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Sommerlicher Wärmeschutz bei Porenbeton

Diskutiere Sommerlicher Wärmeschutz bei Porenbeton im Forum Bauphysik allgemein auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Sommerlicher Wärmeschutz bei Porenbeton

    Hallo Bauexperten,

    für den Neubau eines EFH, KfW 70 förderfähig (Antrag ging noch rechtzeitig ein) wurde als Aussenmauerwerk vom GU ein monolithisches Aussenmauerwerk Ytong 36,5 cm mit Lamda=0,09 geplant. Neben der Erdwärmepumpe ist ein kontrollierte Be und Entlüftung mit WRG vorgesehen (vorrangig wegen Allergie). Kostenneutral könnte ich mich jetzt aber noch für ne 24 ytong wand mit wdvs entscheiden. Bei den aktuellen Wetterbedingungen komme ich nun wieder ins grübeln, da ich in den nächsten Jahrzehnten mit immer extremeren wetter rechne. Nun die Frage:

    Was ist für den sommerlichen Wärmeschutz besser geeignet , monolithische bauweise oder mit wdvs, und wieso? Hab leider auch bei ytong keine Angaben zu Kennwerten wie der Phasenverschiebung gefunden. Wie wichtig wäre dieser Wert?

    Weitere noch offene Enscheidungsmöglichkeit ist in diesem Zusammenhang ob man sich für gemauerte oder trockenbauwände entscheidet, sofern dies auf die Dynamik einen Einfluss hat.

    Viele Grüße,

    Tobse
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  2. Sommerlicher Wärmeschutz bei Porenbeton

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  3. #2

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    hallo Tobse,

    was vom außenwandaufbau besser ist kann ich dir nicht sagen,
    nur bei den innenwänden würd ich dick und massiv bevorzugen,
    so eine dicke massive innenwand ist eine träge angelegenheit,
    mehrer tonnen stein speichern die ennergie schon gewaltig.
    wenn wir im winter kurz alles aufreißen und anschließend wieder schließen
    ist binnen kürzester zeit fast wieder die gleiche temp. wie vorher in dem raum
    und das ohne heizung weil die steine (24er ziegel) die raumtemp. haben.
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  4. #3
    MoRüBe
    Gast

    wie bekommt man...

    ... mit nem 36,5er Porenbeton nen Eff 70 hin???
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  5. #4

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    Zitat Zitat von tobse Beitrag anzeigen
    Was ist für den sommerlichen Wärmeschutz besser geeignet , monolithische bauweise oder mit wdvs, und wieso? Hab leider auch bei ytong keine Angaben zu Kennwerten wie der Phasenverschiebung gefunden. Wie wichtig wäre dieser Wert?
    ...wenig bis ganz unwichtig.
    -
    Viel einflussreicher sind Abschattung und Nutzerverhalten. Wenn sich ein richtig massiver Bau aufgeheizt hat (weil die Kinder ständig die Tür auflassen), dann kriegst du das auch über Nacht nicht raus (unter der Annahme dass auch du das EG nicht über Nacht völlig offen stehen lassen möchtest...)
    Aus diesem Grund bau ich bei mir gerade ein einfache Lüftungsanlage ein.
    Alleine die stundenweise Probeläufe sind schon sehr erfreulich.
    Es hat schon was wenn du morgens mit 23°C beginnst statt mit einer Raumtemperatur von auch schon mal 27°C und mehr....
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  6. #5
    Avatar von rainerS.punkt
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    Moin,

    wichtig ist bei einem so hoch gedämmtem Bau, egal wie, dass tags gar keine Wärme reinkommt. Also rechtzeitig Außenrolläden zu. Wir schaffen in unserem (KfW40, EnEV 2007) derzeit im EG 26 °C innen bei 35 °C außen.

    Wir haben auch ein KWL, aber ohne Sommer-Bypass, weshalb sie im Sommer nur im absoluten Minimalmodus läuft.

    (Wir starten morgens auch mit 26 °C, aber das ändert sich im Laufe des Tages eigentlich nicht.)


    ciao
    Rainer
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  7. #6

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    wir haben den 33-38° morgens im Haus so 22-24°, mit nächtlichem manuelle Lüften. (24er Ziegel+12WDVS)
    Aber wie schon gesagt: A und O ist Beschattung und Fenster / Türen möglichst geschlossen halten.
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  8. #7

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    Kleiner Tip bei Dachflächenfenstern ohne Rolladen :
    Rettungsdecken kaufen (ca2€) und drüberziehen.
    Die Dinger sind 2,1*1,6m.
    Da sie einreissen können, wenn zuviel Wind ist,
    einfach oben und unten ein-zweimal umschlagen.
    Wenn man einen Spalt läßt, ist es auch nicht ganz dunkel.
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  9. #8
    Avatar von rainerS.punkt
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    Zitat Zitat von kehd Beitrag anzeigen
    Kleiner Tip bei Dachflächenfenstern ohne Rolladen :
    Rettungsdecken kaufen (ca2€) und drüberziehen.
    Die Dinger sind 2,1*1,6m.
    Da sie einreissen können, wenn zuviel Wind ist,
    einfach oben und unten ein-zweimal umschlagen.
    Wenn man einen Spalt läßt, ist es auch nicht ganz dunkel.
    Da wir hier von Neubau reden, würde ich eher "Rolläden nicht vergessen" empfehlen.


    ciao
    Rainer
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  10. #9

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    Mein Tipp - wenn sommerlicher Wärmeschutz, dann auf schwere Steine gehen.
    Hat auch den Vorteil, dass jede Schicht dass macht, was sie am besten kann. Der Stein tragen und die Dämmung dämmen.
    Porenbeton ist wie ein 911er mit Anhänger
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  11. #10

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    Unser BT sagte uns, die könne man leicht nachrüsten. Als wir mit dem Elektriker oben waren, war das Dach schon komplett ausgebaut. Wir habe uns dann nicht mehr getraut, die Dämmung zu durchbohren.
    jetzt wird es wohl irgendwann welche mit Akkus und Solarzellen geben.
    Bis dahin halt die Rettungsdecken.
    Wenn wir nochmal bauen würden, wüßte ich, was wir anders machen würden...
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  12. #11
    Avatar von rainerS.punkt
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    Zitat Zitat von kehd Beitrag anzeigen
    Wenn wir nochmal bauen würden, wüßte ich, was wir anders machen würden...
    DAS geht uns doch allen so ;-)
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  13. #12

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    bei uns liegt das Stromkabel am Dachfenster, aber den Rollo haben wir ncoh nciht....(ist aber nur ein sehr kleines Fenster in teilweise abgeschatteter Westlage)
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  14. #13
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    danke für die vielen und aufschlussreichen Antworten.

    habe jetzt folgende Maßnahmen aufgenommen:

    * Innenwände KS 11,5 cm bzw. 17,5 cm für die eine tragende wand
    * Kunststoff Rollläden an allen Fenster jetzt auch im OG

    vorher hatte ich schon:

    * keine Dachflächenfenster (stadtvilla mit kaltdach)
    * Lüftungsanlage (aber ohne Bypass)

    überlege jetzt noch bezüglich

    * Bypass für "Ausschalten" der Wärmerückgewinnung, auch im Sommer soll ja die Lüftung wegen der Pollenbelastung laufen

    * Leider immer noch unschlüssig ob monolithisch oder mit wdvs
    - vielleicht ja auch egal, weils nur ne zweitranige ordnung spielt und ich mit den obigen Punkten die Problematik besser löse
    @ Ralf Dühlmeyer Wäre die Variante mit "festerem porenbeton" + wdvs für den sommerlichen Wärmeschutz nur unwesentlich besser? oder lässt sich diese Problematik generell mit Porenbeton schlechter lösen als mit andere Baustoffen für die Aussenwand?

    @MoRüBe
    wir haben ein sehr kompakte Bauweise und ne gute HimmelsAusrichtung was sich wohl sehr günstig auf die Berechnung ausgewirkt hat
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    MoRüBe
    Gast

    ein...

    Zitat Zitat von tobse Beitrag anzeigen
    @MoRüBe
    wir haben ein sehr kompakte Bauweise und ne gute HimmelsAusrichtung was sich wohl sehr günstig auf die Berechnung ausgewirkt hat
    U-Wert von 0,23 bleibt bei 0,23, mithin knapp ENEV-Mindeststandard. Da fragt man sich schon, wie da eff 70 zusammengelogen wird...
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  17. #15

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    Zitat Zitat von tobse Beitrag anzeigen
    überlege jetzt noch bezüglich

    * Bypass für "Ausschalten" der Wärmerückgewinnung, auch im Sommer soll ja die Lüftung wegen der Pollenbelastung laufen

    * Leider immer noch unschlüssig ob monolithisch oder mit wdvs
    Bypass ist dann interessant wenn sich (zB weil die Türen zu oft aufgestanden haben...oder vergessen wurde die Rolläden zu schließen) das Haus stark aufgeheizt hat unter Umgehung des Wärmetauschers schnell kühle Luft einzubringen. Der Bypass läuft dann hoffentlich auch über Pollenfilter.
    Unter normalen Bedingung (bei ggf reduzierter Lüftungsrate) funktioniert die Wärmerückgewinnung im Sommer als "Kälte"rückgewinnung.
    -
    Falls keine besonderen Ansprüche an Schall gestellt werden und alle anderen Parameter stimmen, dürfte das keinen Unterschied machen (wohngefühlt).
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