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  1. #1
    MaRo
    Gast

    Feuchte Spitz/Dachböden

    Hallo - wollte nur mal kurz meine Erfahrungen berichten. Ermutigt vielleicht den einen oder anderen:

    Im Herbst 2002 sind wir in unser EFH eingezogen. Das Dach wurde erst kurz vor Einzug (nach dem Verputzen innen) zwischensparrengedämmt und mit Dampfsperre versehen. Zunächst schloss auch die Dachluke (OG-> Dachboden) nicht richtig - habe ich dann selbst justiert und mit Fensterdichtung nachgedichtet (konnte Putzfeuchte hochziehen).

    Auf jeden Fall hatten wir da oben erstmal so 90-95 Luftfeuchte. Dach war als "Warmdach" natürlich dicht! Als die Kälte kam, ging die Kondensation los! Panik!!!

    Ich glaub ich hab instinktiv richtig reagiert: hab wie ein Besessener (wirklich!!!) gelüftet (auch im Winter! geht gut wegen sehr niedriger Aussenluftfeuchte!), bei jeder Gelegenheit hab ich über Treppenhausfenster, Aufstigesluke und Dachluke "Durchzug" gemacht - stundenlang. Das Ganze über den ganzen Winter. Hab dann sogar noch nen Drehventilator hochgestellt, um auch die Ecken trockenzublasen. Damit fiel die Feuchte bis zum Frühjahr 2003 im Boden langsam auf 70%. Wollte auch Zusatzfenster für Querlüftung in den Boden bauen - war am verzweifeln. Hab vermutet, daß die Dampfbremse zwischen OG und Boden (Holzbalkendecke) nicht dicht war und ständig Feuchte in den Boden nachtrug. Hab (zum Glück) nichts unternommen und weiter durchgelüftet, durchgelüftet. Meine Frau meinte ich hätte ne Lüftungspsychose! Hab übrigens im ganzen Haus ständig gelüftet auch wg. Innenputz + Tapetenfeuchte, wir hatten im Winter morgens immer Pfützen unter den Fenstern.

    Immerhin - im Herbst 2003 (nach dem ultraheissen Sommer - gut zum Lüften!) war ich dann bei geschlossenem Boden bei ca. 65% Feuchte angekommen :Roll . Die Dachbalken waren wohl nicht besonders gut vorgetrocknet, da nun recht rissig. Das hat wohl auch ne Menge Feuchte gebracht.

    Unlängst hab ich meine Dachdampfbremsfolie von Innen noch durchgängig am Rand abgeklebt (war vom Dachdecker nicht gut gemacht worden) . War vielleicht gut so - hat bei dem heissen Sommer 2003 erlaubt noch mehr Feuchte nach Aussen loszuwerden.

    Mittlerweile (ausatem - steinvomherzfall) hab ich da oben bei kpl. geschlossener Aufstiegsluke und Dachluke konstante Feuchtewerte (ca.60-65%), die unlänst sogar tagelang unter der Aussenfeuchte (80-85%) Ende August-viel Regen!!!) lagen - d.h. die Feuchte "von Innen" ist weg und der Dachraum ist dicht! Ziel erreicht. Warmdach funzt .

    Langer Rede kurzer Sinn - was da oben und im Haus (Dachboden) nach dem Einzug an Feuchte drinhing. ist im Nachhinein unglaublich! Das ständige Lüften, Lüften, Lüften hat sich irgendwie bewährt. Ich glaube da wurden letztendlich einige hundert Liter Wasser ausgetragen.

    Bin mir klar, daß das "unsere" Situation war - muss nicht für alle hier betroffenen gelten - nur als Erfahrungsbericht.

    Kann nur jedem empfehlen: Lüften - Lüften - Lüften .

    Gruss
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  2. Feuchte Spitz/Dachböden

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von jetter
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    natürlich Mecklenburg
    Beruf
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    Dat löppt
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    1,061

    vielleicht helfen ja solche Berichte

    Die reinen fachlich begründeten Hinweise scheine viele nicht wirklich Ernst zu nehmen.

    Zumindest sehr eindrucksvoll geschildert, wieviel und wie lange sich einmal in Haus gebrachte Feuchte darin halten kann, auch wenn man gefühlsmäßig schon auf "trocken" schätzen würde.
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  4. #3
    MaRo
    Gast
    @ Jetter

    Und noch was....die Situation, einen Sommer wie 2003 direkt nach dem Einzug zu haben, kommt auch nicht alle Jahre. Das war der Austrocknungssommer schlechthin. Und zusätzlich - wir hatten überhaupt ein "Schweineglück" mit dem Wetter. Bis auf die Erstellung der Kellerwanne (Ortbeton, geschalt) hat es quasi nicht auf die noch offene Baustelle geregnet - d.h. das Mauerwerk und das Dach blieben trocken. Für die Erstellung der Kellerwanne war der leichte Nieselregen im April 2002 genial! Demnach war im Haus nur Mörtel- und Putzfeuchte. Will sagen: minimalst mögliche Feuchtebelastung !!!

    Hab z.B. seit ner Weile eine Baustelle in der Nähe im Auge. Da hat es irgendwann im Juli mal ein paar Tage ins (nicht abgedeckte!) Rohmauerwerk von oben reingeregnet. Die Feuchteflecken sah man noch vor einer Woche in den Ziegeln - jetzt wurde verputzt!

    Also ich schätze, ein Neubau (Ziegel), aussen gleich verputzt braucht bestimmt 2-3 Jahre, bis halbwegs trocken. Irgendwie erscheint mir damit die Philosophie einen Ziegelneubau erst nach 1-2 Jahren zu verputzen sehr sinnvoll. Aber das macht kaum einer ?

    Resumee: Das Thema "Austrocknug" haben wir völlig unterschätzt. Und....im ersten Winter haben wir sehr stark geheizt und es war trotzdem irgendwie immer klamm und kühl. Im zweiten Winter sind wir nach der Abtrocknung der Substanz in den vollen Genuss unserer 36,5er Steine gekommen. Gutes Klima bei 1600m2 Gas (EFH frei, 2-stöckig, 140m2 Wohnfläche) fürs ganze Jahr 2003.

    Ich hoffe niemanden gelangweilt zu haben
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  5. #4

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    @MaRo

    Erfahrungsberichte langweilen nie, sondern sind hier sehr willkommen. Ich denke, da kann ich für alle Nutzer des Forums sprechen.

    mfg
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