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Thema: WU-Sohle

  1. #1

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    WU-Sohle

    Hallo,

    eine Sohle für ein Einfamilienhaus (ohne Keller) wurde folgendermaßen hergestellt:

    keine kapillarbrechende Schicht, Sohle 16cm dick aus WU-Beton mit Stahlfasern, sämtliche Durchführungen wurden nicht abgedichtet, das Loch für die Hausanschlüsse (60x40cm) wurde mit Estrichbeton zugekippt.
    Kein stauendes Wasser.
    Die Dampfsperrfolie oberhalb der Sohle wird (angeblich) nicht benötigt.

    Im Vertrag steht nur: Sohle aus Stahlfaserbeton.

    Gültigkeit hat VOB von 2009

    Ist das so in Ordnung?


    Danke für Eure Antworten.
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  2. WU-Sohle

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  3. #2

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    Für tragende Sohlplatten aus Stahlfaserbeton bitte mal die Suche benutzen.
    Suchbegriffe SFB, Stahlfaserbeton.

    Eine Dampfsperre ist nach den anerkannten Regeln der Technik noch immer erfroderlich.

    In wie weit hier Dinge durch die Vertragsformulierung ausgeheblt wurden, mögen die Juristen beurteilen.
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  4. #3
    Themenstarter

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    hallo,

    vielen dank für die antwort, vor gericht sind wir schon. sie haben aber den bisherigen sachstand bestätigt, was äusserst beruhigend ist.

    gruß, newman
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  5. #4
    Themenstarter

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    hallo nochmal,

    womit würde man es denn begründen, dass eine dampfsperre immer noch erforderlich ist? schliesslich wird ja mit der verwendung von wu-beton argumentiert.

    vielen dank, newman
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  6. #5

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    Nun...da das Ganze ja schon bei Gericht ist, wird das gericht hier wohl einen Sachverständigen hinzuziehen, der dann die einzelnen Punkte (Stahlfaserbeton, Dampfbremse,...) zu klären bzw. zu beurteilen hat.

    Was also sollen wir jetzt hier, die die Örtlichkeit ohnehin nicht kennen, die Argumentationen nicht kennen, die Planung nicht kennen, usw. qualitativ dazu sagen können????

    Gruß

    Thomas
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  7. #6
    Themenstarter

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    hallo,

    ok, trotzdem danke.


    gruß, newman
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  8. #7
    Avatar von Der Bauberater
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    Zitat Zitat von newman32 Beitrag anzeigen
    womit würde man es denn begründen, dass eine dampfsperre erforderlich ist?
    Das ist eine Frage für den Beweisbeschluß und nicht für's Forum!
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  9. #8

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    Falsch Peter.

    Wenn Du so in den Beweisbeschluß reingehst, hast schon zu 50% verloren.

    In dem Beweisbeschluß muss etwas stehen wie:
    Ist das Fehlen der nach .... und .... oder .... erforderlichen Dampfbremse ein Mangel.
    Ein NEIN wäre zu begründen - und das wird spannend

    Die genaue Formulierung muss der Anwalt mit dem eigenen Sachverständigen zusammen vornehmen.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Die genaue Formulierung muss der Anwalt mit dem eigenen Sachverständigen zusammen vornehmen.
    Und das alleine wird spannend, ob ein Anwalt dies auch tut. Mir begegnen leider immer wieder Anwälte, die offensichtlich der Meinung sind, allwissend zu sein!!!
    Ich würde als Mandand darauf bestehen, dass eigener Sachverstand hinzugezogen wird!
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  11. #10
    Themenstarter

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    Lächeln

    So,

    das Gericht hat einen Sachverständigen beauftragt. Ich werde Sie hier im Forum den Fortgang des Geschehens informieren. Ich hoffe, das ist in Ordnung.
    Eigener Sachverständiger ist auch mit im Boot.

    MfG

    Thomas
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  12. #11

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    Nur aus Interesse:
    Steht dort schon ein Haus drauf oder wurde der Weiterbau nach Erstellung der Bodenplatte gestoppt?
    Wäre ja auch spannend für den Aufwand für die nachfolgende Beseitigung des "Schadens"
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  13. #12
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    Im Vertrag steht nur: Sohle aus Stahlfaserbeton.
    Scheiß Vertrag. Das Mandat würde ich eher ablehnen, da ich ja angeblich allwissend bin.
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  14. #13
    Themenstarter

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    also,

    der Bauträger hat ab einem bestimmten Zeitpunkt aufgehört zu bauen. Wir mussten ihm dann fristen setzen und ihm den Vertrag kündigen. Aus diesem Grunde haben wir einen Sachverständigen beauftragt, den Bautenstand zum Zeitpunkt der Kündigung aufzunehmen. Dieser Sachverständige hat uns dann allerdings auch auf erhebliche Mängel aufmerksam gemacht. Der größte Posten ist dabei die fehlende Dampfsperre auf der Sohle. Fussbodenheizung und Estrich wurden noch vom Bauträger hergestellt.
    Zu unserem Bauträger hatten wir keinen Kontakt mehr, bis er vom Gericht angeschrieben wurde.
    Mittlerweile haben wir die Bude bewohnbar fertiggestellt.
    nun zum Sachverhalt:

    Unser Bauträger behauptet, das bei seinem Aufbau der Sohle und des Fußbodens keine Dampfsperre erforderlich ist. Also 16cm Sohleplatte aus Stahlfaserbeton, keine übliche Bewehrung. Dann 9cm Isolierung, Fußbodenheizung und Estrich. Da so genannter Wu-Beton verwendet wurde, ist laut Bauträger keine Dampfsperre erforderlich.
    Unser SV ist da allerdings anderer Meinung, da wohl nicht nach WU-Richtlinie gearbeitet wurde (z.Bsp. keine Abdichtungen für die Rohrdurchführungen, keine zus. Bewehrung etc.)

    Da so ein Gerichtsverfahren sich unheimlich zieht, würden mich Eure Aussagen hierzu schon sehr interessieren.

    Gruß, Thomas
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  16. #14
    Themenstarter

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    @Eric: Im Vertrag steht nur: Sohle aus Stahlfaserbeton. Soll heißen, WU-Beton wurde nicht vertraglich vereinbart.
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  17. #15

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    Na, das kann ja wieder heiter werden

    Unser SV ist da allerdings anderer Meinung, da wohl nicht nach WU-Richtlinie gearbeitet wurde
    Die WU-Richtlinie sagt gar nichts zu Dampfsperren, sondern zu Wasser in flüssiger Form.

    Es gibt eine Debatte um die Sinnhaftigkeit von Dampfsperren auf WU-Kellerwänden. Bei Bodenplatten ist diese Debatte kaum gegeben.
    Daher ist eine Dampfsperre in höherwertig genutzten Räumen (> Nutzkeller) und/oder Räumen, in denen mit dampfdichten Belägen geplant oder zu rechnen ist (eigentlich alle Räume) gemäß den aRdT eine Dampfsperre erforderlich!

    Und nur, wenn entsprechend dieser Denkrichtung richtig argumentiert wird, wird das Gerichtsgutachten Erfolg haben.

    Geht Ihr mit der WU-RiLi-Argumentation in den Ring, wird das ein schmerzhafter Bauchklatscher!! Ein teurer noch dazu!
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