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Fußbodenaufbau mit Trittschalldämmung - Gefahr des Absenkens?

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  1. #1

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    Fußbodenaufbau mit Trittschalldämmung - Gefahr des Absenkens?

    Hallo, folgende Situation:

    In unserem DG kommt 13 cm Bodenaufbau (ohne Belag). Hiervon 6 cm Estrich, also 7 cm Dämmung.

    Der Estrichleger empfahl uns 2-3 cm Trittschalldämmung und "der Rest" eben in hartem Styropor. Nun habe ich das Material vom Installateur bestellen lassen und wollte mit dem Verlegen anfangen. Ich habe mich für 2 cm Trittschall entschieden und 3 cm hartes Styropor WLG 40. Oben drüber kommt eine 2 cm starke Systemplatte für die Fußbodenheizung.

    Da wir eine kontrollierte Wohnraumlüftung haben mit 51 mm hohen Flachkanälen auf der Betondecke installiert - also quasi dort wo 2 cm Trittschall und die 3 cm hartes Styropor liegen - sehe ich das Problem/ die Gefahr.

    Ich mache mir eben Sorgen, dass der Trittschall nachgibt (vor allem unter Bett oder Schränken) und der Flachkanal dadurch reißt.

    Was meint ihr?

    PS: Wir bekommen im gesammten DG (bis auf Bad) Korkboden. Wäre der Trittschall dann überhaupt nötig?
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  2. Fußbodenaufbau mit Trittschalldämmung - Gefahr des Absenkens?

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  3. #2

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    Schon mal dran gedacht, dass die Systemplatte auch Trittschalldämmung sein könnte .
    Dann wirds auch ohne Kanal problematisch.
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  4. #3
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    Ja!

    Der Installateur sagte mir das, aber er würde die Trittschalldämmung dennoch einbauen und meint da könne nichts passieren. Ich trau der Sache jedoch nicht.

    Was würden Sie denn vorschlagen?
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  5. #4

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    Ja klar. Er sagt und würde einbauen....
    Lassen Sie es ihn doch einfach machen, mal sehen, was er dann sagt.
    Hoffentlich was anderes
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  6. #5
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    Ok, und was bedeutet das denn nun im Klartext?

    Dürfte ich fragen, was Sie uns da empfehlen würden zu tun?
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  7. #6

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    ist folgender:

    15 cm Gesamtaufbau (ohne Fussbodenheizung)

    3 cm Styropor 100 kpa EPS DEO WAB
    3 cm Trittschall
    3 cm Styropor 100 kpa EPS DEO WAB
    4 bis 5 cm Estrich
    1 cm Belag

    Morgen wird Estrich gelegt und das muss dann den Schrank bzw. Bett aushalten.
    Mir wurde gesagt, daß Estichdicke ab 4 cm schon reichen würde

    (Bei Fussbodenheizung wurde Trittschall um 1 cm verringert um somit 1 cm mehr für Überdeckung Fussbodenheizung zu erhalten)
    Ich hätte bei 6 cm Estrich keine Bedenken.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von ja der matthias Beitrag anzeigen
    Mir wurde gesagt, daß Estichdicke ab 4 cm schon reichen würde
    Die notwendige, statisch zu ermittelnde Estrichdicke ist abhängig von der Estrichgüte (Biegezugfestigkeit) und dem darunter befindlichen Dämmstoffaufbau. Pauschal zu sagen, daß 4 cm reichen... reicht nicht. :-)

    Weiterhin sollte man die vorhandenen Toleranzen des Untergrundes berücksichtigen. Der dimensionierte Aufbau sollte auf den höchsten Punkt aufgebaut werden. Damit ergeben sich bereichsweise höhere Estrichdicken.

    Zitat Zitat von ja der matthias Beitrag anzeigen
    (Bei Fussbodenheizung wurde Trittschall um 1 cm verringert um somit 1 cm mehr für Überdeckung Fussbodenheizung zu erhalten)
    Ich hätte bei 6 cm Estrich keine Bedenken.
    Die Überdeckung der Heizungsrohre ergibt sich aus der gleichen Betrachtung wie oben. Bei einem Estrich mit einer Biegezugfestigkeit von 4 N/mm² beträgt diese im Wohnungsabau auf Massivdecken mindestens 45 mm, bei 5 N/mm² 35 mm.

    Zur Eingangsfrage:
    Ich würde hier keine Flachkanäle installieren. Eine ordentlich verlegte Dämmung und der ausreichend dimesnionierte Estrich reicht i.d.R. aus, um Lasten bis zu 2,0 KN/m² aufzunehmen. Braucht man höhere Lastaufnahmen, muß die Estrichgüte-/dicke erhöht werden.

    Nachträgliche Setzungen treten nach meiner Erfahrung immer auf. Dies sollte dann im Sockelbereich berücksichtigt werden.

    Trittschalldämmung würde ich auf jeden Fall einbauen, schon um den "Trittschall" für darunter liegende Räume zu reduzieren. Die Dimensionierung ist abhängig von der Massivdecke (Dicke usw.).
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  9. #8
    Avatar von Berni
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    @Jom0815,

    Die Überdeckung der Heizungsrohre ergibt sich aus der gleichen Betrachtung wie oben. Bei einem Estrich mit einer Biegezugfestigkeit von 4 N/mm² beträgt diese im Wohnungsabau auf Massivdecken mindestens 45 mm, bei 5 N/mm² 35 mm.
    Das Zitierte kann ich nicht ganz nachvollziehen. Bei was für Estrichen?

    @Squat1976,

    Der Estrichleger empfahl uns 2-3 cm Trittschalldämmung und "der Rest" eben in hartem Styropor. Nun habe ich das Material vom Installateur bestellen lassen und wollte mit dem Verlegen anfangen. Ich habe mich für 2 cm Trittschall entschieden und 3 cm hartes Styropor WLG 40. Oben drüber kommt eine 2 cm starke Systemplatte für die Fußbodenheizung.
    da fehlt einfach derjenige, der den Bauablauf koordinieren kann. Du hättest zumindest Estrichleger u. Heizungsbauer gemeinsam für einen vor Ort-Termin bestellen müssen.

    Die Zusammendrückbarkeit der Dämmschicht sollte immer so gering wie möglich gehalten werden, bedeutet 1 Lage Trittschall. Dies gilt insbesondere bei Bodenheizung.



    Wenn Installationen auf der Rohdecke vorhanden sind, so ist zunächst bis auf Rohr-oder Kanalhöhe ein geeigneter Ausgleich herzustellen. Dies kann auch mit druckbelastbarer Dämmung erfolgen, aber nicht mit Trittschalldämmung.
    Diese muss ohne Unterbrechung auch über den Rohrleitungen verlegt werden.
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  11. #9

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    Zitat Zitat von Berni Beitrag anzeigen
    @Jom0815,



    Das Zitierte kann ich nicht ganz nachvollziehen. Bei was für Estrichen?
    Alle die diese Werte erfüllen. Z.B. Anhydritfließestrich, Zement- oder Anhydritestrich konventionell.

    Zitat Zitat von Berni Beitrag anzeigen
    Wenn Installationen auf der Rohdecke vorhanden sind, so ist zunächst bis auf Rohr-oder Kanalhöhe ein geeigneter Ausgleich herzustellen. Dies kann auch mit druckbelastbarer Dämmung erfolgen, aber nicht mit Trittschalldämmung.
    Diese muss ohne Unterbrechung auch über den Rohrleitungen verlegt werden.
    Es gibt zwei Möglichkeiten.

    a) Trittschalldämmung stößt an RL an -> Trittschall wird über spezielle Dämmhülsen der RL (z.B. Missel) realisiert
    - wird dort eingesetzt, wo die KH zu gering ist

    b) der von Ihnen zitierte Fall

    Die Anzahl der Dämmstoffschichten ist natürlich so gering wie möglich zu halten.
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  12. #10
    Avatar von Berni
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    Alle die diese Werte erfüllen. Z.B. Anhydritfließestrich, Zement- oder Anhydritestrich konventionell.
    Biegezugfestigkeitsklassen sind nicht zu verwechseln mit z.B. Biegezugfestigkeitswerte im Mittel bei der Bestätigungsprüfung.
    Bei Zementestrich werde ich mit einem F5 keine 5N/mm² erreichen. Und schon gar nicht mit 35mm.

    Es gibt zwei Möglichkeiten.

    a) Trittschalldämmung stößt an RL an -> Trittschall wird über spezielle Dämmhülsen der RL (z.B. Missel) realisiert
    - wird dort eingesetzt, wo die KH zu gering ist
    Ich habe bei Missel weder eine Dyn.-Steifigkeit von dem Material finden können, noch eine Zulassung über Trittschalldämmung.

    Ich kann auch in unseren Regelwerken zu Ihrer 1. Möglichkeit nicht finden.
    Bleibt b.
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