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welcher Lastfall ?

Diskutiere welcher Lastfall ? im Forum Praxisausführungen und Details auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Ausrufezeichen welcher Lastfall ?

    Hallo an die Experten.

    Ich habe eine Frage zum folgenden Sachverhalt.

    Laut Bodengutachten sind die anstehenden Sande auf dem Grundstück SE/SU, in Verbindung mit dem Grundwasserspiegel HGW bei 0,7-0,9 unter GOK, berührt also die Gründungssohle.

    Ich habe keine Rollierung unter der Bodenplatte, nur eine Noppenbahn und die angefundenen SE/SU-Sande.

    Der Bodengutachter sagt im Gutachten:

    Lastfall 4, wenn geeignete kapillarbrechende Schicht (min 15cm) unter BoPla eingebaut wird.

    Wurde nun aber nicht........

    Bei normalem bis starkem Regen steht das Wasser an der Bodenplatte und versickert extrem langsam bzw. sehr schlecht wegen dem relativ hohen Grundwasserstand und den Sanden.
    Drainage ist nicht geplant worden sondern nur Versickerungsschacht, bei einem Versickerungswert 10 hoch-4 (keine Ahnung welche Tastenkombi)

    Die Oberkante Bodenplatte ist ca. 10 cm über GOK, wobei noch Boden angefüllt werden sollte(laut Aussage GÜ) + 18cm Fußbodenaufbau.

    Ist der Lastfall Eurer Meinung nach richtig?
    Ist die Planung korrekt, wenn nur Noppenbahn anstatt Rollierung und Bitumenbahn-Abdichtung auf der Bopla ausgeführt worden ist?

    Ich bitte um Eure Meinung und bedanke mich im Voraus.

    Wenn weitere Infos / Angaben benötigt werden sollten, bitte Fragen!!
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  2. welcher Lastfall ?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    lastfall

    moin moin,

    wie begründen denn Ihr planer/bauleiter die abweichung vom bodengutachten?

    Freundliche grüße aus berlin
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  4. #3

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    Der Bodengutachter sagt im Gutachten:

    Lastfall 4, wenn geeignete kapillarbrechende Schicht (min 15cm) unter BoPla eingebaut wird.
    und

    Wurde nun aber nicht........
    ...da kann man sich schon fragen, wozu man so ein Baugrundgutachten überhaupt in Auftrag gibt, wenn es den Planer/ BU nicht interessiert.

    War denn eine kapillarbrechende Schicht im Plan eingezeichnet? War sie im LV ausgeschrieben....

    Wenn JA, dann kriegt der BU was auf die Mütze, weil er von der Planung abgewichen ist (und der Bauleiter evtl. auch, weil er den Einbau gem. Plan nicht überwacht/ überprüft hat); wenn NEIN, so kriegt der Planer was in s Kreuz...woher soll der BUZ wissen, was er machen soll...andererseits sollte man dann auch nicht einfach daruflosbauen....

    Kläre uns mal über die Umstände näher auf.

    Grüße

    Thomas
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  5. #4

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    Für mich klingt das alles nach James-Dean-Bauen:

    Denn sie wissen nicht, was sie tun
    Kappilarbrechende Schicht macht man nur unter Räumen mit geringen Anforderungen an die Nutzung (also echten Kellerräumen), um sich die Dampfsperre zu sparen.
    Da es sich wohl ein EFH ohne Keller handelt, ist das mit der Kiesschicht schon mal Humbug!

    Eine Noppenbahn unter (????) der Bopla ist auch nicht i.O., wenn sie an Stelle einer Beton-Sauberkeitsschicht eingebaut wurde.

    Was mit nicht erklärlich ist, ist die Tatsache, dass Wasser 70 unter Gelände auf Gründungsebene liegen soll, wenn OK BoPla 10 über Gelände liegt.
    Dicke der BoPla 80 cm .

    Wessen Vertragspartner ist der Planer und wer macht die Bauleitung?
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  6. #5

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    Wessen Vertragspartner ist der Planer und wer macht die Bauleitung?
    ...ich denke wir ahnen wer hier was (nicht) macht....
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  7. #6

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    Immer wieder dasselbe. Bodenplatte zu tief geplant und der Baugrundgutachter schreibt offensichtlich halbseidene Schlussfolgerungen/Empfehlungen. Das Hauptproblem dürfte auch hier nicht die Abdichtung der Bodenplatte sein, sondern die druckwasserdichten Anschlüsse von Haus- und Terrassentüren, wenn das Wasser irgendwann (z.B. Starkregen/Wolkenbruch) mal über OK Bodenplatte steht. Dass die Noppenbahn unter der BoPla nur 12. Wahl ist, versteht sich von selbst.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Danke für die bisherigen Einschätzungen!

    Vielleicht hilfts ein wenig weiter.....

    Bodengutachten ergab bis 6,2m unter GOK lockere bis sehr lockere Sande mit SE /SU Klasse und Grundwasser bei ca. 1,7m unter GOK (HGW bei ca. 0,7-0,9m).

    Aushub des Bodens bis 0,7m unter GOK wurde empfohlen und ausgeführt.

    Einbau einer 20 cm Betonrecycl.-Schicht, verdichtet.

    Lagenweiser Einbau des Aushubes mit gleichzeitigem wässern (lt. Bodengutachten ~8% Wasser beimengen um Verdichtungsgrad 100 DPR zu erreichen)

    aufgefüllt bis GOK (UK- Bodenplatte) Planum +/- 2cm

    Dann hat Rohbauer die Frostschürze ausgegraben (Schaufelbreite) bis auf die BRC-Schicht (also ca. 0,45 unter GOK)und als Perimeterdämmung???und Schalung, Styroporplatten reingestellt

    Rohre wurden verlegt(habe ich nicht mitbekommen wie)

    Noppenbahn(anstelle SKS!!), stark gestückelt auf´s Planum gelegt

    Abstandsleisten (3cm Höhe) aus Kunststoff für 1. BW-Lage

    1. Mattenlage Q188A + Fundamenterder

    Abstandshalter in Schlangenform

    2. Mattenlage Q188A

    Ich baue mit GÜ, der ist gleichzeitig Bauleiter & Objektplaner. Dieser hat aber

    erst die Statik in Auftrag gegeben und dann das Bodengutachten erstellen lassen

    Statik mit Annahme 200 KN/m²

    Im Bodengutachten ist ein Wert von Ks 10-15 MN/m³ angegeben

    Ich füge Bilder an, vlt erkennt ihr etwas darauf.
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  9. #8
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    So! Fotos sind ON.

    Ich hoffe man kann etwas erkennen.

    Ich mache noch ein paar Angaben zu verwendeten Produkten:

    Beton für BoPla lt. Statik C16/20, Größtkornzuschlag 32mm

    Beton für Frostschürze unbewehrt lt. Statik C20/25, Größtkornzuschlag 32mm

    Bewehrung für konstruktive BoPla, 2x Q188A

    Stärke BoPla, 20 cm

    Keine Streifenfundamente

    Wandlast lt. Statik 178,8 KN7m²

    verwendete Steine: Wienerberger Plan T 18 EB, 17,5 Wandstärke
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  10. #9

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    Einzig sinnvoller Rat - hol Dir eigenen Sachverstand auf die Baustelle

    Wenn ich Dein Sockel"detail" sehe, weiß ich gar nicht, wo ich soviel Essen hernehmen soll, um genug kotzen zu können.
    Das alles sieht nach diletanti avanti aus - nach nicht mehr

    Eine Dichtschlämme ist nicht in der Lage, den Übergang zwischen Sohle, Horizontalabdichtung und Mauerwerk auch nur ansatzweise dicht herzustellen.
    Eine Frostschürze bei 45 cm unter OK Gelände dürfte auch in Bärlin nicht den aRdT entsprechen.

    Von der Betonage der Sohle mal ganz zu schweigen!

    Deinen Spitznamen musst vielleicht nicht gleich auf die Baustelle holen, aber ne Menge hast wohl schon.
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  11. #10
    Themenstarter

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    Danke für die "niederschmetternde" Antwort.

    Ich muss sagen der Drops ist bereits gelutscht

    Das Haus ist mit 1000 weiteren Mängeln fast fertig gestellt.
    Estrich ist drin, Elektro Sanitär und FBH installiert, Dämmung+Rigips drinn, Dach drauf, Fenster drinn und 8,0 cm Aussendämmung +1. Putzarmierung drauf.
    Wir haben vor 1 Jahr die Mängel bemerkt, angezeigt und Geld für 2 Rechnungen zurückbehalten (ca. 40K€).
    Die Mängel wurden unter Arbeitseinstellung abgestritten(bis heute)und die Mangelbeseitigung abgelehnt (sind ja schließlich keine Mängel vorhanden)
    Wir sind auf Zahlung verklagt worden.....
    Im Moment benennt ein Gericht SV´s die sich die von uns benannten Mängel bewerten sollen, da unser Gutachten(Privatgutachter) seinerzeit als Parteigutachten abgestempelt wurde.
    Für mich, der 1x die Woche zum Haus fährt um die größer werdenden Risse zu fotografieren, ist es im Moment wichtig, Zuarbeit für den Anwalt zu leisten und die Zusammenhänge zwischen an der Gründung und den Rissen unter den Mittelpfettenauflagern zu verstehen.
    Ich möchte wenn möglich, andere Bauherren VOR Vertragsschluß, sensibilisieren, damit es ihnen nicht so geht wie uns.
    Bilder von den Rissen und vom Baustand füge ich noch an.

    Liebe Bauherren, achtet auf die Bauüberwachung und auf die Verträge(LV ect.).Verlasst Euch nicht auf Prüfstatiker und schon garnicht auf die firmeneigenen Bauüberwacher, Poliere und wie sie alle heissen.
    Es kommt meist nur dabei heraus.
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  12. #11
    Themenstarter

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    so Bilder sind online








    Rest unter meinen Bildern.....
    Geändert von Ralf Dühlmeyer (23.07.2010 um 18:57 Uhr) Grund: Bilder geändert
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  13. #12

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    Gerade wenn der Streit bereits vor Geriicht ausgetragen wird, sollte man mit dem Einstellen von Bildern mit Angaben von Personen und Adresse vorsichtig sein.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13
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    Oh, hab ich etwas übersehen?, habe eigendlich darauf geachtet keine Namen kenntlich zu machen.......ich prüfe!
    Ansonsten kann ich ja mein Grundstück ablichten denke ich.

    Danke
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Shai Hulud
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    Es ging um das Bild mit dem Lineal zum Messen der Rißbreite. Schau dir das Foto nochmal an.
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  17. #15
    Themenstarter

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    jo gerade mitbekommen..


    War keine Absicht!

    Sorry

    Wen es Interessiert, habe ein paar kleine Highlight´s meines Bauvorhabens in ein Album geschoben.....
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