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  1. #1

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    Erdarbeiten - Kosten

    Hallo, ich habe schon wieder eine Frage. Zuerst danke ich aber allen für die Antworten auf meine früheren Fragen.

    Die frage ist wie folgt:

    Nach Vertrag sind 30 cm Erdarbeiten drin. Alles: Abschieben des Mutterbodens, Aushub, Auffüllen mit Sand, Verdichten. Laut Bodengutachten müssen aber ca. 1m ausgehoben werden und aufgefüllt und verdichtet usw. werden. Nun hat der Bauunternehmer uns die Standardleistung mit insgesamt ca. 700 Euro gut gerechten/rausgerechnet und die ganzen Kosten für die Erdarbeiten als Zusatzposten auf etwa 4500 Euro bewertet. Rechne ich dabei nur den Sand für die 30 cm Vertragsleistung zu dem Qubikmeterpreis in der neuen Rechnung, so komme ich bereits auf über 700 Euro. Das ist doch deutliche Betrügerei? Was können wir machen?

    Vielen Herzlichen Dank!
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  2. Erdarbeiten - Kosten

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    das leider oft übliche Thema: wenn eine Leistung herausgerechnet wird, dann bekommt der AG oft nur einen geringen Prozentsatz der tatsächlichen Leistung vergütet.

    wenn es wie hier so offensichtlich ist, dann sprich vorher mit dem Unternehmer und weise ihn darauf hin, dass seine Berechnung deiner Meinung nach falsch ist und schaue mal, wie er reagiert.
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  4. #3
    MoRüBe
    Gast

    Sowas nennt man..

    ... Gewinnoptimierung

    Aber der Kunde hat doch selbst schuld: sagste, Erdarbeiten werden nach Auftrag abgerechnet, bekommste den Auftrag nich, weil der andere ja soooo viel billiger ist und darüber hinaus alles zum Pauschalfestnagelpreis anbietet.

    Bis die Nachträge kommen

    Und machts der Kunden dann selbst, ist der Spielraum für Nachträge immer noch gewaltig groß...
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  5. #4

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    Eine evtl. Erklärung zu dem hohen Preis:

    Wenn laut Vertrag nur 30cm inkl. Mutterboden enthalten ist, nun aber 1m Stärke entfernt und wieder neu verfüllt werden müssen, ist das Verhältnis Mutterboden zu 'normalem' Aushub ein ganz anderes.
    Sprich bei 30cm sind vielleicht 20cm Mutterboden und 10cm anstehender Boden zu entfernen. Die 10cm Boden (was ist das überhaupt für ein Boden; wahrscheinlich 'Schrott', sonst würde das Bodengutachten ja nicht fordern diesen zu entfernen) müssen entsorgt werden für 'teuer Geld'.
    Nun muss insgesamt aber 1 m abgebaut werden; sind dann 20 cm Mutterboden und 80cm anstehender Boden!!! Ganz anderes Verhältnis. Und das teure ist halt die Entsorgung des anstehenden Bodens !
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  6. #5

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    Bodenplatte wird dicker = teurer
    Decke wird dicker = teurer
    Bodenaustausch wird dicker = teurer
    ........ = teurer

    Ich würde sagen, da war der Preis so heiss, dass der herunterlaufende Schweiss den Blick für alles weitere getrübt hat. Jetzt folgen die kalten Duschen. Davon kommen noch jede Menge.
    Ich schätze, am Ende kommen 25 % Mehrkosten zusammen. Tja - das Angebot war günstig (aber nicht wirtschaftlich - jedenfalls nicht für den Bauherren)
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  7. #6

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    Nur damit wir hier das mal richtig einschätzen können: Ich habe hier gerade eine Ausschreibung (also ein Angebot eines BU) vor mir liegen für ein EFH mit Unterkellerung. Da wird erstmal der Muuterboden abgeschoben und gelagert, dann 2 m tief ausgehoben, gelagert, zum Teil abgefahren und entsorgt...und hinterher der Arbeitsraum wieder verfüllt und der gelagerte Mutterboden wieder angedeckt. Das Haus ist 8,25 x 11,00 m groß. Hierfür werden ca. EUR 4.500 fällig werden.

    Bei einer Aushubtiefe von 1,00 m (inkl. Mutterboden) ist der Preis entweder maßlos überzogen oder das Haus ist sehr groß....

    Thomas
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  8. #7
    wasweissich
    Gast
    oder die 4500 ein kampfpreis.......
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8
    Avatar von CD26052006
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    preise schwanken erheblich

    nicht nur regional.
    Da wir heute selbst angefangen haben und uns vorher die Preise eingeholt haben hier mal die Skala in der "wir" uns bewegten:

    Grundlage:
    EFH voll unterkellert, 8,35x10,60; GOK minus 3,00 m Sohle Baugrube

    Aushub und Entsorgung (gleicher Ausschreibungstext):

    Anbieter 1 (etwas weiter weg, macht anschliessend den Keller): 16,70 Euro/cbm

    Anbieter 2 (ortsansässig mit eigener Deponie): 14,80 Euro/cbm

    Anibeter 3 (ortsansässig): 11,00 Euro/cbm --> Zuschlag, heute vor Ort,
    einwandfreie Arbeit, Graben zum Kanal und Kopfloch inkl.


    Wenn sich jetzt einer fragt, warum A1 den Keller macht aber A3 den Aushub, ganz einfach. A1 legt seine zusätzlichen Kosten (sonst auch bei ca. 12 Euro) um da er weiter fahren muss und keine eigenen Kipper hat. A3 ist ortsansässig, Sohn baut 40 Meter weiter und dieser hat vermittelt. Allerdings ist der Preis für jeden.

    Das sind bei den berechneten 260 cbm mal eben 1175 Euro (inkl. MwSt.) zwischen A2 /A3 und 1763 Euro (inkl. MwSt.) zwischen A1/A3.

    Die Preise für Anschlussarbeiten/-verlegung (SW/RW), Verfüllen etc. bewegten sich in ähnlich unverschämten Dimensionen, dass einem schlecht wird, wenn man die Gewinnspannen sieht.

    Für den Preis von 4,5 mille kommt bei uns sogar noch die verdichtete Filterschicht (0,2 m) rein.
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  11. #9

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    Zitat Zitat von Thomas B Beitrag anzeigen

    Bei einer Aushubtiefe von 1,00 m (inkl. Mutterboden) ist der Preis entweder maßlos überzogen oder das Haus ist sehr groß....

    Thomas

    Ein echter Apotherkerpreis eben....
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