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  1. #1

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    Handelt es sich hierbei um Asbest?

    Hallo,

    Ich saniere gerade einen unserer Kellerräume und bin dabei auf etwas für mich sehr beunruhigendes gestoßen. Beim abklopfen des Putzes von einer Bruchstein Außenwand (komplett im Erdreich) fand ich oberhalb der untersten Steinschicht (knapp über dem Fußboden) eine durchgehende Schicht von schwarzen Platten. Die Platten lagen also zwischen der ersten und der zweiten Steinschicht. Wahrscheinlich aus Dichtungszwecken. Da ich bisher noch nie was mit "Asbest" am Hut hatte frage ich mich nun ob es sich dabei evtl um diesen Baustoff handeln könnte? Die Platten sind ca. 2mm dick und sehr dunkel schwarz. Die Bruchstellen glänzen fast schon schwarz. Sie sind relativ weich und lassen sich mit der Hand gut brechen. Habe mal versucht ein paar Bilder zu schießen von abgebrochenen Stücken

    http://www.die-gracher.de/bilder/CIMG0122.JPG
    http://www.die-gracher.de/bilder/CIMG0123.JPG
    http://www.die-gracher.de/bilder/CIMG0126.JPG

    Das Gebäude wurde um 1960 erbaut. Allerdings war der Keller damals schon vorhanden. Es war eine alte Schmiede auf deren Grundriss dann das jetzige Gebäude errichtet wurde. Der Keller wurde also schon vor 1960 gebaut (Zahlen kann ich aber keine nennen)

    Aber ich hoffe, dass ich da jetzt etwas zu übervorsichtig war.

    Grüße
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  2. Handelt es sich hierbei um Asbest?

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  3. #2

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    Das ist ordinäre Dachpappe, nix Asbest
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  4. #3
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    Dachpappe im Mauerwerk eines Kellers? Wozu das? Naja, wenn es so ist, soll mir das nur mehr als recht sein...
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  5. #4

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    Das ist nicht ungewöhnlich, sondern soll verhindern, dass Feuchtigkeit vom Fundament oder der Bodenplatte in der Mauer kapillar "hochsteigt" und wird bei gemauertem Keller im Wesentlichen heute auch noch so gemacht.
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  6. #5

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    Ungewöhnlich ist hingegen, auf derart großen Fotos die interssanten Details so klein und unscharf abzubilden...

    Ich hoffe, Du studierst keine technische Fachrichtung und empfehle, zukünftig nicht mehr mit dem Fotoapparat zu telefonieren (oder wars grad umgekehrt?)!
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  7. #6

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    Zur Vervollständigung auch von mir noch die Bestätigung, dass dies auf deinen Bildern kein Asbest (Grundfarbe ist ein (helles) grau und die Fasern sind einfach zu erkennen) ist.

    Und wie Bauwahn schon erklärt hat ist es gängige Praxis. Man spricht hier von Mauersperrbahn G200 DD, die es in bereits zugeschnitten Breiten bis 50 cm gibt. Diese wird in der Regel nach der ersten Lage Ziegel eingelegt um - wieder Bauwahn zu zitieren - mögliche Feuchtigkeit am Aufsteigen im Mauerwerk zu hindern.
    Will man es profihaft machen legt man sogar eine Lage unter die erste Lage Ziegel - wäre ja ärgerlich, wenn die Feuchtigkeit überhaupt ins Mauerwerk eindringt.
    Aber Achtung die MSB nie einfach lose zwischen die Ziegel legen, da der hohe statische Druck des darüberliegenden Mauerwerks wie eine Stanze wirken kann und deine MSB dadurch regelrecht an den innenliegenden Kanten ausgestanzt werden kann und somit die Wirkung dahin ist.
    Das MUSS daher ist Bodenplatte --> MSB --> Mörtel --> Ziegel --> Mörtel --> MSB --> Mörtel --> Ziegel.

    Es ist teurer ... aber es beruhigt ungemein !
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Chriskonzept Beitrag anzeigen
    Das MUSS daher ist Bodenplatte --> MSB --> Mörtel --> Ziegel --> Mörtel --> MSB --> Mörtel --> Ziegel.
    Mich beschäftigt die Frage ob die erste MSB trocken auf der Bodenplatte liegt, ist das korrekt?
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8

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    Zitat Zitat von divisi Beitrag anzeigen
    Mich beschäftigt die Frage ob die erste MSB trocken auf der Bodenplatte liegt, ist das korrekt?
    Hallo divisi,

    so sollte das sein. Die Vorstellung Bodenplatte --> Mörtel --> MSB --> Mörtel --> Mauerwerksziegel ... scheint mir hier absurd, wobei dies in der Praxis sicherlich auch Anwendung findet. Sowohl Bodenplatte als auch MSB sind aber so grifft, dass sich diese selbst (miteinander) "verkrallen".
    Weiterführende Infos dazu gibt es auch unter dem Begriff "Schwarze Wanne".

    Es kann aber hier auch nicht verkehrt sein, wenn man sich Rat vom Architekten oder anderen Sachverständigen einholt.

    Der Vollständigkeit halber sei hier aber noch erwähnt, dass nach der ersten Lage Mauerwerksziegel die Reihenfolge Mörtel, dann die MSB, dann wieder Mörtel und dann die zweite Lage Mauerwerksziegel eingehalten werden sollte/muss.

    MfG
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  11. #9

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    Danke Dir für die Antwort. Worüber ich etwas "stolperte" waren mögliche vertikal auftretende Kräfte, somit hätte ich nicht angenommen man würde eine MSB trocken auflegen können.

    Nach der Detailausführung habe ich vor meinem Posting im Netz gesucht, aber leider keine genauen Angaben oder eine schlüssige Zeichnung/Skizze dazu gefunden.
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