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  1. #1

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    Schallschutz - welcher Gutachter?

    Ich suche einen fähigen Gutachter, Akustiker etc., der mir für mein Haus mal die entsprechenden Werte durchmisst. Nach welchem Begriff suche ich da am besten? "Schallschutzgutachter"? "Bauakustiker"?
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  2. Schallschutz - welcher Gutachter?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Mit den Begriffen liegst Du schon richtig. "Sachverständige für Schallschutz" dürfte auch Treffer liefern.

    Ich suche einen fähigen Gutachter,
    Dafür gibt es keine Garantie.....leider. Ist ein Sachverständiger öffentlich bestellt und vereidigt, dann könnte man zumindest mal unterstellen, dass er weiß wie man Schallschutz schreibt. Man sollte auch nach der Qualifikation des SV schauen.
    Über die Ingenieurkammer kann man auch an Adressen kommen.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Hallo @charlie2!

    Ein paar mehr Angaben zur Gesamtproblematik wären gewiss hilfreich ... so z.B. zum Objekt selbst, zur "Störquelle" (Nachbarschafts-, Außenlärm, ...), Luft- und/oder Körper- bzw. Trittschall, sollen nur Werte ermittelt, oder auch Sanierungsvorschläge unterbreitet werden?

    Die öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen haben ihren Preis ...

    Vielleicht wäre es möglich, gegebenenfalls z.B. ein Akustikbauunternehmen mit eigener Schallmesstechnik aus der Region dafür zu gewinnen!?!

    Mit freundlichem Gruß aus Erfurt

    KPS.EF
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  5. #4
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    Wollte nur nicht alle mit Details nerven. Wird man ja oft dafür abgestraft hier.

    Die Situation ist folgende: Ich bewohne eine DHH und möchte im Keller ein bisserl Musik machen. Die Bodenplatte ist durchgehend, der Rest des Hauses ist mit Verfüllziegeln, die mit Beton gefüllt sind und einer 4cm Steinwollmattenschicht von der anderen Hälfte abgetrennt. Dachstuhl ist soweit ich es mitbekommen habe ebenfalls durchgehend.

    Im Prinzip geht es mir darum, welche Maßnahmen ich für einen zweiten Boden im Keller ergreifen muss, um möglichst wenig Schalltransmission zu bewirken. Dazu ist es natürlich notwendig einmal den Ist-Zustand in der Realität zu messen.

    Die Versprechen des Bauträgers waren groß, nachdem die Nachbarn aber ihren Laminat im Keller verlegt haben und sowohl, Hammer wie auch Laminatsäge doch relativ gut bei uns zu hören waren (Bohrer sowieso) bin ich etwas skeptisch ob das alles so hinhaut und wenn ich jetzt was reinbaue, will ich's auch nicht wieder rausreißen/nachbessern müssen also muss gemessen werden.
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  6. #5

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    Je nach Musikinstrument, wirst Du da um ein "Raum im Raum" Konzept nicht herum kommen.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
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    Richtig. Die Frage ist nur, wie groß der Aufwand sein muss.
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  8. #7

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    Bei Live-Musik-Proben ist die Art der zu erwartenden Schallweiterleitungen (Luftschall/Körperschall) sowie Lautstärke (frequenzbezugen) ausschlaggebend.

    Wenn die Klangechtheit nicht unbedingt eine Rolle spielt, sind raumseitig offenporige schallabsorbierende Elemente geeignet, den Nachhall drastisch zu minimieren und damit auch die Lautstärke merklich zu senken. Damit reduzert sich gleichzeitig der die flankierenden Bauteile anregene Schwingungsanteil.

    Die eigentlichen Zauberworte : "Schalltechnische Entkopplung" ... für

    Podeste, Vorsatzschalen, abgehängte Decken ... , aber auch Fenster und Türen bzw. kamine und Schächte als Schwachstellen beachten), ...im schlimmen Fall eine total entkoppelte Raum-im-Raum-Lösung suchen.

    Vorschläge dazu:
    Gemeinsam dem Nachbarn eine Live-Probe ohne schalldämmende Maßnahmen
    veranstalten und bewerten.

    Dann gegebenenfalls bei einem Tonstudio in der Region nachforschen, wer die notwendigen Schalldämm-Maßnahmen ausgeführt hat ... und dort nachfragen.

    Sie brauchen augenscheinlich "lediglich" eine Luftschallmessung !

    Eine ö.b.u.v. SV wird für eine normkonforme Messung wohl um die 2000 € verlangen (aber dafür i.A. lediglich ein Ergebnisprotokoll ohne Sanierungsempfehlungen liefern).

    Die Planung und Ausführung geeigneter Schalldämm-Maßnahmen käme dann noch dazu.

    Eine Komplettbeauftragung macht hier schon Sinn!

    Für Hifi- oder Kino-Räume ist dagegen die gesonderte Problematik der Raumakustik (Stichwort: Sprachverständlichkeit) zu beachten.

    Für DIY-Lösungen besser: Über eine Suchmaschine ein geeignetes Hifi- bzw. Musik-Foren ausfindig machen. (Dort habe ich bereits mehrmals öffentlich gemachte Bauanleitungen für derartg angefragte Schalldämmungen nachlesen können.)

    In jedem Fall sollte jedoch eine vorherige Messung unter realen Praxisbedingungen (bezogen auf die später zu erwartenden Pegel und Frequenzen) erfolgen, um die eventuell erforderlichen Konstruktionen optimal auszuwählen bzw. zu dimensionieren!
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  9. #8

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    Zitat Zitat von charlie2 Beitrag anzeigen
    Die Situation ist folgende: Ich bewohne eine DHH und möchte im Keller ein bisserl Musik machen. Die Bodenplatte ist durchgehend, der Rest des Hauses ist mit Verfüllziegeln, die mit Beton gefüllt sind und einer 4cm Steinwollmattenschicht von der anderen Hälfte abgetrennt.
    Im Prinzip geht es mir darum, welche Maßnahmen ich für einen zweiten Boden im Keller ergreifen muss, um möglichst wenig Schalltransmission zu bewirken. Dazu ist es natürlich notwendig einmal den Ist-Zustand in der Realität zu messen.
    Die Versprechen des Bauträgers waren groß, nachdem die Nachbarn aber ihren Laminat im Keller verlegt haben und sowohl, Hammer wie auch Laminatsäge doch relativ gut bei uns zu hören waren (Bohrer sowieso) bin ich etwas skeptisch ob das alles so hinhaut und wenn ich jetzt was reinbaue, will ich's auch nicht wieder rausreißen/nachbessern müssen also muss gemessen werden.
    Durchgehende Bodenplatte ist für Dein Vorhaben schonmal schlecht, da die tiefen Frequenzen sich über Körperschall verteilen. Du wirst also um ein Entkoppelung des Fußbodens nicht herumkommen.
    Was die Geräusche vom Nachbarn angeht: Bist Du sicher, dass Ihr im Haus auch im Keller getrennte Wände zum Nachbarn habt? Es wäre sehr ungewöhnlich, wenn Du mit dem beschriebenen Wandaufbau die Säge des Nachbarn hören würdest.
    Nach nachdem wieviel Geld Du für das Herrichten zum "bisserl Musikmachen" ausgeben willst, würde ich eine Fachfirma damit beauftragen, die dann auch die nötigen Voruntersuchungen durchführt.
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  10. #9

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    So sehe ich das auch, zumal bei einer normkonformen Messung eines Sachverständigenbüros genau diese tiefen Frequenzen (unter 100 Hz) außer Betracht bleiben!!!

    Hier wäre dann (gegebenenfalls) eher eine spezielle Terzbandanalyse (gegebenenfalls unter Einbeziehung der tieferen Frequenzbandbereiche) sinnvoller.

    Welche Art Musik ist es denn nun eigentlich und was war nach Bauvertrag bzgl. des Schallschutzes seitens des Bauträgers konktret vereinbart?
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  11. #10
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    Vereinbart war die erhöhte Anforderung nach DIN. Mündlich war von "sogar noch ein paar dB besser" die Rede.

    Die Kellerwand ist ganz sicher getrennt wie beschrieben. An eine Entkopplung des Fußbodens habe ich als Erstes gedacht.

    Wofür wird der Raum letztendlich genutzt: In naher Zukunft werde ich dort Aufnahmen von Bass, E-Gitarre und Gesang machen. Evtl. wird ein Klavier reingestellt. Eine komplette Band wird vorerst nicht dort proben, das könnte aber vielleicht schon einmal so sein.

    Es ist mir zunächst wichtig, dass die Nachbarn sich nicht gestört fühlen und ich denke auch, dass hierbei die tiefen Frequenzen ausschlaggebend sind. Dass eine vollprofessionelle Lösung wahrscheinlich in den 5 stelligen Bereich geht ist mir klar, daher möchte ich das Ganze nach und nach verwirklichen und eigentlich erstmal mit dem Boden beginnen.

    Eine interessant Frage wäre hierbei, ob schon jemand im Forum Erfahrungen mit den sandgefüllten Schalldämmplatten von Wolf gemacht hat. Nach Eigenwerbung des Herstellers sollen die ja toll sein. Leider kenne ich keinen Musiker aus dem Bekanntenkreis, der die schon verbaut hätte.
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11

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    Habe diese angedachte Variante bereits befürchtet.

    Wenn wirklich Ton-Aufnahmen in Ihrem Kellerbereich entstehen sollen, haben Sie neben der Durchgangsschall-Problematik in Richtung Nachbarschaft (da helfen selbst die erhöhten Schallschutzanforderungen nach Beiblatt 2 der DIN 4109 nicht wirklich weiter) auch die Probleme der Raumakustik (z.B. Vermeidung stehender Wellen), Mikrofon-Positionierungen etc. zu lösen.

    In diesem Fall wäre eine professionelle Planung vor Baubeginn die einzige Möglichkeit gewesen, einem dauerhaften Nachbarschaftsstreit vorzubeugen.
    Auch bei der Erstellung des Lüftungskontepts wären diese akustischen Anforderungen zu berücksichtigen gewesen.
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  14. #12
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    auch die Probleme der Raumakustik (z.B. Vermeidung stehender Wellen), Mikrofon-Positionierungen etc. zu lösen.
    Sicher, das sehe ich als eher unproblematisch an, da ich 1. keine Profi-Aufnahmen mache und 2. auch das mit der Zeit geleistet werden soll. Bisher konnte in meinem Bekanntenkreis noch jeder Raum einigermaßen passabel zum Aufnehmen hergerichtet werden.

    Der Durchgangsschall ist für mich also das entscheidende Problem. Also erst einmal danke für die Einschätzungen und Hilfen. Ich werde dann mal nach einem Akustikbauunternehmen suchen, welches evtl. auch eine Messung des Durchgangsschalls aus dem Keller vornehmen kann.

    Zu einem
    dauerhaften Nachbarschaftsstreit
    wird's sicherlich nicht kommen. Keine Sorge.
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