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Unterschiedliche Dämmmaterialien bei Schrägdach

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  1. #1

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    Unterschiedliche Dämmmaterialien bei Schrägdach

    Hallo

    Wir haben einen Altbau von ca. 1900, den wir nach dem Konzept unseres Energieberaters sanieren.

    Dieses Konzept schreibt für das Schrägdach einen neuen U-Wert von 0,165 vor.

    Ich habe daher den U-Wert-Rechner genutzt, von dem ich hier gelesen habe und habe diverse Dinge ausprobiert, um kein Tauwasser zu haben.

    Außerdem habe ich hier gelesen, dass Glaswolle gar nicht, bzw. wenig vor Aussenhitze schützt. Da sei Steinwolle besser.

    Ich möchte die Dämmung nun wie folgt ausführen und bitte Euch / Sie um Rat. Leider ist unser Energieberater zwar Bafa-anerkannt, aber berühmt für seine Fehlentscheidungen und -berechnungen. (Das haben wir erst nach dem Vertrag leidvoll feststellen müssen und von anderen gehört).

    Also, unser Aufbau wäre (von Innen nach Außen):

    Gipskartonplatte (12,5mm)
    Dampfbremse sd=5
    5 cm Steinwolle (118 cm) mit Verlattung aus Fichte
    Dampfbremse sd=5
    20 cm Glaswolle WLG032 (85 cm) mit den alten Rundbalken und angelaschten Fichtsparren, insgesamt 22 cm tief
    Unterdeckbahn sd=0,1m
    Dachziegel inkl. Lattung

    Ist diese Verwendung von Glas- und Steinwolle sinnvoll oder sollten wir lieber die Finger davon lassen?

    Vielen Dank vorab!

    Sandra
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  2. Unterschiedliche Dämmmaterialien bei Schrägdach

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  3. #2

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    Die "Mischung" dieser beiden unterschiedlichen Dämmstoffe ist gefahrlos, wenn der Aufbau so ausgeführt wird, wie beschrieben (auch handwerklich !.

    Ich würde mich aber einmal erkundigen, ob und wieviel teurer denn Minralwolle gegenüber Steinwolle bei eurem Händler ist und dann die Entscheidung treffen.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Ausaltmachneu Beitrag anzeigen
    Also, unser Aufbau wäre (von Innen nach Außen):

    Gipskartonplatte (12,5mm)
    Dampfbremse sd=5 (?)
    5 cm Steinwolle (118 cm) mit Verlattung aus Fichte
    Dampfbremse sd=5
    20 cm Glaswolle WLG032 (85 cm) mit den alten Rundbalken und angelaschten Fichtsparren, insgesamt 22 cm tief
    Unterdeckbahn sd=0,1m
    ....
    Warum die zwei Dampfbremsebenen?
    Warum nicht 22 cm Zwischensparrendämmung?
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  5. #4
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    Zitat Zitat von Jürgen Jung Beitrag anzeigen
    Die "Mischung" dieser beiden unterschiedlichen Dämmstoffe ist gefahrlos, wenn der Aufbau so ausgeführt wird, wie beschrieben (auch handwerklich !.

    Ich würde mich aber einmal erkundigen, ob und wieviel teurer denn Minralwolle gegenüber Steinwolle bei eurem Händler ist und dann die Entscheidung treffen.
    Danke für die schnelle Antwort.

    Die zweite Schicht aus Steinwolle kam uns nur wegen der Wärmespeicherfähigkeit in den Sinn. Welche Aspekte sprechen denn für Mineralwolle?

    Gruß
    Sandra
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  6. #5
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    Zitat Zitat von KPS.EF Beitrag anzeigen
    Warum die zwei Dampfbremsebenen?
    Warum nicht 22 cm Zwischensparrendämmung?
    Ich habe die Daten in den U-Wert-Rechner eingegeben. Lasse ich die Dampfbremse zwischen den beiden Schichten weg, ergibt sich ein Taupunktrisiko von > 3 % (Ich meine, es waren um die 23 %).

    Die 22 cm Dämmung ist in WLG 0,32 schlecht durchführbar. Alle Lieferanten haben uns Stärken zwischen 100 und 180 mm genannt. Da bietet sich zweimal 100 mm einfach an. Außerdem erreichen wir durch 22 cm Dämmung nicht den gewünschten U-Wert von 0,165. Eine Untersparrendämmung ist somit unumgänglich.

    Gruß
    Sandra
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  7. #6

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    Da es ja offensichtlich in der Hauptsache um Wärmeschutz geht: Schon mal an Holzfaserdämmstoffe gedacht? Die sollen die Wärme am längsten draußen halten.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von ecobauer Beitrag anzeigen
    Da es ja offensichtlich in der Hauptsache um Wärmeschutz geht: Schon mal an Holzfaserdämmstoffe gedacht? Die sollen die Wärme am längsten draußen halten.
    Hallo.

    Da habe ich mich wohl etwas verquer ausgedrückt. Die Hauptsache ist die Wärmedämmung - sonst macht die kfw nicht mit. Also oberstes Prinzip: kfw-Vorgaben einhalten , gewünschter Nebeneffekt: Wärmeschutz erreichen.

    Wir sind uns halt nur unsicher, ob der Aufbau so korrekt und die Mischung von zwei verschiedenen Dämmstoffen nachteilsfrei ist.

    Gruß
    Sandra
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  10. #8

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    Derartige energetische Sanierungen sollten unbedingt professionell geplant und ausgeführt werden.

    Der nach Hausfrauenart strapazierte U-Wert-Rechner liefert nur Halbwahrheiten.

    Die vorgeschlagene konstruktive Durchbildung der wärmetauschenden Hülle ist ein Paradebeispiel dafür.

    Welche Materialschicht soll denn z.B. die geforderte dauerhafte Luftdichtheit garantieren?
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  11. #9
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    Zitat Zitat von KPS.EF Beitrag anzeigen
    Derartige energetische Sanierungen sollten unbedingt professionell geplant und ausgeführt werden.

    Der nach Hausfrauenart strapazierte U-Wert-Rechner liefert nur Halbwahrheiten.

    Die vorgeschlagene konstruktive Durchbildung der wärmetauschenden Hülle ist ein Paradebeispiel dafür.

    Welche Materialschicht soll denn z.B. die geforderte dauerhafte Luftdichtheit garantieren?
    Das sehe ich ja genauso, nur was tue ich, wenn alle so gennanten Profis sich widersprechen? Und wenn die Fachunternehmen die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, wenn es um die Vorgaben des Energieberaters geht?

    Wir haben extra einen neutralen, von der bafa anerkannten Energieberater genommen, um NICHT selber "nach Hausfrauenart" die Werte zu suchen. Dazu waren wir auch bereit, Geld zu investieren. Aber ganz ehrlich: wenn ich nicht alles prüfen, hinterfragen und immer und immer wieder nachhaken würde, dann wäre schon so einiges in die Hose gegangen.

    Und nun waren wir bei einem Wärmedämmhandel und haben uns beraten lassen. Und dieser Fachmann sagt nun, der Energieberater rede Quatsch und der U-Wert-Rechner wäre Schwachsinn.

    Was soll ich dazu noch sagen?
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