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EK ansparen !?

Diskutiere EK ansparen !? im Forum Baufinanzierung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    EK ansparen !?

    Hallo zusammen.
    Ich bin auf dieses Forum gestoßen und habe festgestellt, hier gibt es Leute die Ahnung von der Baufinanzierung haben. Vielleicht könnt ihr mir ja auch helfen. War nämlich heute bei der BHW, ein Angebot für einen BSV einzuholen. Und ich möchte nun ehrlich gesagt nichts falsch machen.

    Ich bin 25, Polizeibeamter auf Lebenszeit.
    Ich und meine Freundin würden gerne in ca. 5-6 Jahren bauen. Am Niederrhein.
    Meine Freundin hat einen 20.000 Bausparvertrag, welchen sie anspart. Ich habe derzeit nur einen kleinen 5.000 für die VL Leistungen, und geringes EK auf einem schlecht verzinsten Tagesgeldkonto.
    Nun möchte ich zusätzliches EK ansparen. Monatlich habe ich mit 200-250 Euro Raten geplant.
    Würdet ihr einen BSV abschließen ? Welchen kann man derzeit und für meine persönliche Situation empfehlen?
    Der Berater der BHW macht mir nun Angebote fertig für einen BSV mit 3,75 % Darlehenszins und ein Angebot mit 2,9 % Darlehenszins. Er meinte was von 30.000 bis 34.000 Bausparsumme. Den Darlehenszins von 1.90% meinte er, wäre für mich nicht von Vorteil.

    Bitte lasst euch mal hier aus. Wäre euch sehr dankbar.
    mfG
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  2. EK ansparen !?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Ernstgemeinter Rat!!!

    Hi,

    wenn Du wirklich daran glaubst, dass unser Wirtschafts- und Finanzsystem in dieser uns bekannten Weise über die nächsten 20 Jahre bestehen bleibt, dann ist ein Bausparvertrag sinnvoll...

    ... aber nur dann!!!

    Ansonsten: ETW??? Kleiner und billiger bauen und baldmöglichst anfangen, viel Eigenleistung??? Andere "Ansparmodelle", z.B. nur Grundstück jetzt gleich kaufen und abbezahlen und später bauen??? In anderen Sachwerten ansparen, z.B. Edelmetalle???

    Grüße

    Tom
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  4. #3

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    Bei dem Thema erscheinen mir 2 Punkte wichtig:
    1. Die BSVe sollten in 5-6 Jahren, wenn Ihr bauen wollt, auch zuteilungsreif sein. Ob sie dann wirklich zugeteilt werden, steht natürlich auf einem anderen Blatt...
    2. Den Anteil der BS-Darlehen an der Gesamtfinanzierung nicht zu hoch ansetzen, da BS-Darlehen i.d.R. schnell getilgt werden müssen => hohe Monatsrate!

    Ihr müsst Euch darüber klar sein, dass das Ansparen von EK über einen BSV indirekt eine Wette auf stark steigende Hypothekenzinsen darstellt. Geht die Wette nicht auf, wäre ein normaler Sparvertrag mit regulärem Annuitätendarlehen günstiger und erheblich flexibler (gewesen). Daher auf jeden Fall wenigstens ein Teil der monatlichen Sparrate in anderer Form anlegen.

    Zitat Zitat von schlacks Beitrag anzeigen
    Der Berater der BHW macht mir nun Angebote fertig für einen BSV mit 3,75 % Darlehenszins und ein Angebot mit 2,9 % Darlehenszins. Er meinte was von 30.000 bis 34.000 Bausparsumme. Den Darlehenszins von 1.90% meinte er, wäre für mich nicht von Vorteil.
    Nee wirklich, so geringe Zinsen, da solltest Du der BHW wirklich ein bischen mehr gönnen...
    Spass beiseite, für sich genommen wirkt diese Aussage einigermaßen blödsinnig. Warum sollen niedrige Darlehenszinsen für Dich so nachteilig wirken? Gibts da einen Grund?
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  5. #4

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    Gleich mal vorweg, die BSV sind besser als ihr Ruf, auch die BSpk. haben dazu gelernt. Man muss aber aufpassen, dass man einen geeigneten Tarif findet, und zwar einen Tarif, der zu EUCH passt. Es ist auch gut möglich, dass es für EUCH nichts passendes gibt.

    Aktuell ist es schwierig mit einer Geldanlage, ohne entsprechenden Risikoeinsatz, attraktive Renditen zu fahren. Das merkst Du ja an Deinem Tagesgeldkonto. Auch die BSV haben eine Guthabenverzinsung die kaum der Rede wert ist. Dazu kommen dann auch noch Kosten wie Abschlußgebühr, so daß man von einer Guthabenverzinsung kaum mehr reden kann.

    Also hat der BSV nur noch 2 Vorteile. Einen attraktiven Darlehenszinssatz, gut planbar, und Vorteile bei der Besicherung (BSpk. geht nachrangig). Den attraktiven Darlehenszinssatz gibt´s aber nur bei kurzen Laufzeiten. Dementsprechend hoch sind dann die monatlichen Raten.

    Beim eff. Darlehenszinssatz sollte schon eine 2 vor dem Komma stehen, und die Laufzeit sollte so gestaltet werden, dass auch die Raten während der Darlehensphase tragbar sind.

    Dazu solltest Du Dir einen Zahlungsplan erstellen (lassen) in den alle Kosten während der Spar- und Darlehensphase eingetragen sind. Wenn man dann noch die Laufzeiten vergleichbar macht, kann man auch Vergleiche zwischen verschiedenen Kreditarten anstellen, oder überlegen, bei welcher Guthabenverzinsung (Anlage der Raten in anderer Form anstatt BSV) sich die Sache für Euch lohnt.

    Ob es sinnvoll wäre bereits jetzt mit der Planung und dem Hausbau zu beginnen, kann ich nicht beurteilen. Ich kenne ja Eure Lebenssituation nicht, denn auch bei Beamten ist ja ein Ortswechsel nicht unbedingt auszuschließen. Wer weiß, vielleicht habt Ihr in den nächsten 5 Jahren ja noch ganz andere Pläne.

    Auf jeden Fall Vorsicht vor Anlagen die hohe Renditen versprechen, denn das funktioniert nur mit entsprechendem Risiko.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Bautz Beitrag anzeigen
    Spass beiseite, für sich genommen wirkt diese Aussage einigermaßen blödsinnig. Warum sollen niedrige Darlehenszinsen für Dich so nachteilig wirken? Gibts da einen Grund?
    Das sind Kurzläufer die meist mit 8 Promille pro Monat (o.ä.) das budget belasten. Mit der schnellen Entschuldung kann er sich später aber eine höhere Darlehenssumme verbauen, einfach weil die monatliche Liquidität das nicht her gibt.

    Deswegen finde ich Deinen Hinweis:

    Zitat Zitat von Bautz Beitrag anzeigen
    da BS-Darlehen i.d.R. schnell getilgt werden müssen => hohe Monatsrate!
    auch so wichtig.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6

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    Zitat Zitat von schlacks Beitrag anzeigen
    Würdet ihr einen BSV abschließen ?
    NEIN.

    http://www.bauexpertenforum.de/showt...ight=osteuropa

    #18 und andere.
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  8. #7

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    Es gibt ja unabhängig von den Guthaben- und den Darlehenszinsen auch noch andere Aspekte:
    Wie hoch muss die Ansparsumme sein und wie schnell kann die erreicht werden und zweitens: Wie hoch ist die spätere monatliche Rate. Denn auch da gibt es je nach Tarif erhebliche Unterschiede!!
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  9. #8

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    Zitat Zitat von C. Schwarze Beitrag anzeigen
    Ich hatte oben schon geschrieben.

    Zitat Zitat von R.B.
    Auf jeden Fall Vorsicht vor Anlagen die hohe Renditen versprechen, denn das funktioniert nur mit entsprechendem Risiko.
    Ich kann nicht sagen, ob der Fragesteller bereit ist ein Risiko einzugehen.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Ich kann nicht sagen, ob der Fragesteller bereit ist ein Risiko einzugehen.

    Gruß
    Ralf
    Gefragt habe ich Sie dazu aber auch nicht.

    Das Schöne ist ja, jeder kann sich selbst eine Meinung bilden.
    Vorrausgesetzt er wird auf die Möglichkeiten und Risiken hingewiesen.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von C. Schwarze Beitrag anzeigen
    Vorrausgesetzt er wird auf die Möglichkeiten und Risiken hingewiesen.
    Deswegen hatte ich oben darauf hingewiesen.

    Nachdem der Zeitplan (ca. 5 Jahre) feststeht, würde ich zum aktuellen Zeitpunkt von einer Anlage in Aktien, Aktienfonds absehen. Das anzulegende Kapital ist sowieso überschaubar, und als Sparplan haut das auf die Rendite. Da sollte Kapitalsicherung höhere Priorität haben, so dass man jederzeit flexibel ist und mit dem Hausbau beginnen kann. Vielleicht werden aus den 5 Jahren auch 6 Jahre, oder nur 4 Jahre, oder was weiß ich.
    Dann ist man mit einer Fondsanlage schnell gekniffen wenn man nicht ständig aufpassen und reagieren kann.

    Für den Vermögensaufbau, neben dem eigenen Haus, hat der Fragesteller aufgrund seines Alters noch genügend Zeit. Es kommen wieder Zeiten wo der Dax am Boden liegt, und der Fragesteller mit seinem Hausbau alles auf der Reihe hat. Dann kann er sich auch um solche Themen kümmern.

    Gruß
    Ralf
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  12. #11

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    Hallo Schlacks,

    ich würde mir das auch sehr gut überlegen, ob ich mich mit einem (weiteren) BSV binde oder anderweitig anspare und flexibel bleibe. Wenn Du dieses Forum hier durchstreifst, findest Du mehr Kritiker als Befürworter von BSV. Auch ich bekenne mich zu den ersteren. Aber das kann man recht gut rechnen (lassen), natürlich immer unter ein paar Annahmen. Die BSK sollte einem dabei den Effektivzins der Gesamtkombination angeben (können sie schon, wenn sie wollen, aber sie wollen nicht immer, leider.)

    Wenn Du für PN freigeschaltet wärest, würde ich Dir eine schreiben.

    Gruß
    Seev
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  13. #12

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    Sehe den Hauptnachteil in deinem Falle auch in der verlorenen Flexibilität. Denn wenn ihr euch jetzt gerade über Eigenheime etc. schlau macht kommt der Wunsch nach einem selbigen evtl. doch ganz plötzlich. 5-6 Jahre warten und dann evtl. bei höheren Zinsen bauen?

    Wenn ihr weiteres Geld auf der Kante habt, mit welchem ihr einen BSV auch vorzeitig vollsparen könnt um auch kurzfristig an das Bauspargeld zu kommen bitte. Ansonsten eher nicht. Bedenkt auch, dass die Rückzahlungsraten der Bausparer recht hoch sind. Wenn ihr viel Kapital aus Bausparern in Anspruch nehmt sind insbesondere in den ersten Jahren eure Rückzahlungsraten sehr hoch.

    Wenn euch das nicht abschreckt könnt ihr euch andererseits einen Teil der Finanzierung über den Bausparer zu "günstigen" Konditionen sichern.

    EDIT:
    sehe gerade, dass hier (http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=45482) eine Diskussion zu genau diesem Thema gibt.
    Geändert von marzipan (20.07.2010 um 08:29 Uhr) Grund: Zusatzinfo
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  14. #13
    Avatar von Caliosthro
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    Ich sehe da eher Nachteile

    Hallo

    Ich bin ein gebranntes Kind was BSV angeht und möchte dir gerne schildern warum.

    EK -> gering-geht so

    Wir haben uns damals auch einen BSV schön reden lassen und für 200.000€ abgeschlossen.
    Zuerst tat die Gebühr mit 2000€ richtig weh.
    Dann müssten wir (um im BSV Plan zu bleiben) mtl. 800€ einzahlen.
    Konnten wir nicht...also weniger.

    Jetzt, wo das Thema Bauen für uns wieder aktiv interessant wird habe ich (auch hier) meinen BSV rausgeholt und dachte ich werd nicht mehr.

    Bei im Schnitt 6 Promille Rückzahlrate (und die ist nicht variabel) kommst du bei der Summe auf sportliche 1200€.
    Damit dürfte bei normalen bis mittelmäßigen Einkommen der gesamte Finanzierungsrahmen ausgeschöpft sein.

    Jetzt versuch aber mal für 200.000€ Grundstück und Haus zu kriegen.

    Ich bin damit voll aufs Maul gefallen und denke, dass die Kassen im Moment ganz hinten an stehen.
    Denn die Bauzinsen müssten schon um Einiges ansteigen um wieder schlechter dazustehen.

    Mein (persönliches) Fazit...

    Finger wech vom BSV.

    MfG
    Caliosthro
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Hallo,

    dann bring ich auch mal meine persönliche Erfahrung ein:

    BSV vor 3 Jahren abgeschlossen, dem Berater klar gemacht, dass das nicht die gesamte Finanzierung sein wird, sondern nur ein Baustein. Bausparsumme war dann 60000, allerdings mussten wir den Berater einbremsen, der hätte uns gerne einen größeren BSV aufgedrängt. Das war unangenehm. Geplant war damals, in 7-10 Jahren zu bauen/kaufen.

    Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt: Dieses Frühjahr lief uns unser Haus über den Weg. Bausparer noch lange nicht zuteilungsreif, aber anderweitig EK vorhanden. Der Rest der Finanzierung läuft über öffentl. Förderung (Labo) und ein Annuitätendarlehen.

    Vordergründig bringt uns der BSV erstmal nix. Wir besparen ihn langsamer als geplant, und werden wahrscheinlich die Labo-Förderung nach 10 Jahren damit ablösen. Das bringt uns Sicherheit, falls die Zinsen steigen. Vorteil: Die Bausparkasse geht - wie die Labo - nachrangig ins Grundbuch. Nachteil natürlich: niedrige Guthabenzinsen.

    Ich würde das heute wieder so machen. Wenn damals allerdings klar gewesen wäre, dass der Zeithorizont nur 3-4 Jahre sein würde, bin ich mir nicht sicher. Es kommt halt immer auf die Situation an...
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  17. #15

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    Clou hat recht, Wünsche klar äußern und nur das machen, was man versteht und will.
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