Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1

    Registriert seit
    03.2010
    Ort
    Hamburg
    Beruf
    Winkeladvokat
    Beiträge
    41

    Lichtschacht Keller: Wann Aufliegerwinkel, welches Material?

    Hallo miteinander,

    folgendes gestern auf der Baustelle festgestellt:

    Lichtschächte wurden montiert (Marke Lantenhammxx, auf 12 cm XPS-Dämmung)

    o 5x B/T/H 85/ 60/120 cm (Gitterroste: begehbar)
    o 1x B/T/H 135/100/180 cm (Gitterrost: begehbar)
    o 1x B/T/H 210/100/175cm (Gitterroste: befahrbar)

    --> Alle Lichtschächte wurden, neben der Befestigung mit Schwerlastankern jeweils noch mit Aufliegerwinkeln unterlegt.

    Laut Website des Herstellers ist der Aufliegerwinkel nicht wirklich notwendig, dort heisst es:

    "Mittels Schwerlastanker werden diese an die Beton-Kellerwand befestigt.
    Auflagerwinkel sind hier in der Regel nicht erforderlich."

    Bisher noch kein Nachteil für mich, aber:

    Die Aufliegerwinkel der 5 kleinen Lichtschächte sind nicht aus rostfreiem Stahl, sondern weisen bereits Rostspuren auf (Bild 1). M.a.W., in 10 Jahren sind die durch.

    Die Aufliegerwinkel des mittelgrossen Schachtes liegen beide ca. 3 cm zu tief, hier wurden Holzkeile unterlegt, damit der Schacht aufliegt. Lebensdauer der Holzkeile im nassen Erdrech: max. 2 Jahre.... (Bilder 2, 3)

    Der grosse befahrbare Lichtschacht wurde schief (3cm Höhenunterschied link nach rechts auf 210 cm Breite) angebracht, hier wurde, um das etwas zu kaschieren, ein abgesägtes Stück eines (rostfreien) Schwerlastankers unterlegt (damit wird 1 cm ausgeglichen, Bilder 4,5,6)

    Meine Fragen:
    1. Braucht es die Aufliegerwinkel überhaupt, auch beim befahrbaren Schacht? Die Dinger sind ja dicke Kältebrücken, auch wenn man sie gut zuschäumt. M.E. eher ein Mangel.

    2. Die Holzunterlegung auf dem Aufliegerwinkel: Macht die das ganze nicht vollkommen sinnlos? Das Holz fault, der Schacht hängt irgendwann einfach in der "Luft" bzw. im Erdreich? Oder braucht man sie für die Zeit bis zur Verfüllung?

    3. Der Höhenunterschied beim befahrbaren Lichtschacht: Ist das noch korrigierbar? M.E. nicht, da nach oben ja die Schwerlastanker sperren, man also nicht einfach noch was unterlegen kann auf dem Aufliegerwinkel. Wie hoch wäre hier eine mögliche Minderung anzusetzen? (500 euro? Der GÜ will für das Teil mit Einbau ca. 1800 Euro). Viel Auto-Verkehr wird da nicht drüber gehen, vermutlich nur zum Umzug, aber trotzdem....

    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Lichtschacht Keller: Wann Aufliegerwinkel, welches Material?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    obb, d, oö
    Beruf
    twp, bp
    Beiträge
    13,790
    zu 1.
    je nach stat. modell und der berechnung ..

    zu 2.
    richtig wären niro. stahlplatten zum höhenausgleich

    zu 3.
    den sinn einer minderung verstehe ich nicht?
    das ding muss auch geometrisch funktionieren ..

    zu bild 4.
    wenn der schacht befahren wird, und dieses auflager wirklich belastet
    wird, kriegt der beton an dieser winzigen kontaktfläche riesige pressungen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2010
    Ort
    Hamburg
    Beruf
    Winkeladvokat
    Beiträge
    41
    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    zu 3.
    den sinn einer minderung verstehe ich nicht?
    das ding muss auch geometrisch funktionieren ..
    Hmm, ich hätte natürlich lieber die Korrektur - aber ich habe Zweifel, ob das verhältnismässig wäre, denn dazu müsste man den Schacht wieder abnehmen und auf der einen, zu hohen Seite die Ankerlöcher neu bohren - mit 2cm Abstand von den alten Löchern. Scheint mir irgendwie auch nicht in meinem Sinne zu sein, eine WU-Kellerwand wie Schweizer Käse anzubohren...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von mls
    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    obb, d, oö
    Beruf
    twp, bp
    Beiträge
    13,790
    du kennst das seilsägenurteil?
    dazu

    was wenn dein neues auto nicht wie bestellt schwarz, sondern quietschgelb ist?
    was ist da verhältnismässig, um die bestellung zu erfüllen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2010
    Ort
    Hamburg
    Beruf
    Winkeladvokat
    Beiträge
    41
    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    du kennst das seilsägenurteil?
    dazu

    was wenn dein neues auto nicht wie bestellt schwarz, sondern quietschgelb ist?
    was ist da verhältnismässig, um die bestellung zu erfüllen?
    Die Auto-Bestellung ist auch in quietschgelb (mit Mangel) erfüllt:

    http://juris.bundesgerichtshof.de/cg...ked=pm&Blank=1
    (BGH, Urteil v. 17. 2. 2010, VIII ZR 70/07, falls der Link nicht geht)

    Ist aber auch kein gutes Beispiel, weil es hier ja nicht um die Frage der Erfüllung oder Schlechtleistung geht, sondern klar ist, dass erfüllt wurde, aber mangelhaft.

    "Verhältnismässig" war hier zudem aus meiner Sicht gemeint - da ich Zweifel habe, dass die Bohrerei so dicht an den alten Löchern stabil wäre, überlege ich mir, ob ich die Nacherfüllung anbieten muss. Es geht mir also nicht um 635 III BGB (Zumutbarkeit aus Sicht des GU), sondern 636 letzte Alt. BGB - direkter Schadenersatzanspruch ohne Nacherfüllungsversuch.

    Da ich aber nicht das geringste Interesse habe, mich mit meinem GÜ zu kloppen, werd ich ihm zunächst die Nacherfüllung anbieten, die de fakto auf eine Kombination aus Unterlegscheiben und Abflexen herauslaufen wird
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen