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Thema: Rohbau

  1. #1
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    Rohbau

    Habe mehrere Fragen bezüglich Rohbau:

    In diversen Foren wird meist über den T 9 oder T14 gesprochen. Wie steht es mit dem SX 13 von Trost. Dieser wurde uns empfohlen. Zudem wird immer über die Sorgfaltspflicht bei der Verarbeitung von Planziegeln gesprochen. Wir haben seit Anfang Oktober angefangen ein EFH zu bauen - überwiegend in Eigenleistung. Ein Einweiser der Ziegelfirma hat uns die "Tauchtechnik" vorgeschlagen. Kann man da gravierende Fehler machen? (Es hies daß die VD Verarbeitung für Laien nichts wäre, da Sie Gewöhnungsbedürftig ist.)Wie steht es mit der Rissegefahr? Zudem haben wir wie in den Foren empfohlen die Mauern mit Betonwand mittels Maueranker verankert - allerdings wenn ich einen Teil unten am Stein rausschlage, hält der Anker trotz eintauchens in den Kleber nicht so wahnsinig. Zudem habe ich eine Frage zum Wetter. Wie erwähnt haben wir im Oktober angefangen - d.h. es regnet momenten andauernd - können dadurch Bauschäden entstehen? Für Antworten wäre ich sehr dankbar, da ich mir seit ich in den Foren durchstöbere wirkliche Gedanken mache.
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  2. Rohbau

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Gast
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    Steine tauchen ist nicht gut.
    Das mindeste was sie brauchen ist die 2mm Dünnbettklebefuge
    wie sie Josef Thalhammer favorisiert.
    Grund: Durch das tauchen können sie die unebenheiten zwischen den Steinen nicht ausgleichen.
    Folgerung: In den Versuchen die an Referenzwänden ausgeführt wurden,haben die "Getauchten" schlechter abgeschnitten als die "Dünnbettigen".

    Gruß Fossy Bär
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    Ausrufezeichen Ja dann bin ich mal so frei

    Zum Stein kann ich leider NICHTS sagen da ich NICHT jeden Stein kennen kann ... welche Rohdichte bzw. welche Druckfestigkeit und welche Sigma weisst der Stein auf ?
    -
    Klar das V-Plus-System ist das beste da steh ich auch voll dahinter ... ABER bevor ich mit den marküblichen Planziegelwalzen handiere TAUCH auch ich die Planziegel (!) ... der Versuch vom Fossy Bär ist mir neu ... wir haben selber vor Jahren mal ein Versuch gestartet ... ein Mauerwerkspfeiler ca. 50cm geklebt und nach 28 Tagen wurden der umgelegt auf 2 Kanthölzern am Ende und darauf haben wir 2 Pal. Steine gestellt und erst als ein Maurer noch draufstieg ging der Pfeiler zu Bruch ... ABER die Bruchstelle war NICHT im Dünnbettmörtel sondern im Ziegel (!) ... wichtig ist das im Tauchverfahren der Dünnbettmörtel NICHT zu flüssig angemacht wird (Kellenprobe machen einfach die Kelle in den Pott mit Dünnbettmörtel reinstrecken und rausziehn die Kelle nach unten halten und wenn da 2-3mm auf der Kelle bleiben passt die Mischung ... im übrigen TAUCHEN wir ALLE tragende bzw. nichtragende Innenwände (!)
    -
    Thema Flachstahlanker ... am besten mit ner Flachdiamantfeile (breite ca. 4cm) den Ziegel für den Flachstahlanker 2mm tief ausfeilen dann knicken Sie den Flachstahlanker 90% in etwa der Mitte und tauchen das eine Ende in den Pott mit Dünnbettmörtel und setzen den in die ausgefeilte Stelle ... danach einfach drübermauern und sie werden sehn wir der Flachstahlanker nach ca. 3 Tagen granatenfest sitzt !
    -
    Bezüglich Regenfälle ... WICHTIG ist das Sie jeden Tag nach vollendeter Arbeit das Mauerwerk z.b. mittel Delta-Folie abdecken und die Folie mit Brettern o.Ä. einschweren ... ABER auch die offene Pal. sollten Sie abdecken um die Steine vor Regen zu schützen !
    -
    Und was war sonst noch ? ... einfach fragen DENN dafür gibt´s dieses Forum
    -
    MfG
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  5. #4
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    Ich helf Dir ja Josef

    Zeitschrift"Das Mauerwerk" 2000 Heft 6 S.220

    Zitiere: Das Tragverhalten von Planziegelmauerwerk wird bei verwendung der 0.5-3mm dicken, flächendeckenden Dünnbettmörtel um das

    1.1-1.5 -fache

    gegenüber Mauerwerk mit den bisher bauaufsichtlich geregelten Dünnbettmörteln verbessert.
    .......

    Obwohl die hier in die Untersuchungen einbezogenen Planziegel die verschärften bzw. neuen Anforderungen an die Höhe, an die Ebenheit und an die Planparallelität erfüllten, ließ sich beim Aufrollen des Dünnbettmörtels nicht vermeiden,daß einige Stege nicht fluchtend übereinander lagen und/oder vollflächig verklebt waren.
    Die neuen flächendeckenden Dünnbettmörtel führten mit einer Verbesserung der Lastverteilung und damit Lastabtragung zu einer deutlichen verbesserung der Tragfähigkeit von PLanziegelmauerwerk. Ende Zitat.

    Ist eigentlich logisch

    Fossy Bär
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  6. #5
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    Und noch Einen Josef

    Dein Baustellenversuch J. T. ist ein Biegezugversuch und hat mit
    der Druckfestigkeit die bei den meisten Mauerwerkskörpern entscheidend sind nichts zu tun.

    Fossy Bär
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    Nicht schlecht Frau Specht bzw. Fossy Bär ... steckt da ein Ziegelprofi ? ... Natürlich kenne ich die Fachzeitschrift "Das Mauerwerk" kennen Sie auch den Bericht August 2002 Heft 4 von Hr. Schubert ? ... zur zeit mein Favorit
    -
    Zur Sache ... Recht haben Sie natürlich mit dem Biegezugversuch ich wollte da eigentlich NICHT näher drauf eingehn ABER wenn sie mich schon Lügen strafen ... Der Grund warum ich KEINE der herkömlichen Mauerwerkswalzen verwenden liegt eigentlich am Wetter ... im Sommer wenn´s zu heiss ist zieht der Dünnbettmörtel auf den Steinen ziehmlich rasch an was bedeutet daß der gewollte Verbund NICHT zustande kommt ... jetzt um die
    Zeit haben wir Regen bis die Steine drauf sind verwässert sich der Dünnbettmörtel sowohl in der Walze bei aufziehn wie auch
    auf den Lagerfugen sprich wiederum ist der Verbund NICHT gewährleistet ... DARUM und NUR darum tauchen wir die Steine und das seit 1995 ... that´s the Praxis ... DENN die Witterung wird in den Laborversuchen kaum zugrunde gelegt ...
    WICHTIG ist hierbei das der Dünnbettmörtel EBEN die erwähnten 2-3mm haftende Konsisdenz aufweisst und der Maurer das tauchen halbwegs im Griff hat ... GUT getaucht bringen Sie die Steine KAUM mehr auseinander ... DARUM das Bruchtestbeispiel (!)
    -
    Im übrigen laut dem Zitat :
    -
    " ließ sich beim Aufrollen des Dünnbettmörtels nicht vermeiden,daß einige Stege nicht fluchtend übereinander lagen und/oder vollflächig verklebt waren. "
    -
    GENAU das ist einer der NACHTEILE beim den herkömmlichen WALZEN (Ausser V-Plus-System) ... drum tauchen WIR

    MfG
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    uiiiih ... nette Bewertung ... erst 37 Hits und man dem Tread bereits 5 Sterne verpasst ... ich wusste gar NICHT das IHR so auf Mauerwerk steht ;-)
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  9. #8
    Gast
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    Rohbau

    Vielen Dank für die raschen Antworten. Aber weitere Fragen plagen mich:
    Wie lange (jahreszeitmäßig) kann man mauern bzw. am Rohbau arbeiten? Können die Ziegelsteine bei Frost aufplatzen, denn trotz Abdeckung der Mauerkrone werden die Ziegel naß. Oder macht es Sinn nach der Kellergeschoßdecke eine Pause einzulegen bis im Frühjahr? Zudem habe ich oft gelesen, daß man verschiedene Steinarten nicht mischen soll - aber in unserem Plan steht, daß die Mauern, die an die Anliegerwohnung grenzen, KS Vollsteine sein sollen.
    Dann noch eine Frage zum Abdichten der Betonkellerwände(auftragen der Bitumenschicht): Sollte man dies aufgrund der Witterung rasch machen oder kann man den Betonkeller auch über den Winter stehen lassen und erst im Frühjahr den Anstrich tätigen. Fragen über Fragen....Hätte nie gedacht, daß man auf dem "Bau" so genau und sauber arbeiten muß?!
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  10. #9
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    Rohbau

    Ach folgendes noch:

    Angaben zum Stein habe ich nicht viel gefunden, außer: Steinfestigkeitsklasse 6, Rohdichte 0,7 KG/dm3 - genauer Name T13-SX von Trost. ZUdem ist mir bezüglich den Stürzen über den Türen noch eine Frage eingefallen: Da die Sturzhöhe nicht mit der Steinhöhe identisch ist, fülle ich den Abstand zwischen Sturz und daraufliegender Steinreihe mit normalem Mörtel aus, d.h. die Steine über dem Sturz werden "klassisch" gemauert. Ist das gut oder macht man dies anders. In den Foren wurde auch viel über diesen LM 21 geschrieben - unser Einweiser hat aber die erste Steinschicht mit diesem besagten LM 21 gesetzt.
    Bei Baubeginn wurde mir vom Ziegelstein abgeraten, vorallem als Baulaie-hat den der Porenbeton diese Probleme mit der Rissgefahr nicht?
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  11. #10
    Gast
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    Heft 4 2002 " das Mauerwerk"

    Sicher Herr Thalhammer kennt Fossy das.
    Es ist eines der besten Hefte der vergangenen Jahre.
    Nur,das dort gezeigte Deckenauflager kann dem Thalhammer
    Deckenlager nicht das Wasser reichen.

    Fossy Bär
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    @Fossy Bär ... naja das ist wie in ALLEN Heften man blättert durch was einen interesiert liest man anderes belächelt man als Mist und schaut das gar NICHT näher an ... sehn Sie mir ist es gar NICHT aufgefallen das da einen Deckenauflager gezeigt wurde
    -
    Zu den Fragen unseres Gastes:
    -
    Sobald die Steine nass sind und Frost herrscht HABEN Sie Problem ... geben Sie mir bis zum Wochenende ZEIT und ich schreib 2 Berichte über die Verarbeitung bzw. der Gefahren bei Frost sowohl im Mauerwerks- wie auch im Betonbereich ... nach der Aktion gestern in Bau.de ist das schon fast ein MUSS (!)
    -
    Bezüglich des LM21 zum Anlegen hab ich echt meine Sorgen ... sowas macht man NICHT denn die erste Schicht hat schon mal 2-3cm und das mit LM21 samt dessen Schwindungsverhalten NICHT empfehlenswert ... im übrigen NUR zur Info selbst ich hatte da schon mal Probleme (!)
    -
    Bezüglich der KS-Steine *pruuust* jetzt haben Sie schon nen SX13 den Sie mit LM21 verarbeiten und dazu noch einen KS vermutlich mit Normalmörtel vermauert ... schlimmer kann man das gar NICHT planen ... beide Systeme weisen unterschiedliche Materialschwindungen auf die Risse sind bereits programiert ... zu SX13 mit LM21 würde am ehersten ein Ziegelverfüllstein mit ner Normalmörtelverfüllung passen ... und selbst da ist NOCH unterschiedliches Schwindverhalten dabei (!)
    -
    KMB Dickbeschichtung ... da haben Sie sich was vorgenommen ich rühr das Zeug nicht an und muss Sie da bitten diese FRAGE seperat in den Abdichtungsbereich einzustellen (!)

    MfG
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  14. #12
    MAB
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    Geht auch hier

    Ich lese doch ehh alles mit. Lerne von Euch doch immer dazu!

    Also Abdichtung: gegen was abdichten? Eigentlich sollte die Diskussion über Mehrkosten "Weiße Wanne" zwischen Josef und mir schon legendär sein

    Wenn es denn doch schon Betonkeller ist, warum nicht für ein paar Dollar mehr eine weiße Wanne? Aber der Keller steht wohl schon?

    Dickbeschichtung ist in der Theorie zulässig für nicht stauendes Sickerwasser in 3 mm Schichdicke. In 4 mm mit Gewebeeinlage gegen aufstauendes Sickerwasser.

    Gegen drückendes Wasser gar nicht.

    Und jetzt zur Praxis: o Wunder, ich sitze nicht nur vorm Schreibtisch

    Es gibt Leute, die können das einfach! Die kriegen Dickbeschichtung sogar erfolgreich gegen drückendes Wasser hin.

    Aber auf der anderen Seite gibt es eben auch Pfuscher.

    Dann doch lieber ne ehrliche Aussage wie die von Josef: "Da lasse ich die Finger von!"

    Wenn alle so reden würden, wäre ich auf der Gutachter-Seite arbeitslos
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