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Spitzboden dämmen um Schimmelproblem zu lösen

Diskutiere Spitzboden dämmen um Schimmelproblem zu lösen im Forum Spezialthema: Wind- und Luftdicht auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Frage Spitzboden dämmen um Schimmelproblem zu lösen

    Hallo lieben Bauexpertenforum Leser/Schreiber

    ich habe in den letzten Tagen und Stunden viele Beiträge über Schimmel in ungedämmten Spitzböden gelesen und bin nun um so mehr versunsichert, als dass es mich weiter gebracht hat. Da ich aus den anderen Beiträgen keine direkten Erkentnisse für mein Problem ableiten konnte möchte ich es kurz schilder und hoffe hier auf einfache Erklärungen ohne Fachchinesisch

    Wir haben ein EFH Neubau 2008 welchen ein ungedämmten Spitzboden hat. Wir haben die Dämmung und Dampsperre zwischend em OG und dem Spitzboden.
    Wohnraum,Regips, Lattung,Dampfsperre und eine 24cm Zwischensparrendämmung. Auf den Sparren ist Rauspund verlegt, der auch recht große Lücken zwischen dein einzelnen Brettern hat um ggf. Wasserdamp durch zu lassen (diffusionsoffen).

    Im letzen Winter hat jedoch der Rauspund an div. Stellen angefangen von unten zu schimmeln. Heute war ein Baugutauchter da und hat mit Blower Door Messung versucht undichte stellen im Spitzboden zu finden. (Überdurck im Haus und wir saßen im Spitzboden mit dampenden Zeugs) Dabei konnten keine großen Leckagen ausgemacht werden. Der Vorschlag des Baugutachters war nun:

    Den Spitzboden (ungeheitzt und nur als Abstellfläche genutzt) komplett zu dämmen. Auf meinen Hinweis, dass die Dampsperre ja nicht mehr 100% Dicht an die bereits bestehende Dampfsperre angearbeitet werden könne meinte er, es sei auch nicht notwendig, da die Dampfsperre ja in der Zwischengeschoßdecke sei und im Spitzboden kein Wasserdampf entstehen würde. (ungenutzt) Die mengen die aus dem OG ggf. doch nachströmen (100% dicht gibt es ja nicht) seien aber viel zu gering um im gedämmten Spitzboden dann zu kondensieren. Er schlug mit dem Trockenbauer zusammen vor, die Dampfsperrfolie einfach an die Fußfette anzuarbeiten und von dort über den Spitzboden bis zur anderen Fußfette zu gehen. (also mehr als rieselschutz für die Dämmung)

    Nun die spannende Frage: könnte diese Planung wirklich den Tauswasseranfall am Rauspund stoppen und welche möglichen Konsequenzen ergeben sich dadurch? (ggf. zu erwartende Feuchtigkeitsprobleme an anderen Stellen?)

    Vorab schon einmal vielen Dank für alle die versuchen mein Problem nachzuvollziehen.

    LG Butti
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  2. Spitzboden dämmen um Schimmelproblem zu lösen

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  3. #2
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    Frage NAchfrage

    Hallo,

    gibt es denn niemanden hier, der mir zu meinem Thema einen tip geben kann?
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  4. #3

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    Die differenzdruckgestützte Leckageortung durch den Baugutachter ist der richtige Weg, die vermutete Ursache zu erkennen und Leckstellen in der wärmetauschenden Hülle zu beseitigen!

    Wie sieht denn der Zugang zum Spitzboden aus und wie war er während der Prüfung verschlossen?
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  5. #4

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    ich habe da mal eine verständnisfrage :
    ihr habt schimmel an der unterseite des rauhspundes, also ein harzer dach..............ok soweit, aber warum sind dann ein gutachter und ein trockenbauer vor ort, und machen einen blower door test??? sucht man nicht erst einmal leckagen an der dachhaut???? ja, der raum ist unbeheizt und ungenutzt aber ist denn überhaupt die dachfläche dicht? welche dachneigung liegt hier vor? oder bezieht sich der genannte aufbau auf die letzte geschossdecke???
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  6. #5

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    @ Butti

    wir haben den gleichen fall. allerdings haben wir keinen blower door test gemacht. der aufbau der oberen geschossdecke ist genau wie bei euch, gipskarton, lattung, dampfbremse und eine dämmung zwischen den kehlbalken. der spitzboden ist ungeheizt, als belag haben wir osb platten genommen. nach der ersten frostperiode warden die osb platten auf der unterseite teilweise start verschimmelt, in manchen bereichen waren die platten nagelneu. nach einiger recherche haben wir beschlossen, die osb platten wieder rauszunehmen und zu entsorgen, dafür haben wir 30mm rauspund bretter verbaut. nach dem zweiten winter wurden auch diese bretter mit schimmel befallen. wir haben uns die mühe gemacht und den rauspund brett für brett abgeschaubt und die dämmung nochmal aus den kehlbalken entfernt und uns nochmal die dampfbremse angeshen Es gab ein paar Lecks darin, ua teilweise in der nähe der mit schimmel befallenen bretter. diese haben wir abgedichtet und die befallenen bretter ausgetauscht. mit spannung warte ich nun auf diesen winter um zu sehen, wie sich unser spitzboden verhält. die frage, ób oder ob nicht eine weitere zwischensparendämmung im spitzboden was nützt, haben wir uns auch schon oft gestellt. eine einhellige meinung besteht mE dabei nicht.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von LiBa Hannover Beitrag anzeigen
    ... oder bezieht sich der genannte aufbau auf die letzte geschossdecke???
    So habe ich es verstanden. Es muss also nicht zwangsläufig ein Harzer Dach sein ...

    Mit "Sparren" sind höchstwahrscheinlich die Balken der Decke über dem obersten beheizten Geschoss gemeint (z. B. Kehlbalken).
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  8. #7

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    @KPS.EF
    .......ich glaube auch , aber es ist eben nicht eindeutig
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  9. #8

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    stimmt
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  10. #9

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    nicht zu vernachlässigen ist Neubaufeuchte als Ursache für Kondensat- und letztlich Schimmelbildung an der Unterseite der Verschalung bzw. Span/OSB-Platte...
    Damit meine ich die aus dem Holz austrocknende Feuchtigkeit, wenn es als so genanntes "halbtrockenes" Schnittholz eingebaut wurde.
    In meiner Praxis zur Bauschadensanalyse habe ich aber auch schon eindiffundierende Feuchtigkeit unmittelbar oberhalb der Innenwände erlebt, und zwar, wenn die Dampfsperre der obersten Geschoßdecke seitlich an das Mauerwerk angeklebt/eingeputzt und nicht über die Wände hinweggeführt wird.
    Noch ein (etwas exotischer) Fall aus meiner Praxis: Schimmelbildung genau an der Stelle, wo Leerrohre der Elektroinstallation in dieser Decke enden...
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  12. #10

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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen

    nicht zu vernachlässigen ist Neubaufeuchte als Ursache für Kondensat- und letztlich Schimmelbildung an der Unterseite der Verschalung bzw. Span/OSB-Platte...

    Stimmt.

    Obwohl man z.B. im Massivhausbau vielleicht bis zu 4 Jahre lang mit erhöhten Baufeuchtewerten rechnen muss, die auf technologisch bedingte Bauprozesse zurück zu führen sind und dabei natürlich auch die aus dem Holz austrocknende Feuchtigkeit eine Rolle spielen kann, halte ich dies nicht unbedingt für die Hauptursache der lt. Eingangsfrage aufgezeigten Feuchteproblematik.


    In meiner Praxis zur Bauschadensanalyse habe ich aber auch schon eindiffundierende Feuchtigkeit unmittelbar oberhalb der Innenwände erlebt, und zwar, wenn die Dampfsperre der obersten Geschoßdecke seitlich an das Mauerwerk angeklebt/eingeputzt und nicht über die Wände hinweggeführt wird.

    Weitaus schadenträchtiger als eindiffundierende Feuchte dürften sich konvektive bedingte Feuchteeinträge (auch in massive Innen- und/oder Außenwände) dann auswirken, wenn es dabei zum Luftaustausch zwischen Innen- und Außenluft kommt! Nicht abgedeckte Mauerkronen, aber auch nicht luftdicht ausgeführte Steckdosen bieten hierfür anschauliche Beispiele.

    Noch ein (etwas exotischer) Fall aus meiner Praxis: Schimmelbildung genau an der Stelle, wo Leerrohre der Elektroinstallation in dieser Decke enden...

    Aber nur, weil man die Luftdichtheitsanforderungen auch in diesem speziellen Fall unbeachtet ließ ...
    Spezielle Verschlussstopfen könnten hier dauerhaft funktionierende Abhilfe schaffen.

    Weitere, gern unterschätzte Leckageschwerpunkte sind alle Durchdringungen der thermischen Gebäudehülle.
    Dazu zählen z.B. Pfettenbereiche, Deckenauflager, Installationsschächte, Dacheinstiegsklappen, Schornsteine, Dunstrohre, Sat-, PV- und Solarthermie-installationen usw.

    Auch lediglich mit Trockenputz versehene innere Außenwandbereiche oder unverputzte Stellen, die später durch Vorsatzschalen oder Verkofferungen verkleidet werden zählen zu den gern vernachlässigten Problemzonen.
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  13. #11

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    mich würde die meinung der experten zu dem vorschlag des Fragers, das spitzdach zusätzlich zu dem spitzboden zu dämmen, interessieren.

    ich habe bei mir eine dämmung mit dampfbremse im spitzboden verbaut...

    da ich dämmung übrig hatte, habe ich das spitzdach zusätzlich gedämmt und mit der übrigen dampfbremse versehen. rechts und links sind in der wand 2 lüftungsöffungen (150 mm)...

    ist diese sache ein vor oder nachteil? Ich habe die dampfbremse mehr als rieselschutz des dämmmaterials verbaut, diese muss dann auch nicht 100%tig dicht sein wie die dampfbremse im spitzboden...das is doch richtig so?

    danke für eure meinung
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