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Zumauern von Türöffnungen mit welchen Mauersteine mit gutem Schallwert?

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  1. #1

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    Zumauern von Türöffnungen mit welchen Mauersteine mit gutem Schallwert?

    Hallo,

    ich hätte eine Frage bezüglich das Zumauern einer Türöffnung (Mauerdicke ohne Putz max. 16 cm) bzw. neu erstellen einer ca. 1,3 m langen Mauer (Dicke der Steine max. 8 cm) und zwar welche Art bzw. Material mit gutem Schallwert (mir geht es nur um den Schallwert!) würdet ihr empfehlen (es geht um Innenwände die vom Wohnzimmer in den Flur gehen):

    - Kalksandstein (soll einen recht guten Schallschutz haben)
    - Ytongsteine (gute Wärmedämmung aber anscheinend einen recht bescheidenen Schallwert)
    - Ziegelsteine (leider keine Angaben gefunden)
    - Betonsteine (leider keine Angaben gefunden)
    - massive Betonwand (leider keine Angaben gefunden)

    Es handelt sich dabei um keine tragende Wand, die anderen Wände sind aus Betonhohlblocksteine. Eine Wand aus Stahlprofile und Rigpsplatten scheidet aus. Für eine Tabelle mit den verschiedenen Schallwerten der einzelnen Mauerarten wäre ich auch sehr dankbar. Vielen Dank schon mal.

    Gruss Andreas
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  2. Zumauern von Türöffnungen mit welchen Mauersteine mit gutem Schallwert?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Grundsätzlich kann man sagen, je mehr Masse, um so besser die Luftschalldämmung. Man muss sich jedoch fragen, ob es sinnvoll ist, die Schalldämmung an dieser Stelle besser zu machen als die der ohnehin schon vorhandenen Wände.

    Die (Schall)Dämmwerte der einzelnen Steine findet man auf den Webseiten der Hersteller.

    Ein paar Infos über die Schalldämmung von Beton finden sich in folgendem pdf. Google liefert aber noch mehr hilfreiche Informationen.

    http://www.bdzement.de/fileadmin/gru...ungsbau/H6.pdf

    Neben dem Material spielt auch dessen Verarbeitung eine Rolle. Wird der Türdurchgang nachträglich verschlossen, dann wäre darauf zu achten, dass die Anbindung an die bestehende Mauer korrekt ausgeführt wird.

    Aber auch mit Mineralwolleplatten kann man sehr gute Ergebnisse erzielen. Je nach Dicke und Aufbau sind auch hier 60dB möglich. Infos gibt´s bei den Herstellern.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    massive Betonwand? Das soll doch nachträglich stattfinden; also das Gebäude steht schon?! Dann ist Beton vermute ich mal zu aufwändig/ kaum machbar; oder wird das nur eine Brüstung?
    Weiter halt unbedingt wie R.B. schon meinte auf die Anbindung achten. Hier DIN 1053 berücksichtigen; wenn das nicht verstanden wird, ist auch sowas planen zu lassen.
    (Habe letztens noch im Fernsehen gesehen, dass eine nichttragende Wand umgekippt ist; darunter lag leider ein Kind. Hat Schäden hierdurch wahrscheinlich bis an sein Lebensende. "Och, das hält schon." ist leider oft nicht richtig.)
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  5. #4
    Avatar von Peeder
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    Wand aus Stahlprofile und Rigpsplatten scheidet aus
    schade, wenn es um nur um Schallschutz geht

    Peeder
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  6. #5
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    Zitat Zitat von Peeder Beitrag anzeigen
    schade, wenn es um nur um Schallschutz geht

    Peeder
    Zumindest scheidet diese Variante an der Türöffnung aus. Bei der neuen Wand könnte man es machen. Allerdings dachte ich das eine massive Wand gewisse Vorteile gegenüber einer Ständerwand hätte und da die Handwerker sowieso da sind und die vorhandenen Wände entfernen bzw. den Stahlträger einziehen können sie ja auch gleich voll noch die Wand hochziehen. Der ausführende Handwerker hat damit auch kein Problem, bloss würde er Gipsdielen bzw. Ytongsteine verwenden. Da diese aber eine recht schlechte Schalleigenschaft haben und ein Freund mich definitiv vor den Gipsdielen gewarnt hat (er hat neu gebaut mit Gipsdielen als Zwischenwänden und es ist recht hellhörig) weiß ich jetzt nicht mehr was ich machen soll. Der Handwerker hat auch gemeint das es sowieso bei den kurzen Wänden nichts bringen würde weil die restlichen Wänden aus Betonhohlblocksteinen bestehen (das Haus ist recht hellhörig), den aber hat der Statiker zumindest leicht widersprochen. Als ich den Handwerker dann auf Kalksandsteine angesprochen habe hat er nur gemeint das die nur schwer sind und viel mehr kosten würden (höherer Arbeitsaufwand wegen kleiner Steinformat bzw. höhere Materialkosten) bzw. das es die gar nicht in dieser Wandstärke geben würde (was nicht stimmt). Da es sich bei diesem Zimmer um das zukünftige Wohn-/ Esszimmer handelt möchte ich wenigstens versucht haben hier möglichst viel in Sachen Schallschutz gemacht zu haben. Aber im Moment bin ich einfach ziemlich ratlos was ich da jetzt machen soll und deshalb über jede Meinung dankbar (auch über Aussagen die die Meinung des Statikers bzw. des Handwerkers bestätigen).

    Gruss Andreas

    http://www.pictureupload.de/original...wand_forum.JPG
    Geändert von R.B. (17.08.2010 um 06:48 Uhr) Grund: Bild nur noch als link.
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  7. #6
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    Und warum nicht Hbl?
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  8. #7
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    Zitat Zitat von PeMu Beitrag anzeigen
    Und warum nicht Hbl?
    Hbl= Hohlblöcke aus Leichtbeton? Sind die vom Schallverhalten nicht am schlechtesten (das ganze Haus besteht daraus...)?

    Bringt es überhaupt was die kurzen Wände aus besseren Material bezüglich des Schalls zumachen?
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  9. #8
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    Nö, nicht wesentlich.

    Es gibt vielleicht auch noch andere Randbedingungen für die Materialwahl und den Schallschutz.
    Rissbildung, Putzgrund, Fugendichtigkeit, offene, vermörtelte Stoßfugen, Angebot, Türen, ...

    Bei der SB nichttragend ist es egal oder Trockenbau, sach ich mal.
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  10. #9
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    Zitat Zitat von Kojak Beitrag anzeigen
    Hbl= Hohlblöcke aus Leichtbeton? Sind die vom Schallverhalten nicht am schlechtesten (das ganze Haus besteht daraus...)?

    Bringt es überhaupt was die kurzen Wände aus besseren Material bezüglich des Schalls zumachen?
    da frag ich mich aber was das mit dem Schallschutz für die 2m neuer Wand bei dem bestehenden Mauerwerk bringen soll.
    Da würde ich vorschlagen das Reststück Mauerwerk neben der Tür abzubrechen und die gesamte Ecke neu aus Kalksandsteinmauerwerk, 11,5 cm,herzustellen, anstatt der Anflickerei.
    Die Angelegenheit ist in einem Tag zu bewältigen (maximal !!)
    für die ganze Unterfangung WZ müssen warscheinlich auch neuen Auflager gemauert werden.
    Das Verhältnis zum Aufwand WZ ist das Wandstückchen eher gering.
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  11. #10
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    Erstmal vielen Dank für eure Antworten!

    Zitat Zitat von Werner Haan Beitrag anzeigen
    da frag ich mich aber was das mit dem Schallschutz für die 2m neuer Wand bei dem bestehenden Mauerwerk bringen soll.
    Da würde ich vorschlagen das Reststück Mauerwerk neben der Tür abzubrechen und die gesamte Ecke neu aus Kalksandsteinmauerwerk, 11,5 cm,herzustellen, anstatt der Anflickerei.
    Die Angelegenheit ist in einem Tag zu bewältigen (maximal !!)
    für die ganze Unterfangung WZ müssen warscheinlich auch neuen Auflager gemauert werden.
    Das Verhältnis zum Aufwand WZ ist das Wandstückchen eher gering.
    So habe ich es jetzt auch machen lassen... Mein Baumensch hat zwar gestöhnt (mit Ytong oder Gipsdielen wäre ich in 2 Stunden fertig gewesen und bringen tut das sowieso nichts...) aber das ist mir ja egal :-).

    Jetzt ist es bloss so das ich im Bad auch noch eine Wand zum mauern hätte (Türe wird versetzt) und da diese max. 9 cm Dicke haben darf (verputzt) würde sich hier auch wieder ein 7 cm KS anbieten (die momentane Wand ist aus Betonhohlblocksteine). Jetzt habe ich bloss bedenken bezügliche des Gewichtes weil die Wand ca. 4,5 qm hätte und somit ein Gesamtgewicht von ca. 650 kg im Vergleich zu einer Ytongwand mit 230 kg bzw. einer Gipsdielenwand mit 330kg. Kann sich der Boden, ist ein Spannträgerbetondecke, so absetzen das sich im anderem Mauerwerk Risse bilden? Der eine Teil der Mauer wäre noch durch eine (nicht tragende) Wand im EG abgefangen, der andere Teil würde nur auf Decke stehen (Entfernung zur nächsten Wand ca. 1,5m bzw 1m). Oder wäre es sinnvoll hier auf eine Gipsdielenwand bzw. Ytongwand zurückzugreifen oder gar eine Trockenbauwand zuverwenden? Auf die Trockenbauwand würde ich bloss gerne verzichten da ich auf die Wand noch ein Lichtband aus Glasbausteinen setzen würde und da bedenken bezüglich der Stabilität der Wand hätte. Sind meine Bedenken bezüglich des KS begründet oder passiert da gar nichts?

    Vielen Dank schon mal.

    http://www.pictureupload.de/original...Forumwand2.JPG
    Geändert von R.B. (17.08.2010 um 06:49 Uhr) Grund: Bild nur noch als link.
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  12. #11
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    Da sich anscheinend doch einige für das Thema hier interessieren haben ich mal ein Tabelle mit Schallwerten erstellt. Da viele Angaben von Hersteller herkommen ist diese Tabelle mit Vorsicht zu genießen, ich finde es trotzdem mal ganz interessant:

    http://www.pictureupload.de/original...534_forum2.JPG
    Geändert von R.B. (17.08.2010 um 06:49 Uhr) Grund: Bild nur noch als link.
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
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    immer irgendwas immer mit Schallschutz im Hinterkopf,
    "die kleine Wand" ist nicht, "pi mal Daumen" größer als 1,20m , aber in Anbetracht das da ein Waschbecken befestigt werden soll wäre etwas "stabiles" doch angebracht.

    riesengroße Zeichnung
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  15. #13

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    Ich habe die Bilder mal abgeändert so dass man jetzt den link anklicken muss.
    Der thread liest sich dann leichter.

    Gruß
    Ralf
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