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  1. #1

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    Unterdachplatten wölben sich

    Hallo Forum!
    Ich habe schon ziemlich lange im Netz nach Infos über mein Problem gesucht aber scheinbar gibt’s das nicht so oft. Bin gespannt ob ich hier Hilfe bekomme, also:
    Wir haben unser Haus vor einem Jahr gekauft. Baujahr 2004 also fast neu.
    Das Dachgeschoss ist noch nicht ausgebaut und genau darum geht’s: Im Augenblick schaut man im Obergeschoss auf Sparren und Holzfaserplatten. Wir möchten jetzt dämmen und ausbauen. Laut Plan von 2004 war folgender Aufbau vorgesehen und berechnet: Betonpfanne, Lattung, Konterlattung, Dämmplatte Celit 4D, Isofloc zwischen 24 cm Sparren, OSB-Platte 15mm, Lattung und Gipskarton. So soll es auch gerne werden

    ABER: Die Dämmplatten haben sich inzwischen nach innen gebogen und zwar zwischen 2 und 5 cm! (siehe Foto) Teilweise sind hierdurch an den Fugen Lücken entstanden durch die man die Dachpfannen sehen kann.

    Und jetzt?

    Folgende Fragen:
    1)Darf so eine Verformung sein? Feuchtigkeitseintrag / Kondensation sind mir ein Begriff aber das Dachgeschoss wurde als Abstellraum nicht bewohnt, und war durch eine Tür verschlossen, nicht Luftdicht, aber trotzdem... Und die Zwischendecke ist grosszügig gedämmt. Und selbst wenn grössere Mengen Feuchte an die Holzfaserplatten gelangen, das kann doch auf der Seite der Dachpfannen genauso sein (Die Platten sind doch als Schutz der Isolation vor Feuchte von Aussen gedacht?)
    2)Was tun? Die offensichtliche Antwort ist wohl: Dach auf, Lattung runter, neue Dämmplatten drauf etc. Aber das bedeutet einen erheblichen und gegenwärtig unakzeptablen finanziellen Aufwand.
    Meine eigenen Ideen sind a) Ignorieren und statt Isofloc Mineralwolle (Isofloc liesse sich ja nicht einblasen). Feuchtigkeit die durch die Lücken auf die Isolation gelangt kann dank diffusionsoffenem Aufbau ja wieder raus – Klingt selbst mir ein bischen einfach :-) b) An den offenen Stellen von innen eine Dichtung mit Delta-Folie oder dergl. Aufkleben oder c) die undichten Fugen grosszügig ausschneiden und dort neue Pavatexplatten mit Stufenschnitt einpassen.

    Hat jemand Erfahrung mit so einem Problem?
    Der Vollständigkeit halber: In alten Unterlagen haben wir herausgefunden das wohl nicht Celit 4D sondern Pavatexplatten eingebaut wurden. Laut Rechnung 18mm, Laut eigener Messung 22mm.

    Ich bedanke mich jetzt schon bei allen Antwortenden.
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  2. Unterdachplatten wölben sich

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Ich würde auf Längenänderung durch Auffeuchten aus Kondensat tippen.
    Kondensat wirkt da viel "besser" als da bissel Feuchte, was die Platten bei einem heilen Dach von oben kriegen.
    Ob die sich bei einer Trocknung zurückstellen, vermag wahrscheinlich nur der Hersteller zu sagen.

    Wenn die sich nicht zurückstellen, wird die Dämmung immer ein Schwachpunkt sein, weil sie unterschiedlich dick ist und die Unterdeckung ihre Funktion nicht mehr erfüllt.
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    mehr fotos?
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  5. #4

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    kommt mir bekannt vor.

    Längenänderung ca. 1mm je m Länge bei einer Materialfeuchteänderung von 3%

    Thema ist auch:

    • Dehnungsfuge auf den Sparren
    • und die unseeligen schwebenden Stösse im Sparrenfeld


    Das Problem wirst du von "unten" nicht lösen können
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  6. #5

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    Warum hast du kein dichtes bzw regensicheres unterdach ?
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  7. #6
    wasweissich
    Gast
    das weiss er nicht , er hat ein fünf jahre altes haus gekauft .......

    vielleicht würde lesen helfen -
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  8. #7

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    vielleicht Haus vor dem kauf einmal gründlich ansehen?
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  9. #8

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    bitte ein besseres Foto. Soweit ich die Oberflächenstruktur erkennen kann ist das keine Holzweichfaserplatte. Kann es aber nicht genau erkennen.
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  10. #9
    Avatar von Anfauglir
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    Soweit ich die Oberflächenstruktur erkennen kann, ist das eine Holzweichfaserplatte.
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  11. #10
    Themenstarter

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    Zunächst mal einen Dank für alle schnellen Antworten!

    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Ich würde auf Längenänderung durch Auffeuchten aus Kondensat tippen.
    Kondensat wirkt da viel "besser" als da bissel Feuchte, was die Platten bei einem heilen Dach von oben kriegen.
    Ob die sich bei einer Trocknung zurückstellen, vermag wahrscheinlich nur der Hersteller zu sagen.

    Wenn die sich nicht zurückstellen, wird die Dämmung immer ein Schwachpunkt sein, weil sie unterschiedlich dick ist und die Unterdeckung ihre Funktion nicht mehr erfüllt.
    Die Ursache scheint so gesehen leider nachvollziehbar Ein Zurückstellen durch Trocknung ist nicht zu erwarten: die letzten Wochen waren sehr warm und ich denke die Platten sollten durchgetrocknet sein.
    Um auf Überlegungen zur Lösung zu kommen: Ist denn tatsächlich auch bei "modernen" Dachziegeln (Intaktheit vorausgesetzt) mit einem so grossen Feuchtigkeitseintrag von Aussen zu rechnen, dass bei nicht vollständig intaktem Unterdach ein sukzessives Durchfeuchten der Dämmung zu erwarten ist ? (Zwischenzeitliches austrocknen durch diffusionsoffenen Aufbau?)
    In welcher Form schadet eine unterschiedlich starke Dämmung (In diesem Fall wären es ja Schwankungen zwischen 24 und 19 cm)

    @Jürgen Jung
    Du schreibst Dir sei das Problem bekannt: gab es auch andere Lösungen als den "Komplettaufriss"? Sind Dir weitere Seiten bekannt auf denen das Thema behandelt wurde? Handelt es sich bei den frei hängenden Stössen um einen Fehler in der Ausführung? Um so etwas zu vermeiden müsste die Breite der Platten doch exakt die ein- oder mehrfache Sparrenbreite betragen?

    Im Anhang noch einige Bilder. Ich hoffe die Fotos ermöglichen eine bessere Vorstellung auch bezüglich der Frage ob es wirklich Holzfaserplatten sind.

    @holler hannes:
    Interessante Lösungsstrategie aber leider nicht rückwirkend anwendbar...
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  12. #11
    Avatar von Anfauglir
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    Auch wenn es bei der Lösung nicht wirklich hilft, falls es sich um die hier handelt, dann ist die Dicke 18mm wohl nicht für Montage direkt auf den Sparren geeignet.
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  13. #12
    MoRüBe
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    Gibt es...

    ... auch Rispenband (son Blechband mit vielen Löchern) im Dachstuhl?

    Auf dem zweiten Bild sieht man unten was, das sieht so auch wie Dämmung. Ist da ne gemauerte Fassade und die Luftschicht mit Dämmung geht so ins DG??

    Ansonsten: imprägniertes holz, die Sparren waren im Einbauzustand vermutlich schon mal klitschnaß
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  14. #13

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    ich glaube nicht dass es sich um eine Auffeuchtung durch Kondensat handelt. Für diese Verformungen sind schon größere Wassermengen notwendig.
    Ich glaube eher, dass das Dach längere Zeit nur mit den Platten, ohne Dacheindeckung gestanden hat.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Hausbesetzer Beitrag anzeigen
    Zunächst mal einen Dank für alle schnellen Antworten!
    ...
    @Jürgen Jung
    Du schreibst Dir sei das Problem bekannt: gab es auch andere Lösungen als den "Komplettaufriss"? Sind Dir weitere Seiten bekannt auf denen das Thema behandelt wurde? Handelt es sich bei den frei hängenden Stössen um einen Fehler in der Ausführung? Um so etwas zu vermeiden müsste die Breite der Platten doch exakt die ein- oder mehrfache Sparrenbreite betragen?

    ...
    wenn die Platten tatsächlich 18mm stark sind und von Pavatex, dann hat Anfauglir zunächst einmal den Nagel auf den Kopf getroffen (steht ganz unten im verlinkten Datenblatt), nür ändert das an der Misere nichts

    auch die Frage nach dem vorhandenem oder nicht vorhandenem Windrispenband muss geklärt sein

    ja, ich habe so eine ähnlichen Fall gerade auf dem Tisch gehabt. Das Dach wurde zur Lösung des Problems immer flächenweise ab- und umgedeckt( mi den alten vorhandenen Ziegeln), die Platten kamen runter und wurden durch eine USB ersetzt, gleichzeitig wurde das fehlende Rispenband eingebaut. Und insgesamt waren die Platte, die Konterlattung und die Dachlattung nur mit 100mm langen Nägeln durch alle 3 Bauteile befestigt

    passt nicht 100% zu deinem Fall und nein, schwebende Stösse sind kein Mangel, wenns ordentlich verarbeitet ist, passiert ja auch nichts

    du wirst um eine Kontrolle von oben nicht drum herum kommen, erst wenn klar ist, wo und was:

    • für Nagellängen
    • für Plattenstärken
    • für Windrispenband
    • für Dehnungsfugen


    vorhanden sind, lässt sich eine Lösung erarbeiten
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  17. #15

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    Ein paar Vermutungen:
    • zu dünne Unterdeckplatten bei zu großem Sparrenabstand
    • ich tippe eher auf die da: http://www.steico.com/fileadmin/stei...niversal_i.pdf
    • die Platten wurden vermutlich schon bei der Bauphase durchgelatscht
    • ist ja auch kein Wunder, dass man bei den magersüchtig dünnen Sparren mal danebentritt
    • vielleicht waren die Unterdeckplatten auch zu lange der freien Bewitterung ausgesetzt. Über die zulässige Dauer der freien Bewitterung habe ich bei den Verarbeitungshinweisen keine Angaben gefunden.
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