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  1. #1
    seelomat
    Gast

    Baufinazierung mit Anschlussdarlehn per BSV

    Hallo,
    ich plane ein Haus zu kaufen für 127.00€. Der Kaufpreis soll finanziert werden, die Kaufnebnekosten will ich durch Eigenkapital decken.

    Ich habe ein Finanzierungsangebot mit einem KfW-Darlehen über 45.000€ 3,5% Zinsen mit Volltilgung in 10 Jahren. Dazu einen Hypothekendarlehen über 82.000€ 4% Zinsen für 10Jahre 2% Tilgung. Beide Raten zusammen betragen dann etwa 900€/Monat.
    Restschuld würde dann nach 10 Jahren 62.000€ betragen.

    Mit wurde jetzt eine Finanzierung schmackhaft gemacht, die etwa so aussieht:
    127€ Bankkredit mit 3,9% Zinsen und 1% Tilgung, dazu ein Bausparvertrag mit 2,5%, der nach der Zinsbindung in 10 Jahren Zuteilungsreif ist. Die Differnz von 1 zu 2% Tilgung werden in den Bausparvertrag eingezahlt. Die Gesamtbelastung würde bei etwa 900€ bleiben.
    Für die Restschuld hätte ich dann den günstigen Zinssatz gesichert.
    Also besonderer Vorteil wurde mir gesagt, dass ich flexibles Einzahlen und durch Sondereinzahlungen in den BSV eine sehr flexible Finanzierung bekommen würde.

    Eine genaues Angebot habe ich noch nicht bekommen, ich wollte mich aber im Vorfeld schon mal über diese Art von Finanzierung informieren.

    Interessant wird das ganze natürlich nur, wenn ich das Angebot erhalten habe und ich die Gesamtkosten abschätzen kann.
    Ich kenne mich mit Bausparverträgen nicht aus. Gibt es besondere Faktoren, die ich nicht kenne und die das ganze teurer werden lassen können, als mir das Angebot glaubhaft machen will?

    Ist so eine Art Finanzierung generell sinnvoll oder ist das Risiko eines höheren Zinssatzes bei einer Restschuld von 62.000€ und Raten von 900€ verhältnismäßig gering?

    Ich bin für jederart Tipps dankbar.

    Christian
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  2. Baufinazierung mit Anschlussdarlehn per BSV

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Hier gibt's schon etliche Threads zum Thema Bausparer mit Zwischenfinanzierung. Aber dieses Angebot finde ich schon ziemlich dreist.
    Das Darlehen, das Du jetzt mit 3,9 % aufnimmst, hat nach 10 Jahren eine Restschuld von ca. 112000 Euro. Bei 1 % Tilgung ist das so. Steckst Du nur die Differenz zu 2 % Tilgung in den Bausparer, dann hast Du gerade mal 17000 Euro (zzgl. Guthabenzins, aber das macht den Kohl nicht fett) angespart. Damit kriegst Du natürlich keine Zuteilung, Du musst also deutlich mehr ansparen.

    Das Angebot, dass Du hast, ist deutlich besser. Wenn Du trotzdem flexibel sein willst und glaubst, dass Du auch mal zusätzlich zu den 900 Euro monatlich was stemmen kannst, dann vereinbare für den 2. Kredit eine Sondertilgungsmöglichkeit. Wenn Du die wahrnimmst, ist die Restschuld nach 10 Jahren noch geringer, und Du sparst deutlich mehr (nämlich teure Zinsen), als Du mit Einzahlungen in den Bausparer "verdienen" könntest.
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  4. #3

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    Hallo,

    das nennt sich Bausparzwischen- (oder besser?) Bausparvorfinanzierung. Lies mal hier im Forum und benutze die Suchfunktion.

    Hier im Forum sind sich wohl die allermeisten einig, daß eine solche Kombi, wenn man noch keinen BSV seit längerem laufen hat, keinen Sinn macht, da unwirtschaftlich. Die vielgepriesene Flexibilität erreichst Du ebenso mit einem gut verhandelten Bankdarlehen. Dabei wäre natürlich noch ein bischen Eigenkapital von Vorteil, aber evtl. nicht Bedingung. Eine BS-Finanzierung anstelle einer reinen Bankfinanzierung, die die Bank nicht mitmacht, ist keinesfalls zu empfehlen.

    Was soll das für ein KFW-Darlehen werden? Programm-Nr.? Willst Du selbst einziehen?

    Gruß Seev
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  5. #4

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    Zitat Zitat von seelomat Beitrag anzeigen
    Ich kenne mich mit Bausparverträgen nicht aus. Gibt es besondere Faktoren, die ich nicht kenne und die das ganze teurer werden lassen können, als mir das Angebot glaubhaft machen will?
    Wie schon gesagt, im Forum lesen. Neben den Abschlußgebühren kommt auch eine schlechte Guthabenverzinsung hinzu. Man muss bei den BSV sehr genau schauen, welcher Tarif passt.

    Für Deine Konstellation wäre ein BSV aber denkbar ungeeignet. Vereinbare eine möglichst hohe Tilgung (soviel Deinerseits jeden Monat mit Sicherheit machbar), und für die Flexibilität noch eine Sondertilgungsoption. Dann tilgen was Du schultern kannst, und Dir kann nach Ablauf der Zinsfestschreibung der Zinssatz ziemlich egal sein, weil die Restschuld nur noch gering ist.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Hallo,

    ich lasse jetzt einmal alle Berechnungen, wie Ansparverluste usw. außen vor und bitte Dich einmal logisch zu überdenken.

    Nehmen wir nur einmal den KfW-Anteil.
    Der hat einen Zinssatz von 3,45 % und ist nach 10 Jahren vollständig getilgt.
    Warum solltest Du das tauschen gegen ein Darlehen mit einem Zinssatz von 3,90 % und einer Laufzeit von mindestens 20 Jahren??????????????????
    Auch wenn nach 10 Jahren, evtl. der Zinssatz bei 2 komma irgendwas liegen sollte.

    Klingt das logisch?

    Beste Grüße
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  7. #6
    seelomat
    Gast
    Hallo,
    erst mal vielen Dank für die schnellen Antworten.

    @Seev:
    Danke, genau nach solchen Stichworten habe ich gesucht, ich wußte nicht, wie man solch eine Finanzierung nennt und bin deshalb bei meiner Suche nicht wirklich fündig geworden.
    Das ist jetzt anders.
    KfW Programm wäre Nr. 124 - ich will selber einziehen.

    @musiker:
    Ich habe mich da mit der Differenz von 1 zu 2% schlecht bzw falsch ausgedrückt. Ansparen will ich dabei die Differenz zu den 900€ - sind etwa 380€. Damit sieht die Rechnung nicht mehr ganz so blöd aus.

    @alle
    Ich bin nun ein ganzes Stück schlauer.
    Nach Euren Aussagen klingt das ganze wirklich nicht sehr sinnvoll.
    Finanzberater sind halt Hauptberuflich verkäufer und wissen es, wie man sachen schön redet...(sollesn sie auch ruhig machen - für den unerfahrenen Kunden gibts ja zum Glück Foren wie dieses)

    Jut, ich bekomme jetzt sowieso ein genaues Angebot erstellt. Das werde ich dann mal sehr genau prüfen.

    Christian
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