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Anteil der Steuern beim Neubau

Diskutiere Anteil der Steuern beim Neubau im Forum Baufinanzierung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Anteil der Steuern beim Neubau

    Ich habe gestern mal grob gerechnet was in die staatskasse fließt bei unserem neubauprojekt (160m² efh). der einfachheit halber gehe ich von einem gesamtpreis (ohne grundstück) von 200000€ aus. dann haben wir ja schon mal 38000€ märchensteuer. die grunderwerbssteuer haben wir ja auch bezahlt, so dass wir bei ca. 40000€ landen.

    in den restlichen 160000€ sind ja nun auch noch löhne und gewinne dabei, die ja auch versteuert werden müssen. da kommt ja auch noch ein batzen dazu. was schätzen die hier anwesenden unternehmer wie hoch die ca. sind?

    bei dem grundstück (60000€) hat ja die gemeinde auch verdient.

    ich schätze, dass von der gesamtsumme ca. 1/3 direkt oder indirekt in die staatskasse fließen. finde ich schon beachtlich.

    oder mache ich da einen denk/rechenfehler?
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  2. Anteil der Steuern beim Neubau

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  3. #2

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    und was machen wir jetzt mit dieser Erkenntnis ?
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  4. #3
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    Zitat Zitat von Fritz531 Beitrag anzeigen
    und was machen wir jetzt mit dieser Erkenntnis ?
    es ist wie leider so oft in diesem eigentlich sehr gutem forum: es war klar, dass direkt so ein kommentar kommt. geh doch woanders spielen.

    für dich scheinbar nicht, aber für andere könnte es ja interessant sein auch einen solchen aspekt mal zu diskutieren.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Desperado Beitrag anzeigen
    oder mache ich da einen denk/rechenfehler?
    Nö, die grobe Rechnung sieht tatsächlich so aus.

    Die Handwerkerstunde zum Beispiel enthält dann ja nicht nur die Lohn-/EkSt., sondern auch die Betriebskosten die mit Steuern belegt sind (Bsp.: Strom, Wasser, Benzin), wobei ja nur die Mehrwertsteuer durchgereicht wird, und den Gewinn muss die Firma ja auch versteuern (KöSt. bei Kapitalgesellschaft).

    Ich würde, ohne genau gerechnet zu haben, noch von einem größeren Anteil als nur 1/3 ausgehen. Überlege mal, das verwendete Material führt auf seinem Weg von der Herstellung bis zum Endverbraucher mehrfach zu einem Mehrwert und Gewinn bei den ganzen Zwischenhändlern, die diesen (hoffentlich) auch versteuern.

    Man könnte noch weiter ausholen, denn die Löhne der Arbeiter werden ja auch wieder in Waren für die Lebenshaltung umgesetzt, die wiederum besteuert sind.

    Am besten man denkt garnicht darüber nach, sonst wird einem schwindelig.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    MoRüBe
    Gast

    Das war ein...

    ... Hauptkritikpunkt bei der Abschaffung der Eigenheimzulage. Nimmt man jetzt noch den Anteil der Sozialversicherungen dazu, kömmt man bald in eine Größenordnung von 50 % (für die Waren, die zum überwiegenden Teil ja auch hergestellt werden müssen und dafür Löhne/Sozialabgaben anfallen). Und das wären hauptsächlich Gelder gewesen, die in der Republik verbleiben, während die Auto-Beihilfen hauptsächlich im Ausland verschwinden...
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  7. #6

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    Zitat Zitat von MoRüBe Beitrag anzeigen
    ... Hauptkritikpunkt bei der Abschaffung der Eigenheimzulage.
    Jepp, denn viele Waren führen erst einmal zu Steuern in fremden Ländern. Gerade aber im Baugewerbe fließen die Gelder zu einem großen Teil in Löhne und verbleiben somit im Land. Viele Waren die verbaut werden sind auch aus einheimischer Produktion, einfach weil es sich nicht lohnt diese aus Asien oder sonst irgendwo her zu importieren.

    Im Consumerbereich sieht es etwas anders aus. Da liegt ein Großteil der Wertschöpfung im Ausland.

    Der Titel Exportweltmeister sagt mehr aus als man zuerst vermuten würde. Leider mussten wir diesen Titel abgeben.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
    Themenstarter

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    wenn man dann noch beachtet, dass der staat aufgrund von wohnungsknappheit (jedenfalls im westen) daran interessiert sein müsste, dass eigenheime entstehen, kann man doch sehr sauer werden.

    was die eigenheimzulage betrifft: alle bauherren, die ich kenne hätten damals auch ohne ehz gebaut - das war sicherlich bei den meisten bauherren in deutschland so. und da war es ja klar, dass der staat sich sagt, dass er lieber die vollen 40-50% der bausumme nimmt als davon noch was wieder zurückzugeben.
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  9. #8

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    Die Bauwirtschaft ist für den Staat ein einträgliches Geschäft, und zudem noch nachhaltig, weil die meisten Häuser ja über viele Jahre (Jahrzehnte) finanziert werden.

    Der Staat, also wir alle, braucht Geld um zu existieren. Es gibt eine gewählte Staatsverwaltung (Regierung) die dafür zuständig ist das Geld zu verwalten bzw. zu verteilen.

    Dieser Grundsatz ist schon richtig, denn es gibt viele Aufgaben die der einzelne gar nicht übernehmen könnte.

    Die Praxis zeigt jedoch die Schwächen dieses Systems, denn mit den Jahrhunderten hat sich die Verwaltung immer weiter aufgebläht, so dass ein nicht unerheblicher Teil des Kapitals für die Selbstverwaltung benötigt wird. Die Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft hängt aber immer noch von der Wertschöpfung ab. "Werte schaffen" nimmt jedoch einen immer geringeren Stellenwert in unserer Gesellschaft ein, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis uns die Verwaltung des Staats sowie die vielen Tätigkeiten die eben keine "Werte" schaffen, mehr kosten als Werte geschaffen werden. Wird dieser Punkt erreicht, dann wird ein Erdbeben durch dieses Land gehen, und das geht sicherlich nicht ohne Verluste ab.

    Das ist dann mit Spekulationsblase oder Immobilienblase nicht mehr vergleichbar, denn dann geht es an die Substanz.

    Aber bis es so weit ist, wird unsere Staatsverwaltung, die sich längst verselbständigt hat, immer weiter die Hand aufhalten und immer schauen wo man noch kassieren kann, gerade um den Bereich der "nicht Werte schaffenden Tätigkeiten" zu finanzieren.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
    MoRüBe
    Gast

    der Fairness halber...

    ... muß man aber auch sagen, daß gleichzeitig der Anspruch an den Staat und damit die Übertragung von Eigenverantwortung auch exorbitant gestiegen ist.

    Wenn ich z.B. sehe, daß Kinder nicht mehr in der Lage sind, 3km zur Schule zu laufen, das hat in meiner Schulzeit keine Sau interessiert. Heute muß der Bus schon direkt vor der Haustür halten

    Aber, wir kommen vom Thema ab
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  11. #10
    Avatar von dquadrat
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    hier sind gleich mal 5 sozialverträgliche vorschläge versteckt um vater staat über die runden zu bringen. alles halb so schlimm
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  12. #11

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    Dann lohnt es sich endlich wieder sein Geld in Liechtenstein zu bunkern.

    Gruß
    Ralf
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  13. #12

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    Das kann man nicht ausrechnen, aber man kann das mal in das Verhältnis setzten :

    Wer als abhängig Beschäftigter, ledig, arbeitet, erhält DURCHSCHNITTLICH ca. 1600 € netto Monatslohn.

    Nehmen wir mal an, der Herr Michel wohnt in der Mülltonne und hat keine Mietausgaben.

    Er benötigt zum Leben und weil er ja auch mit dem Auto zur Arbeit fährt (alles wird besteuert!!!! Auch der Sprit), ca. 1.000 € im Monat, sodaß er 500 Euro ansparen kann.

    Das sind in 30 Jahren 180.000 Euro, wovon man sich evtl. eine alte Hütte auf dem Land kaufen kann. Da Michel jedoch durch die Geldentwertung Verluste hat, die Zinsen sind geringer), wird Michel wohl eher 50 Jahre arbeiten müssen, bis er sich eine Hundehütte in Ostdeutschland leisten kann.

    Michel arbeitet 40 Stunden pro Woche.

    So, jetzt arbeitet Michel mal vor 200 Jahren und man sieht, daß allen Michels Häuser gehörten, ohne daß man 50 Jahre arbeiten muss.

    Michel ist also der Volltrottel, der für arbeitsunwillige Bürokraten und co. schuften geht, ohne von seiner eigenen Arbeit was zu haben.

    Und wenn sich Michel einen Rohrverstofungsdienst kommen lässt, der i einer halben Stunde das Rohr freimacht, muss Michel für die 220 Euro Rechnung netto 3 Tage arbeiten.

    Michel, Du bist der Blödste, schön für die arbeitsunwilligen, daß es noch soviele Michels gibt, oder heute schon aufgewacht!!!!
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  14. #13

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    Zitat Zitat von dquadrat Beitrag anzeigen
    hier sind gleich mal 5 sozialverträgliche vorschläge versteckt um vater staat über die runden zu bringen. alles halb so schlimm
    @dquadrat
    SPD und sozialverträgliche, ein Wiederspruch in sich....was SOZIAL war, das waren Ideen von Ludwig Erhard.

    -keine Subventionen aller Art (so wie z.B. Brüderle bei Opel nein gesagt hat)
    darunter fallen auch Steinkohle, Staatsgarantien, Holzmann, EEG, KfW
    60/40, etc...

    etc..

    http://www.ludwig-erhard-stiftung.de..._fuer_alle.pdf
    -Versorgungsstaat – der moderne Wahn ............... 245
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von dquadrat
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    das war purer zynismus. das macht alles etwas erträglicher...
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  17. #15
    Baufuchs
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    @schippers

    Zitat Zitat von Schippers
    Und wenn sich Michel einen Rohrverstofungsdienst kommen lässt, der i einer halben Stunde das Rohr freimacht, muss Michel für die 220 Euro Rechnung netto 3 Tage arbeiten.
    Man kann auch ein 5-minütiges Schilddrüsenszintigramm machen lassen, dazu Labortest Blut und schon ist man um 480.- € ärmer. Und davon muss der Onkel Doktor anders als der Rohrfrei-Onkel nicht mal Umsatz-/Gewerbesteuer abführen.
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