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  1. #1

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    Dampfbremse in Zwischendecke?

    Hallo,

    wir bauen grade ein eineinhalbgeschossiges Wohnhaus mit Spitzboden als KfW-70-Haus. Wir werden das komplette Dach inkl. dem Spitzboden dämmen, letzterer wird aber (noch) nicht als Wohnraum genutzt, wird also auch nicht beheizt und es gibt nur eine Bodentreppe.
    Sowohl das Dach im 1. Geschoss wie auch im Spitzboden erhält eine Dampfbremse. Die Geschossdecke dazwischen werden wir auch dämmen.

    Nun ist die Frage, ob wir unter die Zwischendecke (1. Geschoss zu Spitzboden) auch eine Dampfbremse einziehen müssen. Wird der Temperaturunterschied im Winter zwischen unbeheiztem Spitzboden und darunterliegenden 1. Geschoss so groß sein, dass sich Tauwasser bildet?

    Viele Grüße
    Karsten
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  2. Dampfbremse in Zwischendecke?

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  3. #2
    Avatar von fmw6502
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    Im Spitzboden wird es deutlich kühler sein, so daß das Eindringen von warmer/feuchter Luft verhindert werden muß.

    Als Temperaturbeispiel vom letzten Winter: außen -15°C, DG-Wohnraum +21° C, Spitzboden mit Dach- und Kehlbalkendämmung: ca. +10° C.

    Gruß
    Frank Martin
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  4. #3

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    Wenn die wärmetauschende Hülle insgesamt fachgerecht geplant und hergestellt wurde, ist die zusätzliche Dampfbremse (als solche) unter der Zwischendecke nicht zwingend erforderlich.

    Im Zweifelsfall sollte wohl der Planer am ehesten Auskunft darüber geben können ...

    Gegebenenfalls ist auch dabei das Lüftungskonzept für diese temporäre Nutzungsänderung (?) zu prüfen bzw. anzupassen.
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  5. #4
    Avatar von fmw6502
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    Zitat Zitat von KPS.EF Beitrag anzeigen
    Wenn die wärmetauschende Hülle insgesamt fachgerecht geplant und hergestellt wurde, ist die zusätzliche Dampfbremse (als solche) unter der Zwischendecke nicht zwingend erforderlich.
    Kannst Du das mal bitte erläutern?

    Gruß
    Frank Martin
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  6. #5
    Themenstarter

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    Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass eine zentrale Lüftungsanlage in das Haus eingebaut wird. Der Spitzboden ist allerdings nicht angeschlossen, ansonsten aber alle anderen Räume.

    Gruß
    Karsten
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  7. #6

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    Zitat Zitat von fmw6502 Beitrag anzeigen

    Kannst Du das mal bitte erläutern?
    Sorry, mach ich gern, wenn es vielleicht etwas schwammig formuliert war ...

    Der durch sich ständig verschärfende Anforderungsvorschriften abzeichnende Trend zu immer stärker gedämmten und dichter ausgebildeten (Wohn-) Gebäuden hat (unter Vernachlässigung von Adsorption und Kapillarkondensation) aus meiner Sicht 2 Knackpunkte bzgl. der zu erwartenden Feuchteströme: Konvektion und Diffusion - und auch in dieser Reihenfolge - mit allen sich daraus eventuell ergebenden Kondensationsproblemen.

    Abhilfe sollen hier allgemein als Dampfbrems- oder Dampfsperrebenen ausgebildete Materialschichten schaffen, die in der Regel auch gleich die Luftdichtheitsanforderung mit erfüllen müssen.

    Sinnvollerweise wären derartige Wirkungsmechanismen auf der warmen Seite von Außenbauteilen am effektivsten anzuordnen.

    Eine Anbringung solcher Dampfbrems- / Luftdichtheitsebenen innerhalb der beheizten Gebäudehülle machen i. A. wenig Sinn.

    Anzumerken wäre hier bzgl. der Geschwindigkeit solcher Wasserdampftransporte gewiss, dass durch Diffusion nur verhältnismäßig wenig Feuchte je Zeiteinheit transportiert wird, durch Konvektion jedoch im Verhältnis dazu ein mit Faktor 100 zu bewertendes Vielfaches in Bezug auf die Konvektionsströme ... soviel vielleicht nur zur Wichtung dieser beiden Problemkreise!

    Die Eingangsfrage nach der Notwendigkeit einer Dampfbremsebene unter einer Geschossdecke innerhalb des warmen Bereiches kann jedoch nur dann (in Unkenntnis der örtlichen Gegebenheiten) als nicht erforderlich eingeschätzt werden, wenn alle Rahmenbedingungen bekannt sind, die einen konvektiven Feuchtetransport in den Spitzbodenbereich ausschließen und die für den Feuchteausgleich innerhalb der beheizten Gebägehülle raumseitig vorgesehenen Adsoptionsmechanismen in Verbindung mit dem seitens des Lüftungskonzepts vorgesehenen Luftaustauschs berücksichtigen ...

    Da weder der konstruktive Gesamtaufbau, noch die detaillierte Durchbildung aller Bauteile der wärmetauschenden Gebäudehülle (nach Planung und Ausführung) hier eingestellt wurden, kann man also höchstens die Kristallkugel befragen ...
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  8. #7

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    Hallo @kaho,

    Sie sollten nicht erwarten, dass Sie in diesem Forum Planungsleistungen zu Konvektions-, Diffusions- und Lüftungsproblemen für lau abfassen können. Hierzu wäre aus meiner Sicht der jeweilige Planer der bessere Partner, da er für die nach den geltenden Vorschriften zu realisierenden Teilleistungen am besten informiert sein sollte und auch in der entsprechenden Haftung steht!
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8
    Avatar von fmw6502
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    Zitat Zitat von KPS.EF Beitrag anzeigen
    Die Eingangsfrage nach der Notwendigkeit einer Dampfbremsebene unter einer Geschossdecke innerhalb des warmen Bereiches kann jedoch nur dann (in Unkenntnis der örtlichen Gegebenheiten) als nicht erforderlich eingeschätzt werden, wenn alle Rahmenbedingungen bekannt sind, die einen konvektiven Feuchtetransport in den Spitzbodenbereich ausschließen und die für den Feuchteausgleich innerhalb der beheizten Gebägehülle raumseitig vorgesehenen Adsoptionsmechanismen in Verbindung mit dem seitens des Lüftungskonzepts vorgesehenen Luftaustauschs berücksichtigen ...
    beim 3. Lesen haben ich diesen einen Satz verstanden

    Gruß
    Frank Martin
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  11. #9

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    Gelobe hiermit Besserung!
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