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Thema: Dachausbau

  1. #1
    Dieter
    Gast

    Dachausbau

    Hier einige Infos zu meinem Vorhaben und derzeitigen Aufbau.

    Ich plane in meinem Reihenmittelhaus das gesamte Dachgeschoss bis zum Giebel offen zu gestalten. Somit gäbe es keinen Spitzboden mehr. Zwischen derzeitigen Dachgeschoss und Spitzboden sind Balken (Mittelpfetten?)

    Der Dachaufbau zeigt sich zur Zeit wie folgt:

    - Dachschräge: ca. 48 Grad
    - Dachflächenausrichtung: Nord / Süd
    - Drempelhöhe: ca. 50cm

    - Dachziegel: Gebrüder Nelskamp -Finkenberger Pfanne-
    - Traglattung: 48mm X 24mm
    - Konterlattung: KEINE Konterlattung!!
    - USB: Original Owolen Unterspannbahn DIN 4102 (diese ist m.W. alles andere als diffusionsoffen)
    - Sparren: zwischen 150mm und 155mm stark
    - Zwischensparendämmung: Mineralwolle stümperhaft und nicht vollständig angebracht
    - Dampfsperre: KEINE Dampfsperre
    - Gipskartonplatte: GKP stümperhaft verlegt

    Geplanter Neuaufbau:

    - GKPs rausreißen
    - Mineralwolle rausreißen
    - USB ausbessern
    - Zwischensparrendämmung: Vollsparrendämmung ISOVER Integra Klemmfilz 160mm WLG 035 (evtl. bei dieser USB w/Tauwasserausfall ein Problem??)
    - Untersparrendämmung: ISOVER Integra 50mm Untersparren-Klemmfilz WLG 035
    - Dampfsperre:Entweder ISOVER Vario Klimamembran oder DELTA-FOL Reflex (Welche ist bei dieser USB empfehlenswert??)
    - Lattung: 24mm X 48mm Lattung als Installationsebene
    - Gipskartonplatten: 12,5mm GKP


    Nun wie besprochen die Antworten auf die Fragen. Ich habe meine Antworten der besseren Übersicht halber direkt unter die Fragen geschrieben.

    Mich wundert, daß da noch nichts vergammelt ist.

    - Mich auch; aber vielleicht, bedingt durch die Dachneigung (48 Grad) wird viel abgehalten. Da oben ist jedenfalls, soweit ich es sehen kann, alles trocken.

    Die Bilder würden prima auf unsere Seite www.dachkaputt.de passen :-)

    - Naja, dachkaputt.de wäre vielleicht zuviel. Ich würde es unter dachgefuscht.de :-)) Habe kein Problem damit, wenn Sie sie in www.dachkaputt.de einstellen wollen.

    Eine Neueindeckung scheint aber noch nicht notwendig zu sein.

    - Das wäre sicherlich toll, die kostet bestimmt ein Schweinegeld!!

    Es könnte auch von innen gehen, nur wie kommt man an den Bereich unterhalb des Spitzbodens dran? Kann man da die Bekleidung abnehmen?

    - Wie eingangs geschrieben habe ich sowieso vor das gesamte Innenleben, d.h. GKPs / Dämmung, rauszuschmeißen und von vorne anzufangen. Dabei sehe ich dann auch die Defekte/Löcher in der USB und kann sie ausbessern. Vieleicht habe ich bei Vollsparrendämmung ohne Lüftungsebene zwischen Klemmfilz und USB das nächste Problem namens "Tauwasserausfall". Außerdem werde ich wohl um den Klemmfilz und vor allem die Dampfbremse gut verlegen zu können, auch die GKP im Treppenaufgang vom 1. Obergeschoss zum Dachgeschoss rausreißen müssen.

    Dann könnte man Dämmung einbringen 4 cm weniger als Sparrenhöhe oder volle Sparrenhöhe und dann luftdichte Schicht.

    - 40mm weniger als Sparrenhöhe zu dämmen dämmt vielleicht nicht ausreichend, da die Sparren nur 150mm - 155mm stark sind. Dann müsste ich sichrlich noch mehr als die von mir geplanten 50mm Untersparrendämmung anbringen. Ich dachte bei der Zwischensparrendämmung an Klemmmfilz mit WLG 035 und 160mm Stärke. Eine Vollsparrendämmung führt aber m.W. bei dieser USB (nicht diffusionsoffen) zu nicht genügender Tauwasser-Verdunstung im Sommer. Wenn Sie schreiben "luftdichte Schicht" meinen Sie eine Dampfsperre wie DELTA-FOL REFLEX mit einem Sd-Wert >100m wäre geigneter als die Klimamenbran?

    Und hier kommt der Knackpunkt: Am Übergang zwischen Spitzboden und Dachboden die Luftdichtigkeit hinzubekommen ist sauschwer. Meist liegt da auch noch ein Kehlbalken oder eine Pfette im Weg.

    - Nach der Renovierung/Sanierung soll sowieso kein Spitzboden mehr existieren und das gesamte Dachgeschoss bis zum Giebel offen sein (natürlich ordentlich mit Gipskartonplatten verkleidet). Die Querbalken (Mittelpfetten??) die die jetzige Decke des Dachgeschosses halten und den Boden des Spitzboden darstellen, müssten dann von mir sauber mit der Dampfbremse umklebt werden. Sicherlich eine schöne Fuddelarbeit aber sicherlich auch nicht unmöglich.

    Haben Sie sich schon nach Fördergeldern umgesehen?

    - Gute Idee, werde ich mal checken!!

    Gruß
    Dieter
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  2. Dachausbau

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    MAB
    Gast

    Ach so

    Hab ich wohl mal wieder nicht richtig gelesen oder falsch kapiert.

    Dann sollte das gehen, wenn der Spitzboden ehh wegfällt.

    Die luftdichte Schicht wird ja durch die Dampfsperre übernommen. Die sollte aber einen möglichst hohen Sperrwert haben. Faustregel: innere Sperrwert 6 mal größer als der äußere. Dummerweise weiß man meist den Sperrwert der äußeren Sperre (Unterspannbahn) nicht.

    Deswegen eben möglichts hohen Sperrwert innen. Die "denkenden" Folien "denken" nur daran, Ihr Geld aus der Tasche zu ziehen. Nach innen verdunstet nichts. Oder wenn, dann ist das schon so feucht, daß der Schimmel fließend 6 Sprachen spricht und die erste U-Bahn baut

    Also das Umdecken kann man sich sparen (Hinwies für die Leser: ich habe die Bilder des Daches bekommen).

    Ach ja, noch ein paar Tips:
    - Beim Anschluß der Folie an die Wand (Giebel z.B.) eine Schlaufe legen um Bewegungen abzufangen. Nur gute (leider teure) Klebebänder (z.B. Würth, Siga etc.) verwenden. Möglichst keine Durchbrüche.
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  4. #3
    baude_RS
    Gast

    Bedenken eines Laien

    Wenn ich "keine Konterlattung" lese, hab ich spätestens dann Bedenken, wenn die (wohl jetzt noch durchhängende) USB durch die Dämmung press an die Lattung gedrückt wird und damit evtl. AUF der USB anfallendes Wasser nicht mehr abgeführt werden kann. Das führt auf Dauer gesehen wohl nicht unbedingt zur Qualitätserhöhung der Lattung, oder?
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  5. #4
    MAB
    Gast

    Nahe dran

    Wobei es hier mehr um die Hinterlüftung der Dacheindeckung geht. Der Hinweis ist aber wichtig. Denn man darf natürlich nicht vergessen, daß die Dämmung auch "aufquellen" kann. Je nachdem, welche Art Dämmung (Qualität, Hersteller etc.) verwendet wird.
    Daher nehme ich ja auch immer Sicherheitsabstand von 2 cm.
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  6. #5
    Dieter
    Gast
    Erstmal möchte ich mich recht herzlich für die bisherigen Beiträge bedanken.

    Ich bin natürlich gerne bereit die Bilder, die ich geschossen habe, Interessierten zur Verfügung zu stellen. Damit wir sicherlich vieles deutlicher.
    Eines möchte ich schonmal vorab sagen. Ich mach schon seit Wochen bald nichts anderes mehr, als die Foren zu lesen.

    Ich war gestern nochmal bei mir im Spitzboden und habe festgestellt, dass die USB rd. 15cm vor dem Giebel zwecks Belüftung aufhört (Ich denke, ich habe somit ein Kaltdach mit 2. Lüftungsebenen (1. zwischen Eindeckung und USB / 2. zwischen USB und Dämmung). Wie es an der Traufe aussieht weiß ich noch nicht, da dass "Innenleben" noch nicht rausgeschmissen ist :-)

    Mir bleiben aber erstmal folgende Fragen offen und hoffe hier noch gute Antwort zu bekommen:

    - Vielleicht weiß jemand den Sd-Wert der demals verwendeten USB "Original Owolen Unterspannbahn DIN 4102"?

    - Was hat MAB "nicht richtig gelesen oder falsch kapiert"?

    - Die 2cm Abstand zwischen USB und Klemmfilz bei belüfteten Dächern sind doch dann hinnfällig? (Habe in anderen Beiträgen von belüfteten Dächern was von 4cm gelesen! )

    - Sollte ich dann bei der Stärke meiner Sparren von 150mm - 155mm besser 120mm Klemmfilz (dann bleibt ein Sicherheitabstand von30-35mm)
    oder 140 mm Klemmfilz (dann bleibt ein Sicherheitsabstand von 10mm -15mm, reichen die?).

    - Mit Untersparrendämmung von 50mm wäre dann die Dämung 170 bzw 190mm dick. Dies sollte, von diversen Wärmerschutz-Verordnungen abgesehen :-), ausreichend sein. Die Alternative wäre die Sparren entsprechend aufzudoppeln?

    - Was würde aber mit einem evtl. entstehenden Tauwasserausfall unter der USB passieren. Wenn die USB an der Traufe befestigt sein sollte, würde das Tauwasser hinter der Traufe auf den Drempel ablaufen, oder? Ich konnte das noch nicht prüfen, da ich das "Innenleben" noch nichr rausgerissen habe, sollte aber bei belüteten Dächern wohl nicht sein!!! (Anmerkung: Die Dachrinne liegt zwischen jedem der einzelnen Reihenhäuser und nicht wie meistens üblich, an den offenen Außenseiten des Hauses. Kann man übrigens gut auf einem der Bildern vom Dach erkennen)

    - Um dem Problem mit der NICHT difussionsoffenen USB aus dem Weg zu gehen, könnte ich sie ja ganz rausschmeißen. Denn diffusionsoffener als ohne USB geht sicherlich nicht. Das Dach hat ja immerhin eine recht hohe Neigung von ca. 48 Grad. Ich dann wohl erstmal wenn ich innen GKPs und den Müll entfernt habe, auf Schnee oder Sturm mit Regen warten und gucken was passiert :-).

    - Habe aber auch gelesen blos KEINE blaue PE-Dampfsperre zu nehmen. Die würde zu stark sperren und die Sparren und das Holz würden absaufen, da die Sparren allesamt Wärmebrücken sind, Wasserdampf in die Sparren dringen würde und es dort zu Tauwasserausfall kommen würde!!!

    - Noch eine Sache: Ich lese ständig, dass die Dampfbremse nach der Zwischensparrendämmung angebracht werden soll und dann die Installationsebene die auch gedämmt weden kann. Ich habe eigentlich vor, die Zwischsparrendämmung (Klemmfilz), dann die 5cm Untersparrendämmung (Klemmfilz), dann die Dampfbremse und dann die Instalationsebene anzubringen. So geht man doch der 20% Regel der Dämmung nach der Dampfbremse aus dem Weg. Steckdosen usw. kann ich problemlos im Drempel installieren.

    - Noch eine, nicht ganz unerhebliche Sache: Was mache ich mit dem Loch, das in der Giebelwand in Höhe der Firstpfette ist? Zumauern? Ich denke das ist wohl das Beste! Hier umgibt die Mauer nicht komplett die Firsfette (Kann man übrigens auch gut auf dem Bild erkennen).

    Bin auf die Antworten gespannt :-)

    Gruß
    Dieter Rinke
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  7. #6
    MAB
    Gast

    Soviele Fragen

    Konzentrieren wir und mal auf das wesentliche.
    Wir haben entweder
    a) ein belüftetes zweischaliges Dach ("Kaltdach")
    oder
    b) unbelüftetes einschaliges Dach ("Warmdach")
    Für a) gilt 4 cm (2 war vertippt) Belüftungsebene. Diese Ebene gleicht kleinere Fehler der Dampf- und Luftsperre aus. Wenn Wasserdampf eindringen sollte, kann dieser wieder abgeführt werden.

    Für b) gilt eben hoher Sperrwert innen, so daß Wassedampf eben gar nicht erst eindringen kann. Von daher ist die Aussage "zu dicht" völlig falsch. Es kann gar nicht dicht genug sein. Den Sperrwert der USB weiß ich eben auch nicht. Da liegt ja das Problem.

    So, und Ihre angedachte Lösung ist vollkommen richtig. Ca. 140 mm Mineralfaser WLG 035 erfüllen auch die Anforderungen der ENEV (U-Wert bei Sanierungen < 0,3). Installationsschicht ist hervorragend!

    Jetzt nur noch eine Dampfsperre mit hohen Sperrwert suchen und die so luftdicht wie möglich anschließen. Dann Blower-Door-Test machen, BEVOR die Innenbekleidung dran ist, Fehlstellen ausbessern und dann ist Ruhe im Karton.

    Nicht irritieren lassen: aus einem belüfteten Dach kann man jederzeit ein unbelüftetes Dach machen. Das funktioniert dann bauphysikalisch wie ein besonders stark geneigtes Flachdach. Hier ist der Aufbau von innen nach außen:
    (- Tragkonstruktion)
    - Dampf- und Luftsperre
    - Dämmung (Tragkonstruktion Sparren)
    (- USB)
    - Abdichtung / Dachdeckung
    Was die Installationsschicht beim Steildach ist abgehängte Decke beim Flachdach (bauphysikalisch)

    Ach ja, wenn die Dämmung raus ist kann man Risse in der USB flicken.
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
    Dieter
    Gast

    Dachausbau und "Original OWOLEN Unterspannnbahn DIN 4102"

    Hallo,
    MAB, erstmal wieder vielen Dank für die ausführliche Info. Mir ist nun einiges klar geworden.

    Eine Frage bleibt mir aber vorerst:

    Ist eine Dampfsperre mit einem Sd-Wert von 100m ausreichend oder sollte man doch lieber eine mit einem noch höheren Sd-Wert wie z.B. die Pro Clima DB+ Spezial (Sd-Wert 150m) nehmen. (Vorausgesetzt: Belüftetes, zweischaliges Dach "Kaltdach")?

    Vielleicht weiß jemand den Sd-Wert der USB "Original Owolen Unterspannbahn DIN 4102"?
    Ich habe mittlerweile erfahren, dass sie vom Hersteller Otto Wolff sein soll. Vielleicht kann mir weiß jemand die Adresse oder Tel. Nr.?

    Ich würde gerne, wenn ich den Müll unter der USB rausgeworfen habe, dieses Forum nochmals kontaktieren. Somit erstmal tausend Dank.

    Gruß
    Dieter Rinke
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  10. #8
    MAB
    Gast

    Fehlt was?

    Ich hatte doch schon mal was geschrieben? Merkwürdig.

    Tja, Otto Wolff kenne ich nicht. Ob nun 100 oder 150 m macht den Kohl auch nicht fett. Wichtiger ist ohnehin die Luftdichtigkeit.
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