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EG-Decke, Dicke

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  1. #1

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    EG-Decke, Dicke

    Hallo liebe Bauexperten, folgende Frage:

    Eine EG-Decke für ein ganz einfaches Einfamilienhaus der Dicke von 16 cm ist ausreichend oder ist sie so im Katalog/Vertrag von vornherein zu klein dimensioniert, so dass die meisten Leute werden nachzahlen müssen?

    Spielt hierbei der Schornstein für einen Kamin irgendeine Rolle?

    Was dürfte es mehr kosten, wenn man statt 16 cm eine 20 cm dicke Platte eingebaut bekommt? Ab wie viel (z.B. Euro pro qm) wäre der Mehrpreis definitiv zu viel. Wie gesagt im Vertrag stehen 16 cm drin.


    Beste Grüße
    Leany
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  2. EG-Decke, Dicke

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  3. #2
    Gast
    Gast
    wenn die Decke statisch so gerechnet wurde warum soll da eine stärkere rein??
    ob 16 oder 20 cm ist nicht ausschlaggebend.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Werner Haan Beitrag anzeigen
    wenn die Decke statisch so gerechnet wurde warum soll da eine stärkere rein??
    ob 16 oder 20 cm ist nicht ausschlaggebend.
    Lieber Herr Haan, die Sache ist die, im Vertrag ist eine Decke von nur 16 cm Dicke vorgesehen, eingebaut werden soll eine mit 20 cm. Es wird bei dem BU bestimmt schon wieder auf einen Nachtrag hinauslaufen. Ich will nur wissen, warum und was ist übliche Dicke. Wie viel uns das mehr im Normalfall kosten sollte, interessiert uns aber auch.

    Danke für Ihre antworten bisher.

    MfG
    Leany
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  5. #4
    Gast
    Gast
    dann würde ich mal den BU fragen warum er eine stärkere einbauen will,
    es gibt keine Notwendigkeit mehr zu machen wie in der Statik vorgesehen.
    wenn er die 20 cm machen möchte bitte dann auf seine Kosten.
    die Stärke der Decken hängt doch von den statischen Gegebenheiten ab, das ermittelt halt ein Statiker oder Tragwerksplaner.
    vorher abklären!!!!!
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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    Nö, die Statik ist da direkt nicht immer der entscheidende Faktor.

    Man muss auch den ganzen Krempel in die Decken reinbekommen und dann noch Beton um die Bewehrung...

    -> kommt drauf an.
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  7. #6
    Wieland
    Gast
    Die Frage, was es mehr Kosten dürfte kann nicht pauschal beantwortet werden.

    4 cm Mehrstärke der Decke macht 40 l / m² entspricht ca. 1KN mehr Last / m²

    Davon abgesehen daß hier bei 100 m² - 4m³ Beton und Mehrarbeit anfallen wirkt
    sich mehr Last auch auf die darunter liegenden Bauteile u.deren Bemessung aus.

    Bezüglich des Nachtrag kommt es darauf an welche Unterlagen Kalkulationgrundlage
    des Unternehmer waren, und welcher Vertrag zu Grunde liegt.

    Welche Deckenstärke schreibt Ihr Staiker/ Prüfstatiker denn vor ?
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  8. #7

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    1) Es gibt nicht die Deckendicke!!! Jede Decke wird individuell für das jeweilige Projekt bemessen!

    2) Wäre zu klären, WARUM die Decke dicker werden soll/muss. Möglichekiten hats dafür viele.

    3) Wenn sich sonst nichts ändert, also nur die Decke dicker wird, können Sie von 5 - 6 € / m² Mehrkosten ausgehen.
    Das heisst aber nicht, dass Sie nicht mehr bezahlen müssen. Denn GÜ/BT-Preise sind *Vogel-friss-oder-stirb-Preise. Solange Sie also nicht jenseits der Wuchergrenze liegen, ists egal, wieviel der BU zahlt. Es zählt nur der Ihnen genannte Preis.

    4) Es kann aber auch sein, dass die Deckendickenerhöhung mit ein paar Hundert € die deutlich günstigere Lösung ist gegenüber ein paar Tausend € bei gleichbleibender Dicke und massiver Erhöhung des Stahlanteils.
    Siehe -> 2)

    MfG
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  9. #8

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    Die Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit (bei Decken ist das Hauptkriterium die Durchbiegung) sind seit ein paar Jahren deutlich verschärft worden. So können schonmal Deckendicken von 24 cm rauskommen, wo nach der alten DIN 1045 noch 18-20 gereicht hätten. Wenn rissanfällige Bauteile (z.B. Mauerwerk) auf der Decke stehen, ist unter Berücksichtigung von Gesamtlast, Kriechen und Schwinden eine maximale Durchbiegung von l/500 im Zustand II (gerissene Zugzone) zulässig - da ist man ganz schnell. Ich behaupte mal, dass heute Deckendicken von 16 cm bei keinem durchschnittlichen EFH mehr zulässig sind, wenn die Gebrauchstauglichkeit nachgewiesen wird.
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  10. #9
    Baufuchs
    Gast
    Wäre zu klären, WARUM die Decke dicker werden soll/muss. Möglichekiten hats dafür viele
    Das ist doch das entscheidende für die Frage "wer zahlt".

    Gibt es keine vom Bauherren veranlasste Änderungen am Grundriss etc., dann ist die Mehrstärke/die Mehrkosten ein Problem des "Kataloghausanbieters".
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  11. #10

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    Es ist ja auch auffällig, das auch die Bodenplatte dicker werden soll
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=45568
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  12. #11

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    ..ich kann mich noch ganz vage an die Zeiten erinnern, als 16cm starke Deckenplatten gemacht wurden...war irgendwann am Anfang meiner "aktiven" Laufbahn, aber auch schon damals nicht mehr State-of-the-Art. Der andere Thread fabuliert auch von einer 16 cm starlen Bopla, was aus meiner Erfahrung völlig absurd ist. "Meine" Decken sind in der Regel 18 - 20 cm (je nach Erfordernis), wenn es die Statikl verlangt natürlich auch mal etwas mehr, eine Bopla dünner als 25 cm habe ich bis dato noch nie geplant (bauen lassen). Rechnet man in HH anders als in BY????

    Thomas
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  13. #12

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    25 cm = Biegesteife BoPla
    16 cm = Konstruktiv bewehrte Platte mit tragenden Fundamenten unter allen Wänden.
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  14. #13

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    20 cm = elastisch gebettete Platte
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  16. #14
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    Mal zur Erläuterung:

    Bei Bodenplatten kommen wesentlich 3 Themen:
    - die deutlich höhere Betondeckung gegenüber früher (Korrosionsschutz)
    - die höherwertige Nutzung der UG Räume, mit Abdichtung, Estrich
    - die immer schlechteren Bodenverhältnisse der Neubaugebiete

    Bei Decken
    - Statik ist ja irgendwie alles machbar, warum abgestimmte Grundrisse, Wände übereinander
    - immer mehr Leitungen und Aussparungen in den Decken
    Lüftung mit Ortbeton ab 20cm, FT ab 22cm, aber bei den Deckendicken klemmts schon an manchen Stellen.
    - Deckeneinbauleuchten, Dunstabzugshauben, Abluftkanäle ... Loch oder mind. 5cm drüber -> min d= 20cm
    - Abwasserleitungen in den Decken

    - ah und das beliebte Absenken bei Terrassenflächen -> man mache die Decke prinzipiell dicker, damit ma diese irgendwo 4 cm absenken kannn .......
    Schwellen an den Terrassentüren vermeiden

    - Durchbiegung??? Im EFH eigentlich kein Thema, wenn das Vorherige durch ist.

    Ich bin für 24er Geschossdecken, dann ist auch noch Platz für Bewehrung und Beton.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Das heisst aber nicht, dass Sie nicht mehr bezahlen müssen. Denn GÜ/BT-Preise sind *Vogel-friss-oder-stirb-Preise. Solange Sie also nicht jenseits der Wuchergrenze liegen, ists egal, wieviel der BU zahlt. Es zählt nur der Ihnen genannte Preis.
    Also sowas wie Apothekerpreise - hm - ich glaube der TE kommt damit bestimmt gut klar......
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