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  1. #1

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    Brauche mal wieder einen Rat zur Baufi..

    Hallo zusammen,

    wir haben eine Eigentumswohnung im Auge, die im November versteigert werden soll. Der Verkehrswert beträgt 94.000€. Wir würden bis zu 90.000€ mitbieten, was sehr realistisch wäre. Eine Wohnung, baugleich, wurde im März für 86.500€ versteigert.

    Nun habe ich zwei Angebote meiner Hausbank bekommen, das erste würde wie fogt aussehen:

    Finanzierungssumme 93.000€ + EK 7000€

    Kfw Darlehen: 30.000€ - 4,05% - Tilgung 1,38% - Laufzeit 15 Jahre
    Sparkassen Darlehen 1: 47.500€ - 3,65% - Tilgung 1,00% - Laufzeit 15 Jahre
    Sparkassen Darlehen 2: 15.500€ - 4,35% - Tilgung 1,00% - Laufzeit 15 Jahre
    Kreditrate gesamt 388,93€

    Restsumme KFW nach 15 Jahren knapp 22.000€
    Restsumme Sparkasse knapp 49900€


    Beispiel 2 von der Bank
    Kfw Darlehen: 30.000€ - 3,60% - Tilgung 1,51% - Laufzeit 15 Jahre
    Sparkasse Darlehen : 63.000€ - 3,97% - Tilgung 1680€ p.a. - Laufzeit 15 Jahre
    Bausparvertrag : 208,43€
    Kreditrate gesamt 476,18€

    Wobei bei dem Sparkassen Darlehen nur die Zinsen gezahlt werden und zeitgleich ein Bausparvertrag angespart werden soll, der nach 15 Jahren zuteilungsreif wäre, mit einer jetzigen Zinszusage!


    Soweit so gut? Ich weiß es nicht?!

    Ich habe die Beratungsgespräche alleine geführt und dachte das ich im Sinne meines Mannes auch handeln würde.

    Kurz zur Info bevor ich weiter schreibe, mein Mann erbt zusammen mit seiner Schwester das Haus der Eltern, was echt ein Hammer ist. Es ist ein super großes 2 Familienhaus mit direkter Waldlage und allen drum und dran.
    Mein Mann möchte auch, sobald die Eltern versterben, was hoffentlich nicht ganz so schnell gehen sollte, dort einziehen. Die Eltern sind beide über 70Jahre.

    Nun dachte ich eigentlich, das wir die Wohnung kaufen würden, dort wohnen, bis der Fall eintreffen würde, das wir dann in das Haus ziehen, aber die Wohnung als Altersvorsorge behalten würden!
    Mein Mann meint aber nun, nee so nicht. Er will die Wohnung kaufen, so günstig wie möglich finanzieren und eventuell nach 15 Jahren verkaufen!

    Nach 15 Jahren haben wir bei dem Beispiel 1 noch ca 72.000€ Restschuld auf der Wohnung. Naja meint mein Mann, wenn wir dann 85.000€ bekommen würden wäre doch alles klar?!

    Die Wohnung ist wirklich ein Schmankerl, das Geld bekäme man wirklich dafür. Aber so habe ich nicht gedacht!
    Wer weiß, was später mal kommt, was die Rente angeht, da würde eine vermietete Wohnung doch noch gut was bringen, denke ich mir mal so?
    Und verkaufen kann man sie dann immer noch, und hätte dann die vielleicht 85.000€ auf der Hand.

    Ich weiß echt nicht, wie mir der Kopf steht.
    Mein Mann möchte gerne Beispiel 1 nehmen, weil dies günstiger wäre. Okay, aber was ist , wenn die Eltern in 15 Jahren noch leben, und die Zinsen bis dahin auf sagen wir mal 6% klettern, wer soll das bezahlen? Geht ja auch nicht!
    Bei Beispiel 2 hätten wir kaum Zinsänderungsrisiko wegen dem Bausparvertrag....

    Oh man, ich würde gerne langsam alles hinschmeissen und doch zur Miete wohnen bleiben, dann hätte man den ganzen Streß nicht!

    Bin ich als Frau nicht so rational denkend wie ein Mann, oder wo ist mein Denkfehler?

    Bin für Ratschläge wieder mal sehr dankbar!

    Gruß Danny
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  2. Brauche mal wieder einen Rat zur Baufi..

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  3. #2

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    Zu naiv!

    Ein klassischer Fall von über den Tisch ziehen ...
    Alleine schon die Splitting in zwei 15 jährige Darlehen zur Zinsverwirrung
    und der sinnlose Bausparvertrag ... Warum haben die KfW Darlehen
    unterschiedliche Zinsen? Verschiedene Programme ?!? Die Tilgung ist
    auch ein Witz. Entweder Ihr könnt deutlich mehr tilgen oder laßt die
    Finger weg davon.
    Ohne Eigenkapital sollte man sich auch keine Eigentumswohnung ersteigern, bei der man nicht weiß, was in der Wohnung alles zu machen ist und was
    für Risiken das Gemeinschaftseigentum birgt. Als Altersvorsoge macht das
    IHMO auch keinen Sinn. Das geerbte Haus wird auch Renovierungskosten
    verursachen, die Ihr schultern können müßt und wenn Ihr sonst keine
    private Altersvorsoge aufgebaut habt, sollte man nicht alles in Immobilien
    stecken (Wohnung, geerbtes Haus).
    Ansonsten auch immer zu zweit zur Bank gehen bzw. einen Finanzmakler
    kommen lassen und sich vorher schlau machen!
    Sorry für die harten Worte, aber es geht ja um ne Menge Geld.
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  4. #3
    Avatar von Terra
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    und was ist, wenn die Wohnung in 15 Jahren nur noch 45.000 € wert ist?

    Ohne die Wohnung zu kennen und dessen Lage ist es schwierig was dazu zu sagen. Ist es ein Wohnkomplex mit mehreren gleichen Wohnungen? Baujahr?
    Plattenbau?

    Soetwas ist nicht mehr viel wert.

    Und die Tilgung ist viel zu niedrig. Bei der Summe würde ich mind. 3 % tilgen.
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  5. #4

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    WfA Auszahlung

    Hallo zusammen! Ich habe sehr lange gesucht, aber leider doch nichts gefunden. Es geht um WfA auszahlung und das Zurückzahlen. Normalerweise wird bei Baubeginn die Hälfte an Bauherrn überwiesen. Dann wenn Rohbau steht, die andere Hälfte. So, das Geld ist auf meinem Konto und ich kann damit frei verfügen? Natürlich davor alles kalkuliert, wie viel man und wofür braucht. Nehmen wir an ich möchte Material fürs Dach kaufen usw... bis das Geld alle ist. Was will WfA von mir haben? Oder kommen die dann wenn das Haus steht und gucken ob es den Maßen entspricht etc und das was oder wollen die alle Rechnungen? oder nur Kostenvoranschläge??? oder gar nichts!?? hauptsache das Haus steht? Weil meine Bank will von mir im Grunde nichts nur evtl. ab und zu Bilder von der Baustelle
    Wäre sehr nett wenn mir das jemand beantworten könnte!!
    Grüße
    Jens
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  6. #5
    Baufuchs
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    Die Fertigstellungsmeldung, die bei Bezugsfertigkeit des Objekts an die WFA zu schicken ist hast du bei deinen Unterlagen.

    Ist die Fertigstellungsmeldung raus, kommt ein Mitarbeiter der WFA und prüft, ob das Haus nach den eingereichten Zeichnungen gebaut wurde und ob die Ausstattung der Baubeschreibung entspricht, die dem Antrag beigelegen hat.

    Gleichfalls wird geprüft, ob die vorgesehene Eigenleistung erbracht wurde.

    Stichprobenartig werden auch Belege und Rechnungen geprüft.
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  7. #6

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    Was bei euch passt, ist auch eine Frage der sonstigen Nebenkosten.#
    Bei einer ETW kommen ja wohl auch noch die sogenannten Hauskosten dazu. Wie hoch sind diese? Dann noch die üblichen Nebenkosten - die ihr zwar jetzt als Mieter auch habt, aber in welcher Höhe unterscheiden die sich........??????
    Ohne dass ihr euch eine Gesamtrechnung über die ganze monatliche Belastungen macht, werdet ihr keine vernünftige Entscheidung fällen können.

    @ReihenhausMax: Die Kombi mit einem Bausparvertrag kann schon Sinn machen. Es kommt halt auf die Gesamt-Konstellation an. Gerade hat die letzten Tage hier jemand im Forum ein solches Beispiel zur Beurteilung gestellt, das tatsächlich deutlich besser als ein Annuitätendarlehen mit den derzeit aktuellen Zinsen für eine Gesamtlaufzeit ist.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von ecobauer Beitrag anzeigen
    @ReihenhausMax: Die Kombi mit einem Bausparvertrag kann schon Sinn machen. Es kommt halt auf die Gesamt-Konstellation an. Gerade hat die letzten Tage hier jemand im Forum ein solches Beispiel zur Beurteilung gestellt, das tatsächlich deutlich besser als ein Annuitätendarlehen mit den derzeit aktuellen Zinsen für eine Gesamtlaufzeit ist.
    Ich will die Bausparverträge ja auch nicht pauschal verurteilen, ich hab
    auch schon von Fällen gehört/gelesen, wo sich das gerechnet hat. Aber
    ob das hier wirklich der Fall ist, wenn er 15 Jahre angespart werden soll?
    Wie sieht es mit der Möglichkeit von Sondertilgungen aus? Warum nicht
    einfach Variante 1 mit höherer Tilgung?

    @danny73: Rechnet das ganze mit spitzem Bleistift durch und denkt wie
    ecobauer schon geschrieben hat auch mit den Nebenkosten, die
    jetzt Euer Vermieter zu tragen hat (z.B. Kosten für die Hausverwaltung),
    wenn Ihr Eure Miete dagegenstellt.
    Reparaturen hat man auch, für die man ein Polster braucht. Bei unsere
    vermieteten Wohnung z.B. eine neue Gastherme, neue Duschwand,
    bei der Gelegenheit ein Handtuchheizkörper und demnächst mal so
    6000 Euro Anteil für die Balkonanlage. Kaufen und verkaufen bedeutet,
    daß man ggf. in recht kurzer Zeit die Erwerbsnebenkosten (hier nicht
    beim Kauf, aber je nach Marktlage ggf. beim Verkauf die Maklerkosten)
    in den Wind schreiben kann. Und die Bank nimmt den Kredit auch nicht
    ohne Vorfälligkeitsentschädigung zurück ...
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Danny73 Beitrag anzeigen
    Wir würden bis zu 90.000€ mitbieten, ......

    Finanzierungssumme 93.000€ + EK 7000€

    Reichen 10T€ um alle Kaufnebenkosten zu zahlen?
    Ich bezweifle es.
    Vom Versteigerung bis zum Einzug fällt einiges an.

    Finanzieren würde ich etwa wie Variante 1, aber wie schon geschrieben, mit höhere Tilgung.
    Wenns um die 400€/Monat schon weh tut etwas mehr zu tilgen, würde ich es sein lassen.
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9

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    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen
    Die Fertigstellungsmeldung, die bei Bezugsfertigkeit des Objekts an die WFA zu schicken ist hast du bei deinen Unterlagen.

    Ist die Fertigstellungsmeldung raus, kommt ein Mitarbeiter der WFA und prüft, ob das Haus nach den eingereichten Zeichnungen gebaut wurde und ob die Ausstattung der Baubeschreibung entspricht, die dem Antrag beigelegen hat.

    Gleichfalls wird geprüft, ob die vorgesehene Eigenleistung erbracht wurde.

    Stichprobenartig werden auch Belege und Rechnungen geprüft.
    Danke dir Baufuchs!!
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  12. #10

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    Ich würde auf jeden fall auch die 1. alternative nehmen in eurer situation!

    Mehr tilgen auf jeden fall! aber nicht zu viel! Ihr wollt ja auch noch etwas spielraum haben! Also sondertilgung mit einfließen lassen! Mehr tilgen beudeuted gleichzeitig, dass euer zinssatz sich verbessert! sprich statt 4,3% nur noch 3,9% wenn ihr von 1% auf 3% hochgeht! Dann noch bis zu 5% sondertilgung in den vertrag aufnehmen und ggf. am ende des jahres rein in den topf!!!

    So zum BSV: Macht meines erachtens nach nur dann sinn, wenn

    1. Ihr das Ding vermieten wollt (punkto, steuervergünstigung/abschreibung der Zinsen, hierbei natürlich auch ne kleine tilgung wählen)

    oder

    2. Wenn ihr den anspart, um in absehbarer Zunkunft (bsp 10 Jahre), vorhabt etwas zu kaufen, zu bauen oder zu sanieren, sodass ihr dann auch auf jedenfall den günstigen zins nutzen könnt.

    In eurem Fall macht der BSV wenig sinn. Ihr zahlt in den 15 Jahren zuviele Zinsen...

    Gruß
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