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  1. #1

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    Photovoltaik und WP

    Hallo zusammen,

    meine Familie und ich planen grad ein EFH, 150qum Wfl, 2 Geschosse, Keller, KFW 70 (EnEV 09), Walmdach 25 Grad im Münsterland.

    Gerne würde ich mich von der Öl- und Gasmafia lösen. Daher meine Frage:

    Ist es möglich, ganzjährig, durch eine WP plus Photovoltaik auf dem Dach komplett autark zu heizen und Warmwasser herzustellen?

    Vielen Dank für Ihre Antworten.
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  2. Photovoltaik und WP

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  3. #2

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    Ich denke nicht so ohne weiteres. Die Photovoltaik Anlage wird im Winter, und vor allem auch Nachts nicht genügend Leistung erbringen können.
    Finanziell könnte das natürlich hinhauen.

    viele Grüße

    Biertrinker
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Ulowak Beitrag anzeigen
    plus Photovoltaik auf dem Dach
    Meinst Du Photovoltaik (Stromgewinnung) oder Solarthermie ?
    Hast Du an eine bestimmte Art von Wärmepumpe gedacht?

    Falls Du völlig autark sein möchtest, müsste die Energie in größerem Umfang gespeichert werden, denn Solar liefert dann die meiste Energie wenn Du bzw. Dein Haus diese nicht benötigst.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4
    Themenstarter

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    Man seid ihr schnell. Vielen Dank..

    Ich dachte an eine Erdwärmepumpe, deren benötigter Strom durch die hauseigene Photovoltaikanlage gewonnen wird.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Ulowak Beitrag anzeigen
    Man seid ihr schnell. Vielen Dank..

    Ich dachte an eine Erdwärmepumpe, deren benötigter Strom durch die hauseigene Photovoltaikanlage gewonnen wird.
    Rein wirtschaftlich betrachtet rechnet sich das nicht. Du bekommst jede eingespeiste kWh hoch vergütet und der WP Strom ist relativ günstig. Also ist es sinnvoll das Stromnetz als Puffer zu verwenden, sprich Überschüsse einzuspeisen.

    Im Winter, und gerade dann brauchst Du mit der WP richtig viel Strom, liefert die PV Anlage nur magere Erträge. Man müsste also nicht nur (teuer) zwischenspeichern, sondern auch die Anlage deutlich zu groß dimensionieren damit man mit den Wintererträgen noch etwas anfangen kann.

    Sobald Zahlen vorliegen, kann man ja die verschiedenen Szenarien mal durchrechnen.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
    Themenstarter

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    Okay. Danke für die Antwort. Dann ist es wohl doch nicht so leicht, wie ich dachte, von BP und Co. loszukommen.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Ulowak Beitrag anzeigen
    Okay. Danke für die Antwort. Dann ist es wohl doch nicht so leicht, wie ich dachte, von BP und Co. loszukommen.
    Wenn das so einfach wäre, würde es jeder machen.

    Einfach mal ein bischen rechnen dann siehst Du was ich meine.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Rein wirtschaftlich betrachtet rechnet sich das nicht. Du bekommst jede eingespeiste kWh hoch vergütet und der WP Strom ist relativ günstig. Also ist es sinnvoll das Stromnetz als Puffer zu verwenden, sprich Überschüsse einzuspeisen.
    Kann man das wirklich so pauschal sagen? Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es mittlerweile ja auch eine (wenn auch geringe) Vergütung für selbst verbrauchten PV-Strom. Ersparte Stromkosten + Vergütung bei Eigenverbrauch könnten daher durchaus höher sein als die Erlöse des eingespeichsten Stroms. Zudem ja immer mehr Stromanbieter ihre WP-Tarife kündigen.

    Richtig ist natürlich, dass im Winter keine große Stromernte zu erwarten ist => ohne Stromspeicher macht das so (noch) keinen Sinn.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Bautz Beitrag anzeigen
    Zudem ja immer mehr Stromanbieter ihre WP-Tarife kündigen.
    Das wäre mir jetzt nicht bekannt. Die EVU werden diese Tarife so schnell nicht kündigen. Die Provider (Verkäufer) vielleicht schon. Der Trend geht in Richtung smart metering, dann sind die typischen Zweitarif-Modelle Geschichte. Aber das kann noch dauern.

    Ob sich der Eigenverbrauch rechnet ist schwer zu sagen. Deswegen hatte ich ja geschrieben, dass man auf der Basis realer Zahlen rechnen soll. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass trotz Vergütung von selbstverbrauchtem Strom, das Modell mit einem WP und Einspeisung nicht mithalten kann.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    bei 'standard' EVU Bezugspreisen, lohnt die Eigenverbrauchsregelung.
    Beim billigststrom muss man nachrechnen ob kompletteinspeisung nicht mehr bringt.

    Grüsse
    Jonny
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  12. #11
    Avatar von fmw6502
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    Mal ein Praxisbeispiel zum Vergleich: unser Haus hat eine ähnliche Wohnfläche, erfüllt KfW55 nach EnEV-2009, hat eine effiziente DV/DK und das Süddach ist mit einer 8,5 kWp PV voll.

    Also beste Voraussetzungen, trotzdem reicht die PV im Winter bei weitem nicht aus, da im zB im Dez/Jan nur jeweils ca. 2-3% des Jahresertrags anfällt. Übers Jahr "erzeugt" die PV mehr Energie als wir verbrauchen.

    Somit müßte ein sehr großer Akkumulator (mit geringer Selbstentladung) her, oder man muß einen größerer Acker mit PV vollstellen.
    Beides hätte sicherlich Investkosten im deutlichen 6-stelligen Bereich. Rechnet man dann den Preis für den selbst erzeugten Strom im Winter käme der kWh-Preis sicherlich in den einstelligen Euro-Bereich. Mal ganz abgesehen von Abschreibungs-, Wartungs und anderen Kosten...

    Gruß
    Frank Martin
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  13. #12
    Themenstarter

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    Okay, dann werden wir uns wohl lediglich nach einer adäquaten Wärmepumpe umschauen und diese installieren lassen. Schade, dass es nicht geklappt, aber ihr habt Recht: Auf die Idee sind bestimmt schon tausende vor mir gekommen.

    Zwei Fragen hätte ich noch. Auf dem Grundstück ist bereits ein Brunnnen (funktionsfähig) gebohrt worden. Dieser ist knapp 70m tief. Kann diese Bohrung für eine Wasser-Wasser oder Sole-WP (mit-)genutzt werden?

    Oder was ist alternativ von einer Planung mit einer Luft-Wärmepumpe zu halten. Dann braucht ja gar nicht gebohrt zu werden.
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  14. #13

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    Ob der Brunnen ergiebig genug ist für eine WW-WP, ob das Wasser geeignet ist, und ob so eine WP überhaupt genehmigt wird, müsste man prüfen.

    Eine LWP hat im Vergleich zu einer WP mit Erdkollektor eine schlechtere Effizienz. Das muss kein Beinbruch sein, aber je nach Heizlast und jährlichem Bedarf, macht sich das schon unangenehm bemerkbar. Dann legt man die beim Kauf gesparten Euro schnell in Form von Betriebskosten wieder drauf.

    Bei einem Haus mit sehr niedriger Heizlast kann eine LWP eine interessante Alternative sein. Auch bei Gebäuden mit sehr hoher Heizlast ist es aufgrund der dann großen Kollektorabmessungen (oder Anzahl der Tiefenbohrungen) oftmals sinnvoller wenn eine LWP eingesetzt wird.

    Was für DEINEN Fall richtig ist, muss man rechnen.

    Bei entsprechender Grundstücksgröße wäre eine WP mit Flächenkollektor eine Option.

    Gruß
    Ralf
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Das Grundstück misst 560qm, wovon das Häuschen eine Grundfläche von knapp 112qm plus Terrasse belegt. Reicht der Rest für einen Flächenkollektor? Und vorsichtig geschätzte Kosen für diese WP wären dann so zwischen 15.000 und 20.000 Euro?
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  17. #15

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    ist der Energiebedarf schon berechnet worden? Lasst das unabhängig machen nicht vom GÜ bzw. seinem Beauftragtem selbst.

    Wenn du dann weißt wieviel Heizlast dein Haus benötigt kannst du dich um das Heizsystem kümmern.
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