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Darlehen: bei verschiedenen Banken möglich?

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  1. #1

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    Darlehen: bei verschiedenen Banken möglich?

    Hallo!

    Wir möchten eine Eigentumswohnung teilfinanzieren und sind auf der Suche nach der besten Finanzierungsstruktur. Vielleicht kann ja hier jemand helfen, wir sind nämlich etwas ratlos...

    Die Wohnung kostet mit Nebenkosten ca. 254 Tsd. Euro. Wir möchten gern 120 Tsd. Euro dafür bei der Bank aufnehmen, der Rest liegt cash als Eigenkapital vor.

    Unsere Idee:
    60.000 mit variabler Verzinsung + 60.000 mit fester Verzinsung über eine Laufzeit von bis zu 20 Jahren.

    Falls die Zinsen rasant steigen, hätten wir die Möglichkeit, das variable Darlehen sofort zu tilgen. Wir möchten das variable Darlehen nur aufnehmen, um etwas Cash auf dem Konto zu lassen und flexibel zu bleiben. (bspw. Urlaub, Autorparatur, unvorhergesehe ereignisse, Möbelkauf etc.).

    Ist es tatsächlich so, dass man das gesamte Darlehen bei nur einer Bank aufnehmen kann? Und nicht bspw. den variablen Teil bei Bank A und den festverzinsten bei Bank B? So könnte man sich von allen Banken die günstigsten Konditionen sichern...

    Wir hatten alternativ auch über einen Bausparer (Wüstenrot) nachgedacht.

    Wie würdet ihr die 120.000 Euro strukturieren? Wir hätten gern eine monatliche Rate zwischen 500 und 600 Euro (so Pi mal Daumen).

    Danke schonmal für eure Meinungen.
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  2. Darlehen: bei verschiedenen Banken möglich?

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  3. #2

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    Zitat Zitat von 3koepfe Beitrag anzeigen
    Ist es tatsächlich so, dass man das gesamte Darlehen bei nur einer Bank aufnehmen kann? Und nicht bspw. den variablen Teil bei Bank A und den festverzinsten bei Bank B? So könnte man sich von allen Banken die günstigsten Konditionen sichern...
    Nein, man kann schon mehrere Banken nutzen. Die Frage ist, wie man das später mit den Sicherheiten hin bekommt, denn jede Bank möchte im Grundbuch erstrangig gehen (oder die Konditionen werden deutlich verschlechtert).

    Zitat Zitat von 3koepfe Beitrag anzeigen
    Wir hatten alternativ auch über einen Bausparer (Wüstenrot) nachgedacht.
    Müsste man genau rechnen. Von den Konditionen sind die meisten Tarife uninteressant. Eine Zwischenfinanzierung über die BSpk. rechnet sich meist nicht. Die BSpk. hätte aber den Vorteil, dass sie im Grundbuch meist nachrangig geht. Es gilt also Vor- und Nachteile zu betrachten.

    Zitat Zitat von 3koepfe Beitrag anzeigen
    Wie würdet ihr die 120.000 Euro strukturieren? Wir hätten gern eine monatliche Rate zwischen 500 und 600 Euro (so Pi mal Daumen).
    Da solltest Du zuerst einmal Deine Prioritäten klären. Zins-/Planungssicherheit, kurze Laufzeit, niedrige Raten, alles kann man nicht haben.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Zitat Zitat von 3koepfe Beitrag anzeigen
    Falls die Zinsen rasant steigen, hätten wir die Möglichkeit, das variable Darlehen sofort zu tilgen. Wir möchten das variable Darlehen nur aufnehmen, um etwas Cash auf dem Konto zu lassen und flexibel zu bleiben. (bspw. Urlaub, Autorparatur, unvorhergesehe ereignisse, Möbelkauf etc.).
    Überlegt, ob ihr wirklich für 60.000€ Zinsen zahlen wollt, die ihr offensichtlich flüssig habt.

    Das Aufteilen des Kredits auf zwei Banken sollte möglich sein, aber es scheint bei vielen Banken so zu sein, dass die Konditionen auch mit höherer Kreditsumme besser werden. Das müsste man rechnen lassen...

    Grüße
    Clou
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Clou Beitrag anzeigen
    Überlegt, ob ihr wirklich für 60.000€ Zinsen zahlen wollt, die ihr offensichtlich flüssig habt.
    Warum nicht? Es kann viele Gründe geben warum es sinnvoll ist auch noch ein paar Euro auf der hohen Kante zu haben.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Warum nicht? Es kann viele Gründe geben warum es sinnvoll ist auch noch ein paar Euro auf der hohen Kante zu haben.

    Gruß
    Ralf
    Keine Frage, das bezweifle ich nicht. Aber wäre dann nicht eher sinnvoller, die 120000 zu fixen Konditionen aufzunehmen? Gegebenenfalls mit hohen Sondertilgungsmöglichkeiten? Immerhin wäre dann das Risiko kalkulierbarer. So wie es jetzt geplant ist, ist der Worst-Case ja so: Wenn viele unvorhergesehene Dinge passieren und das Zinsniveau steigt, steht man mit variablem Zins recht schlecht da.

    Nur so als Denkanstoß..

    Grüße
    Clou
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Clou Beitrag anzeigen
    Keine Frage, das bezweifle ich nicht. Aber wäre dann nicht eher sinnvoller, die 120000 zu fixen Konditionen aufzunehmen? Gegebenenfalls mit hohen Sondertilgungsmöglichkeiten? Immerhin wäre dann das Risiko kalkulierbarer. So wie es jetzt geplant ist, ist der Worst-Case ja so: Wenn viele unvorhergesehene Dinge passieren und das Zinsniveau steigt, steht man mit variablem Zins recht schlecht da.
    Im Prinzip richtig, deswegen hatte ich oben auch nach den Prioritäten gefragt.

    Aber, sollten die Zinssätze tatsächlich drastisch steigen, dann kann man die Restschuld immer noch festschreiben, falls man diese nicht ablösen kann oder möchte.

    Die Strategie hängt also von vielen Faktoren ab. Der Zinssatz ist dabei nur 1 Kriterium von vielen. Man sollte das nicht überbewerten. Das Einkommen bzw. dessen Entwicklung, und das Vermögen spielen auch eine Rolle. Um eine sinnvolle Strategie festlegen zu können, braucht man einen Gesamtüberblick.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7

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    Ich würde mir in dieser Situation auch überlegen, ob nicht ein Darlehen mit hohen Sondertilgungsmöglichkeiten besser wäre. So habe ich es in meinem Fall gemacht (allerdings habe ich nicht die Hälfte des Geldes noch flüssig, aber immerhin einen Teil, und aufgrund eines relativ hohen variablen Gehaltes ist das, wenn alles gut läuft, nächstes Jahr schon deutlich mehr). Meine Finanzierung ist so ausgelegt, dass ich im Worst Case (= keine Sondertilgung) bei Ablauf der Zinsbindung nach 10 Jahren noch ca. 1/3 der ursprünglichen Darlehensumme als Restschuld habe. Nehme ich nur die Hälfte der möglichen Sondertilgung wirklich wahr, bin ich bereits nach 8,5 Jahren fertig.

    Für mich optimal.

    Das Problem beim variablen Zinssatz sehe ich darin, dass man den Zeitpunkt, wann die Zinsen zu hoch werden, abpassen muss (das ist ähnlich schwierig wie Aktien zum "optimalen" Zeitpunkt zu kaufen oder verkaufen).

    Welche monatliche Rate habt Ihr Euch denn vorgestellt, und von welchem Anfangszinssatz für das variable Darlehen geht Ihr aus?
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  10. #8

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Warum soll man bei historisch niedrigen Zinsen zu einem variablen Zinssatz Geld leihen. Das ist schlicht unsinnig.

    Und einen BSV jetzt neu abzuschließen ist es in dieser Situation auch!

    Ihr habt zu viel Geld und keine Ahnung was man damit macht, ist so mein Eindruck. Dafür gibt es an den Hochschulen verschiedene "Boersenteams". Das macht unabhängi von den "Beratern"!

    Das Haushaltsgeld kann man sich damit a uch immer mal aufbessern. Meine "Griechenlandhilfe" hat in 3 Wochen 50% Verzinsung gebracht. Das reicht zumindest für ein paar sehr schöne Schuhe.

    einfach mal boersen-team.de eingeben.

    pauline
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  11. #9

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    Zitat Zitat von 3koepfe Beitrag anzeigen

    So könnte man sich von allen Banken die günstigsten Konditionen sichern...
    Das kann man nicht, da die zweite Finanzierung nachrangig sein würde und somit einen höheren Zinssatz zur Folge hätte.
    Eventuell könnte man es umdrehen und das variable Darlehen nachrangig finanzieren. Die Konditionen würden sich nicht verändern, aber man müsste die vorrangige Grundschuld kapitalisieren und hätte somit eine Vorlast, die höher wäre, als das beantragte Darlehen und man käme evtl. über den max. zulässigen Beleihungsauslauf für Finanzierungen mit Vorlasten hinaus. Müsste man einmal durchrechnen.

    Beste Grüße
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