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Heizkörper vs Fußbodenheizung bei wenig Benutzung

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  1. #1

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    Heizkörper vs Fußbodenheizung bei wenig Benutzung

    Hallo zusammen,

    sind momentan auch am planen aber sind wie so viele andere auch mit der Heizung noch unsicher. Dass wir "nur" auf etwa KfW85 Standard gehen und nicht auf KfW70 ist für uns schon sicher.
    Außerdem soll als primäre Heizquelle in den Wohnbereichen (Küche, Esszimmer, Wohnzimmer offen) ein Ofen reinkommen.

    Was uns jetzt interessiert:
    Wir sind beide berufstätig, keine Kinder und sind normalerweise eh nur ab 17 oder 18 Uhr abends daheim. Macht es da Sinn sich eine Fußbodenheizung zuzulegen die den ganzen Tag das Haus auf Wärme hält oder kommt man kostentechnisch besser weg wenn man abends für 3-4 Stunden mal den guten alten Heizkörper aufdreht.

    Als Befeuerung kommt eine Gas-Brennwerttherme zum Einsatz, also keine Wärpmepumpe oder Belüftung o.ä.

    Ich wär eher für die Fußbodenheizung, da man später einfacher noch eine Wärmepumpe anschließen kann, aber solange ich keine halbwegs verlässlichen Zahlen für eine Berechnung habe kann ich meine Frau nur schwer umstimmen

    Schonmal vielen Dank im Voraus
    Gruß
    Frett
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  2. Heizkörper vs Fußbodenheizung bei wenig Benutzung

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  3. #2

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    FBH...damit lässt sich die Hütte zB auf 18°C halten und abends dann den Ofen anwerfen....
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  4. #3
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    Verabschiedet euch bei einem Neubau nach EnEV 2009 mit einer korrekt ausgelegten Heizungsanlage einfach mal gedanklich von den Begriffen *schnell*, *große Temperaturdifferenzen*, *Temperaturregelung nach weiblichem Zeitempfinden* ...... falsche Erwartungshaltung.

    Vergleicht das Gebäude mit nem 3,5 t SUV, luftwiderstandsoptimiert, Leichtlauffahrwerk, Spirtsparreifen etc. ... und nem 40 bis 50 PS Motor ... denn das reicht bei der Kiste um auf ebener Strecke auf 100 km/h Endgeschwindigkeit zu kommen. (Zielvorgabe der Entwcklung).

    Primäre Heizquelle *Ofen* beisst sich grundsätzlich mit witterungsgeführten Zentralheizungssystemen ... bei FBH ein wenig mehr als bei Heizkörpern ... ausser man betreibt ein wenig viel Aufwand um das *regelfähig* zu gestalten.

    Ich wage zu behaupten das bei *modernen* Wärmeerzeugern der Dauerbetrieb auf niedrigsmöglichem Temperaturniveau ohne Absenk- und Aufheizfirlefanz (<--- bedingt überhohte Temperaturkennlinien) die niedrigsten Betriebskosten bringt.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  5. #4
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    Aber gibt es irgendwelche halbwegs verlässlichen Formeln mit denen man den Unterschied errechnen könnte ? Also was braucht eine FBH auf xm² beim konstanten Betrieb auf 18 Grad.
    Und was braucht man für gleiche m² an Heizkörperleistung um ebenfalls diese Temperatur zu halten ?

    Obwohl ihr mir bestimmt gleich sagt ich soll aus meiner Traumwelt aufwachen

    Trotzdem schonmal Danke
    Greetz
    Frett
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  6. #5

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    Also was braucht eine FBH auf xm² beim konstanten Betrieb auf 18 Grad.
    Das kann man so nicht beantworten (viele Angaben fehlen).

    Und was braucht man für gleiche m² an Heizkörperleistung um ebenfalls diese Temperatur zu halten ?
    Um die Temperatur nur zu halten, genügt bei beiden Varianten die gleiche (relativ geringe, aber stark von der Außentemperatur abhängige) Heizleistung.
    Aber um sie zu erreichen, ist natürlich eine höhere nötig.
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  7. #6
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    Gibt es ... sie ist gar nicht mal so schwierig.
    Das Hauptproblem ist dass du 20 Jahre studieren musst um die Randparameter definieren zu können.

    Gut geplant und richtig konzipiert ist die *Differenz* der Systeme im Bereich der Messgenauigkeit wenn man *Normalbetrieb* zu Grunde legt.

    Die Leistung beider Systeme sollten nahezu gleich sein, denn der Bedarf wird von den Räumen vorgegeben.

    Hauptunterschied liegt in der Reaktionsträgkeit der Systeme sobald der Ofen in Betrieb genommen wird. *Heizkörper* reagieren relativ schnell auf die Ofenwärme (~ 20 bis 60 Minuten) die Fußbodenheizung braucht ein mehrfaches länger (Folge ---> satter Leistungsüberschuss bis die Regelung greift).
    Geht der Ofen aus ist andersrum ähnlich ... Heizkörper sind relativ schnell wieder auf Leistung, die FBH braucht wieder deutlich mehr Zeit ...

    Auf der anderen Seite ... bei FBH ergibt sich im Jahresmittel eben eine 2 bis 3 Grad höhere Oberflächentemperatur des Bodens ...

    18 Grad Raumtemperatur kannst dir getrost abschminken wenn du mit ner Frostbeule (85% der Damenwelt) verheiratet bist. Schon bei 20°C Raumtemperatur ist die *Meckertendenz* bei 50% ...

    Der *Ofenhype* ist weit verbreitet ... ich würde mir keinen zur *ständigen Beheizung* antun weil :
    - ich habs Holz nicht umsonst, komme auch nicht günstig dran, sondern muss es *normal* kaufen
    - ich bin diesbezüglich ne faule Socke und hab keine Lust nen Ofen regelmäßig befeuern *zu müssen*.
    - wenn ich den Ofen nur sporadisch nutze brauch ich das *normale* Beheizungssystem nicht großartig zu beeinflussen ....

    Es liegt da viel an den persönlichen Vorlieben. Dann kommt Ofentyp und Bauart, Grundriss und Nutzungsprofil ....

    Gruß
    Achim Kaiser
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  8. #7

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    Es ist egal, ob Du die Wärme durch den Fußboden ins Haus bringst, oder durch Heizkörper. Wieviel Energie ein Haus braucht, hängt nur davon ab, wie gut es gedämmt ist. Bei schlecht gedämmten Häusern kann es sinnvoll sein, die Temperatur abzusenken, wenn man nicht da ist. Die Menge Energie, die durch die Wände verloren geht, hängt ja auch von der Temperaturdifferenz ab. Ein Haus verliert mehr Energie, wenn es drinnen 22° ist, als wenn es drinnen 15°C ist. Du mußt aber immer berücksichtigen, daß Du ja auch wieder von 15°C auf 22°C aufheizen mußt. Bei neueren Häusern ist die Wärmedämmung aber so gut, daß die Temperatur (bei 0°C außen ) nur um ca 1° in 24h abfällt. Die Empfehlung bei gut gedämmten Häuser geht deshalb dahin, im Herbst die Heizung einzuschalten und im Frühjahr wieder aus. Bei uns war es im letzten Winter so, daß wir im Wohnzimmer 22°C hatten, das Schlafzimmer darüber aber auch (wenn es draußen nicht unter -5°C war) 20°C hatte. Du mußt Dir darüber im klaren sein, das die Dämmung außen ist. Wenn ein Zimmer warm ist, wird die Wärme eher in die anderen Zimmer gehen, als durch die Wände nach außen.
    Meine Empfehlung wäre, überall im Haus Fußbodenheizung, die so ausgelegt ist, daß bei 30°C Vorlauftemperatur bei -20°C Außentemperatur drinnen überall 22°C erreicht werden. Wenn dann mal eine Wärmepumpe aktuell sein sollte, kannst Du ohne Probleme wechseln. Dran denken: bei 22°C Raumtemperatur ist die Fußbodenoberflächentemperatur nur so 24°C. Mit nachten Füßen auf Fliesen gehen ist dann schon unangenehm kalt.
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  9. #8

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    PS:
    Wir heizen noch nicht. Die Temperatur im Haus beträgt immer noch zwischen 23 und 24°C. Liegt sicher auch an der Lage hier in Heidelberg. Beim Lüften halten wir uns auch zurück. Sind ja keine Energieverschwender.
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  10. #9
    Avatar von OldBo
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    Zitat Zitat von kehd Beitrag anzeigen
    Beim Lüften halten wir uns auch zurück. Sind ja keine Energieverschwender.
    Tja, der Wärmeinhalt des eigenen Miefes ist relativ groß
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  11. #10

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    Idee Fbh

    Zitat Zitat von Frett Beitrag anzeigen
    Wir sind beide berufstätig, keine Kinder und sind normalerweise eh nur ab 17 oder 18 Uhr abends daheim.
    Gruß
    Frett
    So, so, ihr arbeitet somit "rund um die Uhr" und auch am Wochenende? Dann lohnt sich ein eigenes Haus ohnhin nicht, wenn ihr da nur zum Schlafen seid.

    Mal ernsthaft! Achim Kaiser hat das sehr schon erläutert.
    Und für 18°C kannste in den heutigen Hütten die Heizung auch aus lassen.
    Im WoZi sind > 22°C eigentlich Pflicht und eine homogene Wärmeverteilung gelingt ohnehin nur über eine FBH.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von kehd Beitrag anzeigen
    Meine Empfehlung wäre, überall im Haus Fußbodenheizung, die so ausgelegt ist, daß bei 30°C Vorlauftemperatur bei -20°C Außentemperatur drinnen überall 22°C erreicht werden.
    Das nenne ich mal eine Herausforderung.

    Zitat Zitat von Frett
    Wir sind beide berufstätig, keine Kinder und sind normalerweise eh nur ab 17 oder 18 Uhr abends daheim. Macht es da Sinn sich eine Fußbodenheizung zuzulegen die den ganzen Tag das Haus auf Wärme hält oder kommt man kostentechnisch besser weg wenn man abends für 3-4 Stunden mal den guten alten Heizkörper aufdreht.
    Die Frage ist, wie weit kühlt die Hütte aus wenn sie mal ein paar Stunden nicht beheizt wird? Bei den hoch gedämmten Häusern macht sich das ja erst sehr langsam bemerkbar.

    In meinen Augen steht und fällt die Strategie mit dem Einsatz des Kaminofens. Soll dieser oft genutzt werden, dann würde ich die FBH nur für die Grundlast laufen lassen. Sobald der Ofen angefeuert wird, dann hat der sowieso Leistung im Überfluß. Auch eine ERR würde ich in diesem Fall einsetzen und so einstellen, dass nur sichergestellt wird, dass der Raum nicht deutlich unter xx°C fällt (20°C oder gar weniger).

    HK reagieren zwar schneller, aber genau betrachtet auch nur dann, wenn sie mit einem Überschuss an Leistung gefahren werden.

    Gruß
    Ralf
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  13. #12

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    Lächeln

    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Das nenne ich mal eine Herausforderung.

    Gruß
    Ralf
    Und Achtung! Die Fliesen sind dann immer noch kalt.
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  14. #13
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    dann nochmal herzlichen dank für die ausführungen. konnte meine holde mit einigen der vorschlägen und einem selbst gekochten essen doch noch rumkriegen. also kommt FBH rein !

    was mir jetzt noch aufgefallen ist:

    es wären bei uns noch sonnenkollektoren für brauchwasserunterstützung mit im preis. könnte man die (obwohl man im winter wohl eh keinen großen ertrag hat) auch zur heizungsunterstützung verwenden ?
    Oder schmeisst man die teile lieber komplett aus dem programm und lässt sich für die denke mal so 3-4000 lieber noch paar cm mehr dämmung aussen aufnageln ?!

    Gruß
    Frett
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Frett Beitrag anzeigen
    es wären bei uns noch sonnenkollektoren für brauchwasserunterstützung mit im preis. könnte man die (obwohl man im winter wohl eh keinen großen ertrag hat) auch zur heizungsunterstützung verwenden ?
    Oder schmeisst man die teile lieber komplett aus dem programm und lässt sich für die denke mal so 3-4000 lieber noch paar cm mehr dämmung aussen aufnageln ?!
    Vermutlich handelt es sich dabei eher um eine Alibi-Anlage, sprich schönrechnen der EnEV. Für die Heizungsunterstützung braucht man ein passendes Anlagenkonzept und auch die entsprechende Kollektorfläche. Das ist mit beispielsweise 2 Kollektoren zu je 2m2 o.ä. nicht machbar.

    Rein wirtschaftlich betrachtet rechnet sich Solarthermie so gut wie nie. Das liegt auch an den hohen Investitionskosten. Hat die Wirtschaftlichkeit jetzt nicht gerade oberste Priorität, dann wäre so eine Anlage schon sinnvoll, denn jede kWh die solar geerntet wird, muss man nicht durch Gas, Strom, Öl o.ä. erzeugen.

    Gruß
    Ralf
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  17. #15

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    In der Mietwohnung, in der wir vorher gewohnt haben, wurde das warme Wasser mit einer Gastherme erzeugt. Das hat uns ca. 100€ pro Jahr gekostet.
    Bei unserem Haus wollte man uns auch ein paar Röhren für 4000€ aufs Dach bauen. Wenn wir den Warmwasserbedarf 100%ig dadurch erzeugt hätten, hätte sich die Anlage nach 40 Jahren bezahlt gemacht. Man kann aber nur so 60% des jährlichen Warmwasserbedarfs solar erzeugen.
    Ich würde sagen, dickere Dämmung.
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