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Thema: Fussbodenaufbau auf Holzdecke im Dachboden

  1. #1
    MaRo
    Gast

    Fussbodenaufbau auf Holzdecke im Dachboden

    Hallo !!!

    Wir haben eine Holzbalkendecke (Innen drin Mineralwolle, von unten Dampfsperrfolie, dann Knaufplatten, darauf Raufasertapete) zwischen 1.Stock und Dachboden unsres EFHs. Auf den Balken (Dachboden) liegen einfache 20mm Verlegeplatten (Presspahn) drauf - sind gespaxt. Momentan hört man den Trittschall, wenn man im Dachboden läuft sehr gut im 1. Stock. Da wir nun den Boden ausbauen möchten (Bastelzimmer, Gästezimmer, evtl. später mal für die kleine Tochter ?) meine Frage: wie würde man den Boden von den Verlegeplatten ausgehend weiter aufbauen, am liebsten mit Laminatabschluss. Was mir besonders am Herzen liegt wäre die Trittschalldämmung und vor allem die Feuchtevermeidung im Aufbau (Schimmelthematik). Das Dach selbst ist übrigens bereits Zwischensparrengedämmt, kpl. mit Dampfsperrfolie ausgekleidet und sauber abgedichtet. Zum Dachbodenausbau, würde noch ne Gaube mit Fenster reinkommen.
    Vielleicht gibts ja nen Internetlink, der das Thema erschöpfend diskutiert.

    Vielen Dank im Voraus
    MaRo
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  2. #2

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    GF eines Holzbauunternehmens

    Beiträge
    834

    Bewährt

    hat sich folgender Aufbau auf der Rohdecke:

    20/22 mm PS-Trittschalldämmung
    18-22 mm OSB-Verlegeplatte, schwimmend verlegt, Nut- und Federverbindung verleimt.
    4 mm Korktrittschalldämmung
    Laminat

    Ausgehend von der möglichen Aufbauhöhe gibt es natürlich noch eine Vielzahl anderer Lösungsansätze.

    Eine zusätzliche Dampfsperre wird nicht benötigt.
    Mein Motto:
    Das Bessere ist der Feind des Guten
    Alles andere ist gewöhnlich - und wer will schon gewöhnlich sein
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  3. #3
    MaRo
    Gast

    Na dann....

    ..ists ja "relativ" unaufwändig. Zumindest weniger als ich dachte.

    Ach ja- besten Dank soweit dafür .

    Noch ne kurze Frage: wie gut wäre der Schallschutz dann etwa? Was würde man unten (OG) noch hören: leises Laufen, Laufen, Hüpfen, Springen, Tanzen,..............haben nämlich u.a. unser Schlafzimmer da drunter.

    Frage wegen unsrer Tochter - wer weiss, wie die so als Teenie Jahren "lärmt", wenn sie da oben haust


    Schönen Tag
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  4. #4

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    Dann besser ....

    anstelle des Laminates einen vernünftigen Teppichboden oder Korkbelag.

    Meßgröße ist das sogenannte Trittschallverbesserungsmaß.

    Verbesserungsmaß für Holzspanplatte vollflächig verlegt ca. 25 dB
    Textile Bodenbeläge nach DIN 61151 20 dB.

    Wenn allerdings die Stereoanlage aufgedreht wird, geht es um Luftschall (mit anderen Übertragungswegen).

    Es gilt hier wie überall: Je größer der betriebene Aufwand, desto besser das Ergebnis.
    Mein Motto:
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  5. #5
    Bauexpertenforum
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    4,766
    Gefragt war nach einem Internetlink.

    Meines Erachtens das Beste, was es zu dem Thema gibt:

    Google: Informationsdienst Holz > dort dann die Infothek, dann kostenlos anfordern:

    Grundlagen des Schallschutzes und
    Schalldämmende Holzbalken.

    @NBasque: Mit den 25 dB Trittschallverbesserungsmaß bei Holzspanplatte auf Trittschalldämmung mußt Du Dich vertan haben. M.E. allenfalls 13 dB.

    Bei Holzbalkendecke sind erhebliche Maßnahmen erforderlich um einen vernünftigen Tritt- und Luftschallschutz hinzubekommen.

    Näheres steht in den angegebenen Broschüren.
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  6. #6

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    42

    Trockenestrich als Alternative?

    Salut,

    wie wäre es mit 'nem Trockenestrichausbau (aus Gipsfaserplattenbasis).

    z.B. Fermacell (http://www.xella.de/html/deu/de/tb_4...subnavi_level=)
    Die 2x10+10 Mineralwolle (heißen bei Rigidur MF30) sollte eigentlich ausreichend sein. Mit 20mm Mineralwolle gibt's dann 27 dB.

    Die Platten sind ziemlich einfach selbst zu verarbeiten (werden verklebt und verschraubt), lassen sich mit 'ner Stichsäge gut anpassen, sind durch eine Person verlegbar.

    Alternativ Rigidur (von Rigips, der Link ist im unten angegebenen Artikel enthalten).

    Ich habe vor ein paar Tagen mal einen Artikel in diesem Forum hinterlassen (als Antwort, http://www.bauexpertenforum.de/showt...&threadid=4598), in dem ich verschiedene Möglichkeiten (ich hab' gerade einen 50 Jahre alten Baudielenboden mit Schlackefüllung und Linoleumbelag gegen RigiDur-Platten "getauscht", auf die in den nächsten Tage noch Bodenfliesen kommen) vorgestellt habe.

    Viel Spaß,
    Jörg
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  7. #7
    Bauexpertenforum
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    @Jörg: Die genannten 27 dB Verbesserungsmaß beziehen sich auf eine Massivdecke ( S. 34 , Tabelle 7.3 , Fermacell, Konstruktionen für Wand, Decke und Fußboden ). Du hast eine Holzbalkendecke. Was dafür zu tun ist, um einen akzeptabele Schallverbesserung zu bekommen, ergibt sich aus den auf Seite 32/33 beschriebenen Systemaufbauten > Schalldämmung mit Holzbalkendecken.
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  8. #8
    MaRo
    Gast

    Jetzt werd ich weiterrecherchieren...

    ......um möglichst guten Schallschutz zu realisieren. Danke für die Tips und Links.

    Als Abschluss ein Korklaminat find ich auch gut, habe ich unlängst wo "begangen". Ist wirklich sehr heimelig und dämpft die Schallentstehung schon beim Auftreten. Ein Laminat wäre da ja eher "klackig".


    Dankeschön an Euch
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  9. #9
    MaRo
    Gast

    Kurze Info

    Hab was gefunden - sowohl Theorie - aber auch Beispiele und deren Effekte. Abendlektüre !!!

    http://www.best-estrich.com/pdf/schalld_holzdecken.pdf

    Gruss
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