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  1. #1

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    Zinszahlungsdarlehen - Vorrausdarlehen Ablösung durch Bausparer HILFE

    Vorweg:

    Eigentlich bin ich ein durchaus sicherer Gefährte wenn es heißt sich im Finnanzdickicht zu bewähren. Letztendlich bin Ich aber nur ein Laie der am Ende auf die Proffesionalität des jeweiligen Beraters mit angewiesen ist.

    Mein Problem:

    Wir haben ein Haus gekauft (Notarvertrag Unterschrieben...)
    Finnazierungstechnisch (dachte ich) haben wir ein "normales" Anuitätendarlehen mit monatlich gleicher Rate, aber dynamisch schwankenden Zins/Tilgungsanteil innerhalb, vereinbart.

    Denkste Paule !

    Nun habe ich hier den Darlehnsvetrag vor mir liegen welcher schnellst möglich zum Darlehensgeber (großer Deutscher Baufinnazierer) zurück soll.

    Nach Begutachtung des Vertrages bin ich fast vom Stuhl gefallen.

    Es handelt sich hierbei um ein Zinszahlungsdarlehen d.h Baudarlehen(Vorrausdarlehen) mit Ablösung durch einen Baussparvertrag (auch als "Nachstehend Baudarlehen" gekennzeichnet)

    Nun ist es so das wir bis zum Ende der Zinsbindungsfris in 10 Jahren ein monatlich unveränderten Zinssatz haben und die Tilgung nach 10 Jahren durch Bausparvetrag erfolgt - dieser wird monatlich neben der Zinszahlung mit angespart....

    Was nun ? Eigentlich bin ich ja immer der Meinung gewesen das für meine Familie und mich ein Darlehen mit Bausparer nicht in die Tüte kommt... und nun.

    Bis zum heutigen Tag war mir EHRLICH nicht bewusst das der Berater der Bank mir sowas verkaufen wollte... meiner Meinung nach ging es um ein ganz normales Anuitätendarlehen.

    Was sagt ihr zu dieser, oben genannten Kreditform ?
    Ist es eine Alternative oder gar gute Form der Finnanzierung ?

    Ich bin Ratlos...
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  2. Zinszahlungsdarlehen - Vorrausdarlehen Ablösung durch Bausparer HILFE

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Was mich verwundert, hat der Bankberater niemals auf die Konstellation, sprich BSV, hingewiesen? Kann ich mir fast nicht vorstellen. Entweder war das ein absoluter Anfänger, oder er war ziemlich abgebrüht (und das ist noch vorsichtig ausgedrückt).

    Andererseits, wenn Du bei einem großen "Baufinanzierer" einen Abschluß machst, solltest Du Dir im Klaren sein, dass der primär seine Produkte verkauft.

    Also, warst Du bei einer Bank oder einer BSpk. oder......?

    Jetzt hast Du 2 Möglichkeiten.

    1. Den "Bankberater" an der Krawatte packen und mal Tacheles reden.
    2. Das Kreditangebot (ich hoffe es ist ein Angebot) annehmen

    zu 1.

    Das wäre mein Favorit, denn er hat Dir anscheinend nicht das verkauft was Du haben wolltest. Die Frage ist, welche Verzögerungen ergeben sich dadurch, welches Risiko entsteht.
    Ich frage mich, ob Ihr aneinander vorbei geredet habt, oder ob er bewußt falsch "beraten" hat. Wenn ich klar kommuniziere was ich haben will, dann sollten an sich Missverständnisse ausgeschlossen sein. (Meine Meinung).

    Jetzt ist auf jeden Fall Eile angesagt, denn die Verkäufer wollen sicherlich nicht ewig auf ihr Geld warten. Auf der anderen Seite darfst Du nichts überstürzen, denn Du bindest Dich für eine lange Zeit an diese "Bank".
    Ich weiß nicht, ob dieser Baufinanzierer Dir überhaupt ein Angebot machen kann das Deinen Wünschen entspricht. Das sind Dinge die man normalerweise schon im Vorfeld (ohne Zeitdruck) klärt.
    Somit läufst Du Gefahr, dass sich die Sache erheblich verzögert.

    zu 2.

    Das würde ich nur machen wenn die Konditionen mit der ursprünglich von Dir geplanten Variante mithalten können. Das kann unter Umständen der Fall sein, in den meisten Fällen ist diese Variante jedoch schlechter als ein normales Annuitätendarlehen.
    Um das beurteilen zu können müsste man jetzt die Vertragsdetails kennen, dann eine Zins-/Tilgungsplan aufstellen, und danach vergleichen.

    Ich wüßte noch eine 3. Option, aber seit dem die Prügelstrafe abgeschafft wurde.....

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Hallo Peetrick,

    eigentlich sollte es leicht sein für dich zu kontrollieren was wirklich besprochen wurde. Seit dem 10.06 sind Kreditinstitute verpflichtet dir vor Vertragsabschluß sogenannte "Vorvertragliche Informationen" auszuhändigen. Darin steht (so zumindest die Absicht ) für jeden verständlich auf was er sich einläßt. D.h. darin sollte genau beschrieben sein, um was für ein Darlehen es sich handelt und wie dieses zurückgezahlt wird.

    In der Praxis sieht es aktuell wohl so aus, dass diese VVI erst unmittelbar vor Vertragsabschluss ausgehändigt werden. Das ist rechtens, aber sicher nicht Ziel des neuen Verbraucherkreditrechts gewesen.

    Zu der Frage, ob das eine gute Art der Finanzierung ist oder nicht sollte man sich einfach eine Gegenüberstellung der Gesamtkosten der 2 Finanzierungsformen von seinem Berater geben lassen. Dann kannst du schnell sehen was für dich die günstigere Variante ist.

    Beim aktuellen Zinsniveau kann man das Argument der Zinssicherheit durch einen Bausparvertrag fast vernachlässigen. 15 Jahre Zinsbindung bietet jede Bank aktuell ohne große Diskussionen. Anstatt die Tilgung in einem BSV anzusparen würde ich persönlich eher 2-3% Tilgung in das Annuitätendarlehen mit einbauen.

    Gapi
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Gapi Beitrag anzeigen
    Beim aktuellen Zinsniveau kann man das Argument der Zinssicherheit durch einen Bausparvertrag fast vernachlässigen. 15 Jahre Zinsbindung bietet jede Bank aktuell ohne große Diskussionen. Anstatt die Tilgung in einem BSV anzusparen würde ich persönlich eher 2-3% Tilgung in das Annuitätendarlehen mit einbauen.

    Gapi
    100% Zustimmung.

    Jetzt heisst es Taschenrechner quälen bis die Tasten qualmen. Vermutlich ergibt das dann ein K.O. für den BSV.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Gapi Beitrag anzeigen
    Zu der Frage, ob das eine gute Art der Finanzierung ist oder nicht sollte man sich einfach eine Gegenüberstellung der Gesamtkosten der 2 Finanzierungsformen von seinem Berater geben lassen. Dann kannst du schnell sehen was für dich die günstigere Variante ist.
    Und nur! so ist überhaupt ein Vergleich möglich. Und darauf achten, dass ALLE Kosten berücksichtigt werden!

    Zitat Zitat von Gapi Beitrag anzeigen
    Beim aktuellen Zinsniveau kann man das Argument der Zinssicherheit durch einen Bausparvertrag fast vernachlässigen. 15 Jahre Zinsbindung bietet jede Bank aktuell ohne große Diskussionen. Anstatt die Tilgung in einem BSV anzusparen würde ich persönlich eher 2-3% Tilgung in das Annuitätendarlehen mit einbauen.
    Und die Vereinbarung für Sondertilgungen nicht vergessen!!!Das bringt Flexibilität.

    Wenn das alles nicht reicht, sich auf dem Markt nach 20-jähriger Zinsbindung umgucken. Die gibt es derzeit auch zu Superkonditionen.
    Da gilt natürlich das oben gesagte ebenso!
    Und keine Angst: Nach 10 Jahren hat der Kunde das Recht, aus einem Vertrag auszusteigen, wenn dieser länger als 10 Jahre läuft!
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