung in die Arme reduzieren. Zudem reden wir hier von sehr kleinen Amplituden von vllt. 2mm. So eine hohe Frequenz sollten sich eher wie ein Krippeln oder Brummen anfühlen.
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  5. #4
    Avatar von Anfauglir
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    Du kriegst nicht mehr Schlagkraft in den Beton, als hinten gegengehalten wird.

    Bei höherer Frequenz wirkt sich die Trägheit der Maschine stärker aus, da gibt es sicher einen Punkt, wo das von positiv zu negativ wechselt, ich könnte mir vorstellen, dass das schon optimiert ist.

    Wenn zu viel Energie in der Maschine umgesetzt wird, weil der Meissel nicht mehr hinterherkommt, riecht es komisch und der Anwohner kann wieder ruhig schlafen.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von githero Beitrag anzeigen
    Blöde Gegenfrage: Welcher Mitteleuropäer soll dieses Ding dauerhaft in den Händen halten können?
    Ich dachte er möchte das Teil an einen Bagger hängen.......

    Mein erster Gedanke war, wie kriegt man die (notwendige) Masse des Schwingankers mit 100Hz und mehr angeregt, so dass auch noch eine adäquate Auslenkung vorhanden ist. Welche Energie ist dafür wohl notwendig? Und wie überträgt man diese Energie möglichst effizient auf das Bauwerk?

    Durch die Schallleitung im Beton befürchte ich, dass sich das Gebäude unkontrolliert zerlegt. Das wäre für ein Abrissunternehmen wohl der Supergau (dann könnte man gleich sprengen).

    Der zweite Gedanken war, in der Praxis hat man es ja mit Stahlbeton zu tun, wie verhält sich die Stahlarmierung?

    Gruß
    Ralf
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