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Neubau gut finanzierbar?

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  1. #1

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    Neubau gut finanzierbar?

    Wir (28 u. 27), haben von meinen Schwiegereltern ein Baugrundstück (ca. 70.000 Euro) geschenkt bekommen.
    Jetzt sind wir voll entschlossen nächstes Jahr dort ein Einfamielienhaus zu bauen.
    Architekt hat folgende Pläne erstellt 220.000 Euro ohne die Eigenleistungen noch abzurechnen. Tatsächlicher Preis ca. 175.000 Euro einschl. Nebenkosten.
    Wir haben uns vorgestellt unsere beiden BSV zu nutzen und den Rest voll zu finanzieren, unser Eigenkapital möchten wir eigentlich nicht anrühren. Monatliche Rate um die 750 Euro!
    Wie findet ihr unsere Vostellungen???

    - wir arbeiten beide Vollzeit,
    - er ca. 1700 Angestellter
    - sie 1600 Euro Angestellte
    - beide Festanstellung
    - Miete keine, nur Nebenkosten
    - laufende Kredite keine
    - Kind in 2 Jahren geplant, SIE danach Arbeitszeitred. auf 50-75%
    - er neues Auto in ca. 3 Jahren
    - Bausparvertrag bei LBS von 20.000 Euro (12.000 bereits angespart)
    - BSV bei Schwäbisch Hall von 30.000 Euro (erst 1000Euro angespart)
    - Eigenkapital 20.000 Euro
    Wir möchten uns nächste Woch Termine bei unseren Banken holen und würden gerne jetzt schon von EUCH ein paar Tipps/Meinungen einholen.
    Liebe Grüße
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  2. Neubau gut finanzierbar?

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  3. #2

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    ich bin zwar keiner der hier anwesenden finanzierungs-experten, aber wir haben unsere finanzierung kürzlich selber auf die beine gestellt.

    meine erfahrungen in den letzten wochen sind, dass man grob über den daumen pro 50000€ etwa 250€ annuität rechnen kann. bei 2% tilgung. das müsste also bei euch machbar sein mit den 750€. es sei denn die zinsen explodieren bis zum nächsten jahr. aber mit dem grundstück als eigenkapital habt ihr ja auch eine gute verhandlungsposition.


    ich denke auch bei eurem momentanen gehalt dürfte das kein problem sein. wenn ihr allerdings in zwei jahren auf 600-800 verzichten müsst, könnte es m.e. schwieig werden. aber das hängt natürlich vom jeweiligen lebenswandel ab. wir kämen wohl mit 2000€ (tilgung schon abgezogen) nicht hin.

    teile vom eigenkapital werden wahrscheinlich während der bauphase draufgehen. wir machen gerade die erfahrung, dass man trotz intensiver vorplanung während der bauphase den ein oder anderen zusatzwunsch hat.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von dantho Beitrag anzeigen
    Wir (28 u. 27), haben von meinen Schwiegereltern ein Baugrundstück (ca. 70.000 Euro) geschenkt bekommen.
    Jetzt sind wir voll entschlossen nächstes Jahr dort ein Einfamielienhaus zu bauen.
    Architekt hat folgende Pläne erstellt 220.000 Euro ohne die Eigenleistungen noch abzurechnen. Tatsächlicher Preis ca. 175.000 Euro einschl. Nebenkosten.
    45T€ als Eigenleistung ist schon eine Menge. Oder bekommst Du das Material auch geschenkt? Mit ein bischen tapezieren und Laminat verlegen ist es da nämlich nicht getan. Ich hoffe Du hast auch die Zeit dafür, das entspricht mal so grob 1.000 Handwerkerstunden, oder mehr als das Doppelte wenn ein Laie diese Arbeiten ausführt. Da ist ein Jahr schnell vorbei, zumal wenn man "nebenbei" auch noch arbeiten und Geld verdienen soll.

    Also sehr genau prüfen was man wirklich selbst machen kann (nicht das was man gerne machen würde)

    Von den Zahlen her könnte es passen, die monatliche Belastung wird wohl irgendwo zwischen 700,- und 1.000,- € liegen, je nachdem wie hoch ihr tilgen möchtet. Das lässt sich bei den beiden Einkommen darstellen, auch wenn die Frau nur 50% arbeitet.

    Nur die BSV als EK einsetzen ist ein bischen knapp, Ihr solltet schon 20% der Finanzierungssumme aufbringen. Wird der BSV genutzt, dann wäre die monatliche Rate zu berücksichtigen die aufgrund der üblicherweise geringeren Laufzeit höher liegt als bei einem Annuitätendarlehen. Ob das wegen den 8T€ sinnvoll ist, kann man rechnen.

    Also, der grobe Rahmen sollte passen. Jetzt geht es an die Details.

    Auf jeden Fall darauf achten, dass man Euch nicht ein Darlehen mit Tilgungsaussetzung andrehen möchte, mit der Begründung, man könnte dann in x Jahren den BSV einsetzen.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4

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    175T€ Kredit mit 750,-€ Monatsrate geht auch bei den derzeitigen Konditionen nicht.

    Mal die eigenen Erwartungen überprüfen, Kassensturz machen und dann mit realen Zahlen rechnen.
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  6. #5

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    hallo,

    zunächst bin ich auch kein finanzexperte.
    gehalttechnisch sehe ich nur dann schwierigkeiten, wenn die frau nur 50% bringt. sorry wenn ich das sage, aber eine frau mit einem kind wird nie 75% arbeiten. sie wird es schwer genug haben 50% zu bringen.

    hier kann und muss die opa's und oma's helfen....was ja möglich sein sollte.

    ich kann meinem voredner anschließen. hab ihr überhaupt die zeit um den umbau in eigenregie zu machen?

    insgesamt bin ich der meinung, dass ihr noch ca. 2 jahren warten solltet. erst mal prüfen wie das mit kind geht.

    ihr seid in 2 jahren ja immer noch unter 30. daher jede menge zeit....!!!
    gruss
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  7. #6

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    Sind die Gehaltsangaben Brutto oder Netto?

    Kinder kosten richtig Geld, das was man erwartet und das was man nicht (in diesen Höhen) erwartet. Wieviel kostet ein Kindergartenplatz in Eurer Nähe?
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  8. #7
    Avatar von Andreas1705
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    Zitat Zitat von baoson Beitrag anzeigen
    sorry wenn ich das sage, aber eine frau mit einem kind wird nie 75% arbeiten. sie wird es schwer genug haben 50% zu bringen.
    Sorry, aber das ist Quatsch. Wir haben zwei Kinder und meine Frau arbeitet 75% (nach einer Pause von je 6 Monaten nach Geburt)... Und das auch nur, weil sie nicht mehr machen WILL. Im Bekanntenkreis sind's auch oft genug 100%. Kommt halt auf das individuelle Lebensmodell an. Die Betreuung muss halt gesichert sein - aber wenn man(n) und frau will bekommt man das auch hin

    Gruss - Andreas
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  9. #8
    ballycoolin
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    Zitat Zitat von Andreas1705 Beitrag anzeigen
    Und das auch nur, weil sie nicht mehr machen WILL. Im Bekanntenkreis sind's auch oft genug 100%. Kommt halt auf das individuelle Lebensmodell an. Die Betreuung muss halt gesichert sein - aber wenn man(n) und frau will bekommt man das auch hin
    Ich kenne einige Frauen, die seit der Geburt der Kinder zu Hause sitzen. Wer das halt will.... Es ist halt schön, wenn man es sich aussuchen kann und nicht arbeiten muss, weil das Geld so knapp ist. Bei 100%iger Erwerbstätigkeit beider Elternteile nach so kurzer Zeit sollte man sich allerdings schon überlegen, ob man seinem Kind gerecht wird. Kinder sind keine Maschinen und ich bezweifle, dass man das in jedem Fall hinbekommt, wenn man nur selbst will. 42 Stunden + sind schon mal eine Menge!
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  10. #9
    Avatar von Andreas1705
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    Zitat Zitat von ballycoolin Beitrag anzeigen
    Bei 100%iger Erwerbstätigkeit beider Elternteile nach so kurzer Zeit sollte man sich allerdings schon überlegen, ob man seinem Kind gerecht wird.
    Was bedeuted es, einem Kind gerecht zu werden? Das hat so viele unendliche Facetten, dass denke ich jeder seinen eigenen Weg finden muss. Da gibt es sicherlicherlich kein Patentrezept. Mit der Anzahl der Stunden, die ein Kind nicht von einem Elternteil betreut wird, hat damit m.E. aber eher wenig zu tun. Es gibt genug HartzIV-Eltern, die ihren Kindern gerechter werden würden, wenn sie sie in eine Krippe oder Kindergarten bringen würden...
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  11. #10

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    @Andreas1705
    GLÜCKWUNSCH zu so einer Frau!

    Normalerweise kommt meist so eine Art Mutterinstinkt, der verleitet zu Hause zu bleiben und auf das Kind aufzupassen.

    Toll, dass Ihr so ein Rezept hab. Kannst Du uns sagen wie Ihr das macht?
    Speziell hier die Betreuung?

    Gibt es dort wo Ihr wohnt auch die Möglichkeit (Opa, Oma, Krippen etc.?)

    Wenn es nach meiner Frau geht, würde Sie gerne komplett die ersten 3 Jahre zu Hause bleiben.

    Grüße
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  12. #11

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    @Andreas: Man kann aus viel Zeit wenig machen, aber aus wenig Zeit viel zu machen, ist eine sehr schwer lösbare Aufgabe.
    Bei einem geregelten 40h-Job, der nicht zuhause stattfindet, ist nur "wenig Zeit" sinnvoll möglich. Für den Haushalt braucht man dann halt noch jemanden, der alles übernimmt, damit man die Zeit zwischen Heimkehr und Sandmännchen nutzen kann.

    Je nach Position geht dann halt der gesamte Zweit-Verdienst für Kinderbetreuung und Haushaltshilfe drauf, dann kann mans auch sein lassen.

    Ich kann mich noch gut an sehr schwierige Kleinkinder in der direkten Nachbarschaft erinnern, deren Eltern genau das praktiziert haben.
    Für mich wärs nix.
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
    Avatar von Andreas1705
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    Naja, wichtig ist m.E., dass die Kinder ihre Zeit sinnvoll verbringen. Ob sie das unter der Betreuung eines Elternteils oder einer anderen Person tun ist erstmal nicht so relevant. Wichtig ist natürlich Struktur und Konstanz im Tagesablauf etc. (so sollte ein Betreuer z.B. nicht ständig wechseln). Klar, wenn die Eltern dann völlig gestresst von der Arbeit und dem Haushalt noch ein paar Stunden die Kinder betreuen, ist natürlich keinem geholfen. Wichtig ist m.E., dass es für alle Beteiligten passt. Glückliche entspannte Eltern -> glückliche entspannte Kinder... Da muss, denke ich jeder seinen Weg finden und mit Vorverurteilung 'anderer' Lebensmodelle vorsichtig sein.

    Die Betreuung haben wir über die Krippe bzw. den Kindergarten der Uni organisiert. Flexible und liebevolle Betreuung zwischen 7.30 und 18:00). Wir (und die Kids) sind da sehr zufrieden. Da meine Frau ja auch 'nur' 75% arbeitet, ist das auch von den Zeiten her ganz entspannt. Durch den Zuverdienst meiner Frau können wir uns sogar noch eine Haushaltshilfe leisten, die uns den lästigen Putzerei abnimmt. So können wir die Abende meistens wirklich sinnvoll und entspannt mit den Kindern verbringen.

    Gruss - Andreas
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  15. #13

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    Cool

    Zitat Zitat von lulu66 Beitrag anzeigen
    @Andreas: Man kann aus viel Zeit wenig machen, aber aus wenig Zeit viel zu machen, ist eine sehr schwer lösbare Aufgabe.
    Bei einem geregelten 40h-Job, der nicht zuhause stattfindet, ist nur "wenig Zeit" sinnvoll möglich. Für den Haushalt braucht man dann halt noch jemanden, der alles übernimmt, damit man die Zeit zwischen Heimkehr und Sandmännchen nutzen kann.

    Je nach Position geht dann halt der gesamte Zweit-Verdienst für Kinderbetreuung und Haushaltshilfe drauf, dann kann mans auch sein lassen.

    Ich kann mich noch gut an sehr schwierige Kleinkinder in der direkten Nachbarschaft erinnern, deren Eltern genau das praktiziert haben.
    Für mich wärs nix.



    Zitat Zitat von Andreas1705 Beitrag anzeigen
    Die Betreuung haben wir über die Krippe bzw. den Kindergarten der Uni organisiert. Flexible und liebevolle Betreuung zwischen 7.30 und 18:00).

    Gruss - Andreas
    Morgens holt man sie aus dem Bett....und abends bringt man sie wieder hinein, das war's dann aber auch schon.

    Und geputzt wird ja auch noch von den Heinzelmännchen...

    Und Oma und Opas sind ja auch noch da....

    Sie könnte sogar 120% arbeiten, wenn sie wöllte.
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