Ergebnis 1 bis 9 von 9

EFH 2-stöckig ohne Keller: Fundament?

Diskutiere EFH 2-stöckig ohne Keller: Fundament? im Forum Beton- und Stahlbetonarbeiten auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    07.2010
    Ort
    Regensburg
    Beruf
    Informatiker
    Beiträge
    6

    EFH 2-stöckig ohne Keller: Fundament?

    Hallo,

    ein Bauunternehmer bietet mir an, anstatt das Haus auf eine 18er Bodenplatte mit Fundament zu stellen, einfach eine 30er Bodenplatte zu machen und darunter 12 cm Styrodur-Platten. Von der Kosten her wäre es günstiger, besser wärmegedämmt und die 30er Bodenplatte ein vollwertiger Ersatz für ein Fundament. Ist das richtig? Alleine die 30er Bodenplatte mit den Styrodur-Platten erweckt bei mir das Gefühl als würde das Haus schwimmen.

    Bauweise ist übrigens eine Ziegelmauerwerk, geklebt, also keine Holzständerbauweise. Bei Holzständerbauweise ist mir dieses vorgehen selber schon bekannt.

    Was ist Eure Meinung dazu?

    Grüße und Danke für die Tipps
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. EFH 2-stöckig ohne Keller: Fundament?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    01.2004
    Ort
    Kornwestheim
    Beruf
    Bauingenieur
    Benutzertitelzusatz
    Nachdenken kostet extra.
    Beiträge
    5,636
    Nachtrag Baugrundgutachten + Tragwerksplaner = bewerteter Lösungsvorschlag.
    - Warum 30 cm und nicht 25cm?
    - Warum Dämmung unter der Bopla statt drauf?
    - Warum sind Fundamente statt Bopla geplant?
    - Warum ist das nicht über die Planer gefiltert?
    - Warum ist das nicht vor LV angedacht worden?
    - Was ist mit Frostschürzen?
    - Wie sieht das Detail Bopla/Wandfuß aus?
    - so viele Fragen

    kann man auch ignorieren und einfach irgendwie so machen (lassen)
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    01.2010
    Ort
    Saarland
    Beruf
    Betriebswirt
    Beiträge
    1,894
    So wie ich den Fragesteller verstehe, will der BU das Fundament - also wohl die Frostschürze - weglassen. Das habe ich an anderen Baustellen auch schon gesehen.

    ABER!!!

    Ich habe mit meinem Bodengutachter mich genau über diesen Punkt unterhalten und der rät eindringlich davon ab, die Frostschürzen einsparen zu wollen, wenn ohne Keller gebaut wird. Er hat in der Vergangenheit schon öfter Schäden an Wohnhäusern gesehen, die ohne Frostschürze gebaut wurden. Grund waren entweder quellende Böden oder gefrierende Böden im Winter. Und das dann auch bis unter die BoPla
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    MoRüBe
    Gast

    Das passiert...

    Zitat Zitat von ecobauer Beitrag anzeigen
    ABER!!!
    ... wenn das Leute ausführen, die keinen blassen Schimmer von dem System und deren Ausführung haben. Und so, wie sich das oben anhört, hat der BU keinen blassen schimmer, was er da eigentlich macht und vor allem, warum er das macht.

    Deswegen ist das System nicht schlecht. Man muß es nur kennen.

    Aber ich sage auch: Ziegelbauweise, holla und dann mit 3035 cs drunter
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    01.2004
    Ort
    Kornwestheim
    Beruf
    Bauingenieur
    Benutzertitelzusatz
    Nachdenken kostet extra.
    Beiträge
    5,636
    Ziegelmauerwerk und 2-geschossig. -> idR Betondecke

    Da geht es auch um die Innenfundamente.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2010
    Ort
    Regensburg
    Beruf
    Informatiker
    Beiträge
    6
    Hallo,

    zu Euren Fragen:
    Warum 30 und nicht 25? 30 finde ich defintiv besser, außerdem kam der Vorschlag vom BU.

    Warum Isolierung unter den Bodenplatte darunter? Weil mir von mehreren BU bestätigt wurde, dass dies das "empfohlene" Vorgehen ist. Über der Bodenplatte soll auch noch mal eine dünne Isolierschicht wg. der FBH.

    Warum Fundamente?
    Ich kenne nur die Bauweise mit Fundamente. Deswegen bin ich hier, weil ich nicht weiß ob die Bodenplatte ohne Fundament die richte Wahl ist.

    Planer gefiltert? Verstehe die Frage nicht.

    Frostschürze:
    Hab diese Bild hier studiert : http://www.enev24.de/grafik/bopla/oben-T14.gif
    Wenn ich das richtige verstehe ist die Frostschürze eine kleines Stück am Rande der Bodenplatte, das trotzdem noch wie ein Fundament in den Boden ragt, nur nicht so weit und als Frostschild dient? Nein so etwas ist nicht geplant. Lediglich eine Perimeterdämmung. Bringt eine Frostschürze auch noch einen Nutzen wenn direkt unter der Bodenplatte eine Isolierung ist? Der Boden under der Bodenplatte wird ja eh kaum mehr vom Haus gewärmt.

    Eine Detailzeichnung frage ich sicherheitshalber nochmal an.

    Generell gilt der Bauunternehmen (kleiners Unternehmen mit ca. 20 Leute) als sehr sauber arbeitendes Unternehmen bei uns in der Gegend hier.

    Klar eine tragende 24er Mauer, gemörtelt, geht noch mitten durch das Haus. Auf dieser liegen dann die Betondecke vom EG und vom 1. OG auf.

    Wenn ich es jetzt richtig Verstehe, empfehlt ihr mir für das Häuschen (10x14m) durchaus den Weg mit der Bodenplatte, allerdings mit dem Mini-Fundament als Frostschürze? Richtig?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    04.2009
    Ort
    Hessen
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    676
    planer gefiltert bedeutet schlicht und ergreifend, dass du die änderung der konstruktion mit deinen planern (statiker/tragwerksplaner und architekt) abstimmen sollst.

    wenn dort fundamente (streifen- oder einzelfundamente) vorgesehen sind, dürfte dein statiker wohl einen grund dafür gehabt haben. vielleicht ein nicht vorhandenes bodengutachten und dann wurde einfach eine zulässige bodenpressung angenommen?

    ich glaube nicht, dass hier die bodenplatte mit frostschürzen ausdrücklich empfohlen wurde. das liegt einfach daran, dass niemand deine statik und deinen boden kennt, also schlicht und ergreifend weiss niemand ob das sinn macht. die dicke einer deratigen platte muss durch den tragwerksplaner dimensioniert werden. auf der basis eines entsprechenden bodengutachtens. mehr wird hier niemand dazu sagen können. ob 25, 30 oder sogar mehr (ja, das kann passieren) hängt von diversen faktoren ab.

    es ist keine unübliche bauweise. ein verzicht auf frostschürzen kann möglich sein muss aber wohlgeplant werden.

    die vorgaben wohin deine dämmung kommt machen dir nicht die unternehmer sondern deine planer. das sind details die im wärmeschutznachweis berechnet und dann später in der ausführungsplanung geplant werden.

    schwarz
    Geändert von Schwarz (22.07.2010 um 10:27 Uhr) Grund: Tippfehler
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  10. #8
    gast3
    Gast

    also ..

    Bodengutachten gibt es wohl keines - Überraschungen, Tränen und Kosten kommen dann später - warum nicht ? Seid ja alt genug.

    Aber ohne, ist die Frage wie zu gründen ist nun einmal hirnrissig, aber ..

    gegen eine Gründung mittels Bodenplatte spricht natürlich nichts, Frostschürze würde ich aber hier empfehlen (und sei es zur Schadensbegrenzung), denn ohne (S. MoRüBe) da sollte man schon wissen, was man tut.




    ansonsten s. #7 - da war der Hr. Schwarz schneller
    Geändert von gast3 (22.07.2010 um 10:33 Uhr) Grund: Ergänzung
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #9
    Bauexpertenforum Avatar von mls
    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    obb, d, oö
    Beruf
    twp, bp
    Beiträge
    13,790
    kein bgga .. und ausgerechnet regensburg, wo alles unter der grasnabe
    liegt, was die menschheit kennt und wo sich von einer flurnr. zur nächsten
    der baugrund völlig ändern kann ..

    die planung von mäuserennbahnen und pseudobodenplatten ist billig.
    dafür ist das bauen teuer.

    aus der reichhaltigen rezeptsammlung:
    es kann sein, dass bgga/twp auf jegliche tiefere einbindung verzichten ..
    es kann auch sein, dass schlanke, nichtablastende frostschürzen bis in
    erhebliche tiefe als unterspülschutz vorgesehen werden ..
    alles ist möglich, alles schon mal durchlitten

    für das thema wärmebrücke findet sich vergleichsweise einfach eine
    lösung .. wenn der rest klar ist.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen