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  1. #1

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    Wasserzähler pendelt

    Hallo,

    gestern hat der Wasserzweckverband meinen Wasserzählerschacht gesetzt. Heute morgen habe ich erstmal die restliche Wasserleitung unter Druck gesetzt, um die Dichtigkeit zu prüfen.

    Im Haus existiert bislang nur ein Absperrhahn, die restliche Installation muß natürlich noch von der Eigenwasserversorgung umgeschraubt werden.

    Was mir allerdings gleich auffiel - nachdem die Wasserleitung gefüllt war (was relativ lange dauerte, da recht lang) pendelte der Wasserzähler hin- und her. Da noch viel Luft in der Leitung war, ist mir das völlig verständlich, daß das Wasser bei Druckschwankungen hin und her fliessen möchte.
    Die Luft hab ich dann erstmal herausgelassen soweit möglich.

    Aber: hinter dem Wasserzähler sollte doch eigentlich ein Rückflußverhinderer sein. Der war auch im Schacht mit dabei, habe ich selber gesehen, so ein Ding zum Einstecken in den Zähler ("Ocean"). Und nun ist es weg, also wird der Zweckverband das Ding wohl auch eingebaut haben.
    Aber da die Wasseruhr pendelt, funktioniert das Ding ja wohl nicht....

    Natürlich kann ich im Haus noch einen Rückflußverhinderer einsetzen (ist so auch geplant) aber das ist >250 Meter entfernt von dem Zähler. Und bei 250 Meter 40er PE Rohr, geh ich mal davon aus, daß abhängig vom Druck auch eine gewisse Volumenänderung stattfindet und somit der Wasserzähler auch weiterhin leicht pendeln wird. Und wie man liest, läuft der Zähler leichter vor als zurück, also zählt er dann Wasser was gar nicht verbraucht wird.

    Ganz abgesehen von der Verkeimungsgefahr - man stelle sich vor, ich fahre 4 Wochen in Urlaub und verbrauche kein Wasser...

    Die Mitarbeiter des Zweckverbandes, die heute nochmal kamen um die Betätigung für den Absperrhahn an der Hauptleitung zu pflastern meinten, das sei normal daß das Wasser hin-und herfließt bei Druckschwankungen. Ja, aber doch nicht mit Rückflußverhinderer.

    Mir scheint dieser Einsteck-Rückflußverhinderer eh etwas suspekt, aber schliesslich hab ich mir das nicht ausgedacht, den Schacht hat ja der Zweckverband selber ausgesucht...

    Gruß,
    Martin
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  2. Wasserzähler pendelt

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von OldBo
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    Zu den Druckschwankungen kann ich ohne Anlagenkenntnisse nichts sagen. Evtl. immer noch Luft oder der RV in dem Wasserzähler funktioniert nicht, oder ....

    Aber Wasser, das kalt in den Leitungen steht, übersteht auch längere Zeit ohne aufzukeimen. Es gibt Wässer, die einige 1.000 Jahre alt sind

    Gruß

    Bruno Bosy
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  4. #3
    Themenstarter

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    So, jetzt ist die Leitung soweit entlüftet, daß zumindest augenscheinlich ein voller Strahl aus der Leitung kommt.

    Trotzdem pendelt der Wasserzähler. Ein Stück vor, ein winziges zurück usw. So im Rhythmus eines menschlichen Atems ;-)

    Und dadurch kommen in der Stunde so ein paar Literchen auf dem Wasserzähler zusammen.
    Ein Leck kann ich eigentlich ausschliessen, ich habe alles noch- und nochmal überprüft. Eine Fehlmenge in dem Bereich sollte man eigentlich sehen.
    Außerdem wüßte ich nicht, warum ein Leck pulsierend Wasser verlieren sollte.
    Das einzige, was ich nicht überprüfen konnte, ist der Anschluß des PE-Rohrs am Wasserzählerschacht - als die Mitarbeiter des Zweckverbandes ankamen, fragten sie, ob sie das Rohr gleich anschliessen sollen. Ja, ok, hab ich ihnen die Muffe PE auf Zoll in die Hand gedrückt.
    Als ich wiederkam hatten sie die Stelle schon wieder zugegraben - natürlich ohne Drucktest.

    Ich nehme an, daß sich in der Leitung an einigen Stellen noch Luft befindet und sich somit geringe Druckschwankungen relativ stark im Volumen ausdrücken. Trotzdem bleibt die Tatsache, wenn direkt hinter dem Wasserzähler (bzw. im Wasserzähler) ein Rückflußverhinderer eingesteckt ist und der Zähler rückwärts läuft, daß doch dann irgendwas nicht stimmen kann.
    Wenn man den Hahn nach dem Zähler zudreht, ist der Spuk vorbei.

    Gruß,
    Martin
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  5. #4

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    Zählerstand über paar Tage dokumentieren, natürlich ohne Eigenverbrauch. Wenn sich ein Verbauch aufbaut, schriftliche Reklamation beim Betreiber.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Naja, wenn man den Absperrhahn nach dem Zähler schließt, dann bewegt sich auch nix mehr. Das Problem ist ja, daß die lange Leitung nach dem Zähler in meine Verantwortung fällt.

    Hab eben nochmal ordentlich Wasser laufen lassen und es ist definitiv noch Luft in der Leitung. Ist irgendwie auch ne schwierige Kiste, da wir hier tiefer liegen als der Wasseranschluß.

    Schätze mal, wenn die Luft raus ist, vermindert der Effekt sich sehr deutlich. Dennoch meine ich, daß der Rückflußverhinderer hinter dem Zähler nicht richtig funktioniert.

    Gruß,
    Martin
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  7. #6

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    So ist das, wenn sich Elektriker mit dem Wasser befassen.
    Ganz so, wie der elektrische Strom verhält sich das Wasser halt doch nicht und ein Rücklaufverhinderer ist keine Sperrdiode.
    Strom dehnt sich nicht aus und in Kabeln sind gewöhnlich keine Luftblasen.

    Komm runter und beruhige Dich. Beobachte den Zähler, wie Stromfresser schrieb, ein paar Tage und melde Dich dann mit Deinen Beobachtungen wieder. Aber nicht vorher. Es tut nicht not (um mit Meister Röhrich zu sprechen), jede Luftblase zu kommentieren.

    Viel mehr Sorgen würde ich mir um eine ordentliche Desinfektion und Spülung der 250 m langen Wasserleitung machen. Da ist die Brühe ja tagelang unterwegs, ehe sie in Deiner Kaffeetasse ankommt.
    Auch wenn reines Wasser, wie Bruno schrieb, ein sehr haltbares Lebensmittel ist, wäre ich doch etwas misstrauisch, was so alles in die PE-Leitung geraten und gekrabbelt sein könnte, bevor sie geflutet wurde.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Naja, mal gucken, wenn alle Blasen raus sind - aber merkwürdig find ichs doch schon. Als Federelement sollte der Rückflußverhinderer doch auch die kleinste Menge abstoppen?

    Reingekrabbelt sollte nix sein in die Leitung, da waren nämlich Stopfen drauf. Aufgrund der Länge der Leitung muß ich 500 Liter die Woche abnehmen. In die Leitung passen ja auch pi mal Auge gerechnet 300 Liter oder so. 1000 Liter hab ich schon durchgejagt.

    Leider muß man sich hier als Elektriker damit befassen, der Dorfklempner läßt da nämlich lieber die Finger von. Abdrücken? Könn wa nich. Rückspülfilter? Brauch mer nich. Festbrennstoffkessel? Läuft auch ohne Puffer wunderbar.

    Aber ist wohl auch ne andere Mentalität - hier liegen noch einige 100te Kilo Dachpappe aus Abriß rum, die ich mal teuer entsorgen muß.
    Die Leute, die mir gesagt haben - vergrab doch den Kram - kann ich inzwischen kaum mehr zählen.

    Gruß,
    Martin
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Eumeltier Beitrag anzeigen
    ...
    Aber ist wohl auch ne andere Mentalität - hier liegen noch einige 100te Kilo Dachpappe aus Abriß rum, die ich mal teuer entsorgen muß.
    Die Leute, die mir gesagt haben - vergrab doch den Kram - kann ich inzwischen kaum mehr zählen....
    Das kenne ich. Wird nicht lange dauern, bis einer sagt: "Hebs auf fürs Osterfeuer".
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  10. #9
    Themenstarter

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    So, also Luft düfte eigentlich so ziemlich raus sein, wenn ich an der Wasseruhr abdreh und dann im Keller aufdreh, kommt weniger als ein Liter raus. Große Luftpolster können also nicht mehr da sein.

    Trotzdem dreht sich die Wasseruhr immer noch. So ein Liter alle 5 Minuten. Aber zwischendurch bleibt sie auch mal für eine halbe Minute stehen. Und manchmal dreht sie sich auch noch ein kleines Stück zurück.
    Nun frage ich mich, ob ich nicht doch noch ein Leck irgendwo habe. Allerdings finde ich dann das Pulsieren des Wasserzählers seltsam - weiß aber nicht, wie sich ein Wasserzähler bei geringem Volumenstrom verhält.

    Ich bin schon nahe dran, neben dem Zählerschacht zu graben, denn dort sitzt die einzige Verschraubung, welche ich nicht höchstpersönlich angeschlossen und hinterher unter Druck überprüft habe...

    Gruß,
    Martin
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Eumeltier Beitrag anzeigen
    ...So ein Liter alle 5 Minuten....
    D.h. seit gestern hat sich Dein Zähler um 300 Liter weitergedreht, ohne dass Du einen Liter verbraucht hättest?
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  12. #11
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    So sieht es wohl aus, ja :-(
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Eumeltier Beitrag anzeigen
    So sieht es wohl aus, ja :-(
    Von einem Elektriker hätte ich aber ein wenig mehr Akkuratesse erwartet.
    Sieht es so aus oder ist es so?

    Vergiß auch nicht, die Wassermengen Deiner ständigen Entlüftungsversuche draufzuschlagen.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Ok, ja es ist so.

    Die Leitung besteht aufgrund der Länge aus drei PE-Rohren.

    Rohr 1 und 2 liegen offen und ein Wasserverlust ist nicht festzustellen - die mehrere -zig bis hundert Liter müßte man ja wohl sehen. Bin extra nochmal alles abgegangen und hab das Rohr an jeder Stelle nochmal angehoben.

    Nur der Anfang von Rohr 1 mit Muffe PE auf Zoll am Zählerschacht ist nicht mehr sichtbar, da eingegraben vom Zweckverband.

    Muffen zwischen Rohr 1 & 2 und zwischen 2 & 3 sind sichtbar und dicht.

    Rohr 3 wurde aus verschiedenen Gründen schon vor ein paar Wochen verlegt und ist schon wieder eingegraben, ist damals aber vorm Verlegen per Hand und hinterher soweit möglich mit Heimwerkermitteln (siehe Klempner: Abdrücken können wir nicht) überprüft worden. Wäre theoretisch natürlich denkbar, daß Rohr 3 doch irgendwie Schaden genommen hat, aber ich habe gerade mal versucht, ein Reststück mutwillig zu zerstören - ist ja doch ziemlich unkaputtbar.

    Rohr 3 endet im Keller, Muffe PE auf Zoll und Absperrventil sind auch dicht.

    Möglichkeit 1: Aufgrund der Rohrlänge und dadurch der großen Wassermenge im Rohr wirken sich Druckschwankungen im Netz in relativ großen pendelnden Volumenströmen aus. Der Rückflußverhinderer funktioniert nicht.

    Möglichkeit 2: Der Anschluß am Wasserzählerschacht ist undicht.

    Möglichkeit 3: Rohr 3 hat eine Beschädigung (das wäre so ziemlich das ungünstigste...)


    Ich überlege jetzt, ob ich die Muffe zwischen Rohr 2 & 3 trenne und dort Rohr 2 dichtmache und dann gucke, ob der Effekt weg ist oder ob ich gleich am Wasserzählerschacht grabe - vielleicht haben die die Muffe nicht richtig angezogen...

    Gruß,
    Martin
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Eumeltier Beitrag anzeigen
    ...- die mehrere -zig bis hundert Liter müßte man ja wohl sehen. ...
    Ich denke es sind ca. 300 Liter?
    Was zeigt denn der Zähler? Hast Du vor und nach den Entlüftungsversuchen abgelesen? Wieviel ist denn nun wirklich die gemessene Leckagemenge?
    Bisher kommen nur Vermutungen.
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  17. #15
    Themenstarter

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    Du legst aber wirklich das Wort auf die Goldwaage.

    Also: gezählte Menge ohne Verbrauch mindestens 300 Liter, eher 400 - ganz genau hab ich es nicht abgelesen, aber es ist schon ne ganze Menge. Im Moment ists hinter dem Zähler abgedreht, bis ich mein weiteres Vorgehen überlegt habe.

    Aber ich kanns auch über Nacht nochmal andrehen und Morgen früh nochmal gucken, wenn Du es ganz genau wissen willst.

    Gruß,
    Martin
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